PreSonus Temblor T8 Testbericht
Kompakter Subwoofer

PreSonus Temblor T8 Testbericht

Diesen aktiven Subwoofer prüfen wir im PreSonus Temblor T8 Testbericht auf Herz und Nieren


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Was erwartet dich?

Beim PreSonus Temblor T8 haben wir es mit einem kompakten aktiven Subwoofer zu tun. Er möchte für den Einsatz in Heimstudios oder -kinos, zur kräftigen Vertonung von Computerspielen oder einfach zum Musikhören mit Tiefgang geeignet sein. Der 8″-Tieftöner strahlt nach unten ab (engl.: »downfiring«).

Es handle sich um den idealen Begleiter für die Studiomonitore aus den Serien Eris (siehe z.B. unser PreSonus Eris E5 Testbericht) und Sceptre (etwa das Modell im PreSonus Sceptre S6 Testbericht).

Der Übertragungsbereich (-3 dB) beginne bei 30 Hz, alles Weitere siehe Infokasten. Mitgeliefert werden ein Kaltgerätekabel zum Netzanschluss sowie ein Klinke-zu-Klinke-Kabel (jeweils 6,3 mm).

Verarbeitung

Das Gehäuse macht einen vernünftigen Eindruck, da vinylbeschichtete MDF (mitteldichte Faserplatten) verwendet werden. Alles erscheint gut gefertigt, so sind etwa die Spaltmaße äußerst gering und die Klinkenbuchsen fest mit dem Gehäuse verschraubt. Auch seien die für die jüngeren Lautsprecher von PreSonus typischen Schutzvorrichtungen positiv hervorgehobe. Mit ihnen bist Du vor Radiofrequenz-Einstreuungen, Ausgangsstromspitzen, Überhitzung, Einschaltgeräuschen und der Schallproduktion unter dem hörbaren Frequenzbereich gefeit.

Ausstattung

Die Ausstattung ist in Sachen In- und Output sehr einfach gehalten. Für Input und Output gibt es je ein Paar Klinken- und Cinch-Buchsen. Die Inputs des letztgenannten Formats kannst Du zur gleichzeitigen Speisung bzw. als Alternative Quelle nutzen.


Passend dazu


In vielen Szenarien reicht diese Bestückung vollkommen aus, aber vielleicht passt doch eher der größere, basskräftigere Temblor T10 in dein Konzept. Dieser bietet XLR-Buchsen, ein Fußschalteranschluss und einen Schalter zur Massetrennung (gegen Brummschleifen und andere Störgeräusche).

In der Regel lohnt es sich, einen »nach unten feuernden« Sub wie den PreSonus Temblor T8 akustisch vom Fußboden zu entkoppeln und somit die Übertragung von Schwingungen auf Letzteren zu vermeiden. Das gelingt weitgehend, indem Du ihn nicht direkt auf den Boden, sondern auf eine absorbierende Platte stellst. Die vier Kirschkern-großen Gummikügelchen im Lieferumfang, die auf die Füße gesteckt werden, dienen eher zur Schonung von Parkett.

PreSonus Temblor T8 Testbericht

Die Anschlüsse an der Rückseite des PreSonus Temblor T8

Klang des PreSonus Temblor T8

Soundtechnisch überzeugt dieser Subwoofer in seiner Preisklasse. Der Bass ist zur Genüge »straff«, Anschläge klingen also rechtzeitig aus und so entsteht ein disziplinierter Sound mit genug Luft zum Atmen zwischen einzelnen Schallereignissen. Auch in höheren Lautstärken kommt der Sub nicht aus der Ruhe. Einen Anstieg hörbarer Gehäuseresonanzen konnte dabei ich nicht feststellen.

Statt eines Crossover-Reglers zum Splitten der Frequenzbereiche für den Sub und die Hauptmonitore finden sich hier ein regelbares Tiefpassfilter (stufenlos von 50 bis 130 Hz) und ein schaltbarer Hochpass (80 Hz). Ist Letzterer aktiviert, sollte Ersterer auf ebenjene 80 Hz gestellt werden. So werden Lücken oder Überschneidungen vermeiden. Genauso habe ich es gehandhabt, damit das Testgerät den gesamten Tiefbass übernimmt – damit klang es am besten.

Die Abhörlautstärke des Subwoofers allein kann auf bis zu 104 Dezibel im Abstand von einem Meter geschraubt werden, bevor sich Verzerrungen langsam in den Vordergrund spielen. Im (Heim-)Studio ist das wirklich weit mehr als genug angesichts der Konvention, dass die Abhörlautstärke bei durchschnittlich 83 dB liegen sollte. Was für meinen Geschmack übrigens schon zu viel des Guten ist.

Fazit zum PreSonus Temblor T8 Testbericht

Klanglich punktet der PreSonus Temblor T8 mit einem (nicht nur) für seine Preisklasse knackigen, impulstreuen Bassfundament. Hohe Lautstärken können ohne nennenswerte Verzerrungen erzeugt werden. Mit den Filtern ist eine fein abgestufte Kontrolle über die Zuteilung der Frequenzbereiche für den Sub und die Hauptlautsprecher möglich. Die Verarbeitung ist tadellos und die Schutzschaltungen stehen einem modernen Elektronikgerät gut zu Gesicht.

Einzig die Ausstattung ist in dieser Preisregion nicht auf hohem Niveau angesiedelt. Beispielsweise wäre es nach dem Vergleich mit den direkten Mitbewerbern nicht vermessen, sich noch XLR-Anschlüsse oder eine Buchse für Fußschalter zu wünschen. Auch gibt es für gut 300 Euro schon Subwoofer mit 10-Zoll-Tieftönern, die bis ca. 20 Hertz hinab tönen.

Alles in allem ist der Kandidat im PreSonus Temblor T8 Testbericht dennoch empfehlenswert, was den Einsatz in Heim- und Projektstudios betrifft. Zur Tieftonunterfütterung von Heimkinoanlagen sowieso.

PreSonus Temblor T8 Features

  • Subwoofer, nach unten abstrahlend
  • Verstärkung: 100 W (RMS) / 200 W (Peak)
  • Tieftöner: 8″, glasfaserverstärkt
  • Übertragungsbereich: 30 – 200 Hz
  • Max. Schalldruck: 104 dB (Peak @ 1 m)
  • Eingänge:
    • 2 x 6,3 mm (L/R), symm.
    • 2 x Cinch (L/R), asymm.
  • Beide Eingänge gleichzeitig nutzbar
  • Gain von -30 bis +6 dB stufenlos regelbar
  • Tiefpassfilter stufenlos von 50 - 130 Hz
  • Hochpassfilter (80 Hz) am Output schaltbar
  • Polaritätsumkehr schaltbar
  • Automatisches Standby
  • Vinylbeschichtetes MDF-Gehäuse
  • Maße: 260 x 320 x 280 mm
  • Gewicht: 9,6 kg
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PreSonus Temblor T8 Test

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