Mackie Tracktion 3 Test

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Mackie Tracktion 3

Mackie Tracktion 3 im Test - Die Benutzeroberfläche


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Mackie Tracktion 3 Testbericht

Installation von Mackie Tracktion 3

Die Installation von Mackie Tracktion 3 Ultimate Bundle dauerte verhältnismäßig lange, was bei der Menge an mitgelieferter Software eigentlich auch kaum verwunderlich ist. Das Ultimate Bundle umfasst so ziemlich alles, was für einen erfolgreichen Start in die Producer-Karriere am Computer erforderlich ist: den Sequencer selbst, virtuelle Instrumente und eine Reihe von Effekt-Plugins, die die wichtigsten Bedürfnisse des frischgebackenen Produzenten befriedigen. Wenn man den aktuellen Straßenpreis von Mackie Tracktion 3 bedenkt, ist dieses Sammelsurium von Tools schon alleine den Kauf wert.

Mackie Tracktion 3

Das Mackie Tracktion 3 Ultimate Bundle


Das i-Tüpfelchen auf dem Mackie Tracktion 3 Ultimate Bundles ist das fast vier Stunden (!) lange Tutorial-Video, in dem uns ein freundlicher Mackie-Mitarbeiter alles Wichtige zu Mackie Tracktion mitteilt. Leider ist das Tutorial nur in englischer Sprache beigefügt, was diese Beigabe für den ein oder anderen, der des Englischen nicht ganz so mächtig ist, relativieren mag. Anderererseits darf man nicht vergessen, dass andere Sequencer-Hersteller sich solche Videos teuer bezahlen lassen.

Die Registrierung des Programms bei Mackie ist notwendig und muss im Übrigen online erfolgen, wobei dies auch über einen anderen, zweiten Rechner geschehen kann. Ein Anschluss des Studiorechners an das Internet ist somit nicht erforderlich.

Erster Eindruck

Mackie hat nicht umsonst einen guten Ruf, was die Benutzerfreundlichkeit seiner Produkte angeht: Beim ersten Starten von Mackie Tracktion 3 geht ein Assistent auf, der den Nutzer geschwind durch die wichtigsten Einstellungen, wie zum Beispiel die Auswahl der Soundkarten-Treiber, führt. Das lästige Suchen nach verborgenen Menüeinträgen, das man von manch anderer Software her kennt, entfällt und bei Beenden des Assistenten kann man auch sofort mit dem Musik machen loslegen.

Mackie Tracktion 3 ist mit seinem Single-Page-Design und der relativ schlicht und übersichtlich gehaltenen Optik vor allem Geschmackssache. Single-Page-Design bedeutet hier im Übrigen, dass alle wichtigen Funktionen über eine einzige Anzeigen-Ebene erreicht werden können (siehe auch Abbildung). Das ist ebenfalls sicherlich Geschmackssache, bietet aber natürlich eine gewisse Übersicht und sollte bei den heutigen Monitorauflösungen kein Problem mehr darstellen.

Sehr gut haben mir die Tooltips gefallen, die auftauchen sobald man die Maus über bestimmte Bereiche des User Interfaces bewegt. Nutzer, die Mackie Tracktion 3 (wie ich) zum ersten Mal nutzen, werden das mögen und das Programm dadurch schnell erlernen können. Alte Hasen werden diese wohl eher als aufdringlich empfinden und sie bald über das Hilfe-Menü abschalten.

Mitgelieferte Software

Die bei Mackie Tracktion 3 Ultimate Bundle mitgelieferte Software darf als wirklich umfassend, geradezu komplett bezeichnet werden. Ich vermute, dass viele Käufer des Programms nichts Essentielles vermissen und sich auf lange Sicht gut eingedeckt fühlen werden. Ich jedenfalls war begeistert von diesem Umfang und hätte mir zu Beginn meiner Produzentenzeit eine solche Vielfalt an Möglichkeiten gewünscht.

Folgende Plugins sind im Mackie Tracktion 3 Ultimate Bundle dabei:

  • SampleTank 2 SE – Software-Sampler mit 100 Sounds
  • Amplitube – Amp- und Effektmodulator für (E-) Gitarre und Bass
  • R.A.W. Loops – 2000 Apple/Rex Loops inkl. 1 GB Audio-Loops
  • DrumCore TK – Drumloop-Player inkl. 2 GB Loop-Material (nur über ReWire)
  • Garritan Personal Orchestra – 800 MB Orchester
  • LinPlug Alpha 3 – Software-Synthesizer
  • LinPlug Cronox3 – Software/Sample-Synthesizer
  • LinPlug RM IV – virtuelle Drum-Machine

Von Hersteller Mackie selbst gibt es obendrauf noch eine Menge Effekt-Plugins für das Mixing und Mastering, die alle wichtigen Bereiche wie Reverb, Delay, Dynamik-Prozessoren etc. abdecken.

Es darf nicht unerwähnt bleiben, dass sämtliche bei Mackie Tracktion 3 mitgelieferten Effekte und virtuellen Instrumente sich leider nicht außerhalb von Tracktion verwenden lassen. Das gilt natürlich nicht für die mitgelieferten Samples und Loops, die naturgemäß auch in jedem anderen Sequencer genutzt werden können.

Die Oberfläche

Das Mackie Tracktion 3 Projektfenster, in dem alles rund um die Musikproduktion stattfindet, ist in die drei verschiedene Bereiche gegliedert. Der erste Bereich stellt das Arrangement-Fenster dar und wurde prominent in der Mitte des Bildschirms platziert. Es beansprucht logischerweise den meisten Platz auf dem Monitor und kann, wie alle anderen Bereiche in Mackie Tracktion 3 auch, in der Größe verändert werden. Links vom Arrangement-Fenster befindet sich die Anzeige der Spur-Inputs und rechts davon das so genannte Filter-Panel. Zusammengenommen ergeben die drei Teile Track-Input-Panel, Arrangement und Filter-Panel eine einfache, optische Darstellung des Signalflusses.

Mackie Tracktion 3

Der Loop-Browser in Mackie Tracktion 3

Loop Browser

Auf der linken Seite des Bildschirms befindet sich der Loop-Browser, der neu in Mackie Tracktion 3 ist. Der Loop-Browser ist thematisch nach musikalischen Genres, Instrumenten und Stichwörtern gegliedert, was das Auffinden von geeigneten Samples aus dem mitgelieferten Material schön einfach gestaltet. Wenn man das eigene Sample- und Loop-Material durchforsten möchte, wird man allerdings schnell den nicht vorhandenen Datei-Browser vermissen.

Beim Vorhören der Loops gibt sich Mackie Tracktion 3 keine Blöße und spielt das Material im Songtempo und rhythmisch sinnvoll getriggert ab. Das Aussuchen neuer Loops, die sich gut in das Projekt einfügen, wird dadurch zum Kinderspiel.

Der dritte und letzte Bereich des Projekt-Edit-Fensters befindet sich im unteren Teil von Mackie Tracktion 3 und beherbergt verschiedene Funktions-Buttons, das Fenster mit der Detailansicht angeklickter Elemente und den Transportbereich sowie den hierin eingegliederten Master-Bereich.

Die Handhabung

Das Handling in Mackie Tracktion 3 ist vor allem eins: benutzerfreundlich. Die meisten Funktionen sind auch ohne das Wälzen einer Bedienungsanleitung schnell zu erfassen bzw. selbsterklärend und das Arbeiten mit dem Programm führt schnell zu vorzeigbaren Ergebnissen

Ich möchte an dieser Stelle auf die pfiffige Lösung zum Einfügen von Effekten bzw. virtuellen Instrumenten, die von Mackie irreführenderweise „Filter“ genannt werden, hinweisen. Durch ein einfaches Drag-and-Drop des Buttons „New Filter“ an die gewünschte Stelle im Signalfluss / Kanal, können Effekte und Instrumente fix eingefügt werden. Nach dem Loslassen der Maustaste öffnet sich ein Menü, in dem alle für die Spur verfügbaren Effekte aufgeführt werden und aus dem man das gewünschte Plugin auswählen kann. Tracktion-eigene Filter werden nach dem Einfügen in der Detailansicht unter dem Arrangement angezeigt, während externe Plugins in einem eigenen Fenster platziert werden.

Wie Mackie schon in der Werbung sagte, werden keine endlosen Menüs für die Funktionen benötigt. Fein!

Effekt-Racks

Ein überaus nettes Feature sind die so genannten Racks, die es dem Nutzer von Mackie Tracktion 3 erlauben, Kombinationen mehrerer Effekte in einem einzigen Preset (Rack) abzuspeichern (im Übrigen ein Feature, das gestandene Sequencer wie Cubase 4 erst mit der neuesten Version gelernt haben). Effekt-Racks können sowohl virtuelle Instrumente als auch normale Effekte sowie eine Kombination derselben aufnehmen.

Mackie Tracktion 3 Testbericht

Der Signalfluss für MIDI- und Audio-Daten kann innerhalb eines Racks gesondert geroutet werden und auch komplexe Routings können somit leicht realisiert werden. Das Einfügen von Effekt-Racks erfolgt schliesslich auf demselben Wege wie beim Einfügen normaler Effekte auch mit einem Drag-and-Drop.

Mackie Tracktion 3 Fazit

Natürlich kann ein Testbericht wie dieser nur die wichtigsten Features und Funktionen einer so komplexen DAW wie Mackie Tracktion 3 anreißen. Dennoch seien zumindest am Rande noch die neuen Ordner-Spuren, die Freeze-Funktion und die Möglichkeit Automationen aufzunehmen und wiederzugeben erwähnt.

Mackie Tracktion 3 ist ein einfach zu nutzender, benutzerfreundlicher MIDI- und Audio-Sequencer, der mit allen wichtigen Funktionen ausgestattet wurde und bei einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis nicht nur Einsteiger lange begeistern kann.


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Mackie Tracktion 3 Testbericht am 03.12.2007

Produkt:      Mackie Tracktion 3
Hersteller:    

Preis:   Euro
UVP:     Euro

Kurzfazit

Eine DAW für Einsteiger. Mackie Tracktion 3 ist ein einfach zu nutzender, benutzerfreundlicher MIDI- und Audio-Sequencer, der mit allen wichtigen Funktionen ausgestattet wurde und bei einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis nicht nur Einsteiger lange begeistern kann.

Für wen

Einsteiger in der Musikproduktion.

Wichtige Merkmale
  • SampleTank 2 SE – Software-Sampler mit 100 Sounds
  • Amplitube – Amp- und Effektmodulator für (E-) Gitarre und Bass
  • R.A.W. Loops – 2000 Apple/Rex Loops inkl. 1 GB Audio-Loops
  • DrumCore TK – Drumloop-Player inkl. 2 GB Loop-Material (nur über ReWire)
  • Garritan Personal Orchestra – 800 MB Orchester
  • LinPlug Alpha 3 – Software-Synthesizer LinPlug
  • Cronox3 – Software/Sample-Synthesizer
  • LinPlug RM IV – virtuelle Drum-Machine

 

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