Nowsonic Isolator Test: Fast wie eine mobile Gesangskabine

Nowsonic Isolator Test

Im Nowsonic Isolator Test schauen wir diesem kompakten, leichten Utensil aus Schaumstoff und Metall unter die Haube - etwas überschwänglich könnte man es als Gesangskabine zum Aufsetzen auf ein Mikrofon bezeichnen

Was ist es?

Der Nowsonic Isolator ist ein kleiner Tubus aus schallabsorbierendem Schaumstoff und einer leichten Metallkonstruktion. Durch eine Aussparung an der Unterseite wird ein Mikrofon gesteckt. Die resultierende Abschirmung des Mikrofons von allen Seiten mit Ausnahme der Einsprechrichtung ermögliche »trockene« Aufnahmen ohne Nachhall, Flatterechos und unerwünschte Geräusche.

Vor die offene Seite, die zur Klangquelle zeigt, kann ein Popschutz in den Metallrahmen geschoben werden. Das Gewicht ist vernachlässigbar und die kompakten Maße erlauben einen einfachen Transport.


Passend dazu


Die wichtigsten Eigenschaften – Nowsonic Isolator

  • Absorber zum Aufstecken auf Mikrofone
  • Reduziert Raumschall & Nebengeräusche
  • Abnehmbarer Popschutz
  • Breite: 20 cm Ø
  • Höhe: 18 cm
  • Gewicht: 454 g

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Nowsonic Isolator Testbericht

Erster Eindruck und Aufbau

Die Verarbeitung ist gut – nennenswert besser geht das sicher nicht bei gleichzeitiger Wahrung des geringen Gewichts. Der Popschutz ist quasi die Tür zum Innenraum, die sich recht gut auf- und ab schieben lässt.

Meine zwei Testmikrofone waren die normal- bis leicht überdimensionierten Großmembran-Kondensatormikrofone Neumann U 87 Ai und Rode NT2-A. Ersteres ist noch etwas fülliger, passte aber dennoch ohne großes Zwängen durch die die Aussparung in der Unterseite des Nowsonic Isolator. Für kleinere Modelle liegt ein »Adapter« aus Schaumstoff bei – damit verringert sich der Durchmesser der Aussparung von rund fünf auf circa 4 cm. Kurzum: Fast alle gängigen Großmembran-Kondensatormikrofone werden passen, abgesehen von manchen dicken Röhrenmikros.

Mit einem Gewicht von ca. 450 Gramm ist die Vorrichtung so leicht, dass die Stabilität von Mikro + Spinne und Stativ gewährleistet bleibt. Auch ist es so kompakt, dass es für den mobilen Einsatz gut geeignet ist. Die Maße findest Du im Infokasten.

Vorderseite, Rückseite - Nowsonic Isolator Review

Vorder- und Rückseite im Nowsonic Isolator Test

Nowsonic Isolator in der Praxis

Die Preisfrage: Wie nah kommt man mit diesem Utensil tatsächlich an die Wirkung einer »mobilen Gesangskabine« heran, die der Hersteller verspricht? Zum Test platzierte ich die oben erwähnten Mikrofone in der Mitte eines akustisch unbehandelten Raums – rund 25 m² groß mit normaler Deckenhöhe, Laminat und normaler Möblierung.

Hier sind ein moderater Nachhall und leichte Flatterechos an der Stelle der Aufnahme zu hören. Alles in allem kein Extremfall, aber ungefähr vergleichbar mit einem eher kargen Homestudio.

Die Aufnahmen erfolgten selbstverständlich ohne Bearbeitung über ein hochwertiges XLR-Kabel direkt in einen der Mikrofonvorverstärker unseres bewährten Audio Interfaces RME Fireface 800.

Die Aufnahmen mit & ohne Nowsonic Isolator

Rode NT2-A / 20 cm Entfernung:

… mit Nowsonic Isolator:

Rode NT2-A / 30 cm Entfernung:

… mit Nowsonic Isolator:

Neumann U 87 Ai / 20 cm Entfernung

… mit Nowsonic Isolator:

Neumann U 87 Ai / 30 cm Entfernung

… mit Nowsonic Isolator:

Einschätzung

Stets werden Raumhall und Nebengeräusche nennenswert abgeschwächt. Den Hauptzweck eines »trockeneren« Sounds für Vocals & Co. erfüllt der Nowsonic Isolator also zweifellos. Man mag sich vielleicht noch eine stärkere Wirkung wünschen, aber das wäre in dieser kompakten, leichten und günstigen Konstruktionsform sicher nicht möglich.

Gleichzeitig ist eine leichte Verstärkung der hohen Bässe zu spüren – als würde der Nahbesprechungseffekt verstärkt. Bei manchen Aufnahmen ist mir das zu viel des Guten, auch weil der Sound nicht mehr so ungezwungen und durch Reflexionen im Inneren etwas gequetscht klingt. Eventuell könnten zartere Stimmen könnten dadurch wiederum etwas unterfüttert werden.

Last, but not least, ist der integrierte Popschutz zu loben. Er ist in dieser Form ungemein praktisch und leistet tadellos, was er soll.

Mi Popschutz, geöffnet - Nowsonic Isolator Test

Du kannst entscheiden, ob Du den in eine »Schiebtür« integrierten Popschutz nutzen willst

Übersicht Nowsonic Isolator Review

PRO

  • Je nach Mic & Entfernung subtile bis deutliche Minderung des Raumhalls
  • Gut funktionierender Popfilter zum Aufschieben
  • Passt auf die allermeisten Großmembran-Kondensatormikrofone
  • Das geringe Gewicht hält Mikrofon, Spinne und Stativ stabil
  • Kompakt und transportabel

CONTRA

  • Sound unter Umständen etwas zu basslastig und drückend

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Fazit zum Nowsonic Isolator Test

Der Nowsonic Isolator ist kompakt und leicht – der Transport ist mühelos und nach der Anbringung an Mikro + Spinne und Stativ bleibt die Stabilität der Konstruktion erhalten. Das gute Stück passt auf fast jedes Großmembran-Kondensatormikrofon, auch an kleine und schlanke dank Adapter.

Die Reduktion des Raumhalls ist nicht wegzudiskutieren. Somit ist der Hauptzweck erfüllt. Gleichzeitig werden die Bässe leicht verstärkt. Das kann erwünscht oder unerwünscht sein, in jedem Fall solltest Du dir darüber im Klaren sein.

Fest steht, dass diese Vorrichtung eine vernünftige Optimierung der Raumakustik durch Akustikelemente nicht ersetzen kann. Klar, die platzraubend und teuer, ist aber bei professionellen Lösungen unvermeidlich.

Zur Linderung von Raumschall und Nebengeräuschen ist der Nowsonic Isolator eine Überlegung wert, nicht zuletzt auch wegen seines gut funktionierenden integrierten Popschutzes und der Tatsache, dass Du ihn ganz leicht überallhin mitnehmen kannst. So beschließe ich meinen Nowsonic Isolator Test auf delamar mit guten vier von fünf Punkten.

Nowsonic Isolator – Video

Inhaltsverzeichnis // Nowsonic Isolator Test

  1. Was erwartet dich?
  2. Review
  3. Pro & Contra
  4. Fazit
  5. Wertung

GUT

Nowsonic Isolator am 11.02.2019

Produkt:      Nowsonic Isolator
Hersteller:    

Preis:  59,00 Euro
UVP:    70,21 Euro

Kurzfazit

Mikrofonaufsatz als »mobile Gesangskabine light«. Der Nowsonic Isolator reduziert Raumhall und Nebengeräusche, wobei der Bass ein wenig verstärkt wird (ähnlich wie beim Nahbesprechungseffekt). Die Vorrichtung passt auf passt jedes Großmembran-Kondensatormikrofon, ist leicht und kompakt. Wunder darf man nicht erwarten, aber als »erste Hilfe« fürs Recording in verhallten Räumen ist das Ganze sehr praktisch.

Für wen

Alle, die ein mobiles Utensil zur Abschwächung von Raumhall und Nebengeräuschen in ihren Mikrofonaufnahmen suchen.

Wichtige Merkmale
  • Absorber zum Aufstecken auf Mikrofone
  • Reduziert Raumschall und Nebengeräusche abseits der Einsprechrichtung
  • Mit integriertem Popschutz zum Aufschieben
  • Schaumstoff als absorbierende Material + Metallgehäuse
  • Breite: 20 cm Ø
  • Höhe: 18 cm
  • Innenraum: 10 cm hoch und 8,5 cm breit
  • Aussparung zum Aufsetzen auf das Mikrofon: 5 cm Ø
  • Adapter zum Verkleinern der Aussparung auf 4 cm Ø
  • Gewicht: 454 g
Lesermeinungen (1)

zu 'Nowsonic Isolator Test: Fast wie eine mobile Gesangskabine'

  • Andreas Franke   21. Feb 2019   16:21 UhrAntworten

    Ich besitze seit einiger Zeit ein baugleiches Produkt, dass unter der Marke "Alctron" und Modellbezeichnung PF8-Pro für 39,- verkauft wird. Meine Erfahrungen decken sich mit denen im Test. Man kann damit eigentlich nichts falsch machen.

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