Zoom UAC-232 Test
USB Audio Interface mit 32-Bit-Float Technologie

Zoom UAC-232 Test

Zoom UAC-232 Test - Kann das USB-Audio Interface mit 32-Bit-Float-Technologie überzeugen?

Was ist es?

Das Zoom UAC-232 ist ein kompaktes USB Audio Interface, das mit der 32-Bit-Float Technologie bei einer Samplingrate bis 192 kHz arbeitet. Mit dieser Technologie soll ein besonders großer Dynamikbereich aufgenommen werden können.

Unterstützt wird das Gerät von leistungsstarken Vorverstärkern, die schon aus den Recordern Zoom F6 bekannt sind.

Das Audio Interface ist kompatibel mit Windows, Mac und iOS-Geräten. Android wird nicht unterstützt. Über die Mix Control Mixer-Software kannst Du auf weitere Funktionen wie Loopback zugreifen.

Zum Anschließen von externen MIDI-Geräten verfügt das Audio Interface über 5-polige Standard MIDI IN/OUT-Anschlüsse. Du kannst dieses Gerät sowohl vertikal als auch horizontal positionieren.

5 Features im Zoom UAC-232 Test

  • Kompaktes USB Audio Interface
  • 32-Bit-Float Technologie
  • Aufnehmen in großem Dynamikbereich möglich
  • Hochwertige Vorverstärker
  • 5-polige MIDI IN/OUT-Anschlüsse

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Zoom UAC-232 Testbericht

Kompaktes USB Audio Interface mit 32-Bit-Float

Das Zoom UAC-232 ist das erste kompakte USB Audio Interface, das mit der 32-Bit-Float Technologie ausgestattet ist. Für den Zoom UAC-232 Test habe ich untersucht, was das bedeutet und welche Vorteile (oder Nachteile) das mit sich bringt.

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Das Design mit den blauen Seitenteilen ist sehr auffällig.

Design

Aber starten wir mit dem äußeren Erscheinungsbild. Das Design des Audio Interfaces ist futuristisch gehalten. Es hebt sich mit seinen blauen Seitenteilen von vergleichbaren Audio Interfaces ab.

Insgesamt ist das Design schlank und stilvoll. Allerdings bin ich kein Fan der Flügel an den Ecken – auch wenn es sich dadurch senkrecht oder waagerecht aufstellen lässt.

Verarbeitung im Zoom UAC-232 Test

Das Zoom UAC-232 besteht zu großen Teilen aus Kunststoff. Dadurch wird ist es sehr leicht. In Verbindung mit seiner kompakten Größe kannst Du es einfach transportieren und flexibel einsetzen.

Die Flügel sind für eine stabilere Positionierung aus Metall. Die Verarbeitung überzeugt: Alles sitzt fest da, wo es sein soll.

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Mit der Metallbügelkonstruktion kannst Du es auch vertikal positionieren.

Lieferumfang

Der Lieferumfang ist minimalistisch gehalten. Neben einem passenden USB-C-Kabel finden sich hier nur zwei Kabelbinder. Diese sind praktisch.

Du kannst mit ihnen die Ein- und Ausgangskabel an den Schienen an der Seite des Audio Interfaces befestigen und sie so entlasten, falls versehentlich an einem der Kabel gezogen wird.

Andererseits wird die Sache dadurch auch etwas sperrig auf dem Schreibtisch.

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Mit den Kabelbindern lassen sich die Ein- und Ausgangskabel am Audio Interface befestigen.

Zoom UAC-232 Test: Anschlüsse & Regler

Für ein kompaktes Audio Interface bietet das Zoom UAC-232 ordentlich Anschlüsse, die Du in deinem Homestudio nutzen kannst.

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Die Anschlüsse auf der Vorderseite

Vorderseite

Auf der Vorderseite befinden sich zwei kombinierte symmetrische XLR/TRS-Eingänge zum Aufnehmen Signalen mit Mikrofon- oder Line-Pegeln.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Audio Interfaces der letzten Generation besitzen sie keine Regler für die Eingangsverstärkung. Das wird aber auch nicht benötigt.

Was bedeutet 32 Bit?

Die neue 32-Bit-Float-Aufnahme erfasst den Klang vom niedrigsten bis zum höchsten Pegel. Dazu werden zwei Wandler simultan eingesetzt: einer für die niedrigen Pegel und einer für die hohen Pegel.

Dadurch kann ein theoretischer Dynamikumfang von -758 dB bis 770 dB (insgesamt 1.528 dB) abgedeckt werden. Im Gegensatz dazu hat 24 Bit einen maximalen Dynamikumfang von 144,5 dB.

Zum Vergleich: Der größte Unterschied im Schalldruck auf der Erde kann etwa 210 dB betragen. Das reicht vom schalltoten Raum bis zur massiven Schockwelle.

In der Praxis wird es kaum notwendig sein, einen größeren Dynamikumfang als den von 24 Bit aufzunehmen – nichtsdestotrotz kann die Aufnahme durch einen zu hohen Aufnahmepegel verzerrt werden.

Das kann dir bei 32 Bit nicht mehr passieren. Ob das wiederum ein Grund für ein Upgrade ist, musst Du selbst entscheiden.

Einer der beiden Eingänge verfügt zusätzlich über eine Hi-Z-Pegel-Funktion zum direkten Anschluss einer Gitarre oder eines ähnlichen Instruments.

Beide Eingänge haben darüber hinaus eine schaltbare Phantomspeisung zum Anschließen von Mikrofonen, die diese benötigen.

Weitere Elemente vorne

Weiterhin befinden sich auf der Vorderseite noch ein 6,35 mm Kopfhörerausgang, ein Lautstärkeregler mit Schalter für direktes Monitoring sowie ein Master-Lautstärkeregler zum Steuern der Ausgangspegel.

Alle Regler und Schalter lassen sich angenehm bedienen.

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Die Anschlüsse auf der Rückseite

Anschlüsse auf der Rückseite

Auf der Rückseite des Audio Interfaces kannst Du auf zwei symmetrische TRS-Anschlüsse zum Anschließen von Studiomonitoren zurückgreifen.

Auch finden sich hier je ein 5-poliger DIN-MIDI-Eingang und -Ausgang. Das gefällt mir, da noch viele Hardware-Synthesizer dieses alte MIDI-Verbindungsformat benötigen.

Abgerundet werden die Anschlüsse durch einen USB-C-Anschluss für Audio, MIDI und Stromversorgung und einen weiteren USB-C-Anschluss zur Stromversorgung für mobiles Recording.

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Über den MIDI I/O kannst Du auch dein MIDI-Equipment anschließen.

Taugen die Vorverstärker?

Für die Eingänge wurden die gleichen Vorverstärker verwendet, die schon in der F-Serie des Herstellers mit Rekordern verwendet wurden. Diese sorgen für ein geringes Rauschen und ein sauberes Anheben des Signalpegels.

Der Klang der Vorverstärker ist gut, sie können auch gut mit hohen Schalldruckpegeln umgehen. Dadurch geben die Vorverstärker und die Wandler ein gutes Team ab.

Du kannst besonders laute Aufnahmen ohne Verzerrungen machen. Das wird im Umfeld der vom Zoom UAC-232 anvisierten Zielgruppe im Homestudio allerdings eher nicht notwendig werden.

Lesetipp: All-in-One Audio Interface Ratgeber

32-Bit-Float Technologie

Kommen wir nun zur Besonderheit des Zoom UAC-232. Die 32-Bit-Float Technologie hebt es von anderen vergleichbaren Audio Interfaces ab.

Bei einer 32-Bit-Float-Aufnahme erfassen die verwendeten Wandler auch Audiodaten jenseits der bisherigen Obergrenze. Diese können sich auch oberhalb des Grenzwertes befinden, der bisher zu Übersteuerungen geführt hat.

Diese Übersteuerungen treten hier nicht mehr auf. Digitales Clipping ohne Limiter oder sonstiges Processing ebenfalls nicht. Darüber hinaus haben deine Aufnahmen einen größeren Dynamikumfang.

Auch bei hohem Gain nimmt die Aufnahmequalität nicht ab. Vom leisesten Atemzug bis zu lautem Straßenlärm wird das Audiomaterial klar und unverzerrt aufgezeichnet. Wenn Du trotzdem nachträglich etwas ändern möchtest, kannst Du das aufgenommene Material weiterhin in der Nachbearbeitung anpassen.

32-Bit-Float Aufnahmen nehmen mehr Platz auf deiner Platte in Anspruch als etwa 24 Bit – etwa ein Drittel zusätzlich im Vergleich. Das solltest Du bei größeren Projekten natürlich im Auge haben.

Lies auch: USB Audio Interface Vergleich

Zoom UAC-232 Test: Praxis

Wie schlägt sich das Audio Interface nun in der Praxis? Ein Vorteil ist dieser: Der Wechsel zwischen verschiedenen Instrumenten und auch Gesang ist möglich, ohne jedes Mal neue Einstellungen der Eingangsverstärkung vornehmen zu müssen (oder können).

Das ist praktisch, wenn Du nacheinander verschiedene Instrumente und Gesang für einen Track aufnehmen und nicht deinen Workflow für das Einpegeln unterbrechen möchtest.

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Auch zum Streamen kannst Du das Zoom UAC-232 verwenden.

Auch Streamer und Podcaster können von dieser praktischen Funktion profitieren. Sie müssen nicht permanent die Eingangspegel nach Übersteuerungen überwachen.

Es ist kein großes Einrichten nötig. Du kannst nach dem Plug & Play-Prinzip direkt mit deiner Aufnahme beginnen.

Weitere Funktionen in der Software

Die Zoom UAC-232 Mix Control Software dient als Brücke zwischen dem Audio Interface und deiner DAW oder deiner Video- oder Streaming-Software.

In der Software ist auch ein manuelles Nachregeln des Eingangs-Gains möglich – am Gerät selbst nicht.

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Mit der Zoom UAC-232 Mix Control Software kannst Du zusätzliche Einstellungen vornehmen.

Weiterhin stehen dir zwei zusätzlich Modi zu Verfügung. Im Music-Modus wird das Routing an deine DAW angepasst.

Im Streaming-Modus werden alle Eingänge zu einem Signal zusammengefasst, um dieses in deiner Streaming-Software einfach zu streamen.

Weiterhin kannst Du über das Bedienfeld Mix Control eine Loopback-Funktion verwenden. Diese fügt deinen Audiosignalen das Wiedergabeaudio von deinem Computer hinzu und lässt dich diese gemeinsam in Echtzeit streamen.

Die Zoom UAC-232 Mix Control Software ist auch als App verfügbar.

Bildstrecke

Latenz im Zoom UAC-232 Test

Je nach genutzter DAW, der Leistung des verwendeten Rechners und des Musikprogramms kann die Latenz durchaus variieren. Im schnellsten Fall kam es bei meinem Test auf 9 Millisekunden.

Das ist relativ viel dafür, dass der Buffer mit nur 32 Samples auf Dauer und bei steigender Last am Laptop zu Klicks und Aussetzern führt.

Bei 128 Samples Buffer war ich bereits bei 12,3 Millisekunden angelangt und damit schon bei einer für die meisten Nutzer hörbaren Verzögerung.

Nutzerwertungen

Die Nutzer des Zoom UAC-232 scheinen zum Großteil begeistert zu sein. Das nicht mehr vorhandene Risiko von Übersteuerungen ist hier das Thema.

Anderen Käufern gefällt gut, dass sie mit der Mix Control-App die Lautstärke und das Panorama anpassen können – das sollte aber jedes Audio Interface können (einige sogar über das Gerät selbst) und ist hier kein Alleinstellungsmerkmal.

Auf der anderen Seite gefällt einem Käufer das blaue Design nicht. Schwerwiegender ist da schon, dass die Latenz besser sein sollte für den Preis.

Ein weiterer Nutzer bemängelt das Fehlen der Eingangspegelregler am Gerät. Das stimmt zwar – aber wie ich bereits geschrieben habe, sind diese dank der 32-Bit-Float Technologie gar nicht nötig. Und wenn Du die Einstellungen doch manuell ändern möchtest, kannst Du dies in der Software oder App machen.

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Fazit zum Zoom UAC-232 Test

Das Zoom UAC-232 hat mich im Test wirklich überrascht. Als erstes USB Audio Interface in einer kompakten Größe setzt es die 32-Bit-Float-Technologie ein. Und das funktioniert gut in der Praxis.

Die Aufnahmen bleiben verzerrungsfrei – auch in sehr hohen Gain-Bereichen. Vom leisesten Flüstern zum lautesten Krach – alles ist klar hörbar und kann nachträglich angepasst werden.

Die angeschlossenen Instrumente und Mikrofone werden automatisch eingepegelt. Auch das funktioniert sehr akkurat. Ein manuelles Nachpegeln ist nicht nötig und die Vorverstärker sind gut.

Da fällt es auch nicht so sehr ins Gewicht, dass die Funktionen am Audio Interface auf das Wesentliche reduziert sind. Du kannst auf zusätzliche Einstellmöglichkeiten in der Software/App zugreifen.

Ein Grund zum Upgrade auf 32 Bit sehe ich grundsätzlich nicht gegeben. Zumal die Latenz bei anderen Modellen geringer ist und für mich deutlich wichtiger. Aber wer sich ohnehin ein neues Audio Interface zulegen möchte, darf sich hier durchaus mal umschauen.

Ich kann das Audio Interface jedem empfehlen, der Wert auf guten Klang legt und dafür nicht allzu viel Geld ausgeben möchte. Im Zoom UAC-232 Test bedeutet das eine gute Wertung.

Zoom UAC-232 Features

  • USB Audio Interface
  • Duale A/D-Schaltung
  • 32-Bit-Float-Aufnahmetechnologie
  • Hochwertige Mikrofonvorverstärker
  • Samplingrate: bis 192 kHz
  • Kompatibel mit Windows, Mac und iOS-Geräten (Android wird nicht unterstützt)
  • Mix Control Software-Mixer
  • Loopback über die Mix Control Software
  • 2 x XLR/TRS-Combo-Eingänge für Mikrofone und Line-Instrumente
  • Hi-Z an Eingang 1
  • +48 V Phantomspeisung schaltbar
  • 2 x Stereo Line-Ausgänge (6,35 mm Klinke, symmetrisch)
  • MIDI In / Out (5-Pol DIN)
  • Stereo Kopfhörer-Ausgang mit separatem Lautstärkeregler (6,35 mm Klinke)
  • USB-C-Port für Audio, MIDI und Stromversorgung
  • Weiterer USB-C Port zur Stromversorgung für mobiles Recording
  • Abmessungen (B x T x H): 164 x 105.5 x 65 mm
  • Gewicht: 355 g
  • Lieferumfang inkl. USB-C Kabel und Kabelbinder
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Zoom UAC-232 Test

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