Lewitt LW6 Test
Kabelloser Studio-Kopfhörer ohne Latenz-Frust

Lewitt LW6 Test
Lewitt LW6 Test: Kabelloser Studio-Kopfhörer für Recording

Thorsten Sprengel Von Thorsten Sprengel am 22. September 2026

Lewitt LW6 Test-Fazit

4.5

DELAMAR
SCORE

Der Lewitt LW6 ist klanglich und funktional auf höchstem Niveau mit seinem ausgewogenen Klang und der verzögerungsarmen Funkverbindung.

Der Studio-Kopfhörer überzeugt beim Recording, Mixing und Mastering mit kontrollierter Abstimmung, anpassbarem Equalizer und praktischen Kontrollfunktionen.

Virtuelle Abhörumgebungen, stundenlanger Akku-Betrieb, Bluetooth sowie der Betrieb über Kabel macht ihn für fast alle Situationen im Studio interessant.

Wer einen vielseitigen kabellosen Studio-Kopfhörer sucht, bekommt hier ein stimmiges Gesamtpaket - muss aber mit Wärmeentwicklung an den Ohren und höherem Gewicht leben.

zum detaillierten Lewitt LW6 Testfazit

PRO

  • Hochwertige Verarbeitung
  • Niedrige Latenz im Funkbetrieb
  • Vielseitige Verbindungsmöglichkeiten
  • Umfangreicher Lieferumfang
  • Anpassbarer Klang (über Software)
  • Ausgewogener Klang
  • Gute Räumlichkeit

CONTRA

  • Tragekomfort könnte besser sein

Für wen?
Musiker, Produzenten

Preis: 599,00 Euro
UVP: 599,00 Euro

Was ist es?

Der LEWITT LW6 ist ein kabelloser Studio-Kopfhörer, der die hauseigene RealSound-Technologie verwendet. Diese soll unkomprimiertes PCM-Audio mit einer Latenz von unter 6 ms und einer Reichweite von 5 m schaffen.

Der Kopfhörer kommt in geschlossener Bauweise, die Schall nach außen und innen dämpft. Lewitt positioniert den LW6 aber nicht nur für Recording und Monitoring, sondern auch für Mixing und Mastering.

Die dynamischen 40 mm-Treiber arbeiten mit Membranen aus Bio-Cellulose. Der Frequenzbereich reicht von 20 Hz bis 20 kHz, während die Impedanz 32 Ohm beträgt.

5 Lewitt LW6 Features

  • Geschlossene Bauweise
  • Dynamische 40-mm-Treiber
  • Impedanz: 32 Ohm
  • Frequenzbereich: 20 Hz – 20 kHz
  • RealSound mit unter 6 ms Latenz

Neben der Funkverbindung unterstützt der LW6 Bluetooth 5.3 mit SBC und AAC und lässt sich kabelgebunden über USB-C oder den analogen 3,5-mm-Anschluss betreiben.


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Lewitt LW6 Test

Verarbeitung

Der Lewitt LW6 ist sauber verarbeitet und macht auf mich durchweg einen hochwertigen Eindruck. Scharfe Kanten oder unsaubere Übergänge konnte ich an meinem Testgerät nicht entdecken.

Auch die Kunststoffgehäuse und die dicken Memory-Foam-Polster wirken stabil. Insgesamt wirkt der LW6 robust genug, um auch den regelmäßigen Einsatz im (Home-)Studio problemlos mitzumachen.

Kopfbügel

Der Bügel des Lewitt LW6 Studio-Kopfhörers selbst ist nicht längenverstellbar.

Stattdessen befindet sich darunter ein separates gepolstertes Kopfband, das Du an deine Kopfgröße anpassen kannst.

Lewitt LW6 Test
Mit 40-mm-Treibern und geschlossener Bauweise richtet sich der LEWITT LW6 an Recording, Mixing und Mastering.

Das Kopfband lässt sich nach oben oder unten verschieben. Rasterungen an den Führungen helfen dir dabei, auf beiden Seiten die gleiche Einstellung zu wählen.

Die Verstellung rastet bei meinem Testgerät fest ein und bleibt beim Tragen immer zuverlässig in Position. Gleichzeitig lässt sie sich ohne großen Kraftaufwand verändern.

Ohrmuscheln

Die Ohrmuscheln lassen sich um 90 Grad in nur eine Richtung drehen. Das ist sinnvoll, wenn Du den Kopfhörer flach ablegen oder transportieren möchtest.

Kippen lassen sie sich dagegen nicht, wie Du es vielleicht von DJ-Kopfhörern schon gesehen hast.

Lewitt LW6 Test
Die Ohrmuscheln des LW6 lassen sich um 90 Grad drehen, sodass Du den Kopfhörer flach ablegen kannst.

Die dicken Ohrpolster bestehen aus Memory-Foam und umschließen mein Ohr vollständig.

Gut gefällt mir die klare Seitenkennzeichnung. In den Ohrmuscheln befindet sich jeweils ein großes „L“ beziehungsweise „R“, sodass Du die richtige Seite sofort erkennst.

Lewitt LW6 Test
Die Ohrmuscheln sind über bewegliche Gelenke mit dem Kopfbügel verbunden – kippen lassen sie sich allerdings nicht.

Verbindungsmöglichkeiten im Lewitt LW6 Test

Der Lewitt LW6 lässt sich sowohl kabellos über Bluetooth oder Funk als auch per Kabel betreiben. Für die drahtlose Verbindung im Studio nutzt er die hauseigene Funktechnologie über Ultrabreitband.

Dabei überträgt RealSound unkomprimiertes PCM-Audio mit einer Datenrate von 1.728 kbps und einer Latenz von unter 6 ms. Bei meiner Latenzmessung gab es allerdings eine kleine Überraschung, auf die ich weiter unten im Praxisteil eingehe.

Die angegebene Datenrate liegt mit 1.728 kbps über der PCM-Datenrate einer Audio-CD mit 1.411 kbps. Eine konkrete Kombination aus Samplerate und Bittiefe nennt Lewitt allerdings nicht. Zur Einordnung zeigt die folgende Tabelle typische PCM-Datenraten im Vergleich:

FormatPCM-Datenrate
CD: 44,1 kHz / 16 Bit / Stereo1.411 kbps
48 kHz / 16 Bit / Stereo1.536 kbps
Lewitt RealSound1.728 kbps
48 kHz / 24 Bit / Stereo2.304 kbps
96 kHz / 24 Bit / Stereo4.608 kbps

Der zugehörige Transmitter wird per USB-C direkt mit deinem Rechner verbunden. Alternativ verbindest Du den analogen Eingang des Transmitters mit dem Kopfhörerausgang deines Audio Interfaces. Der Transmitter wird in dieser Konstellation separat über USB-C mit Strom versorgt.

Das finde ich gut gelöst, weil Du den Lewitt LW6 so in praktisch jedes Studio-Setup integrieren kannst.

Lewitt LW6 Test
Der LW TX Transmitter übernimmt die RealSound-Funkübertragung; ein USB-A-Adapter liegt ebenfalls bei.

Reichweite der Funkverbindung beim LW6

Die Reichweite gibt der Hersteller mit etwa fünf Metern an, wobei Hindernisse zwischen Sender und Kopfhörer die Funkverbindung allerdings beeinträchtigen können.

In meinem Test habe ich mich bewegt, die Verbindung ist immer stabil geblieben.

Mit dieser Reichweite konnte ich beispielsweise die Mikrofonposition an der Westerngitarre verändern, ohne den Kopfhörer abzusetzen. Und gleichzeitig konnte ich durch die stabile Funkverbindung auch hören, was der Gitarrist spielte und wie sich der Klang veränderte.

Anschluss via Bluetooth oder Kabel

Zusätzlich unterstützt der LW6 Bluetooth 5.3 mit SBC und AAC. Für die reine Musikwiedergabe unterwegs ist das eine sinnvolle Ergänzung, während ich im Studio wegen der geringeren Latenz sowie des besseren Klangs die Funkverbindung über RealSound bevorzugen würde.

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USB-C und 3,5-mm-Klinke ermöglichen den direkten kabelgebundenen Betrieb des LW6 – der Funktransmitter wird dafür nicht benötigt.

Möchtest Du komplett auf Funk verzichten, kannst Du den Kopfhörer auch direkt über USB-C an den Rechner oder ein analoges 3,5-mm-Kabel an das Audio Interface anschließen. Der Transmitter wird in diesem Aufbau dann nicht mehr benötigt.

Lieferumfang

Der Lieferumfang des Lewitt LW6 ist üppig geraten:

  • LW6 Studio-Kopfhörer
  • LW TX Transmitter
  • je 2 USB-C & analoge Kabel (1,5 + 3 m)
  • 2 Adapter von 3,5 auf 6,35 mm Klinke
  • USB-C-auf-USB-A-Adapter
  • Lewitt HEADPHONES Software
  • Lizenz für Space Replicator Essential
  • Transportbeutel
Lewitt LW6 Test
Zum Lieferumfang gehören neben dem LW6 und dem LW TX Transmitter mehrere USB- und Audiokabel sowie passende Adapter.

Ich hätte mir noch ein Case zur sicheren Aufbewahrung unterwegs gewünscht – aber das ist vielleicht auch einfach nur Jammern auf hohem Niveau.

Tragekomfort im Lewitt LW6 Test

Die dicken Memory-Foam-Polster umschließen mein Ohr vollständig, wobei die Ohrmuscheln angenehm fest auf meinen Ohren sitzen. Natürlich üben sie bei mir als Brillenträger etwas Druck auf die Bügel aus.

Statt einer klassischen Bügelpolsterung besitzt der LW6 ein verstellbares Silikon-Kopfband, das sicher auf dem Kopf aufliegt.

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Die dicken Memory-Foam-Polster umschließen das Ohr vollständig und sollen gleichzeitig die passive Abschirmung unterstützen.

Die Wärmeentwicklung unter den Ohrmuscheln ist durch die geschlossene Bauweise und die verwendeten Polster leider bemerkbar. Zudem macht sich der LW6 mit seinen 358 g Gewicht auch nach einer Weile auf dem Kopf bemerkbar.

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Die markierten Antennenbereiche an den Ohrmuscheln gehören zur RealSound-Funkverbindung und sollten für eine stabile Übertragung nicht abgedeckt werden.

Akku & Laufzeit

LEWITT gibt für den LW6 eine Akkulaufzeit von bis zu 21 Stunden an, was ich in meinem Test bestätigen konnte in der Größenordnung.

Geladen wird der LW6 über USB-C und es gibt noch eine Schnellladefunktion, mit der Du den Studio-Kopfhörer nach 15 Minuten Ladezeit bereits wieder drei Stunden nutzen kannst.

Gleichzeitig bleibt der LW6 bei leerem Akku nutzbar, da Du ihn alternativ kabelgebunden betreiben kannst. Als weiteres Plus kannst Du den Kopfhörer auch per USB laden während Du ihn mit einem Audiokabel verwendest.

Lewitt LW6 Test
In der Lewitt HEADPHONES Software kannst Du den Klang individuell anpassen.

Software

Der Grundsound des Lewitt LW6 lässt sich über die Lewitt HEADPHONES Software anpassen, wofür ein vollparametrischer 5-Band-EQ zur Verfügung steht. Für jedes der fünf EQ-Bänder lassen sich Frequenz, Pegel und Filterbreite gezielt einstellen.

Du kannst zusätzlich eigene Klangprofile im Studio-Kopfhörer speichern. Das gefällt mir besonders gut, da die Einstellungen anschließend auch ohne laufende Software erhalten bleiben.

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Der 5-Band-EQ

Die Software bietet zur räumlichen Beurteilung eines Mixes zudem virtuelle Studiomonitore an. Ich sehe die Funktion im Homestudio eher als zusätzliche Referenz denn als Ersatz für echte Lautsprecher.

Für die Mixkontrolle stehen außerdem

  • Mono,
  • Side-Stereo,
  • Side-Mono
  • und ein Tausch des linken und rechten Kanals

zur Verfügung. Dazu kommen drei Zielpegel, K-Metering und der Loudness Guard.

Praktisch ist die Personalisierung der beiden Custom-Tasten: Durch Einzel- und Doppelklick lassen sich bis zu vier Funktionen direkt am Kopfhörer abrufen.

Lewitt LW6 Test
Die Custom Tasten lassen sich in der HEADPHONES Software mit bis zu vier Befehlen belegen.

Zum Softwarepaket gehört außerdem eine Lizenz für den Space Replicator Essential, mit dem Du virtuelle Abhörumgebungen wie Studios, Clubs oder ein Auto nutzen kannst.

So kannst Du beim Abmischen prüfen, wie gut dein Mix auf unterschiedlichen Abhören funktionieren wird.

Latenz über Funk

Ich wollte natürlich wissen, ob die vom Hersteller angegebene Latenz von unter 6 Millisekunden stimmen kann. Für die Arbeit im eigenen Homestudio möchtest Du normalerweise keine zusätzliche zeitliche Verzögerung einbauen.

Deswegen habe ich die Latenz beim LW6 im Vergleich selbst gemessen.

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Auf der Unterseite des LW TX befindet sich ein Gewinde, über das sich der Transmitter bei Bedarf befestigen lässt.

Das Audiosignal kam in beiden Fällen vom Kopfhörerausgang meines Audio Interfaces:

  1. direkt über Audiokabel in den Kopfhörer
  2. über Audiokabel in den Transmitter, dann per Funk an den LW6

Mit einem Mikrofon habe ich das ankommende Signal direkt an der Ohrmuschel des LW6 abgenommen und zurück in den Eingang meines Audio Interfaces geführt.

Gemessen habe ich mit dem Programm RTL Utility (44,1 kHz / Puffergröße 512 Samples).

Die zeitliche Differenz zwischen beiden Werten ist die resultierende Latenz der Funkverbindung (wie lange der Schall länger braucht, um anzukommen).

Ich habe zwischen Transmitter und Kopfhörer etwa zwei Meter Abstand gelassen, um eine realistische Studiosituation zu simulieren.

Messergebnisse Lewitt LW6 Latenz

  • mit Kabel: 31,066 ms / 1.370 Samples
  • über RealSound: 33,220 ms / 1.465 Samples

Die Messungen habe ich mehrfach mit praktisch denselben Ergebnissen wiederholt, und zwar fast unabhängig der Entfernung zwischen Transmitter und Kopfhörer.

Ich habe den Kopfhörer sowohl direkt neben dem Transmitter gemessen als auch aus etwa 5 Metern Entfernung.

Wichtig!

Die gemessenen 31 bzw. 33 ms entsprechen der gesamten Roundtrip-Latenz meines Testaufbaus bei 512 Samples Latenz mit dem Audio Interface (nicht des Kopfhörers). Für die Beurteilung von RealSound ist nur die reproduzierbare Differenz zwischen Kabel- und Funkbetrieb interessant.

Lewitt LW6 Test
Ergebnisse der Latenzmessung: Links mit Kabel, rechts über Funkverbindung

Bei meinem Testaufbau ergibt sich eine zusätzliche Verzögerung von rund 2,2 ms (95 Samples) durch den Funkbetrieb.

Auch aus etwa fünf Metern Entfernung blieb die zusätzliche Verzögerung reproduzierbar immer noch im Bereich von 2 bis 3 ms – das ist ein sehr gutes Ergebnis.

Beim normalen Monitoring oder Mixing fällt sie nicht ins Gewicht, selbst beim Recording lässt sie sich vernachlässigen. Gleichzeitig bleibt sie klar unter der von Lewitt angegebenen Latenz von unter 6 ms.

Praxis im Lewitt LW6 Test

Durch seine geschlossene Konstruktion schirmt der Kopfhörer Außengeräusche ab und reduziert gleichzeitig den Schall, der nach außen dringt. Die Abschirmung ist ordentlich und in etwa wie bei anderen vergleichbaren Modellen.

Die Umgebungsgeräusche sind immer noch wahrnehmbar, aber interessanterweise dringt nur vergleichsweise wenig Schall aus den Ohrmuscheln nach außen (gut für Recording).

Lewitt LW6 Test
Status- und Signal-LEDs am LW TX zeigen unter anderem die gewählte Quelle und ein anliegendes beziehungsweise übersteuerndes Signal an.

Gleichzeitig ist der Lewitt LW6 laut Hersteller auch ausdrücklich für Mixing und Mastering gedacht. Für meinen Klangtest habe ich in der Software einen geraden Frequenzgang gewählt und später noch mit zwei weiteren Mitbewerbern in einem ähnlichen Preissegment verglichen.

Lewitt LW6 Test
Am LW TX findest Du USB-C für Strom und Audio sowie einen analogen Ein- und Ausgang über 3,5-mm-Klinke.

Lewitt LW6 Klang

Der Lewitt LW6 gefällt mir vor allem durch seine ausgewogene Abstimmung. Kein Frequenzbereich drängt sich übermäßig in den Vordergrund. Der Bass ist klar definiert und besitzt genügend Druck, ohne den restlichen Klang zu überlagern.

Die Mitten werden präsent und gut nachvollziehbar wiedergegeben, während die Höhen luftig wirken, ohne schnell unangenehm oder scharf zu werden.

Auch kritische Bereiche eines Mixes kann ich mit dem LW6 gut einschätzen. S- und Zischlaute werden deutlich wiedergegeben und lassen sich zuverlässig beurteilen, drängen sich aber nicht auf. Gleichzeitig bleibt die Höhenwiedergabe für mich auch bei längeren Sessions angenehm.

Insgesamt wirkt der Klang eher kontrolliert als spektakulär – und genau das passt für mich gut zum Studioeinsatz. Der LW6 versucht nicht, mit besonders viel Bass oder auffälligen Höhen zu beeindrucken, sondern liefert ein stimmiges Gesamtbild.

Lewitt LW6 Test
Über das geriffelte Lautstärkerad lässt sich der Pegel direkt am LEWITT LW6 einstellen.

Auflösung & Dynamik

Auch bei Dynamik und Detailwiedergabe macht der Lewitt LW6 eine sehr gute Figur. Transienten werden sauber herausgearbeitet und kurze, kräftige Signale wie Kickdrums oder Snares besitzen einen guten Punch.

Feine Lautstärkeveränderungen und kleine dynamische Abstufungen lassen sich ebenfalls nachvollziehen. Bei der Mikrodynamik liefert er ein sehr gutes Ergebnis, kleinste Veränderungen in der Mikrodynamik könnten allerdings noch etwas deutlicher hervortreten für meinen Geschmack.

Insgesamt bleibt die Darstellung kontrolliert und ausreichend detailliert, um Dynamik und einzelne Elemente eines Mixes zuverlässig beurteilen zu können.

Räumlichkeit & Imaging

Für einen geschlossenen Studiokopfhörer fällt die räumliche Darstellung des Lewitt LW6 überdurchschnittlich gut aus, auch wenn die Bühne bauartbedingt eher kompakt bleibt.

Die Stereobreite reicht aus, um Instrumente und Stimmen sauber im Panorama einzuordnen. Auch unterschiedliche Entfernungen innerhalb eines Mixes lassen sich bei der Tiefenstaffelung bestens nachvollziehen.

Einzelne Instrumente kann ich gut voneinander unterscheiden, allerdings stehen sie im Gesamtbild vergleichsweise nah zusammen. Dadurch wirkt die Bühne etwas weniger weit und offen als bei Kopfhörern, die besonders stark auf räumliche Darstellung und Separation ausgelegt sind.

Lewitt LW6 Test
Der LEWITT LW6 setzt auf eine geschlossene, ohrumschließende Bauweise und kombiniert Studioeinsatz mit kabelloser RealSound-Übertragung.

Für Recording und Monitoring ist das stimmig. Beim Mixing und Mastering muss man das für die Beurteilung von Raum, Breite und feinen Abständen zwischen einzelnen Elementen im Hinterkopf halten.

Die gute Nachricht: Die zusätzlichen Abhörmöglichkeiten können diese Einschränkung teilweise auffangen.

Mit den Virtual Studio Monitors in der HEADPHONE Software und Space Replicator Essential stehen weitere Perspektiven zur Verfügung, um einen Mix auf Räumlichkeit und Übertragbarkeit zu überprüfen.

Die virtuellen Studiomonitore klingen für mich allerdings noch nicht natürlich genug, weshalb ich sie eher als zusätzliche Kontrollmöglichkeit und nicht als Ersatz für eine klassische Abhöre sehe.

BILDSTRECKE

Vergleich mit anderen Studio-Kopfhörern

Im direkten Vergleich zum beyerdynamic DT 1770 PRO Mk2 klingt der Lewitt LW6 voller, ausgewogener und weniger scharf in den Höhen. Beim Punch liegen beide für mich auf einem ähnlichen Niveau. Der beyerdynamic steht dagegen bei Bühnenbild und Mikrodynamik leicht besser da.

Klanglich näher liegt der Sennheiser HD 480 PRO. Der LW6 ist etwas zurückhaltender im Bass und klingt nach oben vielleicht nicht ganz so luftig. Dafür empfinde ich die Höhen im LW6 als weniger anstrengend. Punch und Mikrodynamik konnte der Sennheiser minimal etwas besser.

Beide Vergleichsmodelle liegen preislich zwar unter dem hier getesteten Lewitt LW6, sind aber kabelgebunden und haben auch keine Bluetooth-Funktionalität.

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Lewitt LW6 Test-Fazit

Der Lewitt LW6 überzeugt mich im Test mit einer ausgewogenen Abstimmung und einem insgesamt stimmigen Konzept für die Studioarbeit. Besonders die Kombination aus geschlossenem Aufbau und kabellosem Betrieb hebt ihn von klassischen Studiokopfhörern ab.

Für Recording eignet sich der LW6 durch seine Abschirmung und die verzögerungsarme RealSound-Verbindung. Beim Mixing und Mastering punktet er mit seinem kontrollierten Klang, während sich die Abstimmung über den Equalizer anpassen lässt.

Zusätzliche Kontrollfunktionen und virtuelle Abhörumgebungen in der Lewitt HEADPHONES Software erweitern die Einsatzmöglichkeiten sinnvoll. In der gehobenen Preisklasse wirkt das Preis-Leistungs-Verhältnis angesichts dieser Ausstattung stimmig.

Klanglich und funktional bewegt sich der Lewitt LW6 für mich auf Höchstniveau. Lediglich beim Tragekomfort muss er aufgrund seines Gewichts und der Wärmeentwicklung bei längeren Sessions leichte Abstriche hinnehmen. Deswegen reicht es in der Gesamtwertung ganz knapp nicht für die Höchstnote – im Lewitt LW6 Test gibt es stattdessen eine sehr gute Wertung.

Features Lewitt LW6 Review

  • Hersteller:   
  • Dynamischer, geschlossener Studio-Kopfhörer
  • Ohrumschließend
  • 40 mm-Treiber mit Bio-Cellulose-Membran
  • Impedanz: 32 Ohm
  • Übertragungsbereich: 20 – 20.000 Hz
  • RealSound-Funkübertragung mit unkomprimiertem PCM-Audio und unter 6 ms Latenz
  • RealSound-Reichweite: ca. 5 m
  • Bluetooth 5.3 mit SBC und AAC
  • Kabelbetrieb über USB-C oder 3,5-mm-Klinke
  • Lewitt HEADPHONES Software und Space Replicator Essential enthalten
  • Vollparametrischer 5-Band-EQ mit speicherbaren Klangprofilen
  • Virtuelle Studiomonitore und erweiterte Monitoring-Funktionen
  • Akkulaufzeit: bis zu 21 Stunden
  • Gewicht: 358 g
  • Lieferumfang inkl. LW TX Transmitter, Transportbeutel, USB-C- und Audiokabeln in 1,5 und 3 m Länge, zwei 6,35-mm-Adaptern sowie USB-A-Adapter

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