Tascam US-1x2HR Test
Audio Interface für Singer-Songwriter

Tascam US-1x2HR Test

Tascam US-1x2HR Test - kompaktes Audio Interface für Singer/Songwriter und Streamer

Was ist es?

Das Tascam US-1x2HR ist ein hochauflösendes Audio Interface, das sich besonders für Einsteiger und Singer-Songwriter eignet. Es verfügt über zwei Eingänge: einen XLR-Eingang für Mikrofone und einen Line-Eingang für Instrumente mit Line-Pegel.

Letzterer kann auch in einen Hi-Z-Eingang umgeschaltet werden, um E-Gitarren und Bässe anzuschließen. Dies erfolgt mit einem üblichen Klinkenstecker.

Lies auch: USB Audio Interface Vergleich

Wie bei den größeren Modellen der Reihe wurden die Mikrofonverstärker überarbeitet und die maximale Auflösung im Vergleich zum Vorgängermodell gesteigert.

Das Audio Interface kann auch zum Streaming verwendet werden, da es eine integrierte Loopback-Funktion bietet. Dadurch kannst Du zum Beispiel deine Stimme in Echtzeit zusammen mit deinem Ingame-Audio streamen. Diese und weitere Funktionen können über die Control Panel Software des Herstellers ausgeführt werden.

5 Tascam US-1x2HR Features

  • USB Audio Interface für Windows, macOS und iOS
  • Max. Auflösung: 24-Bit/192 kHz
  • Äquivalentes Eingangsrauschen von -128 dBu
  • Loopback-Funktion
  • Line/Instrumenten-Eingang

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Tascam US-1x2HR Testbericht

Erster Eindruck

In meinem Test fällt mir zunächst auf, dass das Tascam US-1x2HR noch kompakter ist als das US-2x2HR. Es hat dieselbe schicke Wabenoptik wie seine größeren Brüder, mit einer roten Hintergrundfarbe an den Seiten, was wirklich gut aussieht.

Das Audio Interface ist in ein durchgängiges Metallgehäuse gehüllt, was einen robusten und hochwertigen Eindruck vermittelt. Auffällig ist auch die erhöhte Front, die durch einen fest verbauten Ständer erreicht wird, was die Bedienbarkeit erleichtert.

Die Verarbeitung ist erstklassig. Es gibt keine abstehenden Ecken oder Kanten, alles ist an seinem Platz. Sowohl die Regler als auch die Anschlüsse machen einen hochwertigen Eindruck.

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Die Anschlüsse und Regler auf der Frontseite

Anschlüsse

Auf der Frontseite befinden sich unter anderem ein XLR-Eingang für Mikrofone und ein Line-Eingang, der als Klinkenanschluss ausgeführt ist. An letzterem können sowohl Instrumente mit Line-Pegel als auch E-Gitarren oder Bässe angeschlossen werden, die eine höhere Spannung benötigen.

Außerdem befindet sich auf der Vorderseite ein Kopfhörerausgang, über den das Signal direkt mit einem Kopfhörer abgehört werden kann.

Auf der Rückseite befinden sich jeweils ein Stereo Line-Ein- und Ausgang mit Cinch-Anschlüssen. An letztere können beispielsweise Monitore angeschlossen werden, um das Signal abzuhören.

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Die Anschlüsse auf der Rückseite

Für die Verbindung mit deinem PC oder Laptop ist ein USB-C Anschluss vorhanden. Ein weiterer Anschluss für die Verbindung mit einem Tablet ist ebenfalls integriert. Für ein so kompaktes Audio Interface sind das ganz schön viele Anschlüsse. Das gefällt mir.

Im Unterschied zu den größeren Modellen fehlen beim Tascam US-1x2HR die MIDI In- und Out-Anschlüsse. Das ist ein wenig schade, aber bei der Größe und dem Preis des Audio Interfaces akzeptabel. Wer darauf nicht verzichten möchte, sollte zu einem der größeren Modelle greifen.

Bedienelemente im Tascam US-1x2HR Test

Neben den Anschlüssen finden sich am Audio Interface eine Reihe an Bedienelementen. So ist auf der Front je ein eigener Gain-Regler für die beiden Eingänge angebracht. Mit einem Schieberegler kannst Du für den zweiten Eingang zwischen Line und hochohmigerem Instrument wechseln.

Der Kopfhörerausgang verfügt ebenfalls über einen eigenen Regler für die Lautstärke. Mit einem letzten Drehregler auf der Front kannst Du die Lautstärke des Line Out regeln.

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Die Front ist für eine bessere Bedienbarkeit leicht erhöht.

Die Regler für den zweiten Eingang sowie den Line Out sind etwas nah beieinander. Da musst Du etwas aufpassen, dass du nicht den benachbarten Regler aus Versehen mit bedienst.

Bei einem so kompakten Gerät ist diese Positionierung aber auch gar nicht anders möglich.

Schieberegler auf der Rückseite

Auf der Rückseite des Geräts finden sich zusätzlich drei Schieberegler. Mit dem ersten kannst Du das Direct Monitoring ein- und ausschalten.

Bei aktiviertem Direct Monitoring wird das Signal nicht mehr durch den PC (und die Software) geschleust, sondern direkt wieder vom Audio Interface ausgegeben. Das verhindert Latenzen/Verzögerungen – es geschieht in Echtzeit.

Mit dem zweiten Regler kannst zwischen dem Line-Eingang über Klinke auf der Vorderseite und dem Line-Eingang über Cinch auf der Rückseite wechseln.

Über den letzten Regler kannst Du eine 48V Phantomspannung für den Mikrofoneingang aktivieren.

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Das Design überzeugt mit einer Wabenoptik und schicken roten Seitenteilen.

Alle Bedienelemente lassen sich angenehm bedienen. Mit den Drehreglern sind trotz fehlender Rasterung genaue Einstellungen möglich.

Treiber Software

Es gibt also umfangreiche Möglichkeiten zur Steuerung am Gerät selbst. Eine übersichtliche und selbsterklärende Treiber-Software gibt es dann noch on top. Diese bietet dir Routing-Optionen, die Möglichkeit des Einstellens der Buffer-Size (Latenz) sowie Einstellmöglichkeiten für die Loopback-Funktion.

Weiterhin findet sich ein Monitor Balance Slider. Über diesen kannst Du das Mischverhältnis zwischen dem Input der Eingangskanäle und dem Computersignal für das Monitoring festlegen.

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Mit der Treiber-Software erhältst Du weitere Einstellmöglichkeiten.

Ebenfalls vorhanden ist ein sogenannter Broadcast Volume Slider. Über diesen kannst Du einstellen, wie laut das eigene Signal bei virtuellen Gesprächspartnern ankommt.

Umfangreiches Softwarepaket

Neben der eigenen Treiber-Software hat der Hersteller noch ein umfangreiches Paket an Musiksoftware zusammengestellt, das sich sehen lassen kann.

So finden sich beispielsweise Cubase und Cubasis in einer abgespeckten LE-Version. Diese reichen aber bereits vollkommen aus, um auf PC, Laptop, Tablet oder auch Smartphone professionell Audio aufzunehmen und zu produzieren.

Ein weiteres Highlight ist der IK Multimedia Sample Tank 4 SE. Dieser bietet mehr als 2.000 verschiedene Instrumente und eine 30 GB umfassende Soundbibliothek. Das sind eine Menge Sounds und Samples für deine Produktionen.

Abgerundet wird das Softwarepaket durch eine dreimonatige Testlizenz für Auto-Tune Unlimited von Antares.

Verbesserter Klang

Die größten Veränderungen im Vergleich zum Vorgänger wurden beim Klang vorgenommen. Die verbesserten HR AD/DA-Wandler ermöglichen jetzt Aufnahmen mit einer maximalen Auflösung von 24-Bit bei einer Abtastrate von 192 kHz.

Das ermöglicht Aufnahmen in Studioqualität.

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Das Tascam US-1x2HR besitzt einen Mikrofon- und einen Instrumenteneingang.

Ebenfalls neu ist der sogenannte Ultra-HDDA-Mikrofonverstärker. Dieser kommt mit einem äquivalenten Eingangsrauschen von sagenhaften -128 dBu. In meinem Test konnte ich keinerlei Rauschen feststellen. Stark.

Latenz im Tascam US-1x2HR Test

Einer der wichtigsten Aspekte bei einem Audio Interface ist die Latenz: Das ist die zeitliche Verzögerung des Signals vom Eingang bis zum Ausgang, nachdem es von deinem Audio Computer und deiner DAW-Software bearbeitet wurde.

Für ein angenehmes Spielgefühl ist es wichtig, dass diese Latenz immer im einstelligen Millisekundenbereich liegt.

Das Tascam US-1x2HR kann dabei voll überzeugen. Bei einer Samplerate von 44,1 kHz und einer Buffer-Size von 256 Samples beträgt die Verzögerung in Reaper geringe 6,3 ms. Das ist sehr ordentlich.

Als kleinstmögliche Buffersize kannst Du vier Samples wählen. Mit dieser beträgt die Latenz gerade einmal eine Millisekunde. Das ist top, auch wenn Du mit diesen Einstellungen in der Praxis nicht sinnvoll arbeiten kannst.

In meinem Test konnte ich bereits mit einer Buffer-Size von 64 Samples eine störungsfreie Wiedergabe mit einer Eingangslatenz von 2,3 ms und einer Ausgangslatenz von 5,9 ms erreichen und lange damit arbeiten.

Für ein Audio Interface dieser Preisklasse sind diese Werte spitze.

Bildstrecke

Klangqualität

Für seinen geringen Einsteigerpreis bietet das Tascam US-1x2HR einen professionellen Sound. Es ermöglicht eine präzise und klare Wiedergabe. Dabei ist es rauscharm und ziemlich linear. Während meines Tests sind keinerlei Störgeräusche aufgetreten.

In den Höhen kann das Audio Interface voll punkten. Die Brillanz lässt keine Wünsche offen und die Transienten sind kräftig. Einzig die Bässe könnten etwas mehr Leben vertragen.

Mit diesen Klangeigenschaften und dem nicht wahrnehmbaren Eingangsrauschen bietet sich das Audio Interface nicht nur zum Aufnehmen von Vocals und Instrumenten an. Auch beim Streaming oder Podcasting sorgt es für beste Klangbedingungen.

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Fazit zum Tascam US-1x2HR Test

Genau wie die anderen Modelle der Tascam US-HR-Reihe kann das US-1x2HR im Test voll überzeugen. Mit seinem Preis richtet es sich klar an Anfänger, aber auch fortgeschrittene Musiker können das Audio Interface vielseitig und professionell nutzen.

Es bietet trotz seines kompakten Äußeren viele Anschlussmöglichkeiten und eine große Anzahl an Bedienelementen. Letztere lassen sich angenehm bedienen und erlauben genaue Einstellungen.

Die verbesserten Wandler und die neuen Ultra-HDDA-Mikrofonverstärker sorgen für rauscharme Aufnahmen bei einer maximalen Auflösung von 24-Bit mit einer Abtastrate von bis zu 192 kHz.

Beim Abhören wird so sowohl über Kopfhörer als auch über Lautsprecher ein kristallklarer und präziser Sound ermöglicht. Bei aktiviertem Direct Monitoring ist das Abhören ohne wahrnehmbare Latenz möglich.

Mit seinen erweiterten Steuermöglichkeiten und der Loopback-Funktion wird das Audio Interface zu einer Allrounder-Lösung nicht nur für Singer & Songwriter. Auch Streamer und Podcaster werden ihre Freude mit dem kompakten Gerät haben.

Einzig das Fehlen der MIDI-Ports ist etwas schade. Wenn Du auf diese zurückgreifen möchtest, empfehle ich dir entweder das US-2x2HR oder mit noch mehr Kanälen das US-4x4HR.

Reichen dir ein Mikrofon- und ein Instrumenteneingang, dann kannst Du guten Gewissens zum Tascam US-1x2HR greifen. In meinem Tascam US-1x2HR Test bekommt das kompakte Audio Interface eine sehr gute Wertung.

Tascam US-1x2HR Features

  • USB Audio Interface
  • USB 2.0
  • Max. Auflösung: 24-Bit / 192 kHz
  • Rauscharme Vorverstärker mit Ultra High Definition Instrumentation Architecture
  • Äquivalentes Eingangsrauschen: -128 dBu
  • Direct Monitoring mit geringer Latenz
  • 2 Eingänge: 1x XLR, 1x Line
  • Phantomspeisung: 48 V
  • Stereo Kopfhörerausgang mit 6,3 mm Klinke
  • Loopback-Funktion
  • USB-C-powered
  • USB Audio Compliance 2.0 für die Verbindung mit iOS-Geräten
  • Abmessungen (B x H x T): 146 mm x 55 mm x 120 mm
  • Gewicht : 623 g
  • Lieferumfang inkl. USB-C-auf-USB-A-Kabel und umfangreiches Softwarepaket
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Tascam US-1x2HR Test

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