SSL 500 SIX Channel Strip Test
Der Sound aus Oxford

SSL 500 SIX Channel Strip Test

Im SSL 500 SIX Channel Strip Test treffen wir auf einen vollwertigen Kanalzug aus dem Hause Solid State Logic.

Was ist es?

Der SSL 500 SIX Channel Strip ist ein Mikrofonvorverstärker. Mit einem sogenannten SuperAnalogue-Preamp liefert er einen großen Gain-Bereich und einen rauscharmen Klang. Dank seiner vielen nützlichen Tools hält er eine Flexibilität bereit, die sonst kein anderer Mic-Pre im 500er-Format in nur einem Slot bietet.

5 Features im SSL 500 SIX Channel Strip Test

  • Signalweg: mono
  • 48 V Phantomspeisung
  • Frontseitig separater Instrumenteneingang mit Hi-Z Schalter
  • Pre-Amp-Gain: +6 bis +72 dB (Mic), -3 dB bis +63 dB (line)
  • THD+N: weniger als 0,0015 %

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SSL 500 SIX Channel Strip Testbericht

Hintergründe im SSL 500 SIX Channel Strip Test

Mit dem SSL 500 SIX Channel Strip haben die Audiospezialisten aus England einen umfangreichen Mikrofonvorverstärker auf den Markt gebracht. Vorbild für dieses 500er-Modul war der noch relativ junge Desktop-Mixer SSL SiX [Test].

Erstaunlich ist am SSL 500 SIX Channel Strip, wie viele unterschiedlichen Funktionen Platz finden. 500er-Module bieten bekanntlich nur einen begrenzten Raum. Und wie schon beim SiX-Mischpult haben die Entwickler aus Oxford Hirnschmalz bewiesen.

Der SSL SiX CH weist alle Werkzeuge auf, die auch in den ersten beiden Kanälen des SiX vorhanden sind. Dazu zählen nebst der Input-Sektion ein Equalizer und ein Kompressor. Das macht ihn zu einem vollwertigen Kanalzug.

Umgehen kann der SSL 500 SIX Channel Strip sowohl mit Mikrofon- als auch mit Line- und Instrumentensignalen. Gerade in Hinblick auf letzterem entfällt die Notwendigkeit, auf DI-Boxen zurückgreifen zu müssen.

Die Möglichkeit, von Shelving- auf Bell-Equalizer umzuschalten, bietet ohnehin einiges an Flexibilität.

Mikrofonsignale gelangen über die Anschlüsse des 500er-Gehäuse in den SSL 500 SIX Channel Strip. Für Line- und Instrumentensignale steht an der Front ein Klinkeneingang zur Verfügung. Um zwischen den Signalquellen auswählen zu können, gibt es den Line- und den Hi-Z-Schalter.

Verstärkt

Für die Vorverstärkung am SSL 500 SIX Channel Strip sorgt der sogenannte SuperAnalogue-Preamp. Dieser ist nicht nur genauso im SSL SiX verbaut, sondern auch in den anderen größeren Konsolen aus dem gleichen Hause.

Mit einem Gain-Bereich von 66 dB ist im SSL 500 SIX Channel Strip Test genügend Headroom vorhanden, um selbst die leisesten Signale auf Pegel zu bringen. Ob dabei der Ausgangspegel passt, zeigt das 5-Segment-LED-Meter an.

Ein Low-Cut setzt bei 75 Hz mit einer Flankensteilheit von 12 dB pro Oktave ein. Dieser sorgt dafür, dass Trittschall und rumplige Signalanteile effektiv herausgefiltert werden. Ein Phasendreher sowie ein Schalter für die Phantomspeisung, bei dem die LED daneben bei Aktivierung rot leuchtet, komplettieren die Input-Sektion.

Das einzige, was hier noch schön gewesen wäre, ist ein Pad. Vor allem bei sehr lauten Instrumenten und abhängig vom verwendeten Mikrofon besteht manchmal die Notwendigkeit, das Eingangssignal abzuschwächen, um nicht zu übersteuern.

Zugegeben, ein ungewolltes Übersteuern des SSL 500 SIX Channel Strip erscheint recht unwahrscheinlich. Schon das LED-Meter, das einen Headroom von 24 dB zeigt, beweist das. Doch der weitere Signalweg beziehungsweise die Geräte nach dem Mikrofonvorverstärker können dies nicht unbedingt garantieren.

SSL 500 SIX Channel Strip Test

Der SSL 500 SIX Channel Strip ist ein umfangreicher Kanalzug mit zahlreichen Funktionen auf engstem Raum.

Funktionen des SSL 500 SIX Channel Strip

Direkt unter der Input-Sektion des SSL 500 SIX Channel Strip befindet sich ein Zwei-Band-Equalizer. Dieser ist recht interessant, denn er besteht lediglich aus zwei Parametern. Die EQs sind standardmäßig Shelving-Filter und bieten einen Gain-Bereich von ± 15 dB.

SSL 500 UltraViolet EQ Test

Der Low-Shelf „LF“ greift bei 60 Hz ins Signal ein, der High-Shelf „HF“ bei 3,5 kHz. Über den jeweiligen Schalter „Bell“ werden die Shelving-Filter zu Bell-EQs. „LF“ setzt dann im Bereich um 200 Hz an, „HF“ um 5 kHz.

Die Frequenzen sind allerdings fix und können nicht verändert werden. Das ist auch okay, denn Potis zum Ändern der Frequenz hätten hier schlichtweg keinen Platz gefunden. Die Möglichkeit, von Shelving- auf Bell-Equalizer umzuschalten, bietet ohnehin einiges an Flexibilität.

Der Zwei-Band-EQ lässt sich wie der Kompressor über einen Schalter in den Signalweg integrieren. Wenn einer von beiden Funktionen also über „In“ gebypasst ist, bleibt das Signal unangetastet.

Der Kompressor selbst besitzt nur einen Parameter – und zwar „Threshold“. Der Attack ist bei 5 ms, das Release bei 300 ms und die Ratio bei 2:1 eingestellt. Der Makeup-Gain wird automatisch geregelt. Zudem ist ein Meter aus drei LEDs zu finden. Dieses zeigt an, wie stark die Gain-Reduction ist.

Video im SSL 500 SIX Channel Strip Test

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Fazit zum SSL 500 SIX Channel Strip Test

Mit dem SSL 500 SIX Channel Strip haben die Engländer ein interessantes Modul im 500er-Format auf den Markt gebracht. Der SSL 500 SIX Channel Strip ist quasi eine Auskopplung aus bestehenden Produkten, die den Fokus auf der jeweiligen Funktion liegen haben.

Der SSL 500 SIX Channel Strip bietet sich für alle möglichen Signale an. Er arbeitet extrem rauscharm und liefert ein knackiges, durchsetzungsfähiges Signal. Aufgrund seines weiten Gain-Bereichs dürfte man kaum in Verlegenheit kommen, den Gain-Regler weit aufdrehen zu müssen.

Sein EQ bietet trotz nur zwei Gain-Regler viele Möglichkeiten, musikalisch sanft das Frequenzgeschehen zu verändern. Gleiches gilt für den Kompressor, der durch sein weiches Knee mild eingreift. Vor allem preislich ist der dargebotene Funktionsumfang für 500er-Modul-Freunde sehr attraktiv.

SSL 500 SIX Channel Strip Features

  • Signalweg: mono (SSL SiX CH)
  • Pre-Amp-Gain: +6 bis +72 dB (Mic), -3 dB bis +63 dB (line)
  • Mic-Pre-EIN: typisch 129 dB
  • THD+N: < 0,0015 %
  • CMRR: > 80 dB (Mic), > 70 dB (Line)
  • Kanalzug mit SuperAnalogue Mikrofonvorverstärker
  • 48 V Phantomspeisung
  • Phasen- und HPF-Schalter
  • separater Instrumenteneingang auf der Frontseite mit Hi-Z Schalter
  • 2-Band EQ mit Bell- und Shelving pro Band
  • "Single Knob Compressor" mit Threshold-Regler
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