Sennheiser CX 300-II Testbericht: Preiswerte In-Ears

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Sennheiser CX 300-II Testbericht

Sennheiser CX 300-II Testbericht

Was ist es?

Beim Sennheiser CX 300-II handelt es sich um einen Ohrhörer (»in-ear headphone«), der günstig zu haben ist und in seiner zweiten Generation mit einer Revision überzeugen will. Das Kabel ist 1,2 m lang und asymmetrisch, der rechte Hörer ist also dafür gedacht, am Hinterkopf vorbeigeführt zu werden. Im Lieferumfang sind eine Tragetasche und drei Paar Ohrstöpsel enthalten. Das Gerät ist in weißer, silberner, roter und Chrom-Optik erhältlich.

Der Frequenzgang reicht laut Hersteller von 19 – 21.000 Hz, beim maximalen Schalldruckpegel (bei 1 kHz, Klirrfaktor nicht angegeben) werden 113 dB angegeben und die Impedanz beträgt 16 Ohm.

Der Straßenpreis liegt derzeit circa 35,- Euro (inkl. MwSt.).

Sennheiser CX 300-II Testbericht

Der Packungsinhalt für unseren Sennheiser CX 300-II Testbericht


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Sennheiser CX 300-II Testbericht

Verarbeitung & Tragekomfort

Die Optik ist dezent, wobei die sehr kompakte Konstruktion mit ihren ergonomisch abgerundeten Ecken zu gefallen weiß – von anderen Besitzern dieser guten Stücke habe ich erfahren, dass man mit ihnen auch ruhig einmal eindösen und das Ohr samt CX 300-II bequem auf das Kopfkissen betten kann. In dieser Beziehung ist es sicher schwer, ein besseres Design für einen In-Ear-Hörer auszubaldowern.

Bei der Verarbeitungsqualität ist alles in Butter, sofern ich das nach meinem Noch-nicht-ganz-Langzeit-Test wahrheitsnah beurteilen kann. Der Kabelstutzen ist dem des kürzlich getesteten RHA MA-350 ähnlich und erscheint ausreichend stabilisierend.

Die zwei Kabelstücke ab dem Punkt der Zweiteilung für den linken und rechten Stöpsel wirken recht fragil, ihr Durchmesser beträgt nur rund 1/3 von dem des übrigens Kabelabschnitts. Muss nichts heißen, aber es soll angemerkt werden, dass die durchschnittliche Kabelstärke von In-Ears hier unterschritten wird. Der Stecker weist keinen elastischen Stutzen auf, ist also an dieser Nahtstelle zum Kabel potentiell nicht so gut geschützt wie die Stecker der meisten anderen Mitbewerbergeräte.

Neben der oben erwähnten Tauglichkeit für das Lauschen im Bett oder auf dem Sofakissen ist der Tragekomfort der kleinsten Stöpsel in meinen Ohren ohne Tadel; die mittleren und großen passen nicht in mein Schallgebälk.

 

Klang

Der CX 300-II gehört definitiv zu den Geräten, denen es nicht an »Bauch« fehlt, in den höheren Basslagen und in den unteren Mitten ist mehr als genug Substanz da, so dass der Sound nie zu dünn oder kraftlos erscheint. An Bass fehlt es höchstens ein wenig in den allertiefsten Frequenzbereichen, ansonsten spielen die kleinen Ohrstecker durchaus mächtig auf. Dabei dröhnt es auch bei hohen Pegeln kaum.

Verzerrungsfrei geht es auch in höheren Regionen zu – die Treiber verziehen bei den Sibilanten keine Miene, es zischt und faucht nichts, was dem ermüdungsfreien Hören zugutekommt. Fein, denn die meisten anderen In-Ear-Hörer dieser Preisklasse, die ich bisher erlebt habe, sind da eher schmächtig geraten. Leider spart mir das Gerät dabei eine Spur zu sehr an den Höhen, im Vergleich spielen eher dunkle Klangfarben die Hauptrolle. Wie fast immer gleicht das Ohr dieses Ungleichgewicht nach einer Weile aus, aber so ganz kann das Gehirn die durch die schüchternen Höhen fehlende »Helligkeit« des ursprünglichen Sounds nicht ausgleichen.

In puncto Impulstreue und bezüglich der räumlichen Breite/Tiefe sowie der Separation einzelklanglicher Ereignisse kann ich dem CX 300-II ein zufriedenstellendes Zeugnis ausstellen. Allerdings ist festzustellen, dass einige ähnlich günstige Mitbewerber wie der RHA MA-350 in dieser Beziehung etwas besser abschneiden. Insgesamt ist der Sound als ein bisschen eingekapselt und vergleichsweise wenig »offen« zu bezeichnen, was manchmal den schönen Nebeneffekt eines intimeren Sounds mit sich bringt, das Ensemble aller Klänge jedoch oft eher undifferenziert abbildet.

Zu guter Letzt sei noch erwähnt, dass das Gerät in puncto Abschirmung vor Umgebungsgeräuschen gute Ergebnisse liefert, die meisten störenden Töne von der Welt da draußen kannst Du aussperren, um die Musik in vollen Zügen zu genießen.

Übersicht Sennheiser CX 300-II Review

PRO

  • Mehr als genug Bass
  • Stets genug »Bauch« und Erdiges im Klang
  • Weitgehend verzerrungsfrei und pegeltreu
  • Äußerst kompakt und gut zum Einschlafen geformt

CONTRA

  • Mäßige Impulstreue und Räumlichkeit
  • Höhen zu gedämpft
  • Teilweise dünnes Kabel

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Fazit zum Sennheiser CX 300-II Test

Zum Straßenpreis von 35 bis 40 Euro bekommst Du mit dem Sennheiser CX 300-II ein Paar In-Ear-Hörer, die unter anderem mit einem sehr respektablen Bassfundament punkten können. Elektronische Tanzmusik, aber auch Jazz mit einer guten Portion Kontrabass bekommt so richtig Punch. Angenehm ist auch das »Bauchige« des Klangs, also die tiefen Mitten, die den klanglichen Eindruck voll und rund machen. Stets hat der Sound genug Fleisch auf den Knochen und wirkt gehaltvoll.

Weiterhin positiv zu erwähnen ist die Verzerrungsarmut und Pegelfestigkeit, die eine souveräne, unaufgeregte Wiedergabe gewährleistet. Ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass die Membranen derart krächzen und scheppern, wie es bei günstigen Ohrhörern wahrlich nicht selten der Fall ist. Im selben Atemzug gibt’s von mir noch ein Lob für die lässige Wiedergabe der Sibilanten.

Die Stöpsel sind angenehm kompakt, deren Formen sehr schön abgerundet. So ist es auch durchaus mal möglich, mit Musik im Ohr einzudämmern, ohne dass dir dann das Kopfkissen die Hörer in die Lauscher quetscht. Es wird schwer, ähnlich kleine und ergonomisch vorteilhafte Geräte zu finden.

Bei einem so günstigen Kaufpreis sind keine Wunderwerke der Technik zu erwarten, also sollte es auch keine Überraschung sein, dass der CX 300-II in puncto Impulstreue und Separation der Einzelinstrumente nicht wirklich seine Stärke hat; hier und da fällt der etwas in sich gekehrte Klang unvorteilhaft auf. Darüber sind mir die Höhen etwas zu hintergründig, der Klang eine Spur zu dunkel. Die nach dem Y-Teiler aufgetrennten Kabelsegmente, die schließlich in die Ohrstecker führen, sind recht dünn ummantelt und machen keinen allzu robusten Eindruck. Nein, das geht auch bei einem so günstigen Gerät sicherlich anders.

Alles in allem haben wir es mit einem in seiner Klasse noch guten Produkt zu tun, das in meinem Sennheiser CX 300-II Testbericht mit knappen vier von fünf Punkten abschneidet.

Inhaltsverzeichnis // Sennheiser CX 300-II Test

  1. Was erwartet dich?
  2. Review
  3. Pro & Contra
  4. Fazit
  5. Wertung

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GUT

Sennheiser CX 300-II Testbericht am 20.12.2012

Produkt:      Sennheiser CX 300-II
Hersteller:  

Preis:  35,00 Euro
UVP:    35,00 Euro

Kurzfazit

Günstige In-Ear-Kopfhörer. Diese kleinen Ohrstöpsel sind sehr kompakt und ergonomisch, wobei sie verzerrungsfrei aufspielen.

Für wen

Musikhörer, die einen superkompakten und günstigen In-Ear-Hörer suchen.

Wichtige Merkmale
  • In-Ear-Ohrhörer
  • Impedanz: 16 Ohm
  • Drei Paar Ohrstöpsel mitgeliefert
  • Tragebeutel

 


Lesermeinungen (3)

zu 'Sennheiser CX 300-II Testbericht: Preiswerte In-Ears'

  • Eric Wolter   10. Sep 2013   21:58 UhrAntworten

    Ich habe das gerät auch und von mir bekommt es im Tragekomfort so wie im klang glatte 5 Sterne! Wobei der Ohr Innenraum nicht zu trocken sein sollte,weil die Stöpsel dann schon gerne mal raus rutschen. Das lässt sich aber schnell mit dem kleinen Finger und etwas spucke beseitigen ;)

  • Hakan   31. Jan 2014   17:47 UhrAntworten

    Sennheiser ist dafür bekannt gute Qualität an den Mann zu bringen , aber ich muss ehrlich sagen das ich dann doch schon ein bisschen mehr erwartet habe. Die Bässe sind leider nicht so stark. Dafür gibt es ein Dickes Minus !

  • Matthias   21. Aug 2014   21:02 UhrAntworten

    Auch ich hatte eigentlich in Erinnerung das Sennheiser mit die Spitze ist. Ich hatte mich extra für diese Kopfhörer entschieden da ich davon ausgegangen bin das sie mich im Bass nicht im Stich lassen aber da waren meine 10 Euro billigeren Sony-Vorgänger doch um einiges besser.

    Der Klang ansich ist wirklich gut, aber wenn man Bass "braucht" vielleicht nicht mehr die erste Wahl bei mir.

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