SPL Vitalizer MK2-T Plugin Test & Video: Enhancement vom Feinsten

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SPL Vitalizer MK2-T

Das SPL Vitalizer MK2-T Plugin im Test - was der Enhancer kann, erfahrt Ihr hier

Was ist es?

Das SPL Vitalizer MK 2-T Plugin ist ein Enhancer, das durch geschickte Eingriffe in das Audiosignal eine merkliche Klangverbesserung herbeiführen soll. Mithilfe von psychoakustischen Effekten wird das Klangbild derart verändert, dass ein transparenteres Ergebnis zum Vorschein kommt. Der Hersteller hat hierzu eine eigene Filtertechnologie entwickelt, die zur Demaskierung von vorher verborgenen Frequenzanteilen führt. Viel ist über diese Filtertechnik nicht bekannt, jedoch arbeitet der SPL Vitalizer MK2-T im Gegensatz zu einem Exciter nicht mit dem Hinzufügen von künstlich erzeugten Obertönen.


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SPL Vitalizer MK2-T Testbericht

Grafische Oberfläche des SPL Vitalizer MK2-T

Der Hersteller hat sich das 19″ Hardwaregerät zum Vorbild genommen und dieses 1:1 nachgebildet. Das SPL Vitalizer MK2-T-Plugin bietet dementsprechend auch dieselben Funktionen und Drehregler. Eher als Gag respektive Verzierung sind da die nachempfundene Röhre und der Schalter auf der rechten Seite zu sehen, die beide keinerlei Funktion im Plugin haben und wohl nur der Vollständigkeit halber ihren Platz in der Oberfläche fanden.

Im Gegensatz zur Hardware finden sich unterhalb der Röhre noch vier Knöpfe A bis D, die jeweils einen eigenen Snapshot der Einstellungen beherbergen können. Von links nach rechts finden sich Drehregler für Drive, Bass, Compression, Mid-Hi-Tune, Process, LC-EQ, Intensity, Stereo Expander und Output, die nachstehend erklärt werden sollen.

Die einzelnen Regler

Drive

Mit dem Drive-Regler kann generell der Pegel des Eingangssignals geregelt werden und damit auch der Grad der Klangbearbeitung. Je höher Du diesen Parameter drehst, desto deutlicher wird die Klangbearbeitung durch den SPL Vitalizer MK2-T zu hören sein. Drive kann zwischen -20 dB und + 6 dB eingestellt werden, wobei die eigentliche Klangformung erst jenseits der 0 dB zu hören sind.

Bass

Mit dem zweiten Parameter Bass kann (wie der Name schon vermuten lässt) der Bassbereich beeinflusst werden. Drehst Du den Regler links herum, wird der Klang des tieffrequentem Spektrums weicher und nach rechts erfolgt eine Betonung der perkussiven Anteile des bearbeiteten Signals. Der daraufhin folgende Parameter Compression bezieht sich ebenfalls nur auf den Bassbereich – er lässt alle anderen Signalbereiche unangetastet. Je höher der Wert für Compression eingestellt wird, desto tiefer der Schwellenwert Treshold, ab dem der SPL Vitalizer MK2-T zu wirken beginnt. Mit der kleinen blauen Anzeige rechts neben dem Compression-Regler kannst Du kontrollieren, ab wann der Kompressor loslegt. Attack und Release sind bei diesem Soft-Knee Kompressor bereits vordefiniert und lassen sich nicht ändern.

Mid-Hi-Tune

Der Mid-Hi-Tune-Regler lässt sich zwischen 1,1 kHz und 22 kHz regeln und dient dem Enhancement des Mitten-Hochtonbereichs. Zudem wird mit diesem Parameter auch der Signalanteil gesteuert, der später in den LC-EQ gegeben wird. Erzeugt wird diese Betonung und Differenzierung durch eine amplitudenabhängige Phasenverschiebung, die eine Anhebung oberhalb und eine Absenkung unterhalb der eingestellen Frequenz nach sich zieht und sich an den Fletcher-Munson-Lautheitskurven orientiert.

Wenn das Audiosignal zum Beispiel zu hart und schneidend klingt, kann dieser Regler einfach auf einen Wert über den störenden Frequenzen eingesetzt werden. Je weiter hiernach der nächste Regler „Process“ hineingedreht wird, desto mehr werden die störenden Frequenzen abgesenkt. Es gilt hierbei zu beachten, dass der Parameter Process nicht nur die Wirkung von Mid-Hi-Tune, sondern auch die des Bassbereichs beeinflusst.

LC-Equalizer

Für die seidigen Höhen ist schliesslich der LC-Equalizer zuständig, der über zwei Regler gesteuert wird. Der erste Regler „LC-EQ“ dient der Einstellung der Frequenz zwischen 2 kHz und 20 kHz. Der Regler mit der Beschriftung „Intensity“ legt die Intensität der Bearbeitung fest. Im Gegensatz zur Bearbeitung von Bass sowie Mid-Hi-Tune wirken sich diese Einstellungen auch bei heruntergezogenem Process-Regler aus. Dreht man die Intensität hoch, so gewinnt das Audiosignal an Transparenz, Luftigkeit und Präsenz.

Stereo Expander

Am Ende der Bearbeitung steht noch ein Stereo Expander beim SPL Vitalizer MK2-T Plugin zur Verfügung, der einer Verbreiterung des Stereopanoramas dient. Erzeugt wird dieser Effekt durch das Hinzumischen von phasengedrehten Teilen des rechten Kanals zum linken und vice versa. Wie üblich bei solchen Verbreiterungen musst Du vorsichtig sein, nicht zu weit zu gehen, um die Mitte nicht zu verlieren. Aber soweit ich bei meinen Proben zu diesem Testbericht sehen konnte, ist das Resultat immer Mono-kompatibel und klingt durchweg überzeugend. Wer den Stereo Expander alleine nutzen möchte, kann diesen aktivieren und die Regler Process und Intensity auf Null stellen.

Output

Der letzte Drehregler trägt die Bezeichnung „Output“ und dient zur Regelung des Ausgangspegels, der von -20 dB bis zu +6 dB einstellt werden kann. Eine kleine LED rechts daneben zeigt an, wenn es zu Verzerrungen kommt.

 

SPL Vitalizer MK2-T Video Testbericht

Für alle, die sich dieses Plugin mal in Aktion ansehen wollen ohne grosse technische Ausführungen gibt es hier einen kurzen Testbericht als Video.

 

Die Praxis mit dem SPL Vitalizer MK2-T im Testbericht

Gerade beim Bass kann das Plugin sehr schön tiefe Ergebnisse mit Punch erzeugen ohne die bei anderen Lösungen ungewollten matschigen Resultate in den tiefen Mitten. In Kombination mit dem Kompressor scheint man beim Einsatz des SPL Vitalizer MK2-T immer die Kontrolle zu behalten. Auch mit dem Regler für Mid-Hi-Tune lassen sich einige Verbesserungen im Klang erzeugen, wie die nachstehenden Beispiele eindrucksvoll zeigen.

Drums trocken ohne Effekt

SPL Vitalizer MK2-T

Einstellungen Klangbeispiel 1 mit dem SPL Vitalizer im Testbericht


Klangbeispiel 1
SPL Vitalizer MK2-T

Einstellungen Klangbeispiel 2 mit dem SPL Vitalizer im Testbericht


Klangbeispiel 2

Übersicht SPL Vitalizer MK2-T Review

PRO

  • Klangverbesserung sehr transparent
  • Einfache Bedienung

CONTRA

  • Dongle für den Betrieb benötigt

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Fazit zum SPL Vitalizer MK2-T Test

Dieses Plugin aus der Reihe Analog Code des Herstellers bietet einen erstklassigen Klang und sollte eigentlich bei keinem Musiker fehlen. War man bei der Hardware noch auf den Einsatz eines einzigen Geräts beschränkt, so bietet das SPL Vitalizer MK2-T Plugin die Möglichkeit, viele unterschiedliche Spuren mit eigenen Einstellungen zu beleben.

Die Bedienung ist schnell erlernt, auch wenn die Funktionsweise und die Abhängigkeiten der verschiedenen auf den ersten Blick etwas undurchschaubar erscheinen. Der SPL Vitalizer MK2-T kann sowohl auf einzelnen Spuren als auch auf der Summe erfolgreich angewendet werden und bringt eigentlich überall etwas mehr Frische und Transparenz.

Der Preis liegt derzeit bei 225,- Euro, was angesichts der gebotenen Leistung durchaus fair erscheint. Für den Betrieb des SPL Analog Code Vitalizer MK2-T wird ein iLok Dongle benötigt, der (falls nicht bereits vorhanden) mit weiteren 30,- Euro zu Buche schlägt.

Inhaltsverzeichnis // SPL Vitalizer MK2-T Test

  1. Was erwartet dich?
  2. Review
  3. Pro & Contra
  4. Fazit
  5. Wertung

Mehr zum Thema:
  

GUT

SPL Vitalizer MK2-T Testbericht am 01.02.2010

Produkt:      SPL Vitalizer MK2-T
Hersteller:    

Preis:  225,00 Euro
UVP:    225,00 Euro

Kurzfazit

Das Plugin Vitalizer MK2-T von SPL ist ein Enhancer, der den Klang des Audiosignals durch geschickte Eingriffe verbessern soll. Der Enhancer bietet einen erstklassigen Klang. Auch wenn die Funktionsweise auf den ersten Blick etwas undurchschaubar ist, lässt sich die Bedienung schnell erlernen. Das Plugin kann sowohl auf einzelne Spuren, als auch auf der Summe angewendet werden.

Für wen

Fortgeschritte und Profis im Bereich Mixing und Mastering.

Wichtige Merkmale
  • Einfache Bedienung
  • Patentierte Technik zur automatischen Klangoptimierung
  • Demaskierung überlagerter Klanganteile
  • Bass-, Mitten- und Hochtonbearbeitung
  • Separate Hochtonbearbeitung
  • Mono-, Stereo- oder Mehrkanalbetrieb
  • Ideale Klangstrukturen für elektronische Sounds
  • Weiche oder konturierte Bassklangfarben

 


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