MOTU UltraLite-mk5
Anschlussheld für Homestudio & Bühne

motu ultralite mk5 test

Im MOTU UltraLite-mk5 Test überrascht nicht nur die Anschlussvielfalt.

Was ist es?

Das MOTU UltraLite-mk5 ist ein kompaktes Audio Interface der oberen Mittelklasse. Mit insgesamt 19 analogen Anschlüssen hält es verhältnismäßig viele Ein- und Ausgänge bereit. Dazu gesellen sich noch ADAT/Toslink-, S/PDIF- und MIDI-Schnittstellen. Und das alles bei halber Rack-Breite.

Über das Display des MOTU UltraLite-mk5 werden ein- und ausgehende Pegel angezeigt. Zudem ist es hierüber möglich, grundlegende Einstellungen vorzunehmen. Mehr Kontrolle und Fernsteuerbarkeit bietet die enthaltene Software CueMix 5. Nicht zuletzt ist das Gerät hiermit fürs Recording wie für Bühnenanwendungen gleichermaßen geeignet.


Passend dazu


MOTU UltraLite-mk5 Features

  • Abtastraten: 44,1, 48, 88,2, 96, 176,4, 192 kHz
  • Anschlüsse:
    • 2 x Kombi-In
    • 6 x 6,3-mm-Line-Eingänge
    • 10 x 6,3-mm-Line-Ausgänge
    • 1 x ADAT-Bank
    • 1 x S/PDIF
    • 1 x USB-C
    • MIDI-In, MIDI-Out
    • Kopfhörerausgang & Netzanschluss
  • Abmessungen: 22 x 17,5 x 4,5 cm
  • Gewicht: 1,32 kg
  • Enthaltene Software: CueMix 5, MOTU Performer Lite, 6 GB Loops und Sounds von Big Fish Audio, LucidSamples, Loopmasters und MOTU


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MOTU UltraLite-mk5 Testbericht

MOTU UltraLite-mk5: Was ist neu?

MOTU ging mit seinen Audio Interfaces schon immer mit der Zeit. Kein Wunder, dass die beliebten Geräte des US-amerikanischen Herstellers in regelmäßigen Abständen upgedatet werden.

Seit der letzten Generation des UltraLite sind gut fünf Jahre ins Land gezogen. In technologischen Maßstäben gemessen ist das eine recht große Zeitspanne. Vor allem das USB-C-Format hat sich währenddessen immer mehr durchgesetzt.

Ein guter Anlass, dem UltraLite-mk5 genau diese Schnittstelle zu verpassen – und der altgedienten USB-2.0-Buchse Lebewohl zu sagen. Gerade hinsichtlich des bereits lange unüberschaubaren Adapterwahnsinns für Apple-Produkte macht das also Sinn.

Was sich einem jedoch nicht ganz erschließt, ist das Latenzparadoxon. Wo das mk4 noch mit einer Verzögerung von 1,83 beziehungsweise 1,84 ms von Eingang zu Ausgang vermarktet wurde, sind es nun 2,4 ms – beides gemessen bei 96 kHz mit einem Puffer von 32 Samples. Nichtsdestotrotz hat die aktuelle Produktversion selbstredend eine geringe Latenz – in diesen Bereichen kaum bis gar nicht spürbar.

Eine weitere große Neuerung ist das Display. Dieses ist nun schlicht schwarz-weiß anstatt blau hintergrundbeleuchtet. Außerdem werden die Kanalbezeichnungen (beispielsweise „MIC“ und „MAIN“) nicht mehr auf dem kleinen Bildschirm abgebildet, sondern sind unterhalb aufdruckt. Neu ist ebenfalls der Aufdruck an der linken Seite, der eine Pegelskala abbildet.

So viel zu den Neuerungen in unserem MOTU UltraLite-mk5 Test. Das Audio-Interface hält auf engstem Raum eine kaum vergleichbare Vielfalt an Anschlüssen bereit. Schauen wir uns das kleine Gerät also von vorne an.

Erster Eindruck

Die Hülle des MOTU UltraLite-mk5 besteht komplett aus Metall. Selbst die Front- und Rückblenden. Verwendet wurde hierfür ein mattschwarzes Finish, das bei entsprechendem Lichteinfall ein wenig glitzert.

Einzig das OLED-Display, die Bedienelemente an der Vorderseite und die entsprechenden Anschlüsse bestehen aus Kunststoff. Ebenso die vier Gummifüßchen an der Unterseite, die selbst auf glatten Oberflächen recht viel Grip bieten.

Die relevanten Abmessungen des MOTU UltraLite-mk5 sind eine Höheneinheit zu halber Rack-Breite. Mit einem der beiden optional erhältlichen Montage-Kits lässt es sich ins Recording-Rack schrauben. Es hätte somit sogar genügend Platz für ein weiteres Gerät mit den gleichen Proportionen neben sich.

Wie für MOTU üblich ist das UltraLite-mk5 vorbildlich verarbeitet. Alle Buchsen und Bedienelemente sitzen fest im beziehungsweise am Gehäuse. Die drei Encoder an der Front sind sogar mit richtig dicken Achsenstift aus Metall bestückt. Da können sich einige Hersteller eine Scheibe abschneiden.

Der Bildschirm wirkt sehr aufgeräumt, unaufdringlich und ruhig. Da nur die weißen Pixel auf schwarzem Hintergrund beleuchtet sind, sieht man sofort, was dort passiert – egal, in welchem Winkel man draufschaut.

MOTU UltraLite-mk5 test

Das MOTU UltraLite-mk5 hält auf engstem Raum eine Vielzahl an Anschlüssen bereit.

Das Zusammenspiel von Encoder und Display

Alle drei Encoder am MOTU UltraLite-mk5 sind sowohl für die Lautstärke- beziehungsweise Gain-Regelung als auch für die Bedienung des Bildschirms zuständig. Der linke davon steuert die Lautstärke des Main- und des Kopfhörerausgangs. Ein kurzes Drücken des Reglers erlaubt es, zwischen „Main“ und „Phones“ zu wechseln.

Wenn auf dem Bildschirm ein Kopfhörersymbol zu sehen ist, wird die Kopfhörerlautstärke geregelt – ansonsten die der Main-Outputs.

Übrigens: Einen Netzschalter sucht man am MOTU UltraLite-mk5 vergeblich. An- und ausgeschaltet wird das Gerät durch längeres Gedrückthalten des linken Encoders.

Der mittlere und rechte Encoder passt den Gain-Wert der dazugehörigen Kombi-Eingänge links an der Front an. Außerdem gelangt man durch Drück des rechten Drehgebers ins Menü und mithilfe des mittleren wieder zurück.

Sobald an einem der Encoder gedreht wird, zeigt das Display den aktuellen Wert in dB an. Praktisch ist bei den Kombi-Ins, dass kleine Pfeile das Einpegeln erleichtern, da sie auf „–12 dB“ hinweisen. Wenn eines der Mic-Gain-Fenster offen ist, kann dieses durch Drücken eines der beiden Gain-Regler angeheftet werden. Durchaus praktisch.

In der Spalte „Status“ ganz rechts werden noch die wichtigsten Daten eingeblendet. Dazu gehören beispielsweise Abtastrate und Clock-Source.

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Anschlussvielfalt des MOTU UltraLite-mk5

Motu hat dem UltraLite-mk5 so viele Anschlüsse verpasst, wie an dem Gehäuse Platz hatten. Neben den erwähnten Kombi-Ins und einer Kopfhörerbuchse an der Front finden sich weitere Anschlüsse an der Rückseite.

Sechs Line-Ins und zehn Line-Outs komplettieren das MOTU UltraLite-mk5 auf der analogen Seite. An digitalen Anschlüssen ist neben der bereits erwähnten USB-C-Schnittstelle jeweils ein In und ein Out für S/PDIF, optische Anschlüsse und MIDI zu finden.

Summa summarum kann das MOTU UltraLite-mk5 also 18 Eingänge und 22 Ausgänge simultan verwalten. Zumindest bei einer Abtastrate von bis zu 48 kHz. Wenn diese höher ist, reduziert sich die Anzahl der übertragbaren ADAT-Kanäle entsprechend.

Apropos: Alle relevanten Samplerates zwischen 44,1 kHz und 192 kHz werden hier unterstützt. Und noch eine Zusatzbemerkung: Die optischen Anschlüsse lassen sich von ADAT (acht Kanäle) auf Toslink/S/PDIF (zwei Kanäle) umschalten. Mit all diesen Optionen ist das MOTU UltraLite-mk5 wirklich sehr flexibel.

MOTU UltraLite-mk5 test

Das MOTU UltraLite-mk5 lässt sich über die Software CueMix 5 komplett fernsteuern.

Eine Vielzahl von Optionen

Grundlegende Einstellungen lassen sich am MOTU UltraLite-mk5 direkt am Gerätedisplay einstellen. Noch tiefer in die Materie kann man mit der kostenlosen Software CueMix 5 eintauchen, die für iOS, macOS und Windows erhältlich ist.

Über CueMix5 kann das Routing und Monitoring verändert werden. Mehr noch, das ganze Audio Interface wird hierüber fernsteuerbar – und zwar mit all seinen Parametern. Genauso ist das Abspeichern und Aufrufen von Presets möglich.

Wo direkt am Gerät über Tasten ein Pad und eine Phantomspeisung für die Kombi-Ins aktiviert werden, verfügt die Software zusätzlich über einen Phasendreher. Das war aber nicht alles, denn für jeden Kanal kann ein Equalizer, ein Gate und ein Kompressor aktiviert werden. Für die Mixes, auf die wir gleich zu sprechen kommen, steht noch ein Hallgerät zur Verfügung.

Ob das Signal vor der Bearbeitung oder danach in Richtung Computer geschickt wird, lässt sich für jeden Eingang separat bestimmen. Genauso der Pegel von Line-Eingängen und -Ausgängen kann hier bestimmt werden.

Die Möglichkeit, insgesamt sechs verschiedene Mixes zu erstellen, reicht weit über die Funktionalität eines Recording-Interfaces hinaus. MOTU preist das UltraLite-mk5 nicht umsonst für Studio- wie für Bühnenanwendungen an.

Sprich, mithilfe eines iOS-Gerätes wird das MOTU UltraLite-mk5 zum kleinen Digitalmixer für die Bühne.

MOTU UltraLite-mk5 test

Im MOTU UltraLite-mk5 Test stellt sich ein kompaktes Audio Interface mit einer Vielzahl von Anschlüssen vor.

Mehr zum MOTU UltraLite-mk5

MOTU ist bekannt für seine extrem sauber arbeitenden Vorverstärker und Wandler. Das gilt uneingeschränkt für das UltraLite-mk5. Dem ist nicht viel hinzufügen, außer dass es hier klangtechnisch wirklich nichts zu beanstanden gibt.

Kurz zu ein paar Werten: An den Mikrofoneingängen wird ein Dynamikbereich von 115 dB geboten – das Signal kann dabei um ganze 74 dB verstärkt werden. An den Line-Ausgängen beträgt dieser Bereich 120 dB und an den Line-Ausgängen sogar 125 dB. Hier ist das Grundrauschen quasi nicht hörbar.

Um direkt mit dem MOTU UltraLite-mk5 loslegen zu können, spendiert der Hersteller noch einiges an Software. Dazu zählt die hauseigene DAW MOTU Performer Lite mit über 100 virtuellen Instrumenten.

Auch 6 GB an Loops und Samples sind enthalten. Genauer genommen handelt es sich hierbei um Software von Big Fish Audio, LucidSamples und Loopmasters. Gerade für Musiker, die „In-the-Box“ produzieren möchten, dürfte das genug Input für jahrelanges Tüfteln sein.

Fazit zum MOTU UltraLite-mk5 Test

Im UltraLite-mk5 Test haben wir eine sinnvolle Überarbeitung des geschätzten Audio Interfaces von MOTU auf Herz und Nieren geprüft. Zwar hat sich die Latenzzeit ein wenig verschlechtert, dennoch tut das keinen wirklichen Abbruch in der Performance des Geräts, da diese immer noch sehr gering ist.

Zwar bietet das Gerät selbst nur zwei Mikrofoneingänge, durch seine digitalen Anschlüsse aber hält es genügend I/Os bereit, um über externe Mikrofonvorverstärker selbst ein aufwändig mikrofoniertes Schlagzeug oder eine kleine Band aufnehmen zu können.

Abseits der Einsatzmöglichkeiten im Homestudio wird das MOTU UltraLite-mk5 mit CueMix 5 zum Digitalmixer für Auftritte mit kleinerem Besteck. Möglich sind dabei bis zu sechs verschiedene Mixes – beispielsweise einen für die PA und fünf In-Ear-Mischungen für die Musiker.

Gerade Musiker und Tonkutscher, die ein kompaktes Audio Interface mit so viel Anschlüssen wie möglich suchen, werden um das MOTU UltraLite-mk5 kaum herumkommen.

MOTU UltraLite-mk5 Features

  • Abtastraten: 44,1, 48, 88,2, 96, 176,4, 192 kHz
  • Mic-/Guitar-Eingänge: 2 x Kombi-In (1 MΩ Impedanz)
  • Analog-Eingänge: 6 x 6,3-mm-Line-Eingänge (symmetrisch/unsymmetrisch)
  • Analog-Ausgänge: 10 x 6,3-mm-Line-Ausgänge (symmetrisch, galvanisch getrennt)
  • Digitale Ein:/Ausgänge: 1 Bank (8 Kanäle) ADAT optisch bei 1x Abtastrate, 1 x Bank (4 Kanäle) SMUX bei 2x Abtastrate, umschaltbar auf Stereo S/PDIF optisch & 1 x S/PDIF-Cinch-Eingang/-Ausgang
  • Ein/Ausgänge gesamt: 18 Ein-/22 Ausgänge (40 insg.) bei 1x Abtastrate, 14 Ein-/18 Ausgänge (32 insg.) bei 2x Abtastrate, 8 Ein-/12 Ausgänge (20 insg.) bei 4x Abtastrate
  • Computer-Anschluss: 1 x USB-C 2.0 Audio Class Compliant/USB 3.0 und iOS-kompatibel
  • Computer-Ein/Ausgangskanäle: 64 Ein-/Ausgänge bei 1x (44,1 bis 48 kHz), 32 Ein-/Ausgänge bei 2x (88,2 bis 96 kHz), 24 Ein/Ausgänge bei 4x (176,4 bis 192 kHz)
  • MIDI-Eingänge/-Ausgänge: 1 x MIDI-In, 1 x MIDI-Out & 16 MIDI-Kanäle zu und vom Computer
  • Kopfhörerausgang: 1 x 6,3-mm-Stereoklinke (zuweisbar)
  • Phantomspeisung: 2 x individuell +48V
  • Stromversorgung: externe 12–18 V Stromversorgung, max. 1,0 A
  • Frontseite: 2 x Kombi-Ins, 1 x 6,3-mm- Kopfhöreranschluss, 3 x Drehregler, 2 x Pad, 2 x Phantomspeisung & hochauflösendes OLED-Display
  • Abmessungen: 22 x 17,5 x 4,5 cm
  • Gewicht: 1,32 kg
  • Systemvoraussetzungen Macintosh: Intel Core i3 Mac oder schneller (inkl. M1-Macs), 4 GB RAM (8 GB oder mehr empfohlen), macOS 10.13 oder höher, verfügbarer USB-Anschluss, große Festplatte (min. 500 GB empfohlen)
  • Systemvoraussetzungen Windows: Intel Core i3 PC (oder AMD-Äquivalent), 4 GB RAM (8 GB oder mehr empfohlen), Windows 10, verfügbarer USB-Anschluss, große Festplatte (min. 500 GB empfohlen)
  • Class Compliant Support: Class Compliant USB-Audio-kompatibel für Mac und iOS (keine Treiber nötig)
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MOTU UltraLite-mk5 Test

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