Yamaha AG01 Test
USB-Mikrofon für Streamer

Yamaha AG01 Test

Im Yamaha AG01 Test checken wir den Workflow und die Qualität, die die All-In-One Lösung für Streamer bietet.

Was ist es?

Das Yamaha AG01 ist ein USB-Kondensatormikrofon, das sich explizit an Gamer, Streamer und Podcaster richtet. Das Mikrofon selbst und das verbaute Audio-Interface werden über den USB-Port mit ausreichend Strom versorgt. Hinzu kommen zahlreiche Features, die das AG01 zur All-in-one-Lösung machen.

Die Loopback-Funktion ermöglicht das Ausgeben des Computer-Sounds, auch parallel zur eigenen Stimme. Die drei internen Effekte bieten eine professionelle Bearbeitung des Mikrofonsignals und werden, genau wie andere Einstellungen, über die korrespondierende Controller-App bequem mit Maus oder Finger in Echtzeit angepasst.


Passend dazu


5 Features im Yamaha AG01 Test

  • USB-Kondensatormikrofon
  • Nierencharakteristik
  • Frequenzgang: 30 Hz – 20 kHz
  • Loopback-Funktion plus Routing-Optionen
  • Drei interne Effekte

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Yamaha AG01 Testbericht

Erster Eindruck

Das Testgerät ist in Schwarz gehalten, mit einem dunkelgrauen Akzent in Form eines Ringes. Yamaha nennt die Gestaltung des AG01 „modernes Retro-Design“ und ich muss sagen, es funktioniert.

Das sieht wirklich schick aus. Die Mikrofoneinheit mit ihrem Design gibt es unter dem Namen YCM01 übrigens auch als eigenständiges Kondensatormikrofon, das erste aus dem Hause Yamaha.

Yamaha AG01 Test

Tolles Retro-Design und top Verarbeitung – das USB-Mikrofon AG01 von Yamaha.

Und auch die Haptik ist einfach top. Ich hatte wahrscheinlich noch nie ein Mikro in der Hand, das sich so wertig und robust anfühlt.

Verarbeitung

Neben der hervorragenden allgemeinen Verarbeitung des Geräts liegt das natürlich auch am Gewicht. Denn das Mikrofon wiegt mit all seiner verbauten Technik plus Ständer, der ebenfalls aus robustem Metall ist, satte 1,2 Kilogramm.

Das wirkt sich natürlich zusätzlich positiv auf den Stand des AG01 aus. Der ist trotz der Höhe des Geräts nämlich ebenfalls hervorragend, da passiert so schnell nichts.

Größere Nutzer können das Mikrofon innerhalb des Ständers außerdem anwinkeln oder das Mikro über das Gewinde an der Rückseite alternativ auf einem Stativ montieren.

Etwas weniger stabil wirken dagegen die frontalen Controls, die alle aus Kunststoff sind. Die beiden Buttons und die drei Drehregler haben im Metallgehäuse relativ viel Spiel. Allerdings besteht dieser Eindruck fast immer wenn robustes Metall auf Kunststoff trifft.

Yamaha AG01 Test

Alle Anschlüsse befinden sich am Boden des Geräts.

Anschlüsse am Yamaha AG01

Das Yamaha AG01 bietet fünf Anschlüsse, die alle am Boden der Mikro-Interface-Kombination untergebracht sind. Es gibt Ports für den Kopfhörerausgang, einen Input für Stereo-Line und eine In/Out-Kombination (TRRS) für Smartphones – alle drei im Format 3,5mm. Über letzteren kann beispielsweise eine auf dem Smartphone installierte Voice-Chat-App ins Streaming eingebunden werden.

Hinzu kommt ein USB-C-Port für den Anschluss an einen Computer, über den das Mikro auch mit ausreichend Strom versorgt wird.

Der letzte Port ist ebenfalls im USB-C-Format und dient als 5V-DC-In, der benötigt wird, um eine Powerbank oder ähnliches anzuschließen.

Ohne das Gerät zu drehen oder zu kippen, ist der Anschluss eines Kabels nicht wirklich möglich, dafür sind Anschlüsse und Stecker der Kabel aber gut geschützt. Außerdem wird so das Abknicken der Kabel direkt hinter dem jeweiligen Stecker verhindert.

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Die wichtigsten Bedienelemente sind auf der Front untergebracht.

Bedienung & Signal-Routing

Die Bedienung des Yamaha AG01 ist gut gelöst. Dafür sind die entsprechenden Controls sowohl auf die Front- als auch die Rückseite des Gerätes verteilt. Vorne werden das Mic-Level, das Kopfhörer-Output-Level und die Lautstärke des Loopback-Signals ganz einfach über dedizierten Regler eingestellt. Hinzu kommen zwei Taster um das Mikro stummzuschalten und um den internen Hall zu aktivieren.

Hinten befindet sich ein Schalter für die grundlegende Empfindlichkeit des Mikrofons (Low, Mid, High). Außerdem gibt es zwei weitere Schalter zum Steuern des Signal-Routings. Als Output kann nur das Mikrofon, nur der Loopback-Sound, oder eine Kombination aus beiden gewählt werden. Zuletzt ermöglicht „Mix Minus Mic“, dass die eigene Stimme über Kopfhörer wahrgenommen werden kann, oder nicht.

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Alle weiteren Controls befinden sich auf der Rückseite des AG01.

Die Drehregler an der Front verändern präzise die Lautstärke von Eingangs-Level und der Ausgabe beispielsweise an den Kopfhörer und können zudem absolut geräuschlos bewegt werden. Dies gilt, wenn vorsichtig genutzt, auch für die beiden Front-Buttons für Mute und Reverb.

Die Schalter auf der Rückseite rasten außerdem deutlich fühl- und hörbar ein, während einer Aufnahme oder eines Streams sollte aufgrund der akustischen Übertragung über das Gehäuse deshalb möglichst von einer Nutzung abgesehen werden.

Software & Effekte im Yamaha AG01 Test

Einstellungen zum Mikrofon und den drei integrierten Effekten erfolgen über die Controller-Software, die separat installiert werden muss. So lässt sich das AG01 auf bestimmte Stimmregister ausrichten und für Sprache oder Gesang optimieren.

Über Details gelangst Du dann zu den Einstellungen von Reverb, Kompressor und EQ. Hierbei handelt es sich um voll ausgestattete Effekte mit zahlreichen Parametern.

Der EQ bietet beispielsweise vier Bänder plus einen High-Pass-Filter und Presets, während das Reverb-Plugin mit vier unterschiedlichen Räumen und Einstellungen zu den Erstreflektionen, Damping und Diffusion glänzt.

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Über die Controller-App können die verschiedensten Einstellungen vorgenommen werden.

Außerdem sei das durchaus umfangreiche Software-Paket erwähnt, das Du zusätzlich zu den internen Effekten erhältst. Es umfasst drei Programme aus dem Hause Steinberg, mit denen Du Audio und Musik bearbeiten, komponieren und arrangieren kannst: Cubase AI, WaveLab Cast und Cubasis LE. Das kann sich absolut sehen lassen für ein USB-Mikrofon dieser Preisklasse.

Klang des Yamaha AG01 USB-Mikrofons

Der Klang des Yamaha AG01 ist solide und zudem ziemlich linear. Die Niere fällt recht schmal aus, Umgebungsgeräusche werden dadurch nur leise bis fast gar nicht aufgenommen. Und selbst ohne Effekte sind die Popgeräusche bei der Aufnahme erstaunlich leise.

Was das USB-Mikrofon an Auflösung bietet, ist für Streaming, Video-Chats und Podcasts mehr als ausreichend, aber auch Aufnahmen für Voice-Over, Rap oder Gesang sind damit absolut möglich.

Die Frequency-Response, wie Du sie dem Handbuch entnehmen kannst, zeigt eine leichte Anhebung zwischen ca. 2 und 12 kHz. Dadurch wirkt die männliche Stimme klar, bei manch weiblicher Stimme könnte das schon etwas zu viel des Guten sein. Aber schließlich zählt zu den internen Effekten des AG01 ja auch ein 4-Band-EQ, mit dem sich so etwas leicht beheben lässt.

Klangbeispiele

Yamaha AG01 ohne Effekte

Yamaha AG01 mit Effekten

Yamaha AG01 mit Hall

Yamaha AG01 auf Schreibtisch

Yamaha AG01 im Studioraum

Nahbesprechung

Positionswechsel

Bildstrecke

Fazit zum Yamaha AG01 Test

Das Yamaha AG01 hält, was es verspricht. Für Streaming und andere Online-Anwendungen, bei denen gesprochen, gerappt oder gesungen werden soll, stellt das USB-Mikrofon die perfekte Komplettlösung dar. Neu ist die Idee an sich zwar nicht, aber die qualitativ hochwertige Ausführung des AG01 sorgt für ein Top Preis-Leistungs-Verhältnis.

Das Mikrofon selbst klingt sehr gut und ist von der leichten Höhenanhebung abgesehen, recht neutral und linear. Die Effekte klingen ebenfalls gut und lassen sich über die Controller-App leicht einstellen. Während Kompressor und EQ für Streamer durchaus Sinn machen, empfiehlt sich der Hall vielleicht eher in musikalischen Szenarien.

Das Gehäuse ist sehr schick, robust und hochwertig, und die Bedienung am Gerät selbst ist ziemlich einfach. Außerdem können die Regler auf der Vorderseite benutzt werden, ohne dass sich Störgeräusche auf die Aufnahme übertragen. Nur vom Signal-Routing auf der Rückseite solltest Du im Live-Stream unbedingt die Finger lassen.

Ebenfalls erwähnenswert ist die Möglichkeit, externe Klangquellen in das Signal mit einzubinden. Das ist beispielsweise für Online-Musikunterricht lohnenswert. Einziges Manko ist die Front-LED, die etwas zu hell geraten ist. Wird das Mikro im Blickfeld aufgebaut, wirkt diese selbst tagsüber auf die Dauer etwas irritierend.

Insgesamt ist dieses Modell ein Top USB-Mikrofon für Live-Streaming, Video-Chats, Online-Unterricht und viele andere Anwendungen. Von uns gibt es dafür eine klare Kaufempfehlung im Yamaha AG01 Test.

Yamaha AG01 Features

  • USB-Kondensatormikrofon
  • Richtcharakteristik: Niere
  • Auflösung: 24-Bit / 192 kHz
  • Frequenzgang: 30 Hz bis 20 kHz
  • Loopback-Funktion
  • Mute-Button für schnelles Stummschalten
  • Drei interne Effekte: Kompressor, Hall und EQ
  • USB-C-powered
  • Gewinde für Stativmontage
  • Anschlüsse: 5V DC In (USB-C), USB-C to Host, 3,5mm Stereo Line Input, 3,5mm Kopfhörer-Ausgang, 3,5mm Input/Output (TRRS)
  • Controller-Software für Windows, macOS und iOS erhältlich
  • Softwarepaket bestehend aus Cubase AI, WaveLab Cast, Cubasis LE und Rec’n‘Share
  • Zubehör: USB-Kabel, Quick Guide, Safety Guide, Download-Information für WaveLab Cast und Cubase AI
  • Gewicht: 1.2 kg
  • In Schwarz und Weiß erhältlich
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Produkt:

Yamaha AG01 Test

Lesermeinungen (2)

zu 'Yamaha AG01 Test: USB-Mikrofon für Streamer'

  • robotron sömmerda   05. Mai 2022   18:26 UhrAntworten

    Wieviel Platz ist denn nach unten? Ich bezweifel, dass es nicht zum Abknicken der Kabel kommt, ganz zu schweigen von der Instabilität, wenn bis zu 5 abgeknickte Kabel von unten drücken...

  • Tobias Homburger (delamar)   06. Mai 2022   12:02 UhrAntworten

    Hi Robotron!

    Unter dem Mikro sind genau 6,5 cm Platz. Dadurch sind die Kabel absolut sicher.

    Grüße
    Tobias

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