Soundpeats H3 Test
So schlagen sich die neuen In-Ear-Kopfhörer

Soundpeats H3 Test
Wir checken im Soundpeats H3 Test die neuen halbtransparenten In-Ear-Kopfhörer mit ANC

Valentina Lablack Von Valentina Lablack am 20. Mai 2026

Soundpeats H3 Test-Fazit

4.0

DELAMAR
SCORE

Die SoundPEATS H3 verbinden kräftigen Klang, brauchbares ANC und starke Laufzeit zu alltagstauglichen In-Ear-Kopfhörer mit kleinen Schwächen bei Höhen und Langzeitkomfort.

Der Klang ist klar, breit und gut getrennt. Der Bass bleibt kräftig, ohne Stimmen und Instrumente komplett zu überdecken.

Im Alltag punkten lange Akkulaufzeit, Schnellladefunktion, Multipoint und die übersichtliche App. Der Equalizer hilft, den Sound anzupassen und die etwas scharfen Höhen zu entschärfen.

Das ANC reduziert vor allem tiefe, gleichmäßige Geräusche deutlich. Stimmen und einige Tastaturgeräusche bleiben aber hörbar.

Der wichtigste Trade-off ist der Sitz: Sitzen die In-Ears nicht tief genug, verlieren Bass und ANC spürbar an Wirkung.

Für Musikhören, Podcasts, Telefonate und den mobilen Alltag ein starkes Gesamtpaket mit leichten Abzügen bei Transparenzmodus und Langzeitkomfort.

zum detaillierten Soundpeats H3 Testfazit

PRO

  • Kräftiger, spaßbetonter Bass
  • Breite Stereobühne
  • Nützlicher 9-Band-Equalizer
  • Schnellladefunktion
  • Gute Touch-Bedienung
  • Wirksamer ANC bei tiefen Dauergeräuschen
  • 12 Klangpresets

CONTRA

  • Tragekomfort bei langen Sessions
  • Scharfe Höhen

Für wen?
Consumer, Alltagsnutzer

Preis: 111,83 Euro
UVP: 149,99 Euro

Was ist es?

Der Soundpeats H3 ist ein True-Wireless In-Ear-Kopfhörer für alle, die unterwegs Hi-Res-Codecs, aktives Noise Cancelling und eine flexible Klangabstimmung per App suchen.

Mit LDAC, aptX Adaptive, aptX Lossless und einem Hybrid-Treibersystem zielt er klar auf Klangqualität in der mobilen Mittelklasse. Er nutzt Bluetooth 5.4 und den Qualcomm QCC3091 als Chipsatz.

Im Inneren arbeiten zwei Balanced-Armature-Treiber mit einem dynamischen 12-mm-Treiber zusammen. Die Abstimmung lässt sich über die PeatsAudio App anpassen, in der ein 9-Band-EQ enthalten ist.

Für Telefonate sind sechs Mikrofone verbaut, drei Mikrofone pro Earbud. Die aktive Geräuschunterdrückung arbeitet mit vier Modi plus getrennte Transparenz-/Normal-Modi. Der Hersteller gibt eine Reduktion von bis zu 55 dB an.


PASSEND DAZU


5 Soundpeats H3 Features

  • True-Wireless-In-Ear-Kopfhörer
  • Bluetooth 5.4 mit Qualcomm QCC3091
  • LDAC, aptX Adaptive und aptX Lossless
  • Hybrid-Treibersystem mit 12-mm-Treiber und zwei BA-Treibern
  • ANC mit sechs Mikrofonen und vier Modi

Der Soundpeats H3 ist in Black und Titanium Black erhältlich. Zum Lieferumfang gehören Ladecase, fünf Paar Ohrstöpsel, USB-C-Ladekabel, Anleitung und Soundpeats-Sticker.


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Soundpeats H3 Test

Erster Eindruck

Die SoundPEATS H3 kommen als True-Wireless In-Ears mit Ladecase, Ohrstöpseln in fünf Größen, einem USB-C-Ladekabel und einer Bedienungsanleitung.

Die fünf Ohrstöpselgrößen sind praktisch, weil In-Ear-Kopfhörer nur mit dichtem Sitz ihren Bass und ihr ANC sauber ausspielen können.

Soundpeats H3 Test
Im Lieferumfang enthalten sind Ladecase, In-Ears, Ohrstöpsel in fünf Größen, USB-C-Ladekabel und Bedienungsanleitung.

Das Ladecase bringt zusammen mit den Earbuds 53 Gramm auf die Waage. Ein einzelner Earbud wiegt 6 Gramm. Damit sind die SoundPEATS H3 nicht die leichtesten In-Ears, bleiben meiner Meinung nach im Alltag aber noch angenehm handlich.

Das Case fällt etwas größer aus, als ich es erwartet hätte. In eine Jackentasche oder Tasche passt es problemlos, in einer engen Hosentasche trägt es aber auf.

Das Ladecase wirkt hochwertiger, als es das Gewicht vermuten lässt. Dazu tragen die dunkle Oberfläche, der glänzende Rahmen und die saubere Kantenführung bei. In der Hand wirkt es allerdings etwas leichter und weniger robust, als der erste Blick vermuten ließ.

Design der SoundPEATS H3

Das halbtransparente Gehäuse gibt den SoundPEATS H3 einen eleganten, modernen Look, der sich von vielen glatten In-Ears absetzt.

Zudem wirken sie für mich weniger klobig als beispielsweise die Bose Quiet Comfort Ultra Ear-Buds 2. Gen im Test.

Soundpeats H3 Test
Die halbtransparenten In-Ears geben den Blick auf ihr Innenleben frei.

Das Ladecase ist sauber verarbeitet: Die Spaltmaße fallen nicht negativ auf, der Deckel sitzt ordentlich und der goldene Rahmen setzt einen sichtbaren Akzent. Die filigrane Gold-Aufschrift „Hear the difference“ passt zum hochwertigen Look.

Auch die Earbuds zeigen keine auffälligen Kanten oder unsauberen Übergänge zwischen transparenter Außenschale und glänzenden Designelementen.

Beim Tragen stehen sie am Ohr sichtbar heraus. Das stört beim Musikhören nicht direkt, macht die In-Ear-Kopfhörer aber auffälliger, als mir lieb wäre.

Die goldene Oberfläche glänzt im Sonnenlicht auffällig, ohne billig zu wirken.

Tragekomfort im SoundPEATS H3 Test

Die SoundPEATS H3 sind klassische In-Ears und werden mit Ohrstöpseln in fünf Größen geliefert. Dadurch habe ich genau meine Passform gefunden, sonst tendieren solche In-Ears gern dazu, im Ohr zu verrutschen.

Der richtige Sitz ist bei den H3 besonders wichtig. Sitzen die In-Ears nicht tief genug im Ohr, verlieren sie hörbar den Bass. Auch die Geräuschunterdrückung arbeitet dann sehr viel schwächer. Mit den passenden Ohrstöpseln sollte das aber kein Problem sein.

Soundpeats H3 Test
Mit 6 Gramm pro Earbud sind die In-Ears spürbarer als kleinere Modelle und verschwinden nicht komplett im Ohr.

Sie sitzen stabil, verschwinden aber nicht komplett im Ohr. Nach längerer Tragezeit entsteht ein leichter Druck, vor allem wenn die Ohrform nicht genau zu den geschwungenen Gehäusen passt.

Für kurze Wege ins Büro, Bahnfahrten und Spaziergänge sitzen die H3 stabil genug, ohne sofort Druck aufzubauen. Für lange Hörsessions müsstest Du die verschiedenen Ohrstöpsel selbst ausprobieren.

Der Sitz ist sicher, aber nicht für jedes Ohr gleich bequem – deshalb ist etwas ausprobieren angesagt.

Bedienung

Die Touchflächen setzen meine Eingaben zuverlässig um, sobald ich ihre Position sicher treffe. In den ersten Tagen musste ich die richtige Fläche an der Außenseite erst für mich entdecken, denn beim Nachjustieren löste ich immer mal wieder eine unerwünschte Eingabe aus.

Einmal tippen links senkt die Lautstärke, einmal tippen rechts erhöht sie. Zweimaliges schnelles Tippen steuert Play/Pause sowie die Anrufannahme.

Soundpeats H3 Test
Die Bedienung erfolgt über Tippgesten auf der Außenseite der In-Ears.

Durch längeres Drücken wechselst Du zwischen den Modi:

  • Normal Mode
  • Pass-Through
  • ANC

Die SoundPEATS H3 App

Die SoundPEATS H3 sind mit der PeatsAudio App kompatibel. Sie ist für Android und iOS bei Google Play und im App Store erhältlich. In der App konnte ich den Klang anpassen, die Geräte verwalten und den Akkustand der In-Ears und des Ladecases einsehen.

Soundpeats H3 Test
In der App lassen sich ANC, Normalmodus & Transparenzmodus direkt wechseln.

Mit der App bekommst Du Zugriff auf:

  • Benutzerdefinierter Equalizer
  • 12 EQ-Presets
  • Adaptive Geräuschunterdrückung
  • Innenrauschunterdrückung
  • Außengeräuschunterdrückung
  • Verkehrslärmreduzierung
  • Mehrpunktverbindung
  • Kopfhörer-Finder
  • Akkustand von Earbuds & Ladecase
  • Firmware-Updates
Soundpeats H3 Test
Der benutzerdefinierte Equalizer ermöglicht genaue Anpassungen einzelner Frequenzbereiche.

Der benutzerdefinierte Equalizer ist das wichtigste App-Werkzeug für mich, weil ich den Sound besser an meinen persönlichen Geschmack anpassen konnte als mit den vorgefertigten Presets.

Bei klassischer Musik habe ich die etwas scharfen Höhen reduziert, bei meiner Rock-Playlist durfte der Bass dagegen ruhig etwas mehr anschieben.

Die wichtigsten Funktionen liegen schnell erreichbar: Equalizer, ANC-Modi, Multipoint, Akkustand und Firmware-Updates sind ohne lange Suche zugänglich.

SoundPEATS H3 Equalizer

Der Equalizer macht bei den SoundPEATS H3 mehr aus als nur einfaches Feintuning, weil er die Höhen entschärfen und den Bass gezielt nach vorn holen kann. Ich konnte einzelne Frequenzbereiche gezielt anheben oder senken und den Klang damit genauer auf meinen Geschmack abstimmen.

Der voreingestellte Klang kann in den oberen Mitten und Höhen aber etwas scharf wirken. Mit kleinen Anpassungen im Equalizer wird der Klang angenehmer.

Mehr Bass holst Du über den Tieftonbereich heraus, klarere Stimmen über die Mitten.

Soundpeats H3 Test
Beim Wechsel zwischen zwei gekoppelten Geräten bleibt die Bluetooth-Verbindung stabil.

Bluetooth-Verbindung im SoundPEATS H3 Test

Die Kopplung mit meinem iPhone gelang in meinem Test einfach und ohne Abbrüche: Nach dem Öffnen des Cases erkannte mein iPhone die H3 schnell und verband sich danach automatisch wieder mit den bekannten Geräten.

Praktisch ist, dass sich die Kopfhörer mit zwei Geräten gleichzeitig verbinden können, zum Beispiel mit dem Smartphone und dem Laptop. Allerdings geht das nur mit deaktiviertem LDAC.

Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit der SoundPEATS H3 liegt bei bis zu sieben Stunden pro Ladung. Zusammen mit dem Ladecase erreichen sie insgesamt bis zu 37 Stunden Wiedergabe. Die Laufzeit fällt aber spürbar kürzer aus, wenn ANC und LDAC gleichzeitig aktiv sind.

Die Ladezeit beträgt etwa eine Stunde für die Earbuds und ca. zwei Stunden für das Case.

Geladen wird das Case über USB-C, eine Möglichkeit zum Wireless Charging fehlt.

Soundpeats H3 Test
Das Case lädt über USB-C und braucht dafür rund zwei Stunden.

Die Schnellladefunktion hilft vor allem dann, wenn die Earbuds kurz vor dem Weg zur Bahn oder vor einem Call fast leer sind. Nach zehn Minuten im Ladecase liefern die In-Ear-Kopfhörer wieder Energie für bis zu zwei Stunden Wiedergabe.

Klang im SoundPEATS H3 Test

Schon beim ersten Hören fiel mir auf, dass dieses Modell einzelne Instrumente sauberer trennen kann, als es bei günstigen True-Wireless-In-Ears selbstverständlich wäre.

Die Separation, also die Trennung einzelner Klänge voneinander, ist für mich bei diesen In-Ears besonders gut gelungen. Die Staffelung von Gitarren, Stimmen und Schlagzeug bleiben klarer voneinander getrennt, als es der kräftige Bass zunächst erwarten lässt.

Die Mitten werden trotz des spaßbetonten Basses nicht komplett überdeckt. Dadurch konnte ich Stimmen und andere Instrumente gut voneinander unterscheiden.

Soundpeats H3 Test
Optisch setzen die In-Ears auf einen modernen Mix aus Transparenz und Gold.

Bei höheren Stimmen oder Songparts können die oberen Mitten aber etwas scharf werden. Das fällt nicht bei jedem Song auf, war aber bei höherer Lautstärke auf Dauer etwas anstrengend. Wenn Du empfindlich auf S-Laute reagierst, solltest Du dir den Equalizer einstellen.

Die Stereobühne wirkt angenehm breit. Dabei sitzt der Klang nicht zu eng im Kopf, sondern öffnet sich hörbar nach links und rechts. Ich hatte das Gefühl, mitten in der Musik zu stehen, statt sie nur direkt vor mir zu hören.

SoundPEATS H3 ANC-Modus

Das ANC reduziert vor allem monotone tiefe Geräusche spürbar.

Die Geräuschunterdrückung der In-Ears funktioniert besonders gut bei tiefen, gleichmäßigen Geräuschen wie Bahnrauschen, Motorbrummen und Lüftungen. In der Folge musste ich meinen Lieblingspodcast weniger stark aufdrehen.

Bei Stimmen und mittleren Geräuschen wirkt der ANC-Modus meiner Meinung nach weniger stark. Gespräche und Tastaturgeräusche vom Kollegen im Büro bleiben für mich deutlich hörbar. Eine komplette Abschottung habe ich zwar nicht bekommen, aber mit dem richtigen Sitz der In-Ears konnte ich schon einige Störgeräusche ausblenden.

Der Transparenzmodus reicht für Bahndurchsagen oder kurze Rückfragen, für längere Gespräche klingen mir Stimmen aber zu wenig klar.

BILDSTRECKE

Anrufqualität

In ruhigen Räumen übertragen die Soundpeats H3 Stimmen klar und verständlich genug für Telefonate und Videocalls. Auch werden leichtere Störgeräusche gut reduziert wie leises Tippen, der Raumhall oder entfernte Hintergrundgeräusche.

Umgekehrt gab es bei Telefonaten kaum Verständigungsprobleme: Meine Stimme kommt deutlich beim Gesprächspartner an, ohne verzerrt zu klingen.

In lauter Umgebung merkt man aber, dass die Mikrofone stärker arbeiten müssen. Meine Gesprächspartner mussten mich mehrmals um Wiederholung bitten, da meine Stimme etwas stumpf geklungen hat.

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Soundpeats H3 Test-Fazit

Die SoundPEATS H3 überzeugen vor allem dann, wenn Du kräftigen Bass, eine breite Stereobühne, App-EQ und brauchbares ANC in einem kompakten True-Wireless-Kopfhörer suchst. Insgesamt hinterlassen sie einen soliden Eindruck.

Bei Musik punkten sie mit Bass und Bühne, bei Podcasts mit klarer Sprachverständlichkeit und bei Telefonaten vor allem in ruhigen Räumen. Unterwegs spielt das ANC seine Stärke aus, sobald monotone Geräusche wie Bahnrauschen, Motorbrummen oder Lüftungen dominieren.

Leichte Abstriche gibt es beim Sound in den oberen Mitten, die je nach Musik etwas zu scharf wirken. Bei langen Hörsessions kann der Tragekomfort je nach Ohr und Stöpsel etwas leiden – hier musst Du selbst ausprobieren.

Und so gibt es von meiner Seite eine gute Wertung im SoundPEATS H3 Test.

Features Soundpeats H3 Review

  • Hersteller:
  • In-Ear-Kopfhörer mit True-Wireless
  • Übertragungsart: Bluetooth
  • Touch-Bedienung
  • Treiber: 2 Balanced-Armature-Treiber + 12-mm-Dynamiktreiber
  • Bluetooth-Version: 5.4
  • Audio-Codecs: SBC, AAC, LDAC, aptX, aptX Adaptive, aptX Lossless
  • Hi-Res Wireless Audio
  • 4 ANC-Modi: Adaptiv, Indoor, Outdoor, Traffic
  • 6 Mikrofone
  • Qualcomm cVc 8.0
  • Akkulaufzeit: Bis zu 7 Stunden
  • Gesamtlaufzeit mit Ladecase: Bis zu 37 Stunden
  • Schnellladefunktion
  • Ladeanschluss: USB-C
  • Multipoint: Verbindung
  • PeatsAudio-App
  • Equalizer
  • Gewicht pro Ohrhörer: 6 g
  • Gewicht Ladecase mit Ohrhörern: 53 g
  • Wasserbeständigkeit: IPX5
  • Ohrstöpsel-Größen: XS, S, M, L, XL

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