Yamaha UR12 MK3 Test
Überzeugende Qualität zum fairen Preis

Yamaha UR12 MK3 Test
Yamaha UR12 MK3 Test: Latenzarm, sauber verarbeitet & gut ausgestattet

Thorsten Sprengel Von Thorsten Sprengel am 16. April 2026

Yamaha UR12 MK3 Test-Fazit

4.5

DELAMAR
SCORE

Das Yamaha UR12 MK3 ist ein sehr gut ausgestattetes Audio Interface für Einsteiger, Streamer und Musiker, die schnell und unkompliziert arbeiten wollen.

Das Interface punktet mit einfacher Bedienung, Direct Monitoring, Loopback und einem umfangreichen Softwarepaket. Dazu kommt eine solide Verarbeitung, die im Alltag einen guten Eindruck hinterlässt.

Klanglich überzeugt das Gerät mit sauberen Preamps, 24 Bit / 192 kHz und niedrigen Latenzwerten. Auch Anschlüsse und Bedienkonzept wirken durchdacht und praxisnah.

Besonders die unkomplizierte Handhabung ist im Alltag ein echter Pluspunkt, weil Du ohne Umwege direkt loslegen kannst.

zum detaillierten Yamaha UR12 MK3 Testfazit

PRO

  • Robustes Gehäuse
  • Saubere Verarbeitung
  • Modernes, schlichtes Design
  • Sinnvolle Anschlussverteilung
  • Einfache Einrichtung
  • Intuitive Bedienung direkt am Gerät
  • Angenehme Haptik
  • Loopback und Direct Monitoring parallel nutzbar
  • Umfangreiches Softwarepaket
  • Saubere Klangübertragung
  • Gute Latenzwerte

CONTRA

  • Kein Regler für den Kopfhörerausgang

Für wen?
Musiker, Content Creator, Streamer

Preis: 119,00 Euro
UVP: 119,00 Euro

Was ist es?

Das Yamaha UR12 MK3 ist ein kompaktes Audio Interface mit zwei Eingängen und zwei Ausgängen, das sich an Musiker, Singer-Songwriter, Content Creator und Streamer richtet.

Das Gerät nimmt Audiosignale mit einer Qualität von bis zu 24 Bit und 192 kHz auf. Der frontseitige Combo-Eingang verarbeitet Mikrofone und Line-Signale, für Gitarre oder Bass steht zusätzlich ein separater Hi-Z-Eingang bereit.

Einstellungen wie das Regeln des Lautstärkepegels und Stummschalten von Eingang 1 und 2 können direkt am Gerät vorgenommen werden.

Mit Direct Monitoring hörst Du das Eingangssignal ohne wahrnehmbare Verzögerung und über die Loopback-Funktion lässt sich Systemsound direkt in Streams einbinden.


PASSEND DAZU


Im Lieferumfang sind Cubase AI, Cubasis LE, Steinberg Plus und MixKey enthalten.

5 Yamaha UR12 MK3 Features

  • Kompaktes 2-in/2-out Audio Interface mit USB-C
  • Hohe Aufnahmequalität mit 24-bit/192 kHz
  • Combo-Eingang plus Hi-Z-Eingang für Gitarre oder Bass
  • Direct Monitoring und Loopback-Funktion
  • Software-Paket von Steinberg inklusive

Das hier getestete Audio Interface gibt es in Schwarz und Weiß.


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Yamaha UR12 MK3 Test

Erster Eindruck

Schon beim Auspacken des Yamaha UR12 MK3 fällt mir die starke optische Ähnlichkeit zum Steinberg IXO12 auf, das vor einigen Jahren erschienen ist. Nach etwas Recherche und Rücksprache mit dem Hersteller war schnell klar, dass das kein Zufall ist.

Yamaha hat den Hardware-Bereich von Steinberg übernommen, der sich fortan auf seine erfolgreiche Software-Sparte fokussieren kann. Das Yamaha UR12 MK3 ist ein Rebranding des Steinberg IXO12. Dieses gilt seinerseits als Weiterentwicklung des Steinberg UR12 mk2. Das erklärt die Namensgebung.

Für meinen Test lag mir die weiße Ausführung des Audio Interfaces vor. Bis auf die veränderte Beschriftung auf der Vorderseite und das fehlende Logo auf der Oberseite gibt es äußerlich praktisch keine Unterschiede zum Steinberg-Modell.

Verarbeitung

Die Ober- und Seitenteile des Yamaha UR12 MK3 bestehen aus einer durchgehenden Metallabdeckung, während auf der Unterseite Kunststoff zum Einsatz kommt.

Insgesamt hinterlässt das Gehäuse einen robusten und soliden Eindruck bei mir.

Yamaha UR12 MK3 Test
Das passende USB-Kabel ist im Lieferumfang enthalten.

Das Interface steht durch vier fest montierte Gummifüße an der Unterseite sicher und verrutscht nicht so leicht.

Auch Front und Rückseite sind jeweils mit Kunststoffelementen versehen. Die Verarbeitung wirkt insgesamt sauber, alle Bauteile sitzen ordentlich an ihrem Platz. Mir fällt außerdem positiv auf, dass die Ecken angenehm abgerundet sind und keine scharfen Kanten vorhanden sind.

Die leicht angeraute Oberfläche sorgt für eine angenehme Haptik und trägt dazu bei, dass das Gerät beim Transport sicher in der Hand liegt.

Design

Mein Testgerät ist in schlichtem Weiß gehalten, der Hersteller verzichtet auf auffällige Farbakzente wie die Mitbewerber von Focusrite oder Tascam. Auf meinem Schreibtisch wirkt das Modell dennoch modern und ansprechend – es fügt sich gut in unterschiedliche Setups ein.

Die Symbole auf der Vorderseite sind leicht verständlich und erklären die Funktionen der Regler, Taster und Anschlüsse auf einfache Weise. Dadurch finden sich auch Einsteiger sofort zurecht und können das Interface ohne Umschweife bedienen.

Yamaha UR12 MK3 Test
Die Anschlüsse auf der Rückseite

Anschlüsse

Die Anschlüsse des Yamaha UR12 MK3 sind sinnvoll auf Vorder- und Rückseite verteilt.

An der Vorderseite befinden sich:

  • XLR/Line-Combo-Eingang
  • Hi-Z-Instrumenteneingang
  • Kopfhörer-Ausgang

Auf der Rückseite sitzen:

  • 2 x TRS-Line-Ausgänge
  • USB-C-Anschluss für die Stromversorgung
  • USB-C-Port für PC oder Mac

Die Anschlüsse sind zwar nicht so zahlreich ausgelegt wie bei den größeren Modellen – es sind aber genug, um Gesang und E-Gitarre gleichzeitig aufzunehmen.

Möchtest Du Gesang (mono) mit einem Keyboard (stereo) gleichzeitig aufnehmen, solltest Du dir das UR22 MK3 ansehen. Dieses bietet dafür zwei XLR/Line-Combo-Eingänge.

Bedienelemente im Yamaha UR12 MK3 Test

Alle Bedienelemente des Interfaces sind auf der Vorderseite untergebracht. Das gefällt mir gut, weil sich dadurch alle Einstellungen direkt und bequem von vorne vornehmen lassen.

Insgesamt stehen drei Regler und vier Knöpfe zur Verfügung.

Regler

Je einer für Kanal 1 und Kanal 2 sowie ein großer Output-Regler zur Steuerung des Pegels der rückseitigen Ausgänge. Der Kopfhörerausgang hat im Gegensatz zum UR22 MK3 keinen eigenen Lautstärkeregler.

Yamaha UR12 MK3 Test
Alle Bedienelemente sind auf der Vorderseite untergebracht.

Der Output-Regler ist mit einem LED-Ring umrandet, der anzeigt, ob das Audio Interface mit Strom versorgt wird. Sobald Spannung anliegt, leuchtet er dauerhaft. Ist die Stromversorgung zu schwach, beginnt er zu blinken.

Knöpfe

Zur Ausstattung gehören jeweils ein Mute-Taster für Kanal 1 und 2, ein Schalter für die +48V-Phantomspeisung sowie ein weiterer Knopf, über den Direct Monitoring und Loopback aktiviert werden.

Praktisch ist außerdem, dass sich Direct Monitoring und Loopback parallel nutzen lassen – großes Kino.

Ein eigener Knopf für Loopback und Direct Monitoring hätte die Bedienung zwar noch etwas klarer gemacht, in der Praxis funktioniert die Steuerung aber auch in dieser Form angenehm unkompliziert.

In die Knöpfe sind LEDs integriert, die den aktiven Status der jeweiligen Funktion anzeigen. Unter dem Knopf für Loopback und Direct Monitoring sitzt zusätzlich eine weitere LED, über die sich die aktuell gewählte Einstellung direkt ablesen lässt.

Die Darstellung über die LEDs fand ich insgesamt gut nachvollziehbar.

Softwarepaket

Ein klares Plus ist das umfangreiche Software-Bundle, das dem Yamaha UR12 MK3 beiliegt. Mit Cubase AI bekommst Du eine Einsteigerversion der bekannten DAW, die auf denselben grundlegenden Technologien wie Cubase Pro basiert.

Damit stehen dir alle grundlegenden Werkzeuge zur Verfügung, um eigene Songs aufzunehmen, zu bearbeiten und zu mischen. Die Software ist übersichtlich aufgebaut und leicht zu bedienen, was sie besonders für Einsteiger in die computergestützte Musikproduktion interessant macht.

Zum Paket gehört außerdem Cubasis LE, eine abgespeckte mobile Version der Steinberg-DAW für Smartphones und Tablets unter iOS. So kannst Du auch ohne Laptop unterwegs Musik aufnehmen und direkt weiterbearbeiten.

Schließlich gibt es eine Auswahl an VST-Instrumenten sowie Sounds und Loops.

Yamaha UR12 MK3 Test
Mixkey Beta ist ein einfacher Streaming-Audio-Mixer.

Auch Streamer kommen nicht zu kurz: Mit MixKey Beta ist ein praktischer Audiomixer für Streaming-Anwendungen enthalten, der sich einsteigerfreundlich bedienen lässt.

Ich hätte mir am Anfang ein solches Gesamtpaket gewünscht. Als Anfänger bist Du ohnehin schon mit allem überfordert, da ist es gut, wenn Du nicht noch Software einzeln zusammensuchen und separat kaufen musst.

Yamaha UR12 MK3 in der Praxis

In meinem Test war das Gerät schnell eingerichtet. An Rechnern klappt die Inbetriebnahme unkompliziert, bei Mobilgeräten kann je nach Setup aber eine zusätzliche Stromversorgung nötig sein.

Die Verbindung funktioniert aber auch in diesem Fall problemlos und ohne großen Aufwand.

Yamaha UR12 MK3 Test
Als Eingänge finden sich ein XLR/Line-Combo-(Bild) und ein Hi-Z-Instrumenten-Eingang.

Intuitive Bedienung

Die Handhabung des Audio Interfaces ist angenehm unkompliziert. Die Regler ragen weit genug nach vorne und sind mit ausreichend Abstand zueinander angeordnet, sodass sie sich bequem greifen lassen.

Auch haptisch machen sie einen guten Eindruck: Der Widerstand ist angenehm, was ein präzises und zugleich komfortables Einstellen ermöglicht.

Positiv finde ich außerdem, dass sich sämtliche Pegel (ausgenommen der Pegel des Kopfhörer-Ausgangs) direkt am Gerät anpassen lassen. Dafür ist keine zusätzliche Software nötig.

Auch die Knöpfe überzeugen mit einem guten Druckpunkt. Trotz ihrer Position nah an der oberen Gehäusekante lassen sie sich gut betätigen.

Loopback & Direct Monitoring

Die Loopback-Funktion erfüllt ihren Zweck zuverlässig. Für Streamer ist das besonders praktisch, weil sich Systemaudio vom Rechner direkt mit dem Mikrofonsignal mischen und live ausgeben lässt.

Das Direct Monitoring ermöglicht es zudem, das eigene Audiosignal ohne wahrnehmbare Latenz abzuhören. So hörst Du sofort, wenn am Klang noch etwas angepasst werden muss.

Yamaha UR12 MK3 Test
Das Interface lässt sich per USB-C über einen Laptop, PC oder eine externe Stromquelle mit Strom versorgen.

Klang & Gain

Die Mikrofonvorverstärker sorgen zusammen mit der Aufnahme in 24 Bit / 192 kHz für ein sauberes und ausgewogenes Klangbild. Mit einem Dynamikumfang von 106 dB sollte für die meisten Einsteiger genügend Raum für die Verarbeitung von lauteren Signalen möglich sein, ohne dass es dabei zu Übersteuerungen kommt.

Mit der Gain-Reserve von 54 dB an den XLR-Eingängen lassen sich die meisten Mikrofone nahtlos verstärken. Bei pegelarmen Modellen wie dem Shure SM7B kann es (je nach Anwendung) dann vielleicht doch zu knapp werden.

Mir gefällt, dass das UR12 MK3 das Eingangssignal sehr nüchtern überträgt. Der Klang wirkt in meinen Tests nicht künstlich geschönt, sondern angenehm ehrlich.

BILDSTRECKE

Latenz im Yamaha UR12 MK3 Test

Zum Abschluss habe ich noch die Roundtrip-Latenz unter die Lupe genommen und gemessen. Das ist die Zeit, die ein Audiosignal benötigt, um im Computer verarbeitet und anschließend wieder an das Audio Interface zurückgegeben zu werden. Besonders relevant ist das beim Recording, wenn Du Effekte aus deiner DAW in Echtzeit hören willst.

Zur Auswahl stehen drei Latenz-Modi: Standard, Low Latency und Stable. Der Modus Low Latency erzielt erwartungsgemäß die geringsten Verzögerungen, ist dafür aber anfälliger für Aussetzer. Stable arbeitet zuverlässiger, geht jedoch mit höheren Latenzwerten einher.

Im Test habe ich mich vor allem auf die Ergebnisse im Low Latency-Modus konzentriert. Gemessen wurde auf einem Intel i7-6700 mit 3,4 GHz pro Kern unter Windows 10 bei einer Samplerate von 44,1 kHz.

  • 256 Samples – 16,6 ms
  • 128 Samples – 9,8 ms
  • 32 Samples – 3,4 ms

Für ein kompaktes Einsteiger Audio Interface in seiner Preisklasse sind das erwartbare Ergebnisse. Bei einer Samplerate von 88,2 kHz oder 96 kHz fallen die Werte sogar noch etwas besser aus. Für Gaming und Streaming ist das alles, was Du brauchst.

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Yamaha UR12 MK3 Test-Fazit

Das Yamaha UR12 MK3 ist ein gelungenes Audio Interface für Einsteiger. Musiker, Producer und Streamer werden die einfache Bedienung und die solide Verarbeitung zu schätzen wissen. Material, Haptik und Anschlüsse hinterlassen in meiner Praxis einen durchweg guten Eindruck.

Besonders gefallen haben mir die übersichtliche Front, die praktische Loopback Funktion, Direct Monitoring und das umfangreiche Softwarepaket. Gerade in dieser Preisklasse bekommst Du mit dem Interface viele nützliche Funktionen, mit denen Du schnell und ohne Umwege loslegen kannst.

Klanglich liefert das Audio Interface mit seinen Mikrofonvorverstärkern eine überzeugende Leistung und einen ehrlichen, sauberen Sound. Auch die Latenzwerte sind für ein kompaktes Einsteigergerät mehr als ordentlich und machen das Interface vielseitig einsetzbar.

Wenn dir eine einfache Einrichtung, eine unkomplizierte Bedienung und ein gutes Gesamtpaket aus Hardware und Software wichtig sind, findest Du hier ein gelungenes Audio Interface für deinen Schreibtisch.

Alles in allem gibt es von meiner Seite eine sehr gute Wertung im Yamaha UR12 MK3 Test.

Features Yamaha UR12 MK3 Review

  • Hersteller:   
  • USB-C Audio Interface
  • 2-in/2-out
  • 24-Bit/192 kHz
  • +48V Phantomspeisung
  • XLR/Line Kombi-Eingang
  • Hi-Z Eingang
  • 2 x TRS-Line Ausgänge
  • Kopfhörerausgang
  • Busse: 1 MIX (Stereo)
  • Loopback-Funktion
  • Direct Monitoring
  • Abmessungen (B x H x T): 158 mm x 47 mm x 102 mm
  • Gewicht: 450 g
  • Lieferumfang inkl. Steinberg Cubase AI/LE und USB-C auf USB-A Kabel

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