König & Meyer Spider Pro Testbericht: Futuristischer Keyboardständer in Säulenform

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König & Meyer Spider Pro Testbericht

Gestatten, unser König & Meyer Spider Pro Testbericht.

Was ist es?

Der König & Meyer Spider Pro 18860 ist ein Säulenständer für Keyboards. Standardmäßig wird er mit zwei Paar Auflagearmen verkauft, ab Werk lassen sich also zwei Keyboards platzieren. Sollte das nicht reichen, können weitere Auflagearme nachgekauft werden.

Der Spider Pro wird in den Farben Alu eloxiert und Schwarz eloxiert verkauft. Neben den Auflagearmen kannst Du optional auch einen Schwenkarm für ein Mikrofon und ein Notebookhalter kaufen. In der Grundversion wiegt der Ständer, der zum Großteil aus Aluminium besteht, 11,34 Kilogramm.

König & Meyer Spider Pro Testbericht

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König & Meyer Spider Pro Testbericht

Lieferumfang & Aufbau

Der Keyboardständer hat unsere Redaktion gut verpackt in einem langen schmalen Karton erreicht. Beim Auspacken fällt mir eine Bauanleitung in die Finger, die mich direkt an die allseits bekannte Möbelkette aus Schweden erinnert. Viele Bilder und fast kein Text. Auch wenn es bei den Möbeln am Ende meist nicht sinnvoll ist, folge ich meinem Spieltrieb und versuche mich auf eigene Faust an meinem „Überraschungsei“. Immerhin kommt ja alles bereits vormontiert und muss nur richtig ausgeklappt werden.

König & Meyer Spider Pro Testbericht

Noch unausgeklappt

Zunächst klappe ich die Beine aus. Da es keinen Einrastmechanismus gibt, war ich mir nicht gleich sicher, ob ich die richtige Richtung genutzt habe. Beim vierten Bein wird aber klar, dass es passt. Eine Arretierung der Beine in den zwei möglichen Positionen für Transport und im aufgebauten Zustand hätte ich schön gefunden. Allerdings ist mir auch klar, dass das wieder ein Teil mehr wäre, das kaputt gehen könnte, wenn man es oft nutzt.

»Spider Pro trifft es ganz gut« dachte ich mir, als das Gerät auf allen vier Beinen stand. Ein Arachnologe würde zwar bemängeln, dass es schon acht Beine sein müssten, aber wir sind ja auch noch nicht fertig. Mit den insgesamt vier Auflagearmen kommen wir nämlich auf die acht Gliedmaßen. Ich ziehe etwas unbeholfen an den oberen Armen, um die Höhe zu verstellen, aber sie wollen zunächst nicht. Erst als ich die Mutter für die Höhenverstellung lockere, kommen mir die Arme entgegen. Das ist beim Transport sicher praktisch.

Nachdem ich alle vier Arme ausgeklappt habe, steht der Keyboardständer fertig vor mir. Und die Anleitung? Der Aufbau des Spider Pro läuft so selbsterklärend und schnell, dass Du die Anleitung nach dem ersten Aufbau getrost in die Altpapiertonne werfen kannst.

 

Die harten Fakten

Der Spider Pro wiegt etwas mehr als 11 kg und im aufgestellten Zustand ist er 131 cm hoch. Die Arme können ab etwa 38 cm bis zur Höhe von ca. 130 cm stufenlos verschoben werden. Der Hersteller gibt eine Auflagebreite von 67 bis 94 cm an. Die Auflagetiefe kann zwischen 30 und 47 cm liegen. Das sollte für die meisten Keyboards passen.

Laut Herstellerangaben sollte dein Keyboard nicht über 35 kg wiegen. Die maximale Belastbarkeit liegt bei 105 kg. Das wären dann zum Beispiel drei Keyboards mit je 35 kg. Da bleibt genug Luft nach oben.

Die oberen Auflagearme wurden im Winkel von 15 Grad angebracht. Das soll die Sicht auf das untere Keyboard verbessern, was in der Praxis auch gut gelingt.


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Verarbeitung

Zum Test haben wir das Modell in der Farbe Alu eloxiert (silbern) erhalten, es existiert noch eine schwarze Variante. Leider können wir keine verbindliche Aussage zu der schwarzen Variante machen, doch es ist zu erwarten, dass die schwarze Farbe durch die Eloxierung wesentlich besser hält, als wenn der Ständer einfach lackiert wäre. Jeder, der seinen Keyboardständer für Liveauftritte nutzt, weiß sicher, wie schnell da der Lack ab sein kann. Beim Spider Pro wurde wurde die Farbe nicht nur aufgetragen, vielmehr befindet sie sich in der obersten Schicht des Aluminiums.

Die Beine machen einen sehr stabilen Eindruck. Der Ständer bietet durch die Anordnung der Beine einen unerwartet festen Stand, und das auch ohne das stabilisierende Gewicht der Keyboards. Mit Tasteninstrumenten bestückt erhöht sich die Standfestigkeit noch einmal deutlich. Ein Kippen des Säulenständers ist höchst unwahrscheinlich. Dazu müsste man schon jemand mit sehr viel Schwung dagegen springen.

Die Säule und die Auflagearme sind aus Aluminium gefertigt. Die Auflagearme wirken etwas wackelig, wenn sie ausgeklappt werden. Sobald ein Keyboard auf den Armen liegt, sitzt alles fest. Das Gewicht des Keyboards stabilisiert nicht nur den Ständer, sondern auch die Arme. Der Klappmechanismus der Arme scheint das Gewicht des Keyboards zu benötigen. Die Nut und das Federsystem greifen unter diesem Gewicht erst richtig ineinander.

Die Auflagefläche der Arme wurde mit einer Gummierung versehen, was ein Verrutschen der Keyboards weitgehend verhindert. Außerdem hat das obere, um 15 Grad nach unten geneigte Armpaar vorne einen Stopper, der ein Abrutschen des Keyboards verhindert. Beim Spielen lagen unsere Testkeyboards stabil auf. Im mittleren Notenbereich bespielt saßen sie bombenfest. Lediglich beim Spielen der tiefsten und höchsten Oktave wippten die Keyboards leicht mit. Ich komme damit allerdings sehr gut klar und denke, dass das Wippen für einen Säulenständer sehr gering ausfällt.

Die Höhenverstellung ist aus Kunststoff gefertigt und die Schraube, die dazu gelöst werden muss, ist sehr handlich. Sie ist etwa vier Zentimeter breit und lässt sich auch mit großen Händen problemlos bedienen. Das Verschieben der Auflagearme in der Höhe flutscht dagegen nicht ganz von alleine, das geht mit zwei Händen am besten.

Im Livebetrieb, also mit Keyboards auf den Armen, lässt sich die Höhe nicht verstellen. Ist vielleicht auch sinnvoller. So kann Dir das Keyboard nicht abrauschen, wenn Du die Schraube einmal nicht komplett festgezogen hast. In der Schiene, in der sich die Höhenverstellung befindet, findet sich auch die Kabelführung – zwei Kabelklemmen werden mitgeliefert. Ich hätte mir noch eine weitere gewünscht, so hätte ich unter jedes Keyboard eine Klemme hängen können und ganz unten am Ständer noch die dritte.

 

Optionales Zubehör

König & Meyer bietet eine ganze Reihe nützlicher Gimmicks an. Am oberen Säulenende des Spider Pro ist ein Gummiplatte mit fünf Schrauben angebracht. In dieser befindet sich eine Mutter, die für einen Mikrofonschwenkarm genutzt werden kann. Dort lässt sich auch eine Laptophalterung montieren. Sehr gut gefällt mir, dass Laptophalterung und Schwenkarm auch gleichzeitig genutzt werden können. Hierzu benötigst Du ein Verlängerungsrohr und einen Gewindebolzen, die separat erhältlich sind.

König & Meyer Spider Pro Testbericht

Rechts: Der König & Meyer Spider Pro inklusive Laptopständer und Mikrofonstativ

Da der Schwenkarm über dem Laptop hängt, solltest Du aber keinen allzu großen Laptop nehmen. Sonst musst Du noch eine Verlängerung nutzen, damit Du nicht nur im Stehen singen kannst. Überhaupt könnte einem der Laptop evtl. die Show stehlen, da er relativ hoch auf dem Spider Pro montiert ist. Bei kleineren Menschen könnte dadurch das Gesicht verdeckt werden. Das kannst Du natürlich relativ einfach umgehen, in dem Du dich schräg zu deinem Publikum stellst oder dir den kleineren „Baby Spider Pro“ zulegst.

Auch weitere Auflagearme sind separat erhältlich. So trägt der Spider Pro dann ein drittes, eventuell sogar ein viertes Keyboard. König & Meyer bieten übrigens sowohl horizontale sitzende als auch die um 15 Grad geneigte Variante in ihrem Shop an.

Übersicht König & Meyer Spider Pro Review

PRO

  • Stabiler Stand und feste Keyboardablage mit minimalem Wippen
  • Umfangreiches optionales Zubehör
  • Stufenlose Höhenverstellung
  • Kabelführung integriert
  • Keyboardständer aus eloxiertem Aluminium
  • Einfach transportabel, da der Ständer nur aus einem Teil besteht

CONTRA

  • Keine Arretierung der Beine
  • Nur zwei Kabelklemmen im Lieferumfang

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Fazit zum König & Meyer Spider Pro Test

Der Spider Pro ist ein durchweg gelungener Keyboardständer für den gehoben Anspruch und mit vielen nützlichen Features. Einer der wichtigsten Aspekte ist die Standfestigkeit, hier erfüllt der Spider Pro das Soll und darüber hinaus. Für einen Säulenständer entsteht selbst beim Bespielen der äußersten Tasten des Keyboards nur ein minimales Wippen.

Mit dem eloxierten Aluminium wirkt selbst die Oberfläche des verwendeten Materials sehr hochwertig und steckt Schrammen besser weg als ein einfach lackierter Keyboardständer. Der Aufbau gestaltet sich sehr einfach. Es gibt keine Einzelteile, die transportiert werden müssten. Alle Teile befinden sich am Ständer selbst und müssen nur ausgeklappt werden. Ohne optionales Zubehör wiegt der Spider Pro etwas über elf Kilogramm. Er ist nicht gerade ein Leichtgewicht, lässt sich aber noch gut transportieren.

Bei den Beinen wäre eine Arretierung hilfreich, Du kommst aber auch ohne aus. Die Auflagearme wirken im unbenutzten ausgeklappten Zustand etwas wackelig, doch mit aufgelegtem Keyboard bekommen die Arme eine hohe Stabilität.

Mit Mikrofonschwenkarm, Laptophalterung und weiteren Auflagearmen für zusätzliche Keyboards lässt sich der Spider Pro zur Superspinne aufrüsten. Er wird dabei so umfangreich und hoch, dass Du dich bei deinen Auftritten dahinter verstecken kannst und niemand deinen roten Kopf sieht, wenn Du dich verspielt hast.

Mit dem Spider Pro haben König & Meyer einen schicken und bühnentauglichen Keyboardständer im Angebot. Für die gute Verarbeitung und das gelungene Konzept vergebe ich im König & Meyer Spider Pro Testbericht viereinhalb von fünf Punkten.

Inhaltsverzeichnis // König & Meyer Spider Pro Test

  1. Was erwartet dich?
  2. Review
  3. Pro & Contra
  4. Fazit
  5. Wertung

Mehr zum Thema:
  

SEHR GUT

König & Meyer Spider Pro Testbericht am 29.03.2012

Produkt:      König & Meyer Spider Pro
Hersteller:    

Preis:  199,00 Euro
UVP:    275,10 Euro

Kurzfazit

Keyboard-Säulenständer mit umfangreichen Erweiterungsmöglichkeiten. Der Spider Pro ist ein stabiler Keyboardständer in Säulenform und kann mit Laptophalterung, Schwenkarm und weiteren Auflagearmen erweitert werden.

Für wen

Alle, die einen bühnentauglichen Keyboardständer suchen.

Wichtige Merkmale
  • Keyboardständer in Säulenform
  • In Grundausstattung Platz für 2 Keyboards
  • Erweiterbar durch Laptophalterung, Schwenkarm und weitere Auflagearme
  • Einfacher und schneller Auf- und Abbau möglich
  • Transportgewicht von 11,34 kg

 


Lesermeinungen (5)

zu 'König & Meyer Spider Pro Testbericht: Futuristischer Keyboardständer in Säulenform'

  • Günter Huber   19. Sep 2014   17:29 UhrAntworten

    Hallo! Einen Kommentar habe ich keinen, aber eine Frage.
    Ich spiele im Sitzen mit 1 Keyboard und möchte auf der oberen
    Ebene einen Bildschirm stellen. Ist der Spider Pro hierfür
    geeignet? Nach meinem Eindruck ist er nur für stehende Tätig-
    keit entwickelt.
    Können Sie mir bitte Auskunft geben?

  • Carlos San Segundo (delamar)   19. Sep 2014   18:10 UhrAntworten

    Sofern der Laptop guten Halt findet auf der oberen Ebene, steht der Sache nichts im Wege.

  • Artut   23. Sep 2014   18:41 UhrAntworten

    Je veux acheter

    • Felix Baarß (delamar)   23. Sep 2014   19:27 UhrAntworten

      Salut,

      ici: http://www.thomann.de/fr/km_18860_spider_pro_silber.htm
      ou noir : http://www.thomann.de/fr/km_18860_spider_pro_schwarz.htm

      :)

  • Heiko Hempel   05. Sep 2015   19:09 UhrAntworten

    Hallo,
    ich nutze seit einigen Tagen den Spider Pro für meinen Yamaha Tyros 5 auf der oberen Ablage. Durch die vorgegebene Neigung von 15 Grad steht das Keyboard so abgewinkelt, dass dadurch der am Instrument montierte Notenständer senkrecht steht und das Textbuch nicht mehr standsicher hält.
    Gibt es eine Möglichkeit, den Neigungswinkel zu verändern?

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