Presonus Atom SQ Test
Controller für Studio One und Ableton Live

Presonus Atom SQ Testbericht

Mit dem Presonus Atom SQ bekommst Du einen Controller an die Hand, der besonders in Zusammenarbeit mit Studio One und Ableton Live seine Stärken zeigt.

Was ist es?

Der Presonus Atom SQ ist MIDI-Keyboard, Pad-Performance- und Produktions-Controller in einem. So kommt der leichte Begleiter als wahrer Tausendsassa im Segment der kontrollierenden Hardware daher – trotz seines kompakten und minimalistischen Designs.

Besonders in Kombination mit der Presonus-DAW Studio One zeigt die kompakte Steuerungseinheit ihr ganzes Können. Übrigens wurde der Presonus Atom SQ auch für Ableton Live optimiert und kann mit jeder aktuellen Produktionssoftware genutzt werden.


Passend dazu


Für diesen Testbericht stand uns Presonus Studio One 5 in der Professional-Version und der Presonus Atom SQ zur Verfügung. Der Controller kann mit Windows 10 oder macOS ab Version 10.13 verwendet werden.

Die wichtigsten Features – Presonus Atom SQ

  • 32 anschlagsdynamische und druckempfindliche RGB-LED-Pads
  • 8 Endlosregler
  • 1 zuweisbarer, multifunktionaler Touch-Strip
  • Integrierter Arpeggiator
  • LCD-Display
Presonus Atom SQ Ansicht

32 anschlagsdynamische und druckempfindliche RGB-LED-Pads stehen Anwendern bereit!


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Presonus Atom SQ Testbericht

Erster Eindruck

Der Lieferumfang des Presonus Atom SQ ist minimalistisch, was ich persönlich hervorragend finde. So befinden sich eine Kurzanleitung, ein USB-Kabel (1,5 m) und der Presonus Atom SQ im Karton.

Nach dem Auspacken sollte der Controller über die Presonus-Website (oder per App) registriert werden. Hier kannst Du dann auch die enthaltene Software herunterladen. Mit im Paket sind, neben Studio One Artist, Ableton Live Lite sowie die zwei Soundpacks EDM Elite Vol. 1 und Dirty Electro House. Über die sogenannte Universal-Control-Software kannst Du problemlos Firmware-Updates durchführen.

Die optische Ausrichtung des Presonus Atom SQ ist ansprechend und zeitgemäß. Das zweifarbige Design grenzt die schwarze Oberfläche von der weißen Unterseite ab. Die Bedienelemente machen nicht den Eindruck von schlechter Qualität zu sein – ganz im Gegenteil. Der Druckpunkt der Taster, die um das sehr gut aufgelöste Display platziert sind, ist gut gewählt und gibt ein angenehmes Feedback. Das Gerät beherbergt einen gerasterten Regler neben dem Screen und acht weitere Drehregler ohne Raster. Alle Drehregler verfügen über sehr guten Widerstand.

Die Transportsektion des Presonus Atom SQ ist übersichtlich platzsparend. Play, Stop, Record und das Metronom können hier per Knopfdruck ausgelöst werden. Über die Shift-Taste lässt sich die Funktionalität verdoppeln. Die 32 Pads arbeiten anschlagsdynamisch und sind zudem druckempfindlich, um beispielsweise Aftertouch zu steuern.

Konfiguration

Der Presonus Atom SQ kann über den sogenannten Setup-Modus problemlos konfiguriert werden. So lassen sich unter anderem die Helligkeit des Bildschirms und der Pads, die Velocity sowie der Aftertouch-Modus definieren. In Presonus Studio One und Ableton Live konfiguriert sich der Controller automatisch und ist sofort einsatzbereit. Für andere DAWs stehen dir folgende Modi zur Verfügung:

MIDI-Modus
Hierbei handelt es sich um den Standardmodus, der eine Anpassung durch den Benutzer ermöglicht. So kannst Du den Controller manuell an deine Produktionsumgebung anpassen.

MCU- bzw. HUI-Modus
Nach der Auswahl geben die Transport- und Navigationstasten sowie die Display-Tasten der ersten Seite im Song-Modus herkömmliche Mackie-HUI bzw. MCU-Befehle aus.

Presonus Atom SQ Touch Strip

Der Touch-Strip kann mit verschiedenen Funktionen belegt werden.

Bedienelemente

Die verbauten Pads ändern ihre Farbe, je nach ausgewähltem Layout-Modus. Das sorgt für eine hervorragende Übersicht. Zentral angeordnet, befindet sich ein frei belegbarer Touch-Strip, der mit Funktionen wie Pitch-Bend oder dem Modulationsrat belegt werden kann. Darüber angeordnete LEDs folgen den Fingern in Echtzeit und geben gleichzeitig Auskunft über die Position des Steuerelements. Bei gedrückter Shift-Taste kann über den Touch-Strip die Spur-Lautstärke in Presonus Studio One gesteuert werden.

Über die tasten A-H kannst Du die Drum-Bank oder Oktave im Keyboard-Layout ändern. Außerdem wird die Taste A als (Halte-)Taste für Sustain verwendet. Bei gedrückter Shift-Taste werden Befehle ausgegeben, die durch MIDI-Learn in kompatibler Software zugewiesen werden können. In Presonus Studio One sind diese Tasten im globalen Steuerungsmodus (Shift-Taste) mit Funktionen wie Kopieren, Duplizieren, Einfügen und Löschen versehen. Sobald man sich die einzelnen Funktionen gemerkt hat, erleichtert sich die Arbeitsweise ungemein!

Die acht Hauptdrehregler werden in Studio One automatisch Paramatern im gerade geladenen Plugin zugewiesen. Übrigens: Je schneller Du drehst, je schneller wird der Minimal- bzw. Maximalwert erreicht. Bei gedrückter Shift-Taste können Funktionen wie beispielsweise „Loop verschieben“ und „vertikales Zoomen“ auf die Regler gelegt werden.

Kategorien

Kommen wir zum Bildschirm. Über die links angeordneten Tasten kann der gewünschte Modus gewählt werden. So stehen dir vier Kategorien zur Verfügung. Welche Funktionen diese bereitstellen, erfährst Du im Praxisteil.

Übrigens: Nutzt Du den Presonus Atom SQ mit Presonus Studio One 5, sind aufgrund der hervorragenden Integration des Controllers, erweiterte Einstellungen möglich. So zeigen sich auch die einzelnen Kategorien umfangreicher als mit einer anderen DAW wie beispielsweise Logic Pro X – doch dazu später mehr.

Mit den rechts unter dem gerasterten Regler verfügbaren Tasten, kannst Du durch die Pages navigieren. Die Einstellungsseiten sind je in sechs Sektionen unterteilt, die allesamt über einen eigenen Taster verfügen. In Kombination mit dem Drehregler können so nun problemlos Einstellungen getroffen werden. Bei gedrückter Shift-Taste in Presonus Studio One, kannst Du mit dem Bildschirm-Regler zwischen Presets umschalten.

Der Presonus Atom SQ mit Studio One 5

Sofort nach dem Anschließen wird der Presonus Atom SQ von der Software erkannt. Es müssen keine weiteren Einstellungen getroffen werden. Auch externe Gerätschaften wie Synthies, Drum-Machines und dergleichen können mit diesem Controller problemlos bedient werden. Kommen wir nun zu den vier Kategorien, die über den Bildschirm angezeigt werden können.

Presonus Atom SQ Display

Über das integrierte Display kannst Du nahezu alle wichtigen Einstellungen vornehmen.


Song
Über das Song-Menü kannst Du beispielsweise das Songtempo verändern, Marker setzen oder Spuren Solo bzw. Mute schalten. Besonders gefallen hat mir die Steuerung des Effects-Browsers. So kann dieser einfach per Klick geöffnet werden. Mit dem gerasterten Regler kannst Du nun ganz einfach durch deine Effekte navigieren.

Instrument
Wie der Name schon sagt, ist dieser Modus auf Steuerungsfunktionen für Software-Instrumente ausgerichtet. So kannst Du mit dem Presonus Atom SQ problemlos deine Instrumentenbibliothek durchforsten oder bei gewählter Software-Instrumenten-Spur das Plugin-Fenster öffnen. Auch Funktionen wie Note-Repeat, die Funktionsweise des Touch-Strips oder das Layout der Pads können hier eingestellt werden. Über das Layout „Keyboard“ beispielsweise, werden die Pads wie bei einer Klaviatur dargestellt. Die untere Reihe zeigt die weißen, die obere die schwarzen Tasten an. Auch 13 Skalen können hier definiert und die Root-Note festgelegt werden.

Editor
Über den Editor-Button wird bei Software-Instrumenten die Pianoroll geöffnet. Hier können nun Einstellungen wie Quantisierung getroffen werden. MIDI-Blocks lassen sich problemlos transponieren, in der Velocity verändern oder verschieben – ganz einfach über den Presonus Atom SQ.

User
Im User-Modus kannst Du unter anderem neue Spuren erzeugen und diese, wenn gewünscht, mit Melodyne bestücken. Auch Ansichten können hier geändert und verschiedene Editoren wie beispielsweise die Pianoroll oder das Notations-Menü geladen werden.

Alles in allem gestaltet sich die Bedienung von Presonus Studio One 5 mit dem Presonus Atom SQ denkbar einfach. Die einzelnen Funktionen sind selbsterklärend und die Anwendung intuitiv. Trotz der doch recht kompakten Bauweise vereint das Gerät alle wichtigen Eigenschaften eines MIDI-Keyboards und DAW-Controllers.

Der Presonus Atom SQ mit Logic Pro X

Um den Presonus Atom SQ als Bedienelement in Logic Pro X nutzen zu können, muss Du zuerst unter Bedienoberflächen ein neues Gerät hinzufügen. Wähle hier einfach ein Produkt aus der Liste, das beispielsweise „HUI“ unter Modul anzeigt. Versetze nun den Presonus Atom SQ unter Setup in den HUI-Modus. Jetzt kannst Du den Controller unter Logic nutzen.

Die Transportsektion funktioniert inklusive der Funktionen, die bei gedrücktem Shift-Button bereitstehen. Einzig das Metronom lässt sich nicht aktivieren. Hier kann jedoch immer noch zur Maus gegriffen werden. Die erste Seite des Song-Menüs stellt ebenfalls Bedienelemente für die DAW bereit. So kannst Du hier durch die Session navigieren sowie bei Spuren „Solo“, „Mute“ oder den „Record“-Modus aktivieren.

Besonders gut hat mir die Zoom-Funktion gefallen. Bei gedrückter Taste kannst Du hier einfach mit dem Main-Regler in das Arrangement hinein- bzw. hinauszoomen. Übrigens: auch der integrierte Arpeggiator funktioniert hier problemlos. Ein nettes Feature ist, dass das Logo unter dem Atom-Schriftzug grün leuchtet, sobald dieser mit einer anderen DAW als Studio One verbunden ist. Ansonsten kommt der Presonus Atom SQ in schickem blau daher. Funktionen wie Skalen und Pad-Layout können auch hier problemlos genutzt werden.

Der Presonus Atom SQ im Video!

Fazit zum Presonus Atom SQ Test

Mit dem Presonus Atom SQ bekommst Du einen MIDI-Controller an die Hand, der dir die Arbeit in deiner DAW erleichtert. Die durchdachten Funktionen sind in Presonus Studio One und Ableton Live noch umfangreicher. So kannst Du nahezu alle Einstellungen mit diesem kompakten Begleiter vornehmen, ohne die Maus zur Hand nehmen zu müssen. Auch der Bildschirm deines Rechners wird nicht mehr so oft in deinem Blickfeld sein.

Auch mit anderen DAWs funktioniert der Controller hervorragend. Zwar sind die Einstellmöglichkeiten nicht so umfangreich wie mit Presonus Studio One, das ist aber auch nicht zwingend notwendig. Da Taster frei mit Funktionen belegt werden können, zeigt sich die Bedieneinheit als wahrer Workflow-Optimierer. An der Verarbeitungsqualität gibt es nicht auszusetzen und auch die Bedienelemente machen einen hervorragenden Eindruck.

Die kompakte und leichte Bauweise macht den Presonus Atom SQ auch zu einem perfekten Begleiter für mobile Anwendungen. Alles in allem ist dieser hybride MIDI-Keyboard-/Pad-Performance- und Produkions-Controller eine wahre Bereicherung für jedes Studio.

Presonus Atom SQ Features

  • 32 anschlagsdynamische und druckempfindliche RGB-LED-Pads
  • 16 programmierbare Tasten
  • 8 Endlosregler
  • 1 zuweisbarer, multifunktionaler Touch-Strip
  • Integrierter Arpeggiator
  • LCD-Display
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Presonus Atom SQ Test

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