Kawai CA501 Test
Authentisches Spielgefühl und kraftvoller Klang

Kawai CA501 Test

Im Kawai CA501 Test stellt sich das neue Digitalpiano des renommierte Herstellers.

Was ist es?

Das Kawai CA501 ist der neueste Spross der Kawai CA Digitalpianoserie. Dieser sampelt den Shigeru Kawai EX Competition Konzertflügel, den Kawai EX Flügel und das Shigeru Kawai SK-5 Modell.

Neben den hochwertigen Samples bietet das Digitalpiano eine hochwertige Tastatur, eine Dreifachsensorik und ein erstklassiges Lautsprechersystem, um sich wie ein richtiger Flügel anzufühlen.

Das Kawai CA501 ist mit der Grand Feel Compact Mechanik ausgerüstet, die das Spiel auf einer Flügeltastatur simuliert. Die 88 Tasten des Digitalpianos sind mit einem Holzkern versehen und die Oberfläche mit einer Ivory Touch-Beschichtung.

Wer schon einmal die Mechanik einer echten Klavier- oder Flügeltastatur in Augenschein genommen hat, weiß bestimmt, dass die Tasten wie eine Wippe oder Waage funktionieren. Das Kawai CA501 ist deshalb ebenfalls mit einem Waagebalken versehen, auf dem die besonders langen Tasten aufliegen.


Passend dazu


Kawai CA501 Test: 5 Features

  • Herausragende Flügel-Samples: Shigeru Kawai EX Competition, Kawai EX und Shigeru Kawai SK-5 Modelle
  • Grand Feel Compact Tastaturmechanik mit Holztasten, graduierter Gewichtung und Druckpunktsimulation
  • Dreifachsensorik
  • 4 Lautsprecher mit 2 x 50 Watt und 360° Diffusoren für die Mittel-/Hochtöner
  • Spatial Headphone Sound-Technologie (SHS) für räumliches Hören mit Kopfhörern

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Kawai CA501 Testbericht

Erstkontakt

Wie spricht die Tastatur an? Wie klingt das Instrument? Wie entfaltet sich der Klang? Wie wirkt das Instrument optisch? Dies sind in der Regel die ersten Fragen, die mir beim Erstkontakt mit einem Klavier, Flügel oder auch Digitalpiano durch den Kopf gehen. Das war auch beim Kawai CA501 Digitalpiano nicht anders.

Der Test fand dieses Mal nicht in den eigenen vier Wänden, sondern in Earny’s Musikladen in Witten statt. Diesem möchte ich an dieser Stelle danken, dass ich das neue Digitalpiano vor Ort testen konnte.

Kawai CA501 Test

Das Kawai CA501 sieht aus wie ein akustisches Klavier.

Schon von weitem fällt mir beim Blick auf das Kawai CA501 auf: das Instrument wirkt eher wie ein echtes Klavier als wie ein Digitalpiano. Das Gehäuse und die Tastatur vermitteln bei Erstkontakt sofort ein angenehmes und edles Gefühl.

Das Gehäuse ist übrigens in den Ausführungen Premium Rosenholz, Premium Weiß satiniert und Premium Schwarz satiniert erhältlich.

Ich entdecke außerdem zwei versenkbare Notenhalter-Pins. Diese sollen dafür sorgen, dass Notenhefte nicht herunterrutschen oder Saiten von alleine umschlagen. Das Notenpult selbst ist mehrstufig einstellbar.

Kawai CA501 Test: Tastatur

Wie eingangs erwähnt ist die Grand Feel Compact Tastatur mit echten Holztasten und einer Ivory Touch-Oberfläche versehen. Sofort stellt sich deshalb ein natürlicher Spieleindruck ein.

Kawai CA501 Test

Tastatur mit Ivory Touch-Oberfläche

Holztasten mit Ivory Touch-Oberfläche

Die Tastatur erscheint nicht ganz so straff, wie ich es aus Tests anderer Kawai Digitalpianos gewohnt bin. Die graduierte Gewichtung macht sich positiv bemerkbar und die Druckpunktsimulation sowie die Dreifachsensorik sorgen beim ersten Anspielen sofort für ein realistisches Spielgefühl.

Es dauert nicht lange, bis ich mich an die Tastatur gewöhnt habe. Die Repetition ist sehr gut.

Pedale

Das Kawai CA501 besitzt wie ein Flügel drei Pedale. Das rechte Pedal ist als Halbpedal-fähiges Haltepedal ausgeführt, die beiden anderen Pedale als Soft- und Sostenuto-Pedal. Die drei Pedale lassen sich vielfältig konfigurieren. Manchmal steuern sie auch Effekte, wie zum Beispiel den Rotary-Effekt bei der Orgel.

Kawai CA501 Test

Dreifach-Pedaleinheit

Bedienelemente und Sounds im Kawai CA501 Test

Das Bedien-Panel findet sich auf der linken Seite neben der Tastatur. Es besteht aus einem 128 x 64 Pixel OLED Display und mehreren Tasten zur Auswahl der Sounds und zum Einstellen der wichtigsten Funktionen sowie des Recorders. Das Display schaltet sich nach einiger Zeit der Inaktivität automatisch ab.

Acht Taster dienen der Auswahl der Sound-Kategorien:

  • Piano 1
  • Piano 2
  • E. Piano
  • Organ
  • Harpsi
  • Strings
  • Pad
  • Bass

Hinter jeder Kategorie verbergen sich mehrere Klänge, so zum Beispiel die diversen Flügel, Upright Pianos, Pop Pianos, diverse Electric Pianos, Orgeln von Jazz bis Kirchenorgel, Harpsichord, Clavinett, Vibraphone, diverse String- und Chor-Sounds, Pads und verschiedene Bass-Sounds und Gitarren.

45 verschiedene Klänge

Insgesamt 45 Klänge warten darauf, von dir entdeckt zu werden. An Polyphonie hat Kawai dabei nicht gespart, denn ganze 256 Töne können gleichzeitig erklingen. Doch dazu später mehr.

Der integrierte Recorder umfasst zwei Spuren mit maximal 90.000 Noten und speichert intern 10 MIDI Songs. Auf USB-Sticks lassen sich auch Audioaufnahmen als MP3 oder WAV speichern.

Intuitive Bedienung

Eine Lesson-Funktion bietet Erklärungen zur Erarbeitung von 542 Werken von Burgmüller, Czerny, Bach, Chopin, Hanon, Beyer und mehr. Für die Hanon-Stücke ist sogar ein Notenheft enthalten. Weitere Titel kommen von Alfred, vermutlich aus der berühmten Klavierschule. Hier sind allerdings keine Notenhefte enthalten.

Außerdem gibt es diverse Übungen für Fingertraining, Arpeggios und Akkorde. Ich entdecke bei meiner Reise durch die Menüstruktur außerdem 33 Demo Songs, 29 Piano Music Songs und 176 Concert Magic Songs. Es gibt also eine Menge zu entdecken, zu hören und zu üben.

Zusätzlich findet sich noch ein Metronom mit zehn verschiedenen Taktarten und 100 Rhythmen aus den Bereichen Beat, Pop, Rock, Funk, Shuffle, Hip Hop, Waltz, Marsch und Latin.

Kawai CA501 Test

Das Bedienfeld des Kawai CA501

Das große Display, Cursor-Tasten und drei weitere Tasten unterhalb des Displays, die jeweils gerade im Display angezeigten Funktionen zugeordnet sind, erlauben das schnelle Navigieren durch die Menüstruktur und der Blick in die Bedienungsanleitung entfällt.

Anschlüsse

Unterhalb des Spieltisches befindet sich eine kleine Konsole, die alle Anschlüsse beinhaltet. Ich entdecke dort

  • einen Stereo-Line In (Klinke),
  • Stereo-Line Out (Klinke),
  • zwei Kopfhöreranschlüsse (Stereo-Miniklinke und 6,3 mm Stereoklinke)
  • sowie zwei USB-Anschlüsse (USB to Host und USB to Device).

Über den USB to Host-Anschluss werden MIDI-Daten übertragen, sodass Du mit einem Computer und einer DAW auch das eigene Spiel als MIDI-Daten aufzeichnen oder Software-Instrumente spielen kannst.

Lautsprecher

Bereits erwähnt habe ich die vier Lautsprecher, die von einer 2 x 50 Watt Endstufe gespeist werden. Beim ersten Betrachten musste ich diese erst einmal suchen.

Zwei Lautsprecher befinden sich auf der Oberseite unterhalb eines Stoffbezugs. Hierbei handelt es sich um zwei 8×12 cm Hoch-Mittelton-Lautsprecher mit 360° Diffusoren. Die beiden 2 x 13 cm großen Basslautsprecher sind unterhalb des Spieltisches angebracht.

Bluetooth

Beim Studieren des Bedien-Panels sticht mir das Bluetooth-Symbol ins Auge. In der Tat ist das Kawai CA501 Digitalpiano mit Bluetooth Audio und Bluetooth MIDI kompatibel. So ist die kabellose Kommunikation mit einem Smartphone oder Tablet kein Problem.

Musik lässt sich über die eingebauten Lautsprecher wiedergeben und MIDI-Daten über eine App austauschen.

Virtual Technician

Wie auch bei anderen Kawai Digitalpianos ist in das Kawai CA501 der sogenannte Virtual Technician integriert. Mit diesem kannst Du in alle wichtigen Parameter des Klavier-Sounds eingreifen, so wie es ein Klavierbaumeister bei der Optimierung und Intonation eines echten Klaviers macht.

  • Voicing,
  • Damper Resonance,
  • Damper Noise,
  • String Resonance,
  • Undamped String Resonance,
  • Cabinet Resonance,
  • Key-off Effect,
  • Fall-back Noise,
  • Hammer Noise,
  • Topboard Simulation,
  • Decay Time,
  • Release Time,
  • Temperament,
  • Stretch Tuning,
  • Hammer Delay,
  • Half-Pedal Adjust
  • und vieles mehr.

Ich fühle mich von den vielen Parametern schon fast erschlagen. Gut, dass es eine passende App für das Smartphone und Tablet gibt, mit der sich all diese Einstellungen ebenfalls vornehmen lassen. In dieser wird vor allem auch erklärt, was dabei genau geschieht.

Kawai CA501 Test

Der Virtual Technician als App

Verschiedene Stimmungen von Equal, Pure Major, Pure Minor, Pythagorean, Werckmeister II, Kirnberger III und anderen sowie User-Stimmungen lassen sich ebenfalls anwenden.

Effekte im Kawai CA501 Test

Für Raumklang sorgen sechs verschiedene Raumeffekte:

  • Room
  • Lounge
  • Small Hall
  • Concert Hall
  • Live Hall
  • Cathedral

Außerdem stehen weitere Effekte von Delay, Chorus, Ensemble, Tremolo, Vibrato, Amp-Effekten, Phaser bis hin zu einem Rotary-Effekt zur Auswahl. Letzterer lässt sich sogar in der Geschwindigkeit regeln und diese per Pedal umschalten.

Dual- und Split-Modus

Wie es sich für ein modernes Digitalpiano gehört, besitzt das Kawai CA501 auch einen Dual- sowie einen Split-Modus für das Spielen zweier Klänge gleichzeitig. Im Dual-Modus werden zwei Klänge übereinander gelegt, zum Beispiel Klavier und Streicher. Das Lautstärkeverhältnis zwischen den beiden Klängen ist einstellbar.

Im Split-Modus hingegen lassen sich zwei Tastaturzonen mit je einem eigenen Klang belegen. So kannst Du zum Beispiel mit der linken Hand einen Walking Bass mit dem E-Bass spielen, während die rechte Hand mit einem Klavier-Sound dazu improvisiert oder Akkord-Voicings spielt.

Auch einen Vierhand-Modus hat man beim Kawai CA501 implementiert.

Kawai CA501 Test: Praxis

Wie erwähnt war keine lange Eingewöhnung notwendig. Das Kawai CA501 Digitalpiano spielt sich hervorragend und klingt auch so. Zunächst einmal habe ich die Lautsprecher gesucht, denn wie bei einem richtigen Klavier scheint der Klang aus dem Körper des Klaviers zu kommen und ist schnell raumfüllend.

Beim Spielen von sehr tiefen oder sehr hohen Tönen entfaltet sich eine wunderbare Stereowirkung und wie bei einem richtigen Klavier sitzt der Sound genau da, wo er entsteht.

Der Ton ist sehr kräftig und hat viel Volumen. Das ist ein großer Kritikpunkt an vielen Digitalpianos, denen einfach die Wucht und das Volumen eines großen Konzertflügels oder zumindest eines Klaviers fehlt. Nicht so beim Kawai CA501, welches durch seine Klangfülle besticht.

Kawai CA501 Test

Die Lautsprecher für die Höhen und Mitten verbergen sich unter dem Stoffbezug oben.

Spatial Headphone Sound (SHS)

In der Vorbereitung des Tests habe ich vom neuen Spatial Headphone Sound (SHS)-System gelesen und deshalb meinen beyerdynamic DT 770 Pro Kopfhörer eingepackt, den ich seit sehr vielen Jahren nutze. Dieser benötigt dank seiner 250 Ohm einen kräftigen Kopfhörerverstärker.

Das Kawai CA501 hat mit dem DT 770 Pro keinerlei Probleme und der SHS-Klang ist hervorragend. Es lassen sich einige SHS-Parameter anpassen wie die Wahrnehmung des Klangs (Sitz vorne, weit oder normal) sowie zum Beispiel die Bauart des Kopfhörers wie offen, halboffen, geschlossen, In Ear und so weiter. Dank SHS macht es Spaß, mit Kopfhörern zu spielen.

Die Sounds

Bei den Sounds erwartet mich jetzt nicht viel Neues, da die Flügelmodelle mir von anderen Kawai Digitalpiano Tests sehr gut bekannt sind. Meine Lieblingsmodelle sind die beiden Shigeru Kawai Flügel sowie der Kawai EX.

Kawai CA501 Test

Erhältlich in drei Farbvarianten: das Kawai CA501

Die E-Pianos sowie die Streicher/Pad-Sounds klingen sehr gut. Die Orgeln waren bei Digitalpianos noch nie meine Favoriten und auch bei dem Kawai CA501 ändert sich das nicht groß. Das hat aber vor allem damit zu tun, dass sich Orgeln mit einer Tastatur mit Hammermechanik nicht wirklich gut spielen lassen.

Die Eingriffsmöglichkeiten, die einen Orgel-Sound erst so richtig lebendig machen wie Zugriegel und Volume Pedal fehlen nun einmal. Dennoch klingen die Orgel-Samples gut und immerhin lässt sich die Rotary-Geschwindigkeit über das Pedal umschalten.

Sehr gut gefällt mir die Gitarren-Sektion, insbesondere in Kombination mit den Streichern. Die Bässe klingen druckvoll und sind vor allem im Split-Modus gut einzusetzen.

Kawai CA501 Test: Hörbeispiele

Die Hörbeispiele stammen von Kawai und zeigen die enorme Bandbreite an Sounds, die das Kawai CA501 Digitalpiano abdeckt.

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Fazit zum Kawai CA501 Test

Das Digitalpiano wird immer mehr eine ernstzunehmende Alternative zum akustischen Klavier. Das Kawai CA501 trägt einen weiteren Teil zu dieser Entwicklung bei.

Es sind nicht nur die Möglichkeiten der Klangerzeugung für sehr realistische Flügel- und Klavier-Sounds sondern vor allem auch das Zusammenspiel mit der Tastatur und den Lautsprechern.

Das Kawai CA501 macht hier keine Ausnahme. Es reproduziert den Klang fast so, wie es auch das klassische Instrument macht. Die Tastatur spielt sich sehr gut und folgt den Spieltechniken des Pianisten präzise.

Viele zusätzliche Sounds mit einem guten Klang und Effekte erweitern die Möglichkeiten, die dir das Digitalpiano bietet. Überzeugend ist auch der Klang der Lautsprecher. Der Sound des Digitalpianos ist kraftvoll und authentisch.

Auch das Spiel über Kopfhörer macht dank Spatial Headphone Sound viel Spaß. Dass dann auch die Optik des Instruments stimmt und ebenfalls mehr an ein akustisches als ein elektronisches Musikinstrument erinnert, rundet das Gesamtpaket zusätzlich ab.

Das Kawai CA501 ist eine gute Empfehlung für all diejenigen, die zum Digitalpiano tendieren und trotzdem die Spieleigenschaften eines richtigen Klaviers wollen. Im Kawai CA501 Test bekommt es von mir deshalb eine sehr gute Wertung.

Kawai CA501 Features

  • 88 Tasten mit Holzkern und Hammermechanik, Druckpunktsimulation, Ivory Touch-Oberfläche
  • 45 Sounds, darunter Shigeru Kawai EX Competition Flügel-Samples
  • Harmonic Imaging XL Technologie
  • Dual-, Split- und 4-Hand-Modus
  • 256-fach polyphon
  • Metronom
  • 100 Rhythmen
  • OLED-Display
  • 2-Spur MIDI Aufnahme
  • USB-Player/Recorder: MP3, Wav, SMF
  • DSP-Effekte (Hall, Delay, Chorus, Phaser und mehr)
  • 16 Registration-Speicher
  • Virtual Technician für die Anpassung der Piano-Sounds
  • 3-fach Pedaleinheit mit Sustain, Sostenuto, Soft
  • Lautsprecher: 2x 50 W Endstufe, 2 x Bass, 2 x High/Mid
  • Bluetooth MIDI/Audio
  • 2 Kopfhörerausgänge
  • Stereo Line-Ausgang
  • Stereo Line-Eingang
  • USB to Host
  • USB to Device
  • Abmessungen ohne Notenpult (B x T x H): 1425 x 485 x 930 mm
  • Gewicht: 66 kg
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