Yamaha MGX16V Test
Digitaler Audio-Mixer mit Video Capture

Yamaha MGX16V Test
Stark im Yamaha MGX16V Test: Audio + Video Paket für Streamer, Podcaster & Homestudios

Thorsten Sprengel Von Thorsten Sprengel am 24. April 2026

Yamaha MGX16V Test-Fazit

4.5

DELAMAR
SCORE

Das Yamaha MGX16V ist ein durchdacht aufgebautes Digitalmischpult, das sich mit flexiblem Routing und der gelungenen Verbindung aus Audio und Video für moderne Produktionsumgebungen empfiehlt.

Es überzeugt mit sauberer Signalführung. USB-Audio, microSD-Recording, Bluetooth und HDMI erleichtern den Arbeitsalltag spürbar.

Im Proberaum, bei Podcasts, Streams und kleineren Produktionen spielt das Modell seine Stärken klar aus, weil mehrere Quellen gleichzeitig verwaltet und direkt eingebunden werden können.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis fällt stimmig aus, da Yamaha viele Funktionen integriert, die sonst oft nur über zusätzliche Hardware erreichbar sind.

Die nicht motorisierten Fader und die teils etwas unübersichtliche Encoder-Zuweisung ändern wenig am insgesamt starken Eindruck.

zum detaillierten Yamaha MGX16V Testfazit

PRO

  • Durchdachter, übersichtlicher Aufbau
  • Stabiles, robustes Gehäuse
  • Vier Kopfhörerausgänge
  • Gleichzeitige Nutzung beider USB-C-Anschlüsse
  • Recording auf microSD ohne Computer
  • Bluetooth 5.0 für kabelloses Zuspielen
  • Gute Lesbarkeit des Displays
  • Autogain spart Zeit im Alltag
  • Audio und Video lassen sich flexibel in den Workflow einbinden

CONTRA

  • Fader sind nicht motorisiert

Für wen?
Homestudios, Content Creator, Podcaster, Streamer

Preis: 1.199,00 Euro
UVP: 1.289,00 Euro

Was ist es?

Das Yamaha MGX16V ist ein digitales Mischpult, das Audio-Mixer mit einer HDMI-Capture-Karte in einem Gerät kombiniert. Die gemeinsame Nutzung aller Quellen ist für Streaming, Recording oder die Content-Produktion möglich.

Die Kanalstruktur umfasst 8 Mono-, 4 Stereo-, 1 Sound-Pad- und 2 FX-Return-Kanäle. Gesteuert wird das Pult über 16 Fader, einen 4,3-Zoll-Touchscreen und fünf Drehregler.

Du findest unter anderem Combo-, TRS- und RCA-Anschlüsse, dazu kommen USB-Audio mit bis zu 22 In/22 Out, Recording auf microSD sowie ein HDMI-zu-USB-Video-/Audioeingang mit Echtzeit-Passthrough.

5 Yamaha MGX16V Features

  • Digitales Mischpult mit 22 Kanälen und Video-Interface
  • 15 + 1 Fader-Konfiguration
  • 4,3-Zoll-Touchscreen mit fünf Drehreglern
  • USB-Audio: 22 In / 22 Out bei 32 Bit / 96 kHz
  • HDMI-zu-USB mit Passthrough

Das Modell ist in Schwarz und in Weiß erhältlich.


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Yamaha MGX16V Test

Erster Eindruck

Das Yamaha MGX16V macht mir gleich beim ersten Kontakt deutlich, worauf diese Serie abzielt: Es ist ein kompakt organisierter digitaler Audio-Mixer, der trotz vieler Funktionen zugänglich bleibt.

Der Hersteller hat auf zu viele Regler und Tasten verzichtet, die Einsteiger schnell verwirren könnten.

Die Oberfläche ist klar strukturiert: Pro Kanal gibt es fünf Bedienelemente, dazu kommen frei belegbare Tasten, fünf Encoder sowie ein Home- und ein Power-Button.

Yamaha MGX16V Test
Die Draufsicht zeigt Fader, Encoder, Display und Anschlussfeld in einer aufgeräumten Oberfläche für Streaming, Podcast und Live-Anwendungen.

Viele Funktionen des digitalen Mischpults werden über den 4,3 Zoll großen Touchscreen gesteuert. Über ihn erreichst Du auch die tiefergehende Einstellungen wie Routing, Kanalbearbeitung und Systemeinstellungen.

An einigen Stellen erinnert mich das Gerät an die analoge MG-Serie des Herstellers, auf die sich auch der Name bezieht. Ein typisches Merkmal hierfür ist der „ON“-Schalter in jedem Kanal, den Du zum Aktivieren des Kanals nutzt.

Der Hersteller arbeitet hier mit einer umgekehrten Logik zum Mute-Schalter, den viele andere Hersteller verwenden. Das war für mich zunächst gewöhnungsbedürftig.

Hardware im Yamaha MGX16V Test

Mein erster Eindruck bestätigt sich schnell, denn das Yamaha MGX16V wirkt sehr stabil und robust gebaut.

Das Gehäuse besteht fast komplett aus Metall und kleine Lüftungsöffnungen an der Vorderseite unten leiten die entstehende Wärme ab. Nur die Seitenteile wurden aus Kunststoff gefertigt.

Yamaha MGX16V Test
8 XLR/Line-Combo-Eingänge sind auf der Oberseite zu finden.

Die Audioanschlüsse sitzen fest auf der Oberseite des Gehäuses. Auf der Rückseite findest Du die beiden USB-C-Buchsen, den microSD-Kartenslot, je einen HDMI In und HDMI Through sowie den Stromanschluss. Für das Netzkabel gibt es außerdem eine Zugentlastung, damit es sicher sitzt.

Die gummierten Tasten sind beleuchtet und machen einen widerstandsfähigen Eindruck. Die acht frei belegbaren Pads leuchten je nach eingestellter Funktion sogar in unterschiedlichen Farben.

Encoder und Fader-Kappen sind aus Kunststoff, unter den Fadern sitzen Metallstifte.

Yamaha MGX16V Test
Das Yamaha MGX16V kombiniert acht Mic/Line-Kombibuchsen mit zusätzlichen Stereoeingängen und Cinch-Paaren für vielseitige Zuspieler-Konfigurationen.

Praktisch finde ich auch die vier gummierten Standfüße. Sie geben dem Mixer festen Halt, damit er auf Oberflächen wie deinem Schreibtisch nicht verrutscht.

Einsatzzwecke für das Yamaha MGX16V

  • Livestreams mit guter Audioqualität
  • Podcasts mit Kamera
  • Online-Unterricht
  • Produktdemos
  • Band-Proben mit Video
  • hybride Veranstaltungen
  • Präsentationen mit mehreren Mikrofonen

Analoge Anschlüsse

Jeglicher Anschluss wird über die Oberfläche des Yamaha MGX16V erledigt. Auf der Eingangsseite gibt es acht Combo-Buchsen, zwei Paar Stereo-Buchsen im TRS-Format und zwei Stereo-Cinch-Paare.

Auf der Ausgangsseite bietet das Mischpult zwei XLR-Buchsen und acht sogenannte Omni-Outs. Über diese Ausgänge lässt sich jeweils einer der acht Mix-Busse ausgeben, etwa für Monitoring über In-Ears oder für die Bearbeitung in externen Effektgeräten.

Yamaha MGX16V Test
Nahaufnahme der Ausgangssektion mit Stereo-Out, Omni-Out und Kopfhörerwegen, sinnvoll gruppiert für Monitoring, Routing und Signalverteilung.

Großartig finde ich die vier Kopfhörerausgänge, die einen zusätzlichen Kopfhörerverstärker überflüssig machen. Egal ob beim Recording im Homestudio, bei Bandproben ohne PA oder bei Podcasts mit mehreren Gästen.

Digitale Schnittstellen

Auf der Rückseite sitzen zwei USB-C-Anschlüsse, über die Du das Yamaha MGX16V als Audio Interface mit einer DAW verbinden kannst. Dann überträgt das Mischpult entweder 2×2 Kanäle oder im größeren Setup sogar bis zu 22×22 Kanäle.

Die beiden USB-C-Buchsen lassen sich übrigens gleichzeitig nutzen. So kannst Du über „Sub“ zum Beispiel einen Zuspieler anschließen, während über „Main“ parallel die DAW läuft.

Yamaha MGX16V Test
Die Rückseite des Yamaha MGX16V bietet Stromanschluss, microSD-Slot, USB-Ports und HDMI-Buchsen für moderne Produktions- und Streaming-Workflows.

Mit dem microSD-Kartenslot kannst Du auch ohne Computer aufnehmen, was etwa im Proberaum praktisch ist. In meinem Test ließen sich bis zu 16 Kanäle mit 24 Bit und bis zu 96 kHz hier nutzen. Für die Wiedergabe stehen dir allerdings nur zwei Kanäle bereit.

Außerdem verfügt das Yamaha MGX16V über Bluetooth 5.0, über das Du Musik kabellos an das Pult senden kannst (A2DP sowie AAC/SBC, 16 Bit, bis 48 kHz). Leider gibt es keinen eigenen Kanal hierfür, Du musst dafür in einem freien Kanal die Eingangsquelle auf „Bluetooth“ umstellen.

Das digitale Routing ist bei diesem Mixer eine echte Stärke, denn analoge und digitale Eingänge sowie virtuelle Busse lassen sich sehr übersichtlich verwalten.

Bedienelemente am Yamaha MGX16V

Das Yamaha MGX16V kombiniert 15+1 direkt bedienbare Mischkanäle mit weiteren internen Signalwegen (8 Mono + 4 Stereo + 1 Sound Pad + 2 FX Return).

So kommt Yamaha auf insgesamt 22 verarbeitbare Kanäle, auch wenn auf der Oberfläche nur 16 klassische Eingangszüge bereitstehen. Von diesen hat jeder Kanal einen 60 mm langen Fader.

Yamaha MGX16V Test
Die hintergrundbeleuchteten Pads lassen sich frei belegen und bringen zusätzliche Direktzugriffe für Samples, Szenen oder häufig genutzte Funktionen.

Leider sind die Fader nicht motorisiert, was beim geforderten Preis für das Mischpult auch kaum verwundern mag. Die Fader laufen angenehm leicht, lassen sich aber nicht zu einfach verschieben. Ich finde das sehr praktisch, weil sich nicht sofort alles von alleine verstellt, wenn Du sie aus Versehen berührst.

Über dem Fader sitzt eine ON-Taste. Mit ihr schickst Du das Signal auf die Stereosumme. Dazu kommen ein Cue-Button für das Vorhören, ein Select-Taster für den schnellen Zugriff auf die Kanaleinstellungen im Display und ein Encoder mit LED-Ring. Der LED-Ring zeigt den eingestellten Wert allerdings nur recht grob an.

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Beleuchtete Kanalbuttons für Select, Cue und On zeigen den Status sofort an und machen die Bedienung auch bei wenig Licht angenehm.

Der Encoder übernimmt je nach Situation verschiedene Aufgaben, beispielsweise den Gain zu regeln oder ein Signal auf die Mix-Busse schicken.

Welche Funktion gerade aktiv ist, konnte ich nicht immer auf Anhieb erkennen. In der Kanalübersicht oben rechts lässt sich per Knopfdruck aber eine passende Option zuweisen.

Einfache Bedienung

Am einfachsten bedienst Du das Yamaha MGX16V so: Du tippst mit der linken Hand auf den gewünschten Kanal oder einen bestimmten Parameter. Danach stellst Du mit der rechten Hand über den Encoder rechts neben dem Bildschirm den passenden Wert ein.

Yamaha MGX16V Test
Die farblich markierten Fader für PAD, Effekte und Summe erleichtern die Orientierung und beschleunigen das Arbeiten im laufenden Betrieb.

Für schnelle Befehle gibt es außerdem acht frei belegbare Pads, die mithilfe von vier Bänken bis zu 32 Funktionen speichern können. Dazu zählen zum Beispiel das Laden von Szenen, das Löschen von Cue-Einstellungen oder das Eintippen eines Tempos.

Die erste Bank kommt von Werk aus leer, in der zweiten sind die Tasten mit Pad-Sounds zum Triggern belegt. Das ist vor allem für Streamer oder Podcaster praktisch, wenn sie ihr Programm mit kurzen Sounds ergänzen wollen. Eigene Samples lassen sich natürlich auch nutzen.

Touchdisplay im Yamaha MGX16V Test

Der Bildschirm des Yamaha MGX16V ist mit 4,3 Zoll zwar nicht übermäßig groß, nutzt den Platz aber sinnvoll. Die wichtigsten Einstellungen eines Kanals sind größtenteils übersichtlich angeordnet.

Ja, am Anfang brauchte ich etwas Eingewöhnung, aber nach einer kurzen Zeit konnte ich schnell und gezielt damit arbeiten.

Yamaha MGX16V Test
Die Kanalübersicht im Standard-Mode auf dem Display bündelt Vorverstärker, Hochpass, Gate, Kompressor, EQ und Insert-Effekte in einer kompakten Oberfläche.

Je nach Kanal stehen unterschiedliche Funktionen zur Verfügung, wobei die ersten acht Eingänge den größten Umfang bieten. Hier findest Du Gate, Kompressor und EQ. Zusätzlich lassen sich Effekte wie „Guitar Amp Classics“, Pitch-Correction oder ein Compander nutzen.

Die Kanäle 5/6 bis 11/12 (mit Line-Eingängen) haben lediglich einen EQ und einen Ducker, und der Pad-Kanal bringt keine zusätzlichen Funktionen mit. Für die Stereosumme stehen neben dem EQ auch ein Compander sowie ein Multiband-Kompressor zur Verfügung.

Yamaha MGX16V Test
Im Setup-Menü des Yamaha MGX16V lassen sich Sprache, Helligkeit, Benutzerbelegung, Sampling-Frequenz und weitere Systemoptionen direkt konfigurieren.

Der Bildschirm bleibt dennoch bei starkem Licht und in dunkler Umgebung ohnehin gut lesbar. Eine entspiegelte Oberfläche gibt es allerdings nicht.

Mix-Busse & Workflow

Die Mix-Busse sind beim Yamaha MGX16V ein wichtiger Teil des Konzepts und wer viel live machen möchte, wird das zu schätzen wissen. Insgesamt gibt es acht Mixbusse, und jeder einzelne kommt mit einem eigenen EQ. Damit kannst Du beispielsweise unterschiedliche Kopfhörer- oder Monitor-Mischungen erstellen.

Andere Digitalmischpulte bieten oft eigene Regler für Kompressor, Gate und EQ an, aber der hier getestete Mixer setzt auf wenige Encoder und das Touch-Display. Für die vielen Parameter und Funktionen wäre auf der kompakten Oberfläche aber auch kaum genug Platz.

Yamaha arbeitet deshalb an mehreren Stellen mit One-Knob-Lösungen, die zwar erst erlernt werden müssen, dann aber flott von der Hand gehen.

Yamaha MGX16V Test
Die Routing-Ansicht ordnet Eingänge und Ausgänge übersichtlich nach Kanalgruppen, Mixbussen, Streaming-Weg und Pad-/Effektsektion.

Erwähnenswert ist an dieser Stelle auch die Autogain-Funktion, die den Pegel deiner Audioquelle automatisch erkennt und einstellt.

Dabei sprichst Du ins Mikrofon oder spielst ein Instrument ein und tippst auf einen der Buttons: Das Yamaha MGX16V stellt den Gain automatisch ein. Das dürfte zum einen Zeit ersparen, zum anderen werden sich gerade Einsteiger und einige Podcaster darüber freuen, die nicht ganz so tief in der Audiomaterie sind.

Die tiefere Ebene des Yamaha MGX16V

Yamaha hat dem digitalen Mischpult noch weitere Funktionen mitgegeben, die eine schnelle und praktische Bedienung unterstützen. Dazu gehören unter anderem die zwei Betriebsmodi Standard und Simple.

Im Standard-Modus hast Du Zugriff auf alle verfügbaren Einstellungen, im Simple-Modus führt dich das Yamaha MGX16V Schritt für Schritt durch die wichtigsten Punkte. Das funktioniert wie eine eingebaute Hilfe direkt im Gerät.

Yamaha MGX16V Test
Aus flacher Perspektive wird die ergonomische Gehäuseform deutlich, die schnellen Zugriff auf Fader, Bildschirm und Bedienelemente erlaubt.

Die vier Encoder unterhalb des LCDs können mehrere Aufgaben übernehmen: In der Kanalansicht regeln sie standardmäßig Gain und Stereo-Panorama. Welche Funktion sie haben, hängt von der aktuellen Ansicht ab.

Wenn Du unten rechts auf das Poti-Symbol tippst, öffnest Du die „User Defined Knobs“. Dort kannst Du je vier frei wählbare Funktionen auf vier Bänken verteilen.

Was auch immer dir wichtig ist – Du erreichst die dir wichtigen Einstellungen (Kopfhörerlautstärke, Monitorlautstärke oder die Helligkeit des Displays) sehr schnell.

In der Praxis

Die Nutzer werden die bis zu 63 abspeicherbaren Szenen im Mischpult mögen für schnelles Umschalten. Dabei merkt sich das Pult alle Einstellungen, die auf digitalem Weg vorgenommen wurden.

Eine Sache bleibt dabei aber außen vor: Die Stellung der Fader wird nicht mitgespeichert.

Yamaha MGX16V Test
Die Szenenverwaltung des Yamaha MGX16V erlaubt Speichern, Sperren und Abrufen kompletter Mischpult-Setups für wiederkehrende Produktionen und Formate.

Das betrifft also die Lautstärke, die auf die Stereosumme geht. Wenn Du eine Szene lädst, bleibt der Faderwert so, wie er gerade am Gerät steht. Und sobald Du den Fader bewegst, ändert sich der Pegel des jeweiligen Kanals.

Andere Hersteller lösen das mit einem Soft-Takeover-Modus, bei dem die Änderung erst greift, wenn der Fader den gespeicherten Wert erreicht hat. An dieser Stelle würde ich mir ein Update wünschen.

Klang im Yamaha MGX16V Test

In der Preisklasse dieses Mixers gibt es einige Geräte, die hörbar rauschen – oftmals wegen der Mikrofon-Preamps. Beim Yamaha MGX16V zeigt sich dieses Problem in meinem Test nicht.

Yamaha MGX16V Test
Die Seitenansicht unterstreicht das flache Pultdesign mit leicht ansteigender Oberseite und stabil wirkendem Metallgehäuse für den mobilen Einsatz.

In meinem Hörtest arbeitet der digitale Mixer angenehm sauber und bleibt in meinem Setup unauffällig (im besten Sinne). Die MGX-True-Sound-Preamps bieten zudem einen Gain-Bereich von bis zu 86 dB – das reicht dicke für leise, dynamische Mikrofone wie das Shure SM7b.

Die Schnittstelle USB-C-Main unterstützt zudem bis zu 96 kHz bei 32 Bit. Die 32-Bit-Unterstützung ist in dieser Preisklasse kein Standardmerkmal und gehört zu den auffälligeren Punkten der Ausstattung. Selbst bei reinen Audio Interfaces findet man das bisher eher selten.

HDMI-Schnittstelle

Alle V-Modelle der MGX-Serie kommen mit einer zusätzlichen HDMI-Schnittstelle, die speziell für Podcaster, Streamer und Content-Creator interessant werden dürfte.

Über den HDMI In kannst Du beispielsweise eine Kamera anschließen und das Audiosignal mit den restlichen Audioquellen mischen. Wenn Du das Signal unverändert in Echtzeit an einen Monitor weiterleiten willst, kannst Du ihn am HDMI Through anschließen – hier wird das Audio aus dem Mischpult aber nicht mitgeliefert.

Yamaha MGX16V Test
Zur Übertragung von Videosignalen finden sich ein HDMI In, HDMI Through und USB MAIN.

Das HDMI-Signal wird stattdessen im Mixer getrennt: Das Videosignal wird in ein UVC-Videosignal umgewandelt und über den USB Main Port ausgegeben. Das Audiosignal aus dem HDMI Video kannst Du frei auf einen der vorhandenen Audiokanäle legen und dort mit den anderen Quellen abmischen. Anschließend kannst Du es separat ebenfalls über den USB Main Port ausgeben.

Wichtig: Der Yamaha MGX16V Digitalmixer mischt zwar Audio, aber er erzeugt keinen bereits mit Audio kombinierten USB-Videostream für den Rechner.

Am Computer kannst Du beide Signale (Audio und Video) in Software wie Wavelab Cast oder OBS Studio weiterverarbeiten, aufnehmen oder streamen. Das eigentliche Audio-Mixing lässt sich dabei schon im Mischpult erledigen, was den Workflow am Rechner deutlich entlastet.

Als Musiker kannst Du so zum Beispiel eine Live-Session mit der Kamera begleiten und direkt livestreamen.

FunktionBedeutung
HDMI InVideosignal kommt ins Mischpult
HDMI Thru / Pass-ThroughVideosignal wird an Monitor/Beamer weitergereicht
USB zum ComputerVideo plus gemischtes Audio gehen an Computer
Streaming/RecordingOBS, Zoom, Teams, YouTube Live etc. können das Signal verwenden

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Yamaha MGX16V Test-Fazit

Das Yamaha MGX16V hinterlässt insgesamt einen durchdachten und praxisnahen Eindruck. Vor allem die saubere Signalführung, das flexible Routing und die gelungene Verbindung aus Audio und Video machen das Pult zu einer stimmigen Lösung für moderne Produktionsumgebungen.

Das digitale Mischpult eignet sich damit besonders für Setups, in denen mehrere Quellen sauber verwaltet werden sollen. Zugleich werden Recording, Streaming oder Content-Produktion abgedeckt.

Auch im Proberaum, bei Podcasts oder kleineren Produktionen spielt das Modell seine Stärken aus, weil USB-Audio, microSD-Recording, Bluetooth und die HDMI-Anbindung den Arbeitsalltag spürbar erleichtern.

Die nicht immer sofort klare Encoder-Zuweisung ist schnell erlent und am sehr guten Praxiseindruck ändert das nichts.

Alles in allem überzeugt das Gerät mit seiner praxisgerechten Ausstattung und bekommt von mir eine sehr gute Wertung im Yamaha MGX16V Test.

Features Yamaha MGX16V Review

  • Hersteller:   
  • Kompaktes Digitalmischpult
  • 4,3 Zoll-Touchscreen mit fünf Drehreglern
  • Eingangskanäle: 8 x Mono + 4 x Stereo + 1 x Sound Pad + 2 x FX Return
  • Fader: 15 +1 (nicht motorisiert)
  • Busse: 1 x Stereo + 8 x Mix
  • Lokale Eingänge: 8 x XLR/Klinke-Combo, 4 x TRS, 4 x RCA
  • Lokale Ausgänge: 2 x XLR, 8 x TRS-Klinke, 4 x Kopfhörer 6,35 mm Klinke
  • 2 x USB-C
  • Integriertes USB-Audiointerface
  • USB MAIN: 22 Eingänge / 22 Ausgänge (32-Bit / 96 kHz)
  • USB SUB: 2 Eingänge / 2 Ausgänge (16-Bit / 48 kHz)
  • HDMI In
  • HDMI Thru
  • MicroSD Karten-Slot
  • Bluetooth Audio ((Bluetooth 5.0, A2DP)
  • Integrierter DSP Prozessor für latenzfreies Monitoring
  • Funktionen: Auto Gain, Clip Safe, Simple/Standard Mode, Scene Recall
  • Abmessungen (B x H x T): 419 mm x 96 mm x 319 mm
  • Gewicht: 4,9 kg
  • Lieferumfang inkl. Netzteil und Software-Paket (Cubase AI + WaveLab Cast, Steinberg Plus, Basic FX Suite)

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