Razer Seiren V3 Pro Test
Dynamisches Mikrofon mit XLR- & USB-Anschluss

Razer Seiren V3 Pro Test
Razer Seiren V3 Pro Test: Mehr als nur RGB - was kann das Mic?

Thorsten Sprengel Von Thorsten Sprengel am 15. Juli 2026

Razer Seiren V3 Pro Test-Fazit

4.0

DELAMAR
SCORE

Das Razer Seiren V3 Pro empfiehlt sich als vielseitiges Mikrofon für alle, die einen warmen Sprachklang und viele Möglichkeiten zur Signalbearbeitung suchen.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis passt vor allem, wenn Du perspektivisch sowohl USB als auch XLR verwendest. Stream Mixer, Direct Monitoring und 32-Bit-Float bieten dabei mehr Möglichkeiten als einfache Gaming-Mikrofone.

Besonders stark ist das Mikrofon bei Streams, Podcasts, Voiceovers und Videochats. Über XLR eignet es sich außerdem für Aufnahmen von Gesang, Gitarrenverstärkern, Percussion und einzelnen Drum-Elemente.

Equalizer, Kompressor und weitere Effekte erlauben eine gezielte Anpassung an Stimme und Anwendung. Wer nur einfache Sprachaufnahmen plant oder ausschließlich XLR verwendet, findet allerdings günstigere Lösungen.

Leichte Abstriche gibt es zudem beim niedrigen Tischständer und bei der fehlenden Synapse-Unterstützung für macOS.

zum detaillierten Razer Seiren V3 Pro Testfazit

PRO

  • Robuste Verarbeitung
  • Stabiler Stand
  • USB- und XLR-Anschluss
  • Unterstützung von 32-Bit-Float
  • Umfangreicher Equalizer
  • Viele Klangeffekte
  • Stream Mixer
  • Warmer Klang
  • Klare Sprachwiedergabe

CONTRA

  • Niedriger Tischständer

Für wen?
Streamer, Gamer

Preis: 282,99 Euro
UVP: 289,99 Euro

Was ist es?

Das Razer Seiren V3 Pro ist ein dynamisches Mikrofon für Streaming, das sich vornehmlich an Gamer richtet und hier über USB-C direkt am Computer betrieben wird. Über XLR kann es zudem mit einem Audio Interface verbunden werden.

Damit eignet sich das Mikrofon auch für die Einbindung in ein Studio- oder Streaming-Setup mit Audio Interface oder Mischpult.

Die dynamische 30 mm-Kapsel arbeitet mit Nierencharakteristik. Razer sieht das Mikrofon für Streaming, Podcasting und Musikaufnahmen vor.

Im USB-Betrieb bietet Razer Synapse umfangreiche DSP-Funktionen, darunter Equalizer, Kompressor, Limiter, Noise Gate, De-Esser, Hochpassfilter und KI-Geräuschunterdrückung. Auch eine 32-Bit-Float Aufnahme steht über die Software zur Verfügung.


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Der integrierte Schockdämpfer soll mechanische Erschütterungen reduzieren und der abnehmbare Windschutz schwächt Windgeräusche und Plosivlaute ab.

5 Razer Seiren V3 Pro Features

  • Dynamische 30-mm-Kapsel mit Nierencharakteristik
  • Anschlüsse für USB-C und XLR
  • 32-Bit-Float-Unterstützung über Razer Synapse
  • Integrierter DSP
  • Schockdämpfer und abnehmbarer Windschutz

Zur Seiren-V3-Reihe gehören außerdem das Razer Seiren V3 Chroma und das Razer Seiren V3 Mini.


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Razer Seiren V3 Pro Test

Erster Eindruck

Beim ersten Kontakt macht das Razer Seiren V3 Pro einen deutlich massiveren Eindruck als das Seiren V3 Chroma. Mit Standfuß wiegt es 800 g und damit etwa doppelt so viel wie das kleinere Modell.

Das Gehäuse wirkt robust und hochwertig verarbeitet. Gleichzeitig sorgt das höhere Gewicht für einen stabilen Stand auf dem Schreibtisch.

Zum Lieferumfang gehört ein abnehmbarer Tischständer mit gummiertem Untergrund. Das Mikrofon sitzt in einer verstellbaren Halterung und lässt sich nach vorne oder hinten neigen. Im Mikrofon ist bereits ein Schockabsorber integriert. Außerdem ist im Lieferumfang ein abnehmbarer Schaumstoff-Windschutz enthalten.

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USB-C- auf USB-A-Kabel und USB-A- auf USB-C-Adapter gehören zum Lieferumfang.

Der Tischständer positioniert das Razer Seiren V3 Pro relativ niedrig. Da die dynamische Kapsel einen vergleichsweise geringen Sprechabstand bevorzugt, musst Du dich gerade an niedrigen Schreibtischen recht weit zum Mikrofon vorbeugen. Für eine bequemere Positionierung empfehle ich daher die Verwendung eines Mikrofonarms.

Das Mikrofon lässt sich über das integrierte Gewinde an Halterungen mit 5/8- oder 3/8-Zoll-Gewinde befestigen. Einen zusätzlichen Gewindeadapter benötigst Du daher bei den meisten Mikrofonarmen nicht.

Auf der Unterseite des Mikrofons befinden sich drei Anschlüsse. Über USB-C kannst Du das Mikrofon direkt mit deinem Computer verbinden.

Alternativ steht ein dreipoliger XLR-Anschluss für die Verbindung mit einem Audio Interface oder Mischpult bereit. Dazu kommt ein 3,5 mm-Kopfhörerausgang zum direkten Abhören über Kopfhörer.

Bedienelemente im Razer Seiren V3 Pro Test

Die Bedienelemente des Razer Seiren V3 Pro sind übersichtlich gehalten. Auf der Unterseite befindet sich ein Regler, mit dem Du standardmäßig die Mikrofonverstärkung anpasst. Drehst Du ihn nach links oder rechts, wird das Gain entsprechend verringert oder erhöht.

Der Leuchtring am Mikrofon zeigt die gewählte Einstellung stufenlos an. Beim Anpassen des Gains leuchtet die Anzeige lila und visualisiert den eingestellten Wert zwischen 0 und 100 Prozent.

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Ein LED-Ring zeigt unter anderem den Pegel des Mikrofons an.

In der Razer Synapse Software kannst Du den Regler alternativ mit der Lautstärke des Kopfhörerausgangs belegen. In diesem Fall leuchtet die Statusanzeige zu blau. Ein direkter Wechsel zwischen Gain und Kopfhörerlautstärke am Mikrofon ist nicht vorgesehen.

Die Pegelanzeige über den Leuchtring ist grundsätzlich praktisch, lässt sich aber nicht aus jeder Position gut ablesen. Stand das Mikrofon direkt vor mir auf dem Tisch, war die Pegelanzeige zum Beispiel nur eingeschränkt sichtbar.

Die Position des Reglers auf der Unterseite hält die Vorderseite optisch aufgeräumt. Gleichzeitig ist der Regler dort weniger bequem erreichbar als ein klassischer Drehknopf an der Vorderseite.

Touch-Mute-Taste

Auf der Vorderseite befindet sich eine berührungsempfindliche Taste zum Stummschalten des Seiren V3 Pro, die den Mikrofoneingang deaktiviert, wenn Du darauf tippst.

Der Leuchtring wechselt dabei zu Rot, sodass der Status auch während eines Streams oder einer Aufnahme klar erkennbar bleibt.

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Der Mute Taster reagiert auf Touch.

Durch eine erneute Berührung wird das Mikrofon wieder aktiviert und der Leuchtring kehrt anschließend zur zuvor eingestellten Beleuchtung zurück.

Die Touchfläche reagiert im Test bereits bei leichter Berührung zuverlässig. Das hat mir gut gefallen.

Wie laut darf es beim Razer Seiren V3 Pro werden?

Das Razer Seiren V3 Pro verträgt laut Hersteller über den XLR-Anschluss einen maximalen Schalldruckpegel von bis zu 150 dB SPL. Bei der Verbindung über USB liegt der Grenzwert „nur“ noch bei 125 dB SPL.

Um das Ganze etwas einzuordnen: Ab 120 dB SPL wird es unerträglich laut und ein Düsenjet aus 25 Metern wird so um die 130 dB SPL an Pegel mitbringen. Heißt: Du hast eine ganze Menge Luft nach oben.

Für deine Praxis bedeutet das, dass Du auch extrem laute Schallquellen wie Schlagzeug oder Gitarrenverstärker aus geringem Abstand aufnehmen kannst, ohne dass es zu hörbaren Verzerrungen im Mikrofon kommt.

32-Bit-Float Aufnahme

Eine Aufnahme mit 32-Bit-Float bietet im digitalen Signalweg deutlich mehr Reserven bei der Speicherung.

Sehr leise oder digital ungünstig ausgesteuerte Aufnahmen lassen sich dadurch besser nachbearbeiten. Übersteuerungen der Kapsel oder einer analogen Eingangsstufe kann das Format aber nicht rückgängig machen.

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Auf der Unterseite finden sich die Anschlüsse und der Pegelregler.

Razer Synapse Software

Die zentrale Steuerung des Mikrofons übernimmt Razer Synapse 4. Mit der Software lassen sich der Klang bearbeiten, DSP-Effekte aktivieren, der Stream Mixer konfigurieren und die RGB-Beleuchtung anpassen.

Die erweiterten Funktionen stehen ausschließlich bei einer Verbindung über USB-C zur Verfügung, wozu auch die Aufnahme mit 32-Bit-Float gehört. Im XLR-Betrieb erfolgt die Steuerung dagegen über das angeschlossene Audio Interface oder Mischpult.

Razer bietet Synapse auch für macOS an, wobei das Seiren V3 Pro allerdings nicht in der Liste der kompatiblen Mac-Geräte geführt (Stand Juli 2026). Die erweiterten Einstellungen standen mir am Mac deshalb nicht zur Verfügung. Auf meinem Windows-PC konnte ich sie dagegen ausprobieren.

EQ

Die Hauptansicht bündelt Einstellungen für Gain, Kopfhörerlautstärke, Stummschaltung sowie eine Echtzeit-Pegelanzeige.

Den größten Bereich auf der Oberfläche nimmt ein parametrischer Equalizer mit acht Bändern zur Klanganpassung ein. In diesem kannst Du ausgewählte Frequenzen gezielt anpassen. Die acht Bänder bieten dabei deutlich mehr Kontrolle als einfache Höhen- und Bassregler.

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In der Synapse Software findest Du unter anderem einen 8-Band EQ.

Zusätzlich enthält Synapse

  • einen De-Esser zur Verringerung scharfer Zischlaute,
  • einen Sprach-Boost zum Hinzufügen tiefer Frequenzen,
  • einen Voice Exciter für zusätzliche Präsenz,
  • sowie einen Hochpassfilter gegen tieffrequente Störgeräusche, die beispielsweise durch Bewegungen am Schreibtisch entstehen können.

Sämtliche Änderungen erscheinen direkt im parametrischen Equalizer. Wenn Du wenig Erfahrung mit Equalizern hast, kannst Du stattdessen eine der vorhandenen Voreinstellungen auswählen.

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Mit zusätzlichen Effekten kannst Du das Mikrofonsignal weiter bearbeiten.

Weitere Effekte im Razer Seiren V3 Pro Test

In meinem Setup am Schreibtisch hat mir vor allem die KI-Geräuschunterdrückung geholfen, die bei einer Einstellung von 50 Prozent Störgeräusche schon deutlich reduzierte.

Tastaturanschläge, Mausklicks und leise Raumgeräusche sind deutlich in den Hintergrund getreten, aber bei höheren Werten verlor meine Stimme hörbar an Natürlichkeit. Darauf solltest Du in deiner Praxis achten.

Razer Seiren V3 Pro Test
Der Stream Mixer ermöglicht Streaming ohne zusätzliche Audio Software.

Unter den Effekten findet sich auch ein Reverb, der deiner Stimme einen künstlichen Raumklang hinzufügt. Für Podcasts und normale Sprachaufnahmen sollte der Effekt sparsam eingesetzt werden, da zu viel Hall die Sprachverständlichkeit beeinträchtigt. Deine Zuhörer oder Zuschauer wollen dich schließlich verstehen.

Stream Mixer

Mit dem Stream Mixer können mehrere Audioquellen in einem virtuellen Ausgang gebündelt werden. Mikrofon und Spielsound lassen sich gemeinsam ausgeben, während Du weitere Programme als eigene Kanäle hinzufügst und ihre Lautstärke getrennt regelst.

Häufig verwendete Konfigurationen können als Voreinstellungen gespeichert und später schnell wieder aufgerufen werden.

Beleuchtung

In der Beleuchtungsansicht finden sich Einstellungen für die Helligkeit des RGB-Leuchtrings. Die Beleuchtung kannst Du auch ganz ausschalten.

Für den Leuchtring stehen unterschiedliche Effekte zur Verfügung, die in Razer Chroma Studio weiter bearbeitet werden können. Durch den schmalen LED-Ring bleibt die sichtbare Wirkung der Effekte beim Razer Seiren V3 Pro allerdings begrenzt.

Razer Seiren V3 Pro Test
Die Beleuchtung am Leuchtring lässt sich ebenfalls einstellen.

Klang im Razer Seiren V3 Pro Test

Klanglich hinterlässt das Razer Seiren V3 Pro bei mir einen stärkeren Eindruck als das Seiren V3 Chroma, denn meine Stimme klingt bei geringem Abstand kräftig und voller Körper.

Der Schwerpunkt liegt dabei eher auf den Tiefmitten als auf ausgeprägtem Tiefbass. Dadurch erhält die Stimme Wärme, ohne dumpf oder übermäßig bassbetont zu wirken.

Im oberen Frequenzbereich bildet das Mikrofon meine Stimme klar und detailreich ab. Sprachlaute bleiben gut verständlich und setzen sich deutlich durch. Eine auffällige Höhenbetonung konnte ich nicht feststellen, wäre bei einem dynamischen Mikrofon aber auch eher selten.

Razer Seiren V3 Pro Test
In der Halterung kann das Mikrofon geneigt werden.

Die besten Ergebnisse habe ich bei einem Abstand von etwa 10 bis 15 cm erzielt: In dieser Position wirkt die Stimme präsent und direkt. Gehe ich weiter vom Mikrofon weg, verliert die Stimme schnell an Pegel und Körper. Das Klangbild wird dünner und der Anteil des Raums nimmt zu.

Auch seitliche Bewegungen außerhalb der Einsprechachse sind deutlich hörbar, denn hier wird meine Stimme leiser und verliert an Klarheit. Für einen gleichmäßigen Klang solltest Du deshalb möglichst direkt in die Oberseite sprechen und den Abstand während der Aufnahme beibehalten.

Tastaturanschläge und Computerlüfter bleiben bei einer passenden Ausrichtung hinter der Stimme, verschwinden aber nicht vollständig. Besonders Geräusche direkt vor dem Mikrofon gelangen weiterhin deutlich in die Aufnahme.

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Razer Seiren V3 Pro Test-Fazit

Das Razer Seiren V3 Pro ist vor allem für Windows-Nutzer interessant, die ein einziges Mikrofon wahlweise per USB oder XLR einsetzen möchten. Und natürlich für alle, die die DSP-Funktionen der Software tatsächlich nutzen.

Der warme Sprachklang, die robuste Verarbeitung und der integrierte Stream Mixer überzeugen, während der niedrige Tischständer und die fehlende offizielle Unterstützung des Mikrofons in der Synapse Software unter Mac den Alltag für manche Streamer einschränken könnten.

Wer ausschließlich über XLR aufnimmt oder lediglich ein einfaches Mikrofon für Videochats benötigt, findet günstigere Modelle ohne ungenutzte Zusatzfunktionen.

Alles in allem erreicht das Mikrofon eine gute Wertung im Razer Seiren V3 Pro Test.

Features Razer Seiren V3 Pro Review

  • Hersteller: Razer
  • Dynamisches Streaming-Mikrofon
  • Dynamische 30-mm-Mikrofonkapsel
  • Nierencharakteristik
  • Frequenzgang: 50 Hz bis 16 kHz
  • Abtastraten: 48/96 kHz
  • Auflösung mit 24 oder 32 Bit
  • 32-Bit-Float-Unterstützung über Razer Synapse für Windows
  • USB-C- und XLR-Anschluss
  • Maximaler Schalldruckpegel: 125 dB über USB
  • Maximaler Schalldruckpegel: 150 dB über XLR
  • Empfindlichkeit: −50 dB bei 1 kHz
  • Impedanz: 300 Ohm
  • Rauschabstand: 74 dB
  • Gain-Regelbereich: 40 dB
  • Physischer Gain-Regler zur manuellen Pegelsteuerung
  • Automatische Gain-Anpassung durch den integrierten DSP
  • Integrierter Expander, Kompressor und Limiter
  • KI-basierte Rauschunterdrückung
  • Berührungsempfindliche Mute-Taste mit LED-Anzeige
  • Razer-Chroma-RGB-Leuchtring mit Statusanzeige für Mute und Gain
  • Integrierter Schockdämpfer
  • Abnehmbarer Windschutz
  • Verzinktes Unibody-Gehäuse
  • Verstellbare, vibrationsgedämpfte Armhalterung
  • 5/8"-27-Gewinde zur Befestigung
  • Stromversorgung mit 5 Volt und 500 Milliampere
  • Erweiterte Einstellungen über Razer Synapse

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