PreSonus Goldbaby Essentials Collection Test
Klassische Drum Machine Samples für Studio One

PreSonus Goldbaby Essentials Collection

Im PreSonus Goldbaby Essentials Collection Review kommen gediegen aufgenommene und teils mit Bandmaschinenen bearbeitete Samples von Drum Machines aller Couleur auf den Prüfstand - erfahre, was dich hier klang- und Kit-technisch erwartet


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Was bekommst Du?

Die PreSonus Goldbaby Essentials Collection besteht aus 500 Drum Samples von klassischen Drum Machines wie Roland TR-808 undTR-909, E-mu SP-1200, Akai MPC60, Oberheim DMX und mehr. Sie stammen vom etablierten Produzenten Goldbaby und sind vor allem für elektronische (Tanz-)Musik, aber auch Hip-Hop und mehr geeignet.

Die mit 24 Bit und 44,1 kHz gesampelten Audiodateien (teils Mono, teils Stereo) sind in 32 spielfertigen Kits für den in Studio One integrierten virtuellen Drum Sampler »Impact« zusammengefasst. Zusätzlich finden sich 124 Musicloops, also vorprogrammierte Rhythmen im Download.

Erste Schritte

Erweiterungen für Studio One lassen sich stets sehr bequem installieren: Datei herunterladen, ausführen und nach zwei Klicks im automatisch startenden Studio One ist alles erledigt. Fügst Du nun eine Instanz von Impact ein, tauchen die Kits in der Preset-Liste des Plugins auf. Die einzelnen Samples und die Musicloops (siehe nächstes Kapitel) findest Du ebenfalls sauber kategorisiert im Browser (Loops > Electronic > Drums > […]).

Dass die Samples stimmig zusammengestellt in fertigen Kits daherkommen, ist sehr praktisch beim Bauen eines ersten Beats. Denn das heißt: Eines der Kits in Impact laden und dann gleich per Pad Controller drauflos trommeln oder in aller Ruhe per Maus in einem MIDI-Clip den Rhythmus programmieren.

Drum Machine Samples Review - PreSonus Goldbaby Essentials Collection

Eines der Kits aus der PreSonus Goldbaby Essentials Collection im Drum Sampler »Impact« von Studio One

Die Sounds, Kits & Loops

Im Infokasten findest Du alle verwendeten Drum Machines – die allermeisten großen Klassiker sind in der PreSonus Goldbaby Essentials Collection vertreten, prima. Qualitativ sind die Aufnahmen absolut tadellos, wie man es von Goldbaby erwarten darf.


Passend dazu


Die einzelnen Samples sind bereits bearbeitet, sie wirken durchweg druckvoll und gut definiert. Einige wurden nachträglich durch Bandmaschinen oder Kassettendecks gejagt. Die dadurch entstehende Sättigung nutzen viele Produzenten gerne, um mehr Punch und Lebendigkeit zu bekommen.

Kits

Die Kits der PreSonus Goldbaby Essentials Collection sind mit jeweils 16 Samples sehr vielfältig bestückt. Dabei sind stets alle gängigen Sounds eines klassischen Drum-Computers erhalten – Kicks, Snares, Rimshots, Claps, offene und geschlossene Hihats, Toms, Percussion-Elemente und Sound FX.

Man hätte etwas besser darauf achten können, dass beim Kit-Wechsel die Samples einer bestimmten Kategorie auf denselben Pads landen. Hier und da wird der Rhythmus beim Blättern durch die Presets durcheinandergewirbelt – bei mir erschallte zum Beispiel mal plötzlich ein furioses Clap-Gewitter, weil beim Kit zuvor auf der entsprechenden MIDI-Note die Hats lagen.

Loops

Die Loops sind keine statischen Audiodateien, wie Du sie als Beigabe in so manch anderer Sample Library enthalten sind. Vielmehr handelt es sich um »Musicloops«, die Du dem Songtempo gemäß einbinden und jederzeit in der Geschwindigkeit variieren kannst. Dabei gibt es kein Time-Stretching (und damit entstellte, weil verkürzte/verlängerte Klänge), es ändert sich stets nur das Timing der Anschläge.

Soweit ich das überblicken kann, sind hier alle gesampelten Drum Machines verarbeitet worden. Von jedem Loop gibt es mindestens drei Versionen mit leichten Änderungen. Manche Loops gefallen mir sehr, aber eine gute Handvoll finde ich wiederum recht dröge. Zudem sind einige Loops übersteuert, auch wenn Kanal- und Master-Fader auf ±0 dB stehen.

Klangbeispiele von der PreSonus Goldbaby Essentials Collection




Fazit im PreSonus Goldbaby Essentials Collection Test

Mit der PreSonus Goldbaby Essentials Collection bekommst Du einen gelungenen Querschnitt aus Samples der klassischen Drum Machines. Die wichtigsten Geräte und ihre ikonischen Kicks, Claps, Toms & Co. sind vertreten. Auch heute noch lassen sich damit frische Beats für elektronische Musik, aber auch Hip-Hop, Pop, Indie Rock und mehr zaubern.

Klangqualitativ sind die Aufnahmen erwartungsgemäß sehr gut, zudem erscheinen die durch Bandmaschinen nachbearbeiteten Varianten angenehm satt und fett. Viele der Musicloops sind indes nicht besonders originell oder kunstvoll programmiert, zudem sind einige ab Werk leicht übersteuert.

Wer aber Studio One nutzt und noch einen Grundstock an guten »Brot-und-Butter-Sounds« in Sachen Drum Machines sucht, ist bei diesem Paket gut aufgehoben. Sehr schön ist auch die denkbar einfache Installation und automatische Integration in Studio One, dank der Du sofort loslegen kannst und alles sauber kategorisiert im Browser vorfindest.

So beschließe ich den kompakten PreSonus Goldbaby Essentials Collection Test mit vier von fünf Punkten.

PreSonus Goldbaby Essentials Collection Features

  • 500 Samples & Loops von klassischen Drum Machines
    • Akai MPC60
    • Boss DR-55
    • E-mu SP-1200
    • Oberheim DMX
    • Roland CR-78
    • Roland DDR-30
    • Roland TR-808
    • Roland TR-909
  • Für PreSonus Studio One (Artist, Producer oder Professional, jeweils ab Version 2.6.2)
  • 32 Kits für Impact & 124 Musicloops
  • Vor allem für elektronische Musik und Hip-Hop geeignet
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PreSonus Goldbaby Essentials Collection Test

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