M-Audio Trigger Finger Pro Test: Pad Controller + Sequencer

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M-Audio Trigger Finger Pro

Der M-Audio Trigger Finger Pro im Review - erfahre hier in allen Details, wie gut dieser All-in-One-Controller mit Pads und dedizierten Step-Sequenzer-Tasten in der Praxis ist

Was ist es?

Der M-Audio Trigger Finger Pro ist ein Controller zum Beats machen mit 16 Drum Pads und 16 Knöpfen + Transport-Buttons für den integrierten Step-Sequenzer. Es handelt sich um einen reinen Pad Controller wie die NI Maschine und die aktuellen MPC-Modelle von Akai. Klänge entstehen also erst im Computer oder in einem angeschlossenen Klangerzeuger. Zur Steuerung von Plugins und DAWs gibt es unter anderem je vier Drehregler, Fader und Knöpfe.

Ein abnehmbarer Bügel winkelt das Gerät an, was die Arbeit auf dem Schreib- oder Studiotisch komfortabler macht. MIDI wird per USB oder den 5-Pol-Anschluss übertragen, während die Stromversorgung über USB oder ein optionales Netzteil läuft.

Als Software dient »Arsenal« zur Preset-Verwaltung sowie zum Mapping und Einbinden externer Plugins. Passend für Letzteres erhältst Du Lizenzen für den Drum Sampler »AIR Drums« und den virtuell-analogen Synthesizer »AIR Hybrid 3«. Es werden 8 GB Samples für elektronische Musik, Hip Hop, Urban und mehr geboten, u.a. mit Kreationen vom Sounddesigner von Timbaland.


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M-Audio Trigger Finger Pro Testbericht

Erster Eindruck und Haptik

Das Gerät lässt sich mühelos transportieren, ist aber nicht so leicht, dass es schnell verrutscht oder seinen haptisch wertigen Eindruck einbüßt. Alle Bedienelemente sitzen fest, die Potis (übrigens exakt die gleichen wie bei den neuen Akai-Controllern) und Schieberegler weisen einen beträchtlichen Widerstand auf und sitzen wie eine Eins. Alle Knöpfe haben einen deutlichen, harten Druckpunkt.

Der im Lieferzustand schon angeschraubte Bügel sorgt für eine leichte Winkelung, was besonders dann angenehm ist, wenn Du beim Jammen an deinem Studiotisch sitzt; ein kleiner Inbusschlüssel liegt der Packung bei, um den Bügel an der anderen Seite zu befestigen oder ganz abschrauben. In letzterem Fall steht das Gerät dank Gummifüßen sicher auf deinem Tisch und schont dessen Oberfläche.

Nach der automatischen Einrichtung als USB MIDI Controller unter Windows oder Mac OS bist Du grundsätzlich startklar. Unter Windows ist noch eine Treiberinstallation nötig, um die Möglichkeiten des Geräts voll auszuschöpfen zu können. Download & Installation der Software verlaufen zügig; ein Wermutstropfen ist, dass die Erweiterungspakete für die Plugins AIR Drums & AIR Hybrid 3 (siehe unten) ungefragt auf Laufwerk C installiert werden.

Bedienung des M-Audio Trigger Finger Pro

Grundsätzlich gibt es die in der folgenden Liste beschriebenen vier Modi. Je nach Modus wechseln die Befehle im Display – die vier Drehregler und die vier Knöpfe daneben sind also multifunktional ausgelegt, was bei der Vielzahl der Funktionen unumgänglich ist.

  • Performance – Pads spielen, Potis + Fader + Tasten bedienen
  • Pad – Verhalten der Pads anpassen
  • Control – Zuweisung & Verhalten der Potis, Fader und Tasten anpassen
  • Sequence – Verhalten des Sequenzers und der Patterns anpassen
M-Audio Trigger Finger Pro Review - Bedienoberfläche

Die Bedienoberfläche des M-Audio Trigger Finger Pro

Für die wichtigsten Features gibt es jedoch dedizierte Buttons, damit Du beim Produzieren und Jammen im Flow bleibst. Bei den Pads gibt es etwa »Roll«, z.B. für Snare-Salven, und »Fixed« zum Triggern von Samples in stets maximaler Lautstärke (nützlich auf der Suche nach Samples). Besonders praktisch sind in meinen Augen die dedizierten Buttons für den Sequenzer, über den Du auf der nächsten Seite mehr erfährst.

Sobald Einstellungen geändert werden, leuchtet der »Save«-Knopf auf und eine Meldung auf dem Display informiert darüber. Diese und andere kleine Hilfestellungen erleichtern die Zugänglichkeit des Geräts.

Der Bildschirm kommt als bewährtes Segment-Display daher, was es dem Hersteller möglich macht, den M-Audio Trigger Finger Pro so günstig anzubieten. Grundsätzlich ist das zum Arbeiten vollkommen ausreichend. Die Kehrseite der Medaille: Der Kontrast wird schon bei vertikalen Blickwinkeln ab ca. 30% eingeschränkt und bei den vielen Buchstaben/Zahlen in niedriger Auflösung verliere ich schnell den Überblick.

Pads

Mit den Pads ist ein akkurates, gefühlvolles Spiel möglich, auch polyphones Aftertouch ist implementiert worden. Sehr schnell aufeinanderfolgende Anschläge werden registriert und in MIDI-Noten-Events umgesetzt, ohne dass einzelne Klopfer »verschluckt« werden. Ich empfinde die Pads als genauso gut wie die der Maschinen von Native Instruments und den aktuellen Controller-MPCs von Akai, also volle Punktzahl.

Nach kurzem Feinschliff findest Du deine persönliche Abstimmung: Du kannst die Velocity-Kurve ändern – linear sowie je zwei logarithmische und exponentielle Modi sind wählbar. Zudem lassen sich Empfindlichkeit in 16 und die Verstärkung in zehn Stufen regeln.

Die Beleuchtung ist ausreichend kräftig und es gibt es eine Möglichkeit, die Pads in unterschiedlichen Farben zu beleuchten. Das hilft mir immer sehr, verschiedene Klangtypen unter den zugewiesenen Samples visuell abzugrenzen.

Sequenzer

Mit dem Step-Sequencer über den Umweg der Pads bei Maschine & Co. konnte ich mich nie so recht anfreunden. Beim M-Audio Trigger Finger Pro ist Bauen eines Beats viel direkter, da eine Leiste beleuchteter Knöpfe für 4×4 Steps verfügbar ist. Darüber sitzt ein mehrfarbiges Lauflicht, das die Position im Takt (blau) und das aktive Pattern (grün) anzeigt.

M-Audio Trigger Finger Pro Test - Step-Sequenzer

Prima: Der M-Audio Trigger Finger Pro Test bietet dedizierte Tasten für den 16-Step-Sequenzer

Zunächst ist ein Umstand besonders hervorzuheben: Die Sequenzen werden in einem internen Speicher des Geräts abgelegt. Du kannst ihnen beliebige Namen geben, um sie später schnell identifizieren zu können. Damit handelt es sich um einen eigenständigen Step-Sequenzer, der gänzlich ohne die hauseigene Software (siehe unten) betrieben wird und auch ganz für sich zum Ansteuern externer Hardware-Synthies, Drum Machines & Co. tauglich ist.

Mit der Software Arsenal (siehe unten) lassen sich die Sequenzen als Dateien mit der Endung »tfpseq« extrahieren; umgekehrt funktioniert auch das Senden dieser Sequenzdateien an die Hardware. Damit ist der TFP keine »einsame Insel«, sondern kann mit der Außenwelt kommunizieren, auch abseits des Echtzeit-MIDI-Outputs via DIN-Buchse und/oder USB-MIDI.

Das Kleingedruckte rund um den Sequenzer

Sehr erfreulich: Zu Editierfunktionen wie Copy, Paste und Duplizierung gesellt sich das Step Recording mithilfe der Pads während der Performance, was das Beat Making dynamischer gestaltet. Dabei werden natürlich auch die jeweils ausgeübten Anschlaghärten als Step-Parameter aufgezeichnet. Über die vier Potis und den Drehregler rechts oben sind Swing, Gating, Step-Anzahl pro Pattern und Velocity-Werte einzelner Steps regulierbar. Einfache, aber nützliche Komfortfunktionen sind an Bord, etwa das Setzen/Löschen aller Steps mit einem Knopfdruck.

Test des M-Audio Trigger Finger Pro - Sequenzer-Parameter

Die Sequenzer-Parameter im Display, steuerbar per Potis & Buttons

Modi für Mute & Solo von Sequenzerspuren nach einem Druck auf das entsprechende Pad sind zugänglich, was sowohl in der Experimentierphase der Beat-Produktion als auch beim Auftritt eminent wichtig ist. Außerdem gibt es einen Modus, in dem stets das gerade abgespielte Bar angezeigt wird, die Anzeige also automatisch weiterschaltet – so hast Du auch bei Verkettungen mehrerer Bars immer das nähere Umfeld innerhalb deiner Sequenz im Blick.

Um konzentriert an einem kleinen Ausschnitt deines Beats zu arbeiten, kommt der dedizierte Loop-Knopf gelegen, denn damit wird das momentan angewählte Bar in einer Schleife abgespielt. Last, but not least, sei der Tap-Tempo-Knopf erwähnt, der die Möglichkeiten zum intuitiven Arbeiten verstärkt.

Software: Arsenal

Bei Arsenal – Standalone oder als VST-Plugin nutzbar – handelt es sich um die Kommandozentrale. Sie dient zur Nutzung des eng damit verzahnten Drum-Samplers »AIR Drums« (siehe unten) oder als Host für externe Plugins. Minimalismus ist hier Trumpf, das Ganze ist nicht zum eigenständigen Musikmachen geeignet, anders als die MPC- oder Maschine-Software. Die Hardware funktioniert auch ohne Arsenal, Du könntest also deinen angestammten Drum Sampler oder sonstige Beat-Produktionssoftware weiterverwenden.

M-Audio Trigger Finger Pro Review - Arsenal

Mit »Arsenal« steht eine gelungene Software zur Konfiguration für den M-Audio Trigger Finger Pro bereit

Der Browser erlaubt die Filterung nach Instrumententypen, Stilen, verwendeten Plugins, Artikulationen, Timbres und Setlists. Für die mitgelieferten Plugins (siehe unten) ist das konsequent ausgenutzt worden und dementsprechend leicht findest Du den passenden Sound. Die Favoritenfunktion und das Anlegen eigener Einträge runden das Bild ab.

Vorbildlich ist das Angebot vorgefertigter Mappings (Zuweisungen von Software-Parametern zu den Bedienelementen des M-Audio Trigger Finger Pro) für viele virtuelle Synthesizer und Drum Machines – hier finden sich neben großen Namen wie FabFilter, Rob Papen, u-he, LinPlug, D16 und AudioRealism auch angestaubte, aber fähige Klassiker wie das kostenlose Ers Drums von Andreas Ersson. Wenn M-Audio diese Datenbank noch weiter pflegt und erweitert, würde mich das mit großer Freude erfüllen.

Die MIDI-Learn-Funktion macht es denkbar einfach, die Potis und Fader beliebigen Parametern zuzuweisen – von solchen Komfortfunktionen kann es gar nicht genug geben. Alles in allem ist Arsenal eine gelungene Steuerzentrale für Mapping, Preset-Verwaltung und Plugin-Hosting.

Sampler, Synthesizer & mitgelieferte Sounds

Der kleine Drum Sampler wurde speziell für den M-Audio Trigger Finger Pro entwickelt und mit allem Nötigen zur Produktion aller Beat-orientierten Genres ausgestattet. Es gibt Fortgeschrittenes wie die sehr detailliert zeichenbaren Tonhöhen- und Filterhüllkurven sowie drei Insert-Effekte pro Pad (wählbar sind EQ, Kompressor, Phaser, Bit-Crusher etc.) und Master-Effekte (Exciter, Hall, Kompressor). Dieser Sampler hätte eigentlich gleich in Arsenal integriert werden können, aber sei’s drum.

M-Audio Trigger Finger Pro Review - AIR Drums

Der virtuelle Drum Sampler »AIR Drums« – so hat der M-Audio Trigger Finger Pro gleich was zu tun

Mit dem AIR Hybrid 3 erhältst Du eine klangstarke, sehr weitreichend konfigurierbare Synthesizer Software, ob für Bässe, Pads, Leads oder Perkussives. So wird das Spektrum immens erweitert, um gemeinsam mit Arsenal, AIR Drums und dem großen Sample-Paket komplette Produktionen zu realisieren. Mit diesem positiven Kurzfazit möchte ich es an dieser Stelle bewenden lassen.

Testbericht zum M-Audio Trigger Finger Pro - AIR Hybrid 3

Fein: Der virtuelle Synthesizer AIR Hybrid 3 ist ziemlich mächtig

Für die Kombination aus AIR Drums & Arsenal sind stolze 678 Presets vorhanden. Das dahintersteckende Sample-Material (über 8 GB) kommt u.a. von Anomaly, dem Sounddesigner, der schon für Timbaland und Justin Timberlake tätig war. Großartige Sounds sind hier am Start, sie tragen in die Handschrift von modernen Hip-Hop- und Urban-Music-Produktionen der genannten Stars.

Etwa 5 GB rekrutieren sich aus Samples von PrimeLoops, die wir schon oft als Quelle feiner Samples gewürdigt haben – hier dreht sich alles um EDM, also die elektronische Tanzmusik aktueller Prägung. Abgerundet wird das Ganze von fünf Künstlern unter dem Dach von Toolroom, die noch einmal 60 Drum Kits beisteuern.

DAW-Einbindung des M-Audio Trigger Finger Pro

Die MIDI-Einbindung des M-Audio Trigger Finger Pro ist nicht ganz trivial, wenn Du ihn zur DAW-Steuerung nutzen möchtest. Es müssen zwei MIDI-Geräte in der DAW konfiguriert werden – eines mit Kanal 1 und ein anderes für die Mackie/HUI-Schnittstelle, das exklusiv auf Kanal 2 arbeitet. Weiterhin darf Kanal 3 nicht von anderen MIDI-Geräten oder Plugins genutzt werden.

Die deutsche Quickstart-Anleitung (das große Manual wurde noch nicht übersetzt) gibt sich in dieser Beziehung etwas wortkarg, aber vielleicht gibt es ja bald Anleitungen für die Konfiguration diverses DAWs im Support-Bereich der M-Audio-Website.

Übersicht M-Audio Trigger Finger Pro Review

PRO

  • Akkurate, haptisch angenehme Pads, Potis und Fader
  • Ausgereifter Step-Sequencer mit dedizierten Knöpfen
  • Robuste, relativ leichte Hardware
  • Bügel für ergonomischeres Arbeiten
  • Gelungenes Software Bundle
  • 8 GB fette Samples für viele Genres
  • Mappings für viele Dritthersteller-Plugins

CONTRA

  • Display nicht sehr blickwinkelstabil
  • MIDI-Anbindung könnte einfacher sein

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Fazit zum M-Audio Trigger Finger Pro Test

Der M-Audio Trigger Finger Pro ist ein gelungener Reboot. Im Vergleich zu sämtlichen Varianten von MPC und Maschine gibt es ein gewichtiges Alleinstellungsmerkmal: den Step-Sequenzer mit seinen dedizierten Buttons. Er bietet auch Anspruchsvollen alle Optionen und lässt sich erfrischend direkt programmieren. Damit steht nicht nur Produzenten, sondern auch Live-Performern ein mächtiges Werkzeug zur Verfügung. In puncto Hardware-Qualität sind alle angesprochenen Wettbewerber etwa gleichauf und unter den jeweils mitgelieferten Libraries kann ich keinen objektiven Sieger küren. Insofern könnte der Sequenzer das noch fehlende Puzzleteil in der Kaufentscheidung für den Trigger Finger Pro sein.

M-Audio Trigger Finger Pro

Der M-Audio Trigger Finger Pro kann viel … und dies in der Regel richtig gut

Dieser Pad Controller überzeugt zunächst mit seiner robusten, aber leichtgewichtigen Konstruktion mit Aluminium-Faceplate und gut gefertigten Bedienelementen. Der (abnehmbare) Bügel neigt das Gerät auf dem Tisch leicht in deine Richtung, was zusätzlich für Komfort sorgt. Alles lässt sich akkurat und haptisch angenehm steuern, spätestens nach der Abstimmung der Pad-Anschlagsempfindlichkeit bist Du im Flow.

Für eine Version 1.0 läuft Arsenal als Kommandozentrale erfreulich stabil und flüssig. Noch einmal wichtig zu erwähnen ist, dass dieses Programm nicht als eigenständige Produktionssoftware wie bei MPC und Maschine geeignet ist – das Paket spricht damit eine andere Zielgruppe an. Der kleine Sampler AIR Drums leistet aber gute Dienste und genügt nicht nur den wichtigsten Anforderungen. Der Synthesizer AIR Hybrid stellt eine feine Zugabe dar und die Samples sind fett, vielseitig und produktionsfertig abgemischt.

Das wenig blickwinkelstabile Display und die umständliche, zu knapp dokumentierte MIDI-Konfiguration in der DAW trüben das Bild. Ansonsten habe ich nichts zu beanstanden – nicht zuletzt in Anbetracht dessen, dass die viel spartanischer ausgestattete Maschine Mikro fast genauso viel kostet.

So kann ich mein Fazit im M-Audio Trigger Finger Pro Test mit einer sehr guten Wertung beschließen – viereinhalb von fünf Punkten halte ich für gerechtfertigt, und das nicht nur angesichts des attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnisses.

Inhaltsverzeichnis // M-Audio Trigger Finger Pro Test

  1. Was erwartet dich?
  2. Review
  3. Pro & Contra
  4. Fazit
  5. Wertung

Mehr zum Thema:
        

SEHR GUT

M-Audio Trigger Finger Pro Testbericht am 19.06.2014

Produkt:      M-Audio Trigger Finger Pro
Hersteller:    

Preis:  369,00 Euro
UVP:    449,99 Euro

Kurzfazit

Pad Controller mit Sequenzer. Ein gut verarbeiteter Controller, gut bestückt mit akkuraten Potis, Pads und Fadern. Der ausgefeilte Sequenzer mit seiner klassischen 4x4-Knopfleiste ragt in dieser Geräteklasse besonders heraus.

Für wen

Beat-Produzenten & Performer von elektronischer Musik, Hip Hop, Pop & Co., die Patterns direkt programmieren wollen.

Wichtige Merkmale
  • MIDI Controller
  • 16 Drum Pads & 16-Step-Sequenzer
  • 4 Drehregler, 4 Fader, 4 Knöpfe
  • Steuerkreuz zur DAW-Kontrolle
  • USB MIDI In/Out & 5-poliger MIDI Out
  • Strom via USB oder Netzteil
  • Bügel zur Winkelung des Geräts
  • Software »Arsenal« - Standalone/VST
  • Drum Sampler »AIR Drums« & Synthesizer »AIR Hybrid 3«
  • 8 GB Samples

 


Lesermeinungen (19)

zu 'M-Audio Trigger Finger Pro Test: Pad Controller + Sequencer'

  • stromzaehler   19. Jun 2014   17:50 UhrAntworten

    Sehr lustig, dass ihr unter "Was ist es?" erstmal eine komplett falsche Aussage macht. Ihr habt wahrscheinlich das eigens eigebettete Video nicht angeschaut, sonst hätte man geschrieben, dass es sich um einen Stand-Alone-Step-Sequencer handelt (und nicht um einen REINEN Controller). Diese Aussage ist absolut verwirrend. Natürlich erzeugt ein Step Sequencer keine eigenen Töne (wie ein Masterkeyboard eben auch), aber mein Eindruck ist, dass der Fokus des Geräts eher auf dem Sequencer-Teil liegt als auf dem Controller (der eher Beiwerk zu sein scheint).

    • Felix Baarß (delamar)   19. Jun 2014   19:34 UhrAntworten

      Die Bezeichnung als reiner Controller ist darauf bezogen, dass es keine klangerzeugende Komponente gibt, anders als etwa bei MPC 5000, Beat Thang & Co.

      Weiterhin empfinde ich es eher als irreführend, das Gerät als Sequenzer mit untergeordneter Controller-Komponente zu bezeichnen - die umgekehrte Aussage ist zutreffender, denn die Controller-Funktionen rund um Pads, Potis und Fader sind genauso ausgereift und umfangreich wie bei Maschine und MPC. Dass soll nicht heißen, dass ich irgendjemandem absprechen möchte, das Gerät hauptsächlich wegen des Sequenzers zu kaufen oder den Fokus zuvorderst auf diesen zu legen.

      • stromzaehler   24. Jun 2014   12:59 Uhr

        Ich finde, dass der Sequencer ein ziemlich wichtiges Alleinstellungsmerkmal in der aktuellen Controller-Landschaft ist.
        Natürlich kann es sein, dass auch die Controller-Funktionen sehr ausgereift sind (das sind sie bei meinem Kurzweil PC3K auch), sonst nützen die mir bei einem Step Sequencer ohne eigene Klangerzeugung nix. Aber es ist halt kein "REINER" Controller. Die Aussage ist schlichtweg falsch, auch wenn ihr mich jetzt als Erbsenzähler oder Korintenk..... bezeichnet.

      • Felix Baarß (delamar)   24. Jun 2014   17:38 Uhr

        Auch ich habe im Testbericht mehrfach geschrieben, dass der Sequenzer ein Alleinstellungsmerkmal im Controller-Bereich darstellt, noch dazu ist er für meine Begriffe gut umgesetzt worden. Und ich habe bereits in meinem vorigen Kommentar wiederholt, dass sich das »rein« darauf bezieht, dass keine Klänge erzeugt werden können.

      • stromzaehler   25. Jun 2014   16:11 Uhr

        Naja, wer sich für ein Gerät mit Sequencer interessiert und ließt "reiner Controller wie NI-Maschine und (die aktuellen?) AKAI MPC-Modelle" (welche genau? die sind nämlich sehr unterschiedlich), wird unter Umständen gleich den nächsten Artikel suchen. Weiß nicht, was so schlimm daran ist, sowas genauer zu formulieren.

  • Quickmix   20. Jun 2014   17:04 UhrAntworten

    Werde ich mir im Juli zulegen :)

  • Eskar   20. Jun 2014   17:18 UhrAntworten

    Das Konzept mit dem dedizierten Stepsequenzer und den im Vergleich zu anderen Geräten zusätzlichen Lauflicht-Buttons finde ich sehr gut.

    Was mir nur noch nicht so ganz klar ist: Wie bindet man das Ganze letztlich in ein Arrangement in seiner DAW ein? Kriegt man die damit erstellten Patterns auch als sichtbare MIDI-Sequenzen in die Timeline seines Gesamt-Arrangements exportiert?
    Kann man das dann als MIDI aufnehmen bzw. Patterns womöglich per drag&drop aus Arsenal "rüber ziehen" oder oder bleiben diese immer "unsichtbar" im Speicher des Trigger Finger Pro's verborgen und lassen sich nur live triggern?
    Das Programmieren in der Hardware ist super, aber irgendwann komme ich persönlich immer an einen Punkt, da will ich alles überblickmäßig und möglichst komplett in meinem Arrangement haben und sehen.

    Wie funktioniert diesbezüglich die Konkurrenz?

    • Felix Baarß (delamar)   20. Jun 2014   19:44 UhrAntworten

      Hallo Eskar,

      wie gehabt lassen sich ja die gerade abgespielten Sequenzen vom TFP via MIDI-Buchse und/oder USB in die DAW einspeisen und dort auf einer MIDI-Spur aufnehmen. Das natürlich nur der Vollständigkeit halber, dieses »Bouncen« in Echtzeit wäre ja nicht die komfortabelste Lösung…

      Jetzt zu Arsenal: Im TFP abgespeicherte Sequenzen kannst Du mithilfe von Arsenal als .tfpseq-Dateien auf deinen Rechner wuppen. Umgekehrt lassen sich solche Dateien wieder an den TFP exportieren.

      Update:

      Arsenal kann nur Import & Export dieser Sequenzdateien veranlassen - zu MIDI-Dateien, die sich in die DAW-Spuren ziehen lassen, können sie bisher leider nicht umgewandelt werden.

      Gruß,
      Felix

    • Felix Baarß (delamar)   23. Jun 2014   18:20 UhrAntworten

      So, hab meinen Kommentar aktualisiert - kurz: Es ist leider (noch) nicht möglich.

  • Eskar   21. Jun 2014   14:49 UhrAntworten

    Super, bin gespannt, danke!

  • schon ok   22. Jun 2014   22:49 UhrAntworten

    Zum Thema Anleitungen für die DAW-konfiguration mag folgende Lektüre nützlich sein:
    http://www.noterepeat.com/products/m-audio/usb-midi-controllers/trigger-finger-pro
    Leider ohne Reaper....

  • Jay   23. Jun 2014   10:20 UhrAntworten

    Bin zwar nicht der Padfreak und hab da wenig Erfahrung mit, aber der Testbericht klingt interessant. Eskar hat recht, wär cool, wenn ihr nochwas zu der Dateiumwandlung etc. nachreichen könntet.

    • Felix Baarß (delamar)   23. Jun 2014   18:21 UhrAntworten

      Hi Jay, hab meine bestehende Antwort auf Eskars Kommentar oben aktualisiert - kurz: Es ist leider (noch) nicht möglich.

  • Alexander   24. Jun 2014   11:05 UhrAntworten

    Hallo,
    ich benutze ausschliesslich Hardware Synths wie MS-20, Minibrute, Rocket etc. Leider haben alle diese Synths keinen eigenen Sequenzer und ich bin auf der Suche nach einer zentralen Lösung, die keinen Computer braucht. Kann der Trigger Finger mehrere externe Geräte gleichzeitig über DIN-Midi mit jeweils eigenen Sequenzen ansteuern? Und kann ich den Sequenzen auch jeweils einen eigenen Midikanal zuordnen?

    Viele Grüße
    Alexander

    • schon ok   24. Jun 2014   18:45 UhrAntworten

      @alexander:
      Das Teil hat nur einen DIN-Midi-out, damit geht das natürlich nur mithilfe einer Midi-patchbay (bzw. über den Umweg durch die DAW).

      Die Pads können über Midi auf individuelle Kanäle geroutet werden, somit geht auch das Ansteuern von bis zu vier Kanälen.
      Die sind dann alle unabhängig sequenzierbar.

    • stromzaehler   25. Jun 2014   16:22 UhrAntworten

      Notfalls kannst Du auch den MIDI-Thu-Anschluss (falls vorhanden) deiner Hardware-Synths benutzen. Damit "schleifst" Du den einen MIDI-Port einfach durch alle Geräte und sprichst diese mit unterschiedlichen MIDI-Kanälen separat an.
      Dazu müssen natürlich die Hardware-Synths das Konfigurieren des MIDI-IN-Kanals ermöglichen.
      Dann kannst Du, wie "schon gut" bereits schrieb, die Pads auf individuelle MIDI-Kanäle routen und bis zu 4 MIDI-Kanäle gleichzeitig ansteuern und darüber auch Sequenzen senden.

  • Axel   10. Jul 2014   14:37 UhrAntworten

    Leider kann man für eine eingegebene Sequenz nicht die Tonhöhe einzelner Steps ändern. So ist das tonale Sequenzieren immer etwas umständlich, da man für jede Tonhöhe eine eigene Stepsequenz anlegen muss. Wenn man nur über die DAW geht und das umfangreiche Controllerrouting nicht benötigt ist ist der SparkLE von Arturia eine Alternative!

    • schon ok   15. Jul 2014   04:44 UhrAntworten

      Zumindest das Transponieren einer gesamten Bank soll nachgereicht werden, siehe:
      www.residentadvisor.net/review-view.aspx?id=15255
      In dem Zusammenhang wäre ein Pitch-setting per Pad doch eine feine Ergänzung. Hat übrigens auch gerade jemand im Supportforum von M-audio angefragt.

  • Qno Strato   06. Dez 2015   10:54 UhrAntworten

    Hallo,
    ich Finde das Ding überflüssig wie ein Kropf, Arbeite mit Cubase 8, kann mit der Start und Recordtaste am Triggerfinger Cubase nicht mal starten, für mich ein weiteres Stück hochgelobten Elektroschrott in meiner Sammlung. Am ehesten als Klopfer zu verwenden-

Sag uns deine Meinung!

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