KSdigital C100 Test
Referenzmonitore der Spitzenklasse

KSdigital C100 Test

KSdigital C100: Test der Studiomonitore für gehobene Ansprüche

Was ist es?

Der KSdigital C100 ist ein aktiver, koaxialer Referenzmonitor. Koaxial bedeutet, dass sich der 10-Zoll Tief- und Mittentöner und der 1-Zoll Hochtöner auf einer Achse befinden.

Der Hochtöner ist dabei als konisches (trichterförmiges) 70 Grad Horn ausgeführt, dass sich in der Mitte des Tief- und Mittentöners befindet.

Der Lautsprecher ist als Midfeldmonitor für Recording, Mixing, Mastering oder immersives Mehrkanalaudio ausgelegt.

Für eine realistische Abbildung von Schallquellen im virtuellen Raum wird die sogenannte FIRTEC Frequenz- und Phasenlinearisierung eingesetzt.

Die beiden Endstufen bieten je eine maximale Leistung von 250 Watt.

Mit einem maximalen Grenzschalldruckpegel von 118 dB kannst Du den Monitor auch ordentlich laut einstellen, ohne dass er verzerrt. Der KS Digital C100 deckt einen breiten Frequenzbereich von 35 – 22.000 Hz ab.

Die verbauten AD/DA-Wandler haben eine maximale Auflösung von 24 Bit bei einer maximalen Abtastrate von 192 kHz. Du kannst den Monitor sowohl horizontal als auch vertikal aufstellen.

5 KSdigital C100 Features

  • Aktiver Studio Monitor
  • Koaxial
  • 10-Zoll Tief- und Mittentöner
  • 1-Zoll Hochtöner als konisches 70° Horn
  • Leistung: 2 x 250 W

Optional lässt sich der Monitor auch mit einer Fernbedienung (nicht im Lieferumfang enthalten) steuern. Für diese musst Du allerdings einen Preis im hohen dreistelligen Bereich ausgeben.


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KSdigital C100 Testbericht

Erster Eindruck

Mächtig ist das erste, was mir beim Anblick des KSdigital C100 Studio Monitors einfällt. Der Monitor hat eine ordentliche Größe und ist mit gut 15 kg eher ein Schwergewicht. Dafür steht er sowohl fest und stabil auf jedem Untergrund.

Die Verarbeitung ist top. Die Regler auf der Rückseite sind stabil angebracht und lassen sich angenehm drehen.

KSdigital C100 Test

Die KSdigital C100 kommen mit einer koaxialen Anordnung von Tweeter und Woofer

Gehäuse aus Stahl

Etwas ungewöhnlich für einen Studiomonitor ist das Gehäuse. So wird das der C100 aus Stahl gefertigt, wo normalerweise eher Holz zum Einsatz kommt.

Im Gegensatz zu einem Gehäuse aus Holz ist der Stahl nur wenige Millimeter dick. Dadurch steht auf der Innenseite des Lautsprechers automatisch mehr Volumen zur Verfügung.

Auf der Innenseite werden die Gehäuse mit Anti-Dröhnplatten aus Bitumen beklebt, die verhindern, dass der Sound metallisch klingt.

Die Frontplatte ist aus Holz.

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Rückseite der C100 mit allen Anschlüssen und Reglern

Bedienelemente

Alle Bedienelemente, einschließlich des Netzschalters, finden sich rückseitig an den aktiven Studiomonitoren:

  • Volumenregler
  • Regelung für Bass
  • Regler für Treble
  • Schalter für Strom
  • Schalter für LED-Beleuchtung
  • RJ45 für optionalen KSD-RC Remote-Controller

Mit dem ersten kannst Du die Lautstärke einstellen. Die anderen beiden sind zum manuellen Einstellen der Höhen und des Basses. Das gefällt mir gut, dass sich diese stufenlos direkt am Gerät regeln lassen.

Weiterhin findet sich noch ein Schalter zum Ein- und Ausschalten der Box sowie ein Schalter zum Ein- und Ausschalten der Beleuchtung des Logos auf der Vorderseite. Das ist ein schönes Feature, dass sich die Beleuchtung ausschalten lässt.

Gerade in einem eher dunkel gehaltenen Studio mit Ambiente-Beleuchtung könnte es sonst zu hell leuchten.

Zusatzfunktionen mit KSD-RC Fernbedienung

Mit der optional erhältlichen Fernbedienung lassen sich erweiterte Einstellungen wie das Einstellen von phasenkompensierten, parametrischen EQs und die exakte Einmessung im Raum ohne zusätzliche Hardware vornehmen.

Wie gut diese Funktionen arbeiten, kann ich allerdings nicht beurteilen. Die Fernbedienung stand mir für meinen KS Digital C100 Test nicht zur Verfügung.

KSdigital C100 Test

Vorder und Rückseite der Studiomonitore

Anschlüsse

Auf der Rückseite der Box befinden sich mehrere Anschlüsse. Neben einem klassischen Analogeingang ausgeführt als XLR-Buchse finden sich auch ein Eingang zum Anschließen der optionalen Fernbedienung, ein Ausgang zum Anschließen eines zusätzlichen Subwoofers und ein Anschluss für das mitgelieferte Netzkabel.

Zusätzlich gibt es noch einen digitalen Eingang. Über diesen lassen sich die Endstufen des KS Digital C100 digital ansteuern. Dabei wird das digitale Musiksignal unverstärkt an die Endstufe weitergeben. Die Vorverstärkung findet komplett im Lautsprecher statt.

Der in den Lautsprechern verbaute AD/DA-Wandler arbeitet mit einer Samplerate von 192 kHz bei 24 Bit.

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So werden die anliegenden Audiosignale in diesen Lautsprechern bearbeitet

In der Praxis

Der KSdigital C100 Studiomonitor ist für den Midfield-Einsatz designt und hat richtig Dampf unter der Haube. Du kannst damit brachiale Lautstärken fahren, ohne dass der Lautsprecher aus der Fassung zu bringen wäre. Stolze 118 dB sind im Peak möglich.

Er zaubert dabei eine Menge Bass, fast schon zu viel für meinen Geschmack. Aber das lässt sich rückseitig mit dem entsprechenden Klangregler anpassen.

Klang der KSD C100 Reference

Vom Saarbrückener Hersteller bin ich einen sehr ehrlichen Klang gewohnt mit einer selten dagewesenen Impulstreue.

Und da machen die C100 auch keine Ausnahme. Sie sind das perfekte Werkzeug für Toningenieure und Producer, die wirklich wissen möchten, was mit ihren Mixen los ist.

Die C100 spielen sehr exakt wieder, was in der Musik zu hören ist. Die räumliche Abbildung hat mir sehr gut gefallen. Gerade bei audiophilen Aufnahmen von Chesky Records kannst Du richtig in den Raum eintauchen und die Musiker sowie ihre Position genau lokalisieren.

KSdigital C100 Test

So werden die anliegenden Audiosignale in diesen Lautsprechern bearbeitet

Bass

Der Bass geht runter bis 35 Hz und füllt unser Studio deutlich besser als die sonst hier verwendeten KSdigital A200, die mit einem 8-Zoll Woofer auskommen müssen.

Wer viel elektronische Musik produziert oder abmischt, wird sich über das Extra an Bass freuen. Für mein Studio war es etwas zu viel, so dass ich den Bass mithilfe des Reglers auf der Rückseite etwas abgesenkt habe.

Stereobreite

Das Stereofeld ist sehr weit angelegt bei der C100, wobei mir das der A200 sogar noch etwas weiter erscheint.

Bildstrecke

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Fazit zum KSdigital C100 Test

Der neutrale Klang der KSdigital C100 ist die größte Stärke dieser Studiomonitore für das Midfield. Die Lautsprecher punkten mit exzellenter räumlicher Klangabbildung und einer erstklassigen Impulstreue.

Natürlich muss der geneigte Käufer tief in die Tasche greifen, um sich ein Pärchen der C100 ins eigene Studio zu stellen. Dafür erhält er einen lauten und souveränen Studiomonitor, der auch noch in Deutschland handgefertigt wird.

Allein das optische Design der C100 ist etwas gewöhnungsbedürftig und sehr techniklastig. Aber das dürfte im Studioumfeld wohl ohnehin nicht ins Gewicht fallen.

Alles in allem kann ich diesen Lautsprecher nur empfehlen, er hat mir gut gefallen und eignet sich hervorragend auch für alle Produzenten elektronischer Musik durch den starken Bass. Von meiner Seite aus gibt es eine sehr gute Wertung im KSdigital C100 Test.

KSdigital C100 Features

  • Aktiver Referenz-Studiomonitor
  • Koaxial
  • 10-Zoll Tief- und Mittentöner
  • 1-Zoll Hochtöner
  • Leistung 2 x 250 Watt
  • Frequenzgang: 35 - 22.000 Hz
  • AD/DA-Wandler: 24 Bit / 192 kHz
  • Grenzschalldruckpegel: 118 dB SPL
  • Horizontale und vertikale Aufstellung möglich
  • 6 frei-parametrische EQs, Filter, High- und Lowshelving, Delay, Gain
  • FIRTEC EQ
  • FIR Crossover
  • FIR-System Filter
  • Limiter
  • Analoger Eingang: XLR symmetrisch
  • Digitaler Eingang (nur linker Kanal): AES3 (32 - 210 kHz, bis 24 Bit)
  • Abmessungen (B x H x T): 350 x 350 x 285 mm
  • Gewicht: 15 kg
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