Komet KODA Test: Overdrive Preamp in Pedalformat

Komet KODA Test

Im Komet KODA Test kannst Du dir außerdem die Soundbeispiele zu diesem Overdrive anhören...

Was ist es?

Der KODA Komet ist ein Overdrive Pedal, das die Verzerrung mittels einer Transistor-Vorstufe generiert. Hierzu kommt noch eine zweite, zuschaltbare Ausgangsstufe, die sowohl Dynamik, als auch Klang eines echten Röhrenamps bieten soll.

Neben der herkömmlichen Klangregelung mittels EQ bietet das Pedal noch eine Hi-Cut Funktion, hinter der sich ein Höhenfilter verbirgt.


Passend dazu


Dank des relativ kleinen Gehäuses von 117,5 x 92 x 51mm findet der Komet KODA noch auf jedem Pedalboard Platz. Ein passendes 9V Netzteil gehört nicht zum Lieferumfang, jedoch kann der Komet auch mit einer Batterie betrieben werden.

Mehr zum Thema: Gitarren-Effektgeräte


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Komet KODA Testbericht

Erster Eindruck

Die Oberfläche des Komet KODA wirkt auf den ersten Blick sehr aufgeräumt und besticht durch ein einfaches Design. Das O in KODA wird einfach durch einen Schweif aus drei roten Linien zu einem fallenden Kometen – einfach und clever zugleich.

Damit dem Innenleben selbst bei den aufregendsten Gigs nichts passiert, wurde das Gehäuse aus einer dicken Schicht Metall hergestellt.

Alle sechs Regler hinterlassen einen ordentlichen Eindruck, sitzen stabil in den Führungen und sind vernünftig mit dem Gehäuse verschraubt. Weiße Linienmarkierungen lassen den Benutzer stets alle Einstellungen erkennen.

Komet KODA Testbericht

Top Verarbeitung und aus amerikanischer Fertigung

Verarbeitung

Die beiden Kippschalter für Output-Stage und Hi-Cut sind zuverlässig im Gehäuse versenkt und rasten satt ein. Dazu wurde ein stabiler, nicht klickender Footswitch verbaut der so einige Fußtritte aushalten wird.

In- und Outputbuchse sind rücklings verbaut und sorgen somit für mehr Platz links und rechts neben dem Pedal.

Allgemein macht der Komet KODA Pedal der Aufschrift „Made in USA“ alle Ehre. Das ganze Gitarrenpedal wirkt bis in den letzten Winkel hochwertig.

Bedienelemente

Alle Bedienelemente des Komet KODA Pedals wurden übersichtlich angeordnet. Durch die selbsterklärenden Bezeichnungen findest Du dich sehr schnell zurecht. Die erste Stufe, die das Signal erreicht, wird mit dem Drive Regler gesteuert.

In Zusammenarbeit mit dem Gain Regler lässt sich hier der Zerrgrad einstellen. Mit dem Master regeln wir die allgemeine Lautstärke des Komet Koda.

EQ – Einstellungen

Die beiden Regler Treble und Bass sind wie bei einem großen Amp für die Klangregulierung der Frequenzen zuständig. Auf 12 Uhr ist das Frequenzbild neutral und lässt sich sowohl beschneiden, als auch anheben. Dabei besticht der EQ vom Komet KODA mit einem sehr weiten Regelbereich.

Hi-Cut

Der Hi-Cut wird mit dem rechten Kippschalter geregelt. Auf Position 0 werden gar keine Höhen beschnitten. Stufe 1 führt eine leichte Höhenbeschneidung durch und noch etwas mehr ist mit Stufe 2 möglich.

Output Stage

Der kleine Kippschalter mit der Beschriftung Output Stage ist für die besondere Funktion des Komet KODA zuständig. Er aktiviert die zweite Endstufe und soll eine Röhrenausgangsstufe simulieren, um ein sehr dynamisches und feinfühliges Spielverhalten zu gewährleisten.

Mit dem dazugehörigen Level-Regler lässt sich die Lautstärke der Output Stage regulieren.

Komet KODA Review

Wie klingt er denn nun, der Komet KODA? Soundbeispiele mit verschiedenen Einstellung findest Du unten.

Sound des Komet KODA

Das Komet KODA besticht durch eine sehr sahnige, hochkomprimierte typische US-Amerikanische Verzerrung. Relativ weit weg also vom verwatzten, schnalzigen Marschall-Sounds und viel eher in Richtung komprimierter, fetter Mesa Boogie. Dabei reicht die Verzerrung von leichtem Bluesrock bis hin zu ganz schön stark verzerrten Hard-Rock Sounds.

Für ein wahres Metal-Brett reicht es dem Komet KODA leider nicht ganz an Gain-Reserven, doch lässt es sich auch wunderbar als Booster Pedal verwenden. Besonders dann entsteht ein sehr resonanter und obertonreicher Solo-Sound in Richtung John Petrucci und Co.

Dabei reagiert das Pedal auf ganzer Linie dynamisch. Picking-Passagen und Legato-Spiel kommen wunderbar kräftig rüber. Der Bodentreter reagiert sehr sensibel auf alle Spiel-Nuancen.

Klangbeispiele

Hier ist gut die sehr komprimierte Verzerrung des Komet Koda gut zu hören. Zunächst ohne Output-Stage Funktion, danach ohne.

Neben einer ordentlichen Rhytmusverzerrung eignet sich das KODA ebenfalls ausgezeichnet für ordentliche Solo Einlagen. Die harmonische und gleichzeitig saftige Zerre lädt gerne zu kleinen Shred-Ausflügen ein.

Aber auch mit etwas weniger Verzerrung klingt der Bodentreter wunderbar.

Hier der Hochpassfilter auf Stufe 2: Besonders in Kombination mit einem Singlecoil Tonabnehmer wird der Sound sehr angedickt. Stevie Ray Vaughan wäre entzückt!

Übersicht Komet KODA Review

PRO

  • Flexible Klangregulierung
  • Sahnige, komprimierte US-Zerre
  • Anstandslose Verarbeitung

CONTRA


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Fazit zum Komet KODA Test

Der Komet KODA ist ein ausgezeichnet klingendes Overdrive Pedal, das bis in den letzten Winkel hochqualitativ verarbeitet wurde. Da der Bodentreter mit vielen Regelmöglichkeiten ausgestattet wurde, ist er sehr flexibel einsetzbar. Ein ordentlicher Regelbereich der beiden EQ-Potis für Treble und Bass lässt im Frequenzbild keine Wünsche offen.

Ein einfacher, zweistufiger Hi-Cut sorgt für einen sehr fetten Blues, beziehungsweise Bluesrock Sound mit einem starken Ausschlag Richtung US-Zerre.

Eine Kombination aus Transistor Vor- und Endstufe erzeugt ein besonders dynamisches Spielgefühl, das jede noch so kleine Nuance des Gitarristen detailgetreu wiedergibt.

Wer echten, fetten Gain-Sound sucht, findet hier ein Modell mit ausgezeichneter Verarbeitung und das eine sehr gute Wertung von mir erhält – unbedingt ausprobieren.

Inhaltsverzeichnis // Komet KODA Test

  1. Was erwartet dich?
  2. Review
  3. Pro & Contra
  4. Fazit
  5. Wertung

SEHR GUT

Komet KODA am 12.10.2018

Produkt:      Komet KODA
Hersteller:  Komet

Preis:  279,00 Euro
UVP:    299,00 Euro

Kurzfazit

Der Komet KODA ist ein Overdrive Preamp mit ausgezeichneter Klangregulierung, typisch amerikanischer Verzerrung und fabelhafter Verarbeitung. Das Bodeneffektgerät aus nordamerikanischer Fertigung besticht nicht nur durch die gute Verarbeitung, sondern auch mit der typisch amerikanischen Verzerrung. Diese eignet sich sehr gut für Riffs und Licks. Ein sahniger und komprimierter, flexibel regulierbarer Klang erwartet dich.

Für wen

Gitarristen, die sich verzerrtechnisch im Mittelfeld befinden und einen guten Overdrive suchen.

Wichtige Merkmale
  • Overdrive Preamp
  • Made in USA
  • Preamp und Output Stage für dynamische Verzerrung
  • Regler: Gain, Drive, Bass, Treble, Volume, Level
  • Zweistufiger High-Cut
  • On / Off Switch für Output Stage
  • True Bypass
  • Betrieb mit Batterie / 9V Netzteil (nicht im Lieferumfang enthalten)

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