MXR Turbo Tuner M400 Test
Stroboskop-Stimmgerät für dein Pedalboard

MXR Turbo Tuner M400 Test
Wirklich fix: Der MXR Turbo Tuner M400 im Test reagiert schnell und präzise.

Philipp Mahler Von Philipp Mahler am 28. Oktober 2026

MXR Turbo Tuner M400 Test-Fazit

4.5

DELAMAR
SCORE

Der MXR Turbo Tuner M400 ist ein sehr schnelles und präzises Stroboskop-Stimmgerät mit hervorragender Ablesbarkeit, flexiblen Presets und mehreren Bypass-Modi.

Der Tuner überzeugt im Test mit einer extrem schnellen Tonerkennung, exzellenter Stimmgenauigkeit und einem auch bei hellem Licht gut ablesbaren Display.

Er ist robust gebaut und eignet sich damit bestens für Bühne, Studio oder Proberaum.

Fünf programmierbare Presets, verschiedene Bypass-Betriebsarten und ein zusätzlicher 9-V-Stromausgang machen ihn vielseitig einsetzbar.

Nur die etwas fummelige Bedienung der erweiterten Funktionen trübt den ansonsten exzellenten Eindruck.

zum detaillierten MXR Turbo Tuner M400 Testfazit

PRO

  • Sehr schnelle Tonerkennung
  • Hohe Stimmgenauigkeit
  • Helles, gut ablesbares Display
  • 5 programmierbare Presets
  • Robuste Verarbeitung
  • Mehrere Bypass-Betriebsarten
  • 9 V Power Passthrough

CONTRA

  • Preset-Wechsel auf der Bühne umständlich

Für wen?
Gitarristen, Bassisten, Techs

Preis: 169,00 Euro
UVP: 169,00 Euro

Was ist es?

Der MXR Turbo Tuner M400 ist ein Stroboskop-Stimmgerät im Pedalformat für Gitarre und Bass. Es wurde in Zusammenarbeit mit Sonic Research entwickelt und basiert auf der Technik der bekannten Turbo Tuner.

Statt einer herkömmlichen Nadelanzeige zeigen kreisförmig angeordnete LEDs die Abweichung von der richtigen Tonhöhe durch eine Drehbewegung an. Je langsamer sich die Punkte bewegen, desto genauer ist das Instrument gestimmt. Der Hersteller gibt eine Genauigkeit von ±0,02 Cent an.

Neben einem chromatischen Modus stehen fünf programmierbare Presets für verschiedene Instrumente und Stimmungen bereit. Dazu gehören auch alternative Stimmungen und Drop-Tunings.

Das Display besitzt vier Helligkeitsstufen. Für den Einsatz auf dem Pedalboard lässt sich zwischen True Bypass und drei Buffered-Bypass-Betriebsarten wählen. Über einen zusätzlichen 9-Volt-Ausgang kann ein weiteres Effektpedal mit Strom versorgt werden.


PASSEND DAZU


5 MXR Turbo Tuner M400 Features

  • Stroboskop-Stimmgerät
  • 6 Stimm-Modi, davon fünf programmierbar
  • LED-Display mit vier Helligkeitsstufen
  • True Bypass & drei Buffered Bypass Betriebsarten
  • 9V-Passthrough

ANZEIGE


MXR Turbo Tuner M400 Test

Erster Eindruck vom Gitarrenstimmgerät

Der MXR Turbo Tuner M400 hat die typische Pedalgröße und passt damit auf jedes Pedalboard. Mit seinem Gewicht von knapp 250 Gramm liegt es voll im Rahmen für ein Bodeneffektgerät. Gegenüber einem Mini-Stimmgerät wie dem Ibanez BigMini benötigt er etwas mehr Platz auf dem Pedalboard.

Die Bedienelemente sind übersichtlich angeordnet: Ein Fußschalter und zwei kleine Pfeiltasten reichen für sämtliche Funktionen.

Ich musste mich zunächst etwas an die rotierenden LED-Punkte der Stroboskop-Anzeige gewöhnen. Das ging aber schnell. Für das normale Stimmen ist jedenfalls keine Bedienungsanleitung notwendig – einstecken, spielen, stimmen.

Übrigens ist die Displayabdeckung mit einer Schutzfolie versehen, die so wenig auffällt, dass weder ich noch unser Fotograf sie zunächst bemerkt haben.

MXR Turbo Tuner M400 Test
Stromzufuhr, Weiterleitung und der Zugang für den Software Editor über USB

Design & Verarbeitung

Das herstellertypische Metallgehäuse macht einen robusten Eindruck auf mich und dürfte auch den rauen Bühnenalltag problemlos überstehen. Die Verarbeitung ist sauber, der Fußschalter wirkt stabil und auch die seitlichen Klinkenbuchsen sind ordentlich integriert.

Wie kratzfest das Display tatsächlich ist, wird sich erst nach längerer Nutzung zeigen können.

Die beiden kleinen Taster links und rechts des Displays fallen etwas fummelig aus. Sie lassen sich sehr gut mit den Fingern bedienen, aber für den Einsatz mit dem Fuß sind sie nicht gedacht.

Batterie und Bypass-Schalter sitzen im Inneren des Gehäuses, die Du nur erreichst, wenn Du die Bodenplatte mit einem Schraubendreher entfernst.

Stromversorgung im MXR Turbo Tuner Test

Die Stromversorgung erfolgt über ein handelsübliches Netzteil (9 V, Gleichspannung, Minuspol innen) oder eine Blockbatterie mit 9 V. Ein Netzteil gehört nicht zum Lieferumfang, weswegen ich mein eigenes hierfür genutzt habe.

Der Stromverbrauch beim MXR Turbo Tuner liegt zwischen 48 und 73 mA, abhängig von der eingestellten Displayhelligkeit.

Es gibt einen zusätzlichen Stromausgang auf der Stirnseite, über den Du ein weiteres Effektpedal mit Strom versorgen kannst. Dafür verbindest Du beide Geräte mit einem passenden DC-Kabel und der M400 Turbo Tuner schleift die Stromversorgung des angeschlossenen Netzteils einfach durch.

So kannst Du zwei Pedale mit nur einem Netzteilanschluss betreiben, wenn das Netzteil genügend Strom für beide Geräte liefert und von Polarität und Gleichspannung passt.

MXR Turbo Tuner M400 Test
Hier wird die Gitarre an den Eingang angeschlossen

Anschlüsse

Daneben befindet sich ein USB-C-Anschluss, der für Firmware-Updates und die Verbindung mit der angekündigten Editor-Software bereitsteht. Zur Stromversorgung des Stimmgeräts kann er leider nicht herangezogen werden.

Seitlich am Tuner findest Du zwei 6,3 mm Klinkenbuchsen für den Ein- und Ausgang des Instrumentensignals.

Funktionsweise & Anzeige

Die kreisförmig angeordneten LEDs des MXR Turbo Tuner M400 zeigen die Abweichung von der richtigen Tonhöhe durch eine Drehbewegung an.

  • Ist der Ton zu hoch, drehen sich die Punkte im Uhrzeigersinn.
  • Ist der Ton zu tief, bewegen sie sich nach links gegen den Uhrzeigersinn.
  • Je größer die Abweichung, desto schneller die Drehung.
  • Ist die Saite richtig gestimmt, kommt die Bewegung nahezu zum Stillstand.

In der Praxis werden damit bereits kleinste Abweichungen sichtbar, die bei meinem Clip On Tuner nicht mehr erkennbar waren.

MXR Turbo Tuner M400 Test
An der linken Seite befindet sich der Ausgang.

Stimm-Modi & Presets

Das Stimmgerät bietet sechs Stimm-Modi:

  • chromatischer Modus
  • Gitarre
  • Bass
  • drei weitere Presets (C1 bis C3)

Während der chromatische Modus alle zwölf Halbtöne erkennt, zeigen die Instrumenten-Modi die jeweilige Saitennummer an.

Fünf der Presets sind frei programmierbar und unterstützen Instrumente mit bis zu zwölf Saiten. Damit kannst Du Standardstimmungen, Drop-Tunings und individuelle Saitenstimmungen speichern. Ab Werk findest Du Drop D und die Standardstimmung für einen sechssaitigen Bass.

Zusätzlich lassen sich beim Flat Tuning alle Saiten gemeinsam um bis zu neun Halbtöne nach unten stimmen. Im sogenannten Open-Tuning-Modus kannst Du jede Saite um bis zu 50 Cent nach oben oder unten korrigieren.

Auch die Referenztonhöhe lässt sich von 300 bis 599,9 Hz in Schritten von 0,1 Hz verändern.

Außerdem kannst Du eigene Temperierungen erstellen, bei denen Du die zwölf chromatischen Töne einzeln anpasst. Diese Korrekturen gelten dann für alle Vorkommen des jeweiligen Tons, unabhängig von Saite und Oktavlage.

Alle genannten Einstellungen können am MXR Turbo Tuner als Preset gespeichert werden und lassen sich danach über die beiden Pfeiltasten wieder aufrufen. Das funktioniert technisch sehr gut, aber wenig komfortabel ohne den Software Editor (der mir zum Zeitpunkt des Tests nicht zur Verfügung stand).

Die Presets wechselst Du über eine der Pfeiltasten, die im Dunkel einer Bühne nur umständlich zu finden sein wird und nur mit der Hand zu bedienen ist. Ich hätte mir hierfür einen zweiten Fußschalter gewünscht – wobei ich auch mit dem chromatischen Modus bestens auskomme.

In der Praxis mit dem MXR Turbo Tuner

Das Display gefällt mir ausgesprochen gut, denn die LEDs sind schön hell und die Bewegung aus größerer Entfernung gut zu erkennen. Selbst bei hellen Lichtverhältnissen hatte ich keine Probleme mit der Ablesbarkeit und über die vier Helligkeitsstufen lässt sich die Anzeige an die Umgebung anpassen.

In der Mitte des Displays wird je nach gewähltem Modus entweder der erkannte Ton oder die Saitennummer angezeigt. Die Darstellung ist übersichtlich und lässt sich auch im Stehen gut erfassen.

Besonders beeindruckt hat mich, wie präzise die LEDs selbst kleinste Stimmabweichungen anzeigen. Wie ich bemerkt habe, muss die Anzeige nicht vollständig stillstehen, um eine genaue Stimmung zu erreichen.

Ein schönes Beispiel dafür war die Arbeit an der Oktavreinheit an zwei meiner Gitarren, die ich zuvor mit einem anderen Stimmgerät zufriedenstellend eingestellt hatte. Mit dem M400 konnte ich die Intonation beim erneuten Einstellen noch einmal hörbar verbessern.

Wie schnell ist das Stimmgerät?

Der Tuner reagiert grandios schnell und erkennt angeschlagene Töne gefühlt in Echtzeit. Beim Gitarre stimmen folgt die Anzeige jeder Tonhöhenänderung nahezu ohne Verzögerung. Beim Hoch- und Herunterstimmen reagiert die Anzeige sehr direkt, was den gesamten Stimmvorgang angenehm schnell gestaltet.

Auch tiefe Bassnoten und verschiedene Drop-Stimmungen erkannte der M400 in meinem Test zuverlässig. Als Vergleich standen mir der eingebaute Tuner meines Kempers, ein Ibanez BigMini und ein Korg Clip-on-Stimmgerät zur Verfügung.

True Bypass, Buffer & Signalqualität

Ab Werk ist der True Bypass Modus eingestellt und das Signal der Gitarre wird bei deaktiviertem Tuner direkt durchgeschleift. Wenn Du den Tuner einschaltest, schaltet dieser den Ausgang automatisch stumm und Du stimmst lautlos.

Alternativ kann ein integrierter Buffer aktiviert werden, der Höhenverluste verhindern soll. Diese können bei langen Kabelwegen oder größeren Pedalboards auftreten.

Im Modus mit Buffered Bypass stehen gleich drei Betriebsarten zur Auswahl:

ModusFußschalterAudiosignal
DefaultTuner ein/ausBei aktivem Tuner stumm
PassthroughTuner ein/ausImmer hörbar
MonitorAudioausgang stumm/aktivTuner bleibt dauerhaft eingeschaltet

Wenn das Stimmgerät dauerhaft aktiv bleibt, kannst Du die Stimmung jederzeit kontrollieren, ohne deinen Gig dabei zu unterbrechen.

Um zwischen True Bypass und Buffered Bypass umzuschalten, musst Du die Bodenplatte des MXR Turbo Tuner abschrauben. Erst dann findest Du den entsprechenden Schalter im Gehäuseinneren.

Die drei Buffered-Betriebsarten lassen sich dagegen über den Fußschalter und die rechte Pfeiltaste auswählen.

Im Vergleich & Alternativen

Der MXR Turbo Tuner M400 basiert auf dem Sonic Research ST-300 und bietet zusätzlich einen schaltbaren Buffer sowie eine einstellbare Displayhelligkeit.

Der Peterson StroboStomp HD setzt dagegen auf ein großes Farbdisplay und bietet zahlreiche vorprogrammierte Sweetened Tunings.

Der TC Electronic PolyTune 3 ist günstiger und kann alle Gitarrensaiten gleichzeitig anzeigen. Auch er erreicht im Strobe-Modus laut Hersteller eine Genauigkeit von ±0,02 Cent.

Unterstütze unsere Arbeit mit einem Kauf bei Thomann*

* Affiliate Link: Du bezahlst den normalen Preis und wir erhalten eine Provision, wenn Du etwas kaufst. Danke!

MXR Turbo Tuner M400 Test-Fazit

Der MXR Turbo Tuner M400 punktet mit sehr schneller Tonerkennung bei exzellenter Stimmgenauigkeit. Das helle Display lässt sich auch aus größerer Entfernung gut ablesen und die programmierbaren Presets sind für Gitarristen mit wechselnden oder individuellen Stimmungen wichtig.

Besonders beeindruckt hat mich, dass ich mit dem Stimmgerät die Oktavreinheit zweier bereits eingestellter Gitarren noch einmal hörbar verbessern konnte. Auch tiefe Bassnoten und alternative Stimmungen erkennt der M400 problemlos.

Die erweiterten Einstellungen sind am Gerät etwas fummelig zu bedienen. Für die meisten Käufer dürfte das aber kaum ins Gewicht fallen.

Angesichts seines Straßenpreises gehört der M400 nicht zu den günstigen Stimmgeräten am Markt. Wer seine Gitarre nur gelegentlich zuhause in Standardstimmung bringt, benötigt diese Präzision und Flexibilität vermutlich nicht. Wer auf der Bühne steht und schnell handeln muss oder mit individuellen Stimmungen arbeitet, findet hier den richtigen Partner.

Alles in allem bekommst Du hier einen hervorragenden Tuner für Bühne, Studio und dein Gitarren-Setup. Von meiner Seite aus gibt es eine sehr gute Wertung im MXR Turbo Tuner M400 Test.

Features MXR Turbo Tuner M400 Review

  • Hersteller: MXR
  • Stroboskop-Stimmgerät für Gitarre und Bass
  • Genauigkeit von ±0,02 Cent
  • Kreisförmige LED-Anzeige mit vier einstellbaren Helligkeitsstufen
  • 6 Stimm-Modi: Chromatisch, Gitarre, Bass und 3 benutzerdefinierte Presets
  • Fünf programmierbare Presets für Standardstimmungen, Drop-Tunings und alternative Stimmungen
  • Transponierung der Stimmungen um bis zu neun Halbtöne nach unten
  • Individuelle Korrektur einzelner Saiten um bis zu ±50 Cent für Sweetened Tunings
  • Einstellbare Referenztonhöhe von 300 bis 599,9 Hz in Schritten von 0,1 Hz
  • True Bypass und schaltbarer Buffered Bypass mit drei Betriebsarten
  • Lautloses Stimmen und permanente Tonhöhenkontrolle je nach Betriebsart
  • 6,3-mm-Klinkeneingang und -ausgang für Instrumentensignale
  • 9-V-Stromversorgung über Netzteil oder Blockbatterie
  • Zusätzlicher 9-V-Ausgang zur Stromversorgung eines weiteren Effektpedals
  • USB-C-Anschluss für Firmware-Updates und Editorsoftware
  • Robustes Metallgehäuse mit Fußschalter und zwei Bedientastern

MEHR ZUM THEMA

ANZEIGE

EMPFEHLUNGEN