Elgato Stream Deck XL Test
Arbeitsbeschleuniger für die DAW

Stream Deck XL Test

Stream Deck XL Test - sogar Wallpaper sind jetzt machbar

Was ist es?

Das Elgato Stream Deck XL ist ein USB Controller, der 32 frei programmierbare Tasten am Rechner zur Verfügung stellt. Du kannst dir das Elgato Stream Deck XL wie eine intelligente Erweiterung zu deiner normalen Tastatur vorstellen. Jede der Taste ist mit einem kleinen LCD hinterlegt, auf dem vorgefertigte Grafiken (PNG, JPG) angezeigt werden.

Die Grafiken kannst Du wahlweise über den kostenlosen Key Creator auf der Webseite des Herstellers selbst anlegen oder Du nutzt einfach dein eigenes Grafikprogramm zur Erstellung.


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Obwohl sich der Hersteller mit seinen Angeboten in erster Linie an Streamer richtet, bietet das Elgato Stream Deck XL eine Menge Möglichkeiten für uns Musiker und Produzenten: Alles, was sich in deiner DAW-Software mit einem Keyboard-Shortcut ansteuern lässt, kannst Du über dieses Gerät triggern.

Aber das ist nur die Oberfläche, denn Du kannst auch eigene Makros programmieren – also beispielsweise mit einem Tastendruck eine Spur anlegen, ein Instrument dorthin routen und einen EQ drauflegen.

Wer sich für Streaming interessiert, findet hier zudem eine nahtlose Integration in das hauseigene Game Capture, Twitch, OBS Studio oder andere nützliche Tools.

Elgato Stream Deck XL Features

  • 32 programmierbare Tasten mit LCD
  • eigene Grafiken
  • Makros
  • umfangreiche Streaming-Features

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Elgato Stream Deck XL Testbericht

Erster Eindruck

Sie haben noch einen draufgelegt, so lautet mein erster Eindruck zum Stream Deck XL. Die beiden kleineren Brüder Stream Deck und Mini sind von gleich robuster Bauweise. Doch der neue Standfuß ist massiv und unterstreicht den wertigen Eindruck des gesamten Geräts.

Die Tasten sitzen gut, lassen sich bestens drücken und die LEDs sind selbst aus scharfem Winkel noch lesbar. Der Druckpunkt ist spürbar, was für eine Bedienung ohne Sicht wichtig ist.

Standfestigkeit beim Stream Deck XL

Der Standfuß wird magnetisch an das Stream Deck angedockt und hat auf der unteren Seite eine Beschichtung mit Moosgummi zur Verbesserung der Standfestigkeit. Und die ist in der Tat verbessert, denn in der Praxis sitzt das Gerät fest auf dem Tisch (in meinem Fall mit einer recht glatten Oberfläche).

Selbst wenn Du in der Hektik des Moments mit zu viel Kraft auf eine der Tasten drückst, das Gerät bleibt stehen. Das war bei der kleineren Version noch nicht ganz so gut gelungen. Diese neigte wesentlich früher dazu, sich auf dem Schreibtisch zu bewegen.

Stream Deck XL Test

Du kannst eigene Icons oder vorgefertigte aus dem Key Creator nutzen

Personalisierbare Tasten mit LCD

Am nützlichsten finde ich den Einsatz des Stream Deck XL im Zusammenhang mit der DAW-Software. Gerade wenn Du ein Musikprogramm wie Cubase nutzt, dessen Fähigkeiten zur Personalisierung überschaubar sind, kann dir dieses Gerät eine Menge Zeit sparen. Zeit, die dir später in Sachen Kreativität zugute kommt.

In erster Linie kannst Du beliebige Tastenkürzel auf eine der 32 LCD-Tasten legen, die dann ausgeführt werden. So wäre es beispielsweise denkbar, je eine Taste für STRG+C und STRG+V einzusetzen und damit das Copy/Paste-Verfahren zu beschleunigen.

In meinem Stream Deck XL Test wäre mir das allerdings zu kurz gedacht: Viel spannender ist es doch, weniger bekannte und übliche Tastenkürzel auf die LCD-Tasten zu legen. Beispielsweise das Normalisieren von mehreren Clips auf eine Meta-Gain in Reaper, das normalerweise über einen Druck auf SHIFT+N geschieht. Dieses lege ich auf eine der Tasten und kann diese zudem auch noch in der beiliegenden Stream Deck Software benennen.

Für diese Vorgehensweise gibt es viele Möglichkeiten – Du musst nur mal darüber nachdenken, welche Arbeitsschritte Du immer wieder machst und ob sich diese in deinem Musikprogramm mit einem Tastenkürzel aufrufen lassen.

Intelligente Abläufe mit dem Stream Deck XL

Besonders stark wird das Stream Deck XL aber erst durch seine Möglichkeit, eigene Makros zu programmieren. In der Elgato-Sprache nennt sich ein Makro „Multi-Aktion“.

Ein Beispiel für einen solchen Vorgang könnte sein:

  1. Spur erstellen
  2. Spur umbenennen
  3. Spur einfärben
  4. VST-Instrument auf Spur laden
  5. Equalizer auf Spur laden
  6. Kompressor hinter EQ laden

Das soll nur als Beispiel einer solchen Befehlsabfolge dienen. Was Du genau damit machen kannst, hängt einzig von dem von dir genutzten Musikprogramm ab. Reaper ist hier beispielsweise wesentlich flexibler als Cubase.

Was es sonst noch kann

Das Gerät in seiner vollen Gänze zu beschreiben, würde den Rahmen dieses Tests bei weitem sprengen. Deswegen möchte ich an dieser Stelle nur einige Stichworte in den Raum werfen, damit Du einen Eindruck davon erhältst, was Du noch alles machen kannst.

  • Mit dem Timer kannst Du eine Aktion nach einer bestimmten Zeit ausführen lassen
  • Ordner ermöglichen dir, mehr als 32 Tasten zu belegen
  • Profile ermöglichen, je ein Set an personalisierten Tasten pro Programm
  • Du kannst Programme mit dem Stream Deck starten (oder schließen)
  • Webseiten lassen sich auf Tastendruck laden
  • Du kannst deinen MP3- oder Video-Player fernsteuern

In der kurzen Zeit, in der ich das Stream Deck XL für dieses Review eingerichtet habe, konnte ich nicht alle Funktionen testen. Insbesondere die für das Streamen nicht – von einem Freund weiß ich allerdings, dass das nahtlos funktioniert.

Gut gefallen hat mir die automatische Umschaltung von Profilen beim Wechsel von Programmen. So kannst Du die 32 Tasten automatisch umbelegen lassen, wenn Du zwischen deiner DAW-Software und deinem Grafikprogramm wechselst.

Sonstiges

In erster Linie richtet sich das Stream Deck XL an Streamer und stellt diesen eine nahtlose Integration in die gängigen Streaming-Applikationen von der hauseigenen Software Game Capture über OBS Studio oder Streamlabs zur Verfügung. Diesem Leitfaden folgend werden auch Twitch, Tippee, Twitter und YouTube integriert.

Die Stream Deck Software verfügt jetzt über einen eigenen App-Store mit Plugins von Drittanbietern. Diese erweitern die Funktionalität des Geräts noch einmal weiter und bieten mehr Flexibilität für die auslösbaren Aktionen.

Wer mehrere Stream Decks besitzt, kann diese nicht nur kaskadieren, sondern auch fernsteuern. So kannst Du beispielsweise mit einem Stream Deck Mini das Profil auf dem XL wechseln.

Bildstrecke

Fazit zum Elgato Stream Deck XL Test

Das Stream Deck XL ist eine wahre Erleichterung für alle Musiker und Produzenten, die sich die Zeit nehmen, es richtig einzurichten. Wer sich ein bisschen Gedanken darüber macht, welche Funktionen immer wieder benötigt werden und aus mehreren Teilschritten bestehen, wird eine Menge Zeit sparen können.

Das Gerät ist ausgezeichnet verarbeitet und macht zudem eine gute Figur auf jedem Schreibtisch. Es ist einfach zu bedienen und macht nicht nur das Streaming oder die Aufnahme von Videos einfacher – es kann in jedem Programm vielversprechend eingesetzt werden.

Wer nicht ganz so viele Tasten auf einmal benötigt, darf sich bei den kleineren Geschwistern mit 6 oder 15 Tasten umschauen, die entsprechend weniger kosten. Dieses Tool erleichtert viele Aufgaben im Alltag auf einfachen Tastendruck, für die Du normalerweise Fenster schließen oder das Programm am Rechner umschalten müsstest.

Bedienung, Einfachheit, Funktionsumfang, Integration und Möglichkeiten im Stream Deck XL Test – exzellent.

Elgato Stream Deck XL Features

  • USB Controller
  • für Mac OS und PC
  • 32 LCD-Tasten
  • komplett personalisierbar
  • Belegung mit Shortcuts und Makros
  • Integration in das Betriebssystem, OBS Studio, YouTube, Twitch & Twitter
  • kaskadierbar mit weiteren Stream Decks
  • magnetischer Ständer
  • USB-C auf USB-A Kabel
  • Abmessungen (B x H x T): 182 x 112 x 34 mm (ohne Ständer)
  • Gewicht: 410 g (ohne Ständer)
Hersteller: Elgato
Produkt:

Elgato Stream Deck XL Test

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