Yamaha MGX12V Test
Digitales Mischpult mit HDMI & 32-Bit USB im Detail

Yamaha MGX12V Test
Yamaha MGX12V Test: HDMI, 32-Bit USB & Streaming-Magie in einem Pult?

Thorsten Sprengel Von Thorsten Sprengel am 19. August 2026

Yamaha MGX12V Test-Fazit

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DELAMAR
SCORE

Das Yamaha MGX12V ist ein kompaktes digitales Mischpult, das mit umfangreichem Routing sowie der Kombination aus Audio- und Videofunktionen gut zu modernen Produktions-Setups passt.

Die Signalverarbeitung arbeitet sauber, während USB-Audio, microSD-Recording, Bluetooth und HDMI den Mixer vielseitig einsetzbar machen.

Besonders bei Podcasts, Streams, im Proberaum oder bei kleineren Produktionen zeigt das MGX12V seine Stärken, wenn mehrere Quellen gleichzeitig zusammengeführt und verwaltet werden sollen.

Auch das Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt, denn viele Funktionen sind bereits integriert und erfordern keine zusätzliche Hardware.

Die nicht motorisierten Fader und die stellenweise etwas unklare Encoder-Zuweisung bleiben als kleinere Kritikpunkte, ändern aber wenig am insgesamt sehr guten Eindruck.

zum detaillierten Yamaha MGX12V Testfazit

PRO

  • Durchdachter, übersichtlicher Aufbau
  • Stabiles, robustes Gehäuse
  • Vier Kopfhörerausgänge
  • Gleichzeitige Nutzung beider USB-C-Anschlüsse
  • Recording auf microSD ohne Computer
  • Auto Gain spart Zeit beim Einpegeln
  • Gute Einbindung von Audio und Video in den Workflow

CONTRA

  • Fader sind nicht motorisiert

Für wen?
Homestudios, Content Creator, Podcaster, Streamer

Preis: 899,00 Euro
UVP: 899,00 Euro

Was ist es?

Das Yamaha MGX12V ist ein digitales Mischpult mit vier Mono- und vier Stereokanälen für Live-, Recording- oder Podcast-Setups. Vier Mikrofon-/Line-Kombieingänge stehen für Mikrofone oder Line-Signale bereit.

Zwölf 60 mm-Fader dienen zur direkten Pegelsteuerung am Gerät. Ergänzend wird das Mischpult über einen 4,3-Zoll-Touchscreen bedient. Das USB-MAIN-Interface überträgt 18 Ein- und 18 Ausgangskanäle mit 32 Bit und bis zu 96 kHz.

Über HDMI IN lassen sich Audio- und Videosignale einspeisen. Der HDMI-THRU-Anschluss führt das Videosignal parallel weiter. Damit lässt sich das MGX12V auch in Streaming- und Videoproduktionen einsetzen.

5 Yamaha MGX12V Features

  • Digitales Mischpult mit 4 Mono- und 4 Stereokanälen
  • 4 Mikrofon-/Line-Kombieingänge
  • USB MAIN: 18 Ein- und 18 Ausgänge mit 32 Bit/96 kHz
  • 16-Spur-Aufnahme auf microSD-Karte
  • HDMI-Eingang mit Capture-Funktion

Das MGX12V ist in Schwarz und Weiß erhältlich. Zur MGX-Serie gehören außerdem das MGX12 ohne Video-Interface sowie die größeren Modelle MGX16 und MGX16V.


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Yamaha MGX12V Test

Erster Eindruck

Ich bin überrascht, wie aufgeräumt das digitale Mischpult auf mich wirkt. Trotz des großen Funktionsumfangs des Yamaha MGX12V bleibt die Oberfläche immer übersichtlich und macht keinen unnötig komplizierten Eindruck.

Yamaha hat die Zahl der direkt sichtbaren Bedienelemente bewusst begrenzt. Das dürfte vor allem Nutzern entgegenkommen, die sich nicht erst durch eine Vielzahl an Reglern und Tastern arbeiten möchten.

Die einzelnen Bereiche sind klar voneinander getrennt: In den Kanalzügen sitzen jeweils fünf Bedienelemente, die durch frei belegbare Tasten, fünf Encoder sowie separate Buttons für Home und Power ergänzt werden.

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Das Touchdisplay unterstützt die Bedienung.

Für viele weitere Funktionen ist der 4,3 Zoll große Touchscreen zuständig. Dort findest Du unter anderem die Einstellungen für Routing, Kanalbearbeitung und das System.

Einige Details schlagen zugleich die Brücke zur analogen MG-Serie von Yamaha. Dazu zählt etwa der „ON“-Taster in jedem Kanalzug. Erst wenn dieser aktiviert ist, wird der jeweilige Kanal freigeschaltet.

Damit verfolgt Yamaha einen anderen Ansatz als Hersteller, die stattdessen mit klassischen Mute-Tastern arbeiten. An diese Logik musste ich mich zu Beginn erst einmal gewöhnen.

Verarbeitung im Yamaha MGX12V Test

Die Verarbeitung des digitalen Mischpults fühlt sich solide an und wirkt robust auf mich. Den größten Teil des Gehäuses fertigt Yamaha aus Metall. Lediglich an den Seiten kommt Kunststoff zum Einsatz.

Kleine Lüftungsschlitze im unteren Bereich der Vorderseite führen die entstehende Wärme nach außen ab.

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Die analogen Anschlüsse auf der Oberseite des Pults

Die vier gummierten Füße auf der Unterseite halten das MGX12V auf glatten Flächen wie einem Schreibtisch sicher an seinem Platz.

Bei den Tasten setzt Yamaha auf eine gummierte Oberfläche und Beleuchtung. Sie fühlen sich widerstandsfähig an. Die Kappen der Encoder und Fader bestehen aus Kunststoff, aber unter den Fadern kommen dagegen Metallachsen zum Vorschein.

Dort befindet sich auch der Anschluss für das Netzteil. Eine Zugentlastung verhindert, dass sich dessen Kabel zu leicht löst.

Einsatzzwecke für das Yamaha MGX12V

  • Livestreams
  • Video-Podcasts
  • Unterricht und Workshops im Netz
  • Produktvorführungen
  • Bandproben mit Videoaufzeichnung
  • Hybride Events
  • Präsentationen mit mehreren Sprechern

Analoge Anschlüsse

Sämtliche analogen Anschlüsse des Yamaha MGX12V befinden sich auf der Oberseite. Für Eingangssignale stehen vier Combo-Buchsen (XLR/Klinke) bereit, dazu kommen zwei Stereo-Paare mit TRS-Klinken sowie zwei weitere Stereo-Eingänge im Cinch-Format.

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Zwölf Fader sorgen für analoges Feeling.

Für die Ausgabe gibt es zwei XLR-Buchsen und sechs sogenannte OMNI OUTs. Diesen Ausgängen lassen sich unter anderem Signale der acht Mix-Busse zuweisen. Damit kannst Du beispielsweise separate Monitorwege für In-Ears anlegen oder Signale an externe Effektgeräte schicken.

Besonders praktisch finde ich die vier Kopfhörerausgänge: In vielen Situationen kannst Du damit auf einen zusätzlichen Kopfhörerverstärker verzichten – etwa beim Recording im Homestudio, bei Bandproben ohne PA oder bei Podcasts mit mehreren Gästen.

Digitale Schnittstellen

Auf der Rückseite des Yamaha MGX12V befinden sich zwei USB-C-Anschlüsse. Über USB MAIN kannst Du das Mischpult als Audio Interface mit deiner DAW verbinden und dabei bis zu 18 Ein- und Ausgangskanäle übertragen. USB SUB stellt zusätzlich zwei Ein- und zwei Ausgänge mit 16 Bit und 48 kHz bereit.

Beide USB-C-Buchsen lassen sich gleichzeitig verwenden: Über SUB bindest Du beispielsweise einen weiteren Zuspieler ein, während MAIN parallel die Verbindung zur DAW übernimmt.

Du kannst mit dem Mischpult auch ohne Computer aufnehmen. Über den microSD-Kartenslot lassen sich mit 24 Bit bei 44,1 oder 48 kHz bis zu 16 Spuren gleichzeitig aufzeichnen. Bei 88,2 oder 96 kHz sind maximal acht Spuren möglich. Für die Wiedergabe stehen zwei Kanäle zur Verfügung.

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Die Anschlüsse auf der Rückseite

Für kabellose Zuspieler bringt das Yamaha MGX12V außerdem Bluetooth 5.0 inklusive A2DP mit, aber einen eigenen Bluetooth-Kanal gibt es nicht. Stattdessen wählst Du Bluetooth als Eingangsquelle eines freien Kanals aus.

Eine der Stärken des Mixers ist für mich das digitale Routing. Analoge und digitale Eingänge sowie die virtuellen Busse lassen sich damit übersichtlich organisieren.

Bedienelemente am Yamaha MGX12V

Das Yamaha MGX12V bietet elf direkt bedienbare Kanalzüge sowie einen zusätzlichen Fader für die Stereosumme. Intern stehen vier Mono- und vier Stereo-Kanäle, ein Sound-Pad-Kanal sowie zwei FX Returns bereit.

Insgesamt kann das Mischpult damit 18 Kanäle verarbeiten. Für die direkte Pegelsteuerung stehen zwölf Fader mit einem Regelweg von jeweils 60 mm bereit.

Motorisiert sind die Fader nicht, was mich angesichts der Preisklasse allerdings wenig überrascht. Dafür gefällt mir ihr Widerstand gut: Sie gleiten leicht genug für schnelle Anpassungen, lassen sich aber nicht schon bei einer kleinen unbeabsichtigten Berührung verschieben.

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Das Mischpult von der Seite

Direkt oberhalb jedes Faders befinden sich drei Taster. Mit ON aktivierst Du den jeweiligen Kanal für die Stereosumme, CUE dient zum Vorhören und über den Select-Taster holst Du die Einstellungen des entsprechenden Kanals auf das Display.

Ganz oben im Kanalzug sitzt zusätzlich ein SEND-Regler mit LED-Anzeige. Damit bestimmst Du, wie viel Signal vom jeweiligen Kanal an den aktuell ausgewählten Mix- oder Effekt-Bus geschickt wird.

Welches Ziel für die SEND-Regler gerade ausgewählt ist, war für mich nicht immer sofort ersichtlich. Über den Sends-Button im Seitenmenü der HOME-Ansicht lässt sich der gewünschte Send-Weg aber schnell festlegen.

Einfache Bedienung

Mit dem Yamaha MGX12V hatte ich schnell einen passenden Arbeitsablauf gefunden: Mit der linken Hand wähle ich auf dem Touchscreen einen Kanal oder Parameter aus, während ich den Wert anschließend mit dem Encoder rechts neben dem Display einstelle.

Für Funktionen, die besonders schnell erreichbar sein sollen, stehen acht frei belegbare Pads zur Verfügung. Du kannst insgesamt bis zu 32 Zuweisungen auf vier Bänken hinterlegen.

Möglich sind beispielsweise das Aufrufen von Szenen, das Löschen aktiver Cue-Einstellungen oder Tap Tempo.

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Die Kanalübersicht auf dem Display im Standard-Mode

Ab Werk ist die erste Bank noch unbelegt. Auf der zweiten dienen die acht Tasten dagegen zum Abspielen der integrierten Pad-Sounds. Gerade bei Podcasts und Livestreams kannst Du damit kurze Einspieler direkt am Mischpult starten.

Dabei bist Du nicht auf die mitgelieferten Sounds beschränkt, Du kannst eigene Samples auf die Pads legen.

Touchdisplay im Yamaha MGX12V Test

Mit seinen 4,3 Zoll fällt das Touchdisplay des Yamaha MGX12V eher kompakt aus. Yamaha nutzt die verfügbare Fläche aber gut und bringt die wichtigsten Einstellungen eines Kanals übersichtlich unter.

Ein wenig Zeit zur Orientierung brauchte ich trotzdem. Nach der ersten Eingewöhnung fand ich mich jedoch schnell zurecht und konnte die gewünschten Parameter ohne große Umwege aufrufen.

Der Funktionsumfang hängt vom gewählten Kanal ab: Den größten Umfang bieten die ersten vier Eingänge, wo unter anderem Gate, Kompressor und EQ bereitstehen. Hinzu kommen Effekte wie „Guitar Amp Classics“, eine Pitch-Correction oder ein Compander.

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Routing-Ansicht auf dem Touchdisplay

Bei den Stereo-Kanälen 5/6 bis 11/12 fällt die Bearbeitung schlanker aus. Hier kannst Du auf EQ und Ducker zurückgreifen, während der Pad-Kanal ohne weitere Klangbearbeitung auskommt. Für die Stereosumme gibt es neben dem EQ unter anderem einen Compander und einen Multiband-Kompressor.

Auch im hellen Licht konnte ich die Anzeige noch gut ablesen und in dunkleren Umgebungen gibt es ohnehin keine Probleme. Die Displayoberfläche ist allerdings nicht entspiegelt.

Mix-Busse & Workflow

Gerade für den Live-Einsatz spielen die acht Mix-Busse des Yamaha MGX12V eine wichtige Rolle. Jeder davon besitzt einen eigenen EQ. So kannst Du beispielsweise mehrere voneinander unabhängige Mischungen für Kopfhörer oder Bühnenmonitore erstellen.

Yamaha verzichtet auf separate Hardware-Regler für Gate, Kompressor und EQ. Viele Parameter stellst Du stattdessen über das Touchdisplay und die Encoder ein. Angesichts der kompakten Abmessungen wäre für deutlich mehr physische Bedienelemente ohnehin kaum Platz.

An verschiedenen Stellen setzt Yamaha deshalb auf One-Knob-Lösungen. Die Bedienlogik musste ich zunächst kennenlernen, danach ließen sich viele Einstellungen damit aber schnell vornehmen.

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Das Setup-Menu ermöglicht direktes Einstellen von unter anderem Helligkeit, Sampling-Frequenz und Benutzerbelegung.

Hilfreich ist außerdem die Auto-Gain-Funktion. Sie ermittelt automatisch einen passenden Eingangspegel für das angeschlossene Mikrofon oder Instrument.

Dazu startest Du zunächst die Auto-Gain-Messung und sprichst, singst oder spielst während der Messung – und zwar mit der Lautstärke, die Du später verwenden möchtest. Anschließend übernimmt das MGX12V den ermittelten Gain-Wert.

Das spart Zeit und dürfte besonders Einsteigern oder Podcastern entgegenkommen, die sich nicht ausführlich mit der manuellen Pegelung beschäftigen möchten.

Die tiefere Ebene des Yamaha MGX12V

Neben den direkt erreichbaren Funktionen bietet das Yamaha MGX12V einige zusätzliche Hilfen, die den Umgang mit dem Digitalmixer erleichtern. Dazu gehören die beiden Betriebsarten Standard und Simple.

Im Standard-Modus stehen dir sämtliche Einstellungen offen. Der Simple-Modus verwendet dagegen einen Setup-Assistenten, der dich Schritt für Schritt durch die wichtigsten Einstellungen führt. Gerade bei den ersten Sessions kann diese integrierte Bedienhilfe sehr nützlich sein.

Die vier Encoder unterhalb des Displays sind mehrfach belegt und in der Kanalansicht steuerst Du damit unter anderem Gain und Panorama. Je nachdem, welches Menü gerade geöffnet ist, übernehmen die Regler andere Aufgaben.

Noch mehr Einfluss auf die Belegung bekommst Du über die „User Defined Knobs“. Das entsprechende Menü öffnest Du über das Poti-Symbol unten rechts. Dort lassen sich auf vier Bänken jeweils vier eigene Funktionen hinterlegen.

Damit legst Du häufig benötigte Parameter wie Kopfhörerpegel, Monitorlautstärke oder Displayhelligkeit direkt auf die Encoder. Sie sind so mit wenigen Handgriffen schnell erreichbar.

In der Praxis

Für unterschiedliche Setups kannst Du im Yamaha MGX12V bis zu 63 Szenen speichern und später wieder aufrufen. Das Pult speichert die digitalen Einstellungen, sodass Du schnell zwischen verschiedenen Konfigurationen wechseln kannst.

Eine wichtige Einschränkung gibt es beim Scene Recall: Die von den Fadern gesteuerten Kanalpegel werden nicht in den Szenen gespeichert.

Beim Szenenwechsel bleiben diese Pegel daher unverändert und wer komplette Mischzustände inklusive Faderpegeln abrufen möchte, stößt hier an eine Grenze.

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In der Szenenverwaltung kannst Du komplette Mischpult-Setups speichern, sperren und abrufen.

Lädst Du eine andere Szene, entspricht der Pegel auf der Stereosumme deshalb weiterhin der aktuellen physischen Faderstellung. Sobald Du einen Fader bewegst, reagiert die Lautstärke des betreffenden Kanals unmittelbar auf diese Position.

Bei anderen Digitalmischpulten gibt es dafür einen Soft-Takeover-Modus. Änderungen werden dort erst übernommen, sobald der Fader den zuvor gespeicherten Wert erreicht. Eine vergleichbare Lösung würde ich mir auch für das MGX12V wünschen.

Klang im Yamaha MGX12V Test

Gerade bei günstigeren Mischpulten können die Mikrofonvorverstärker mit zunehmender Verstärkung schnell durch hörbares Rauschen auffallen. Beim Yamaha MGX12V konnte ich dieses Problem in meinem Test nicht feststellen.

Yamaha MGX12V Test
Die Anschlüsse auf der Rückseite

Klanglich hält sich der Digitalmixer angenehm zurück. In meinem Setup arbeitet er sauber und unauffällig – genau so, wie ich es mir von einem Mischpult wünsche. Die MGX True Sound Preamps bieten dabei einen Gain-Bereich von bis zu 86 dB. Damit stehen auch für pegelschwache dynamische Mikrofone wie das Shure SM7B mehr als genug Reserven zur Verfügung.

Auch über USB MAIN bietet das MGX12V mit bis zu 96 kHz bei 32 Bit überzeugende Eckdaten. Gerade die Unterstützung von 32 Bit ist in dieser Preisklasse noch keine Selbstverständlichkeit und fällt bei der Ausstattung entsprechend positiv auf. Selbst bei reinen Audio Interfaces begegnet mir dieses Merkmal bislang nicht überall.

HDMI-Schnittstelle

Wie das MGX16V besitzt auch das Yamaha MGX12V eine HDMI-Schnittstelle. Sie richtet sich vor allem an Podcaster, Streamer und andere Content-Creator, die neben Audio auch ein Videosignal in ihr Setup einbinden möchten.

Am HDMI In kannst Du beispielsweise eine Kamera anschließen. Das eingehende Signal lässt sich gleichzeitig über HDMI Through an einen Monitor weiterreichen. Dabei wird das HDMI-Signal unverändert durchgeschleift.

Der Eingang HDMI IN unterstützt dabei Videosignale bis 4K/60 Hz. Bei HDCP-geschützten Quellen ist allerdings kein reguläres Capture von Audio und Video möglich, ARC und eARC unterstützt das MGX12V ebenfalls nicht.

BILDSTRECKE

Für die Übertragung zum Computer trennt das MGX12V dagegen Bild und Ton voneinander. Das Videosignal wird in UVC umgewandelt und über USB MAIN ausgegeben. Den Ton der HDMI-Quelle kannst Du einem Audiokanal des Mixers zuweisen und dort zusammen mit Mikrofonen, Instrumenten oder anderen Quellen mischen.

Wichtig ist dabei: Das Yamaha MGX12V erzeugt keinen fertigen USB-Videostream, in den der Mix bereits als Tonspur eingebettet ist. Video und USB-Audio erreichen den Rechner getrennt voneinander.

Dort kannst Du beide Signale beispielsweise in OBS Studio zusammenführen, aufnehmen oder streamen. Das eigentliche Abmischen der Audioquellen erledigst Du bereits im MGX12V, sodass am Computer weniger Arbeit anfällt.

Als Musiker kannst Du auf diese Weise beispielsweise eine Live-Session mit einer angeschlossenen Kamera filmen und gleichzeitig direkt auf den Rechner übertragen.

FunktionBedeutung
HDMI InVideo- und Audiosignal gelangen ins Mischpult
HDMI Thru / Pass-ThroughDas eingehende HDMI-Signal wird an einen Monitor oder Beamer weitergereicht
USB zum ComputerVideo und USB-Audio werden getrennt an den Computer übertragen.
Streaming/RecordingSoftware wie OBS Studio kann Video und Audio zusammenführen, aufnehmen oder streamen

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Yamaha MGX12V Test-Fazit

Das Yamaha MGX12V wirkt im Test insgesamt sehr durchdacht und auf den praktischen Einsatz zugeschnitten. Besonders gefallen mir die saubere Signalverarbeitung, das umfangreiche Routing und die enge Verzahnung von Audio- und Videofunktionen.

Damit passt das digitale Mischpult gut zu Setups, in denen mehrere Quellen zusammenlaufen. Recording, Streaming und Content-Produktion lassen sich ebenso abdecken wie Podcasts, Proberaum-Anwendungen oder kleinere Produktionen.

USB-Audio, Aufnahmen auf microSD-Karte, Bluetooth und die HDMI-Schnittstelle erweitern die Einsatzmöglichkeiten deutlich und ersparen in vielen Situationen zusätzliche Geräte.

An die nicht immer sofort erkennbare Belegung einzelner Encoder musste ich mich zunächst gewöhnen. Nach kurzer Zeit geht die Bedienung aber zügig von der Hand und trübt meinen sehr guten Gesamteindruck nicht.

Das MGX12V bietet eine starke Ausstattung in einem vergleichsweise kompakten Format und verdient sich damit eine sehr gute Wertung im Yamaha MGX12V Test.

Features Yamaha MGX12V Review

  • Hersteller:   
  • Kompaktes, digitales Mischpult
  • Integriertes Video-Interface
  • 4,3 Zoll-Touchscreen mit fünf Drehreglern
  • Eingangskanäle: 4 x Mono + 4 x Stereo + 1 x Sound Pad + 2 x FX Return
  • Fader: 11 + 1 (nicht motorisiert)
  • Busse: 1 x Stereo + 8 x Mix
  • Lokale Eingänge: 4 x XLR/Klinke-Combo, 4 x TRS, 4 x RCA
  • Lokale Ausgänge: 2 x XLR, 6 x TRS-Klinke, 4 x Kopfhörer 6,35 mm Klinke
  • 2 x USB-C
  • Integriertes USB-Audiointerface
  • USB MAIN: 18 Eingänge / 18 Ausgänge (32-Bit / 96 kHz)
  • USB SUB: 2 Eingänge / 2 Ausgänge (16-Bit / 48 kHz)
  • HDMI In
  • HDMI Thru
  • MicroSD Karten-Slot
  • MicroSD Recording: bis zu 16 Spuren / 2 Spuren Wiedergabe (24-Bit / bis zu 96 kHz)
  • Bluetooth Audio (Bluetooth 5.0, A2DP)
  • Integrierter DSP Prozessor für latenzfreies Monitoring
  • Funktionen: Auto Gain, Clip Safe, Simple/Standard Mode, Scene Recall
  • Abmessungen (B x H x T): 335 mm x 96 mm x 319 mm
  • Gewicht: 4,1 kg
  • Lieferumfang inkl. Netzteil und Software-Paket (Cubase AI + WaveLab Cast, Steinberg Plus, Basic FX Suite)

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