Fluid Audio FX8 Testbericht: Koaxiale Studiomonitore zum Kampfpreis

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Fluid Audio FX8 Testbericht

Bitte recht freundlich für unseren Fluid Audio FX8 Testbericht - vielen Dank!

Was ist es?

Der Fluid Audio FX8 ist ein aktiver Studiomonitor in koaxialer Bauweise. Will heißen, dass der Hochtöner (Tweeter) in der Mitte des Tiefmitteltöners (Woofer) sitzt und deren Schall dadurch aus exakt derselben Richtung praktisch zeitgleich auf dein Ohr trifft. Durch seinen acht Zoll durchmessenden Tiefmitteltöner stellt dieses Modell Bässe noch bis hinab zu 35 Hertz dar, wodurch für viele Musiker und Produzenten einen Subwoofer kaum noch attraktiv sein dürfte. Durch die gebotene Leistung wird im Nahfeld (Ohrabstand von 1 – 1,5 m) der laute Betrieb ohne übergebührliche Verzerrungen mühelos erreicht.

Paarweise sind die Fluid Audio FX8 zum Straßenpreis von 398,- Euro (inkl. MwSt. & Versandkosten) im deutschen Fachhandel erhältlich.

Video vom Fluid Audio FX8


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Fluid Audio FX8 Testbericht

Erster Eindruck

Die Lautsprecher weisen ein für ihre Größe moderates Gewicht auf, so dass der Transport und die Umpositionierung relativ leicht vonstattengehen. Verarbeitungstechnisch ist alles okay und das Koaxialdesign ist ein Blickfang für viele Studiobesucher.

Aus der Packung purzeln vier kleine selbstklebende Isolierflächen pro Box, die für eine geringfügige akustische Entkopplung von der Stellfläche und damit einen potentiell saubereren Sound sorgen. Doch das ist weitestgehend vernachlässigbar, vielmehr ist für mich die Schonung der Tischoberfläche der eigentliche Bonus.

Der Fluid Audio FX8 schaltet nach etwa zehn Minuten der Nichtnutzung automatisch in einen stromsparenden Standby-Modus. Das stünde allen modernen Lautsprechern gut zu Gesicht – gut, dass die meisten Hersteller das mittlerweile beherzigen.

Ausstattung

Zur Einspeisung von Audiosignalen stehen XLR, Klinke und Cinch zur Verfügung. Die beiden erstgenannten liegen in symmetrischer Ausführung vor, was die Signalqualität potentiell erhöht. Zudem sind sie parallel nutzbar, Du kannst also zwei Geräte anschließen und gleichzeitig abspielen lassen. Zugegeben, das nutzt man wohl nicht oft, dennoch ist es ein schöner Bonus.

Fluid Audio FX8 Testbericht

Die Anschlüsse am Fluid Audio FX8 – Filter sind nicht an Bord

Was ich vermisst habe, sind Regler oder Schalter zur Anpassung des Frequenzgangs an die Eigenheiten der Raumakustik. Und/oder an den persönlichen Geschmack. Eine in dieser Hinsicht puristische Ausstattung stellt mittlerweile eher die Ausnahme auf dem Markt für aktive Studiomonitore dar.

Der Lautstärkeregler sitzt an der Vorderseite der Box. Sehr praktisch, um schnell nachjustieren zu können und nicht erst hinter den Studiotisch zu kraxeln, falls Du keinen Monitor-Controller einsetzt. Allerdings hätte ich mir für diesen Schieberegler – wie schon beim Fluid Audio F5 [Testbericht] – einen längeren Laufweg als die knapp bemessenen 1,5 cm gewünscht. Sei’s drum, so braucht man eben zwei, drei Sekunden mehr, um die beiden Boxen eines Stereopaars annähernd auf dem gleichen Level einzupegeln.

Klang des Fluid Audio FX8

Frequenzgang

Für seinen Durchmesser von acht Zoll legt der Tieftöner ein angemessenes Tiefbassfundament. Für mich ist genau hier der Sweetspot erreicht, an dem ich auf einen Subwoofer verzichten würde – trotz des reichlichen Budgets, das ich nach dem Kauf dieser preiswerten Lautsprecher übrig hätte. Dabei bleiben die Bässe auch bei hohen Abhörlautstärken gelassen, generell sind sie recht gut definiert.

Durch den disziplinierten, nur punktuell sanft überbetonten Bass werden die Mitten nicht übertüncht. Überlagerungen der hohen Bass- über die tiefen Mittenfrequenzen sind nicht festzustellen. Sprache wird so ausgewogen und natürlich wiedergegeben, wie ich es in dieser Preisklasse selten erlebt habe. Ab und zu könnten die moderaten und hohen Mitten eine Spur deutlicher sein, hier zeigt sich der Fluid Audio FX8 für meinen Geschmack manchmal etwas zu sehr dem HiFi-Sound zugewandt.

Fluid Audio FX8 Testbericht

Sibilanten – die auf einigen Lautsprechern/Kopfhörern problematisch »scharf« wiedergegebenen Zischlaute der menschlichen Sprache – erklingen weitestgehend gemäßigt. Überhaupt kann ich zu den Höhen erfreut anmerken, dass sie präsent, aber nicht überpräsent sind und dadurch lange, ermüdungsfreie Sessions erlauben. Die Detailschärfe in den kleinen und kleinsten Schallereignissen am oberen Ende des Übertragungsbereichs überzeugen, ohne aufzufallen – exakt so muss sich ein Studiomonitor verhalten.

Stereopanorama & Tiefenstaffelung

Auch vom Stereobild und der Tiefenstaffelung bin ich sehr angetan. Die ausgebreitete Tiefe und Breite der virtuellen Bühne ist ein Genuss, wenn ein fein aufgenommenes und abgemischtes Musikstück in hoher Auflösung erklingt (ausnahmsweise ein Tipp: Patricia Barber – Silent Partner). Dennoch ist die Phantomschallquelle in der Mitte vor mir klar zu vernehmen, typischerweise bei Stimmen oder Kick-Drums mit ihrer zentralen Positionierung. Die einzelnen Schallereignisse werden klar konturiert und räumlich differenziert wiedergegeben. So gelingt die Klangortung sehr einfach.

Impulstreue

Erst im Vergleich zu erheblich teureren Lautsprechern gibt es nennenswerte Abstriche in der Impulstreue der Bässe sowie der Trennschärfe punktueller Klangereignisse. Doch das wird die Fähigkeit, gute Mischungen auf die Beine zu stellen, nur unwesentlich beeinträchtigen. Ganz zu schweigen davon, dass Du ohnehin noch sehr gute Wandler, einen annähernd perfekten Abhörraum, feines klangliches Rohmaterial und geschulte Ohren brauchst, um nennenswert von höherklassigen Boxen zu profitieren.

Grundrauschen

Nur ein Umstand trübt das Bild merklich: Das Grundrauschen ist überdurchschnittlich hoch. Im für mich gewohnten Nahfeld, das wohl auch die meisten delamari nicht verlassen werden, durchkreuzt das Rauschen viele Pausen und ruhigere Passagen in der Musik. Abhilfe schafft nur eine nicht mehr als moderat zu bezeichnende Abhörlautstärke und eine größere Distanz zum Ohr (eineinhalb bis zwei Meter).

Übersicht Fluid Audio FX8 Review

PRO

  • Überragendes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Weitgehend neutraler Frequenzgang
  • Angemessen tiefe, kontrollierte Bässe
  • Sehr gute räumliche Darstellung
  • Gute Dynamik
  • Alle gängigen Anschlüsse

CONTRA

  • Überdurchschnittlich starkes Grundrauschen
  • Keine Klangregelung

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Fazit zum Fluid Audio FX8 Test

Gemessen am Preis sind die Fluid Audio FX8 ganz hervorragende Studiomonitore. Was hier für die Paarkosten von 350 Euro geboten wird, kann sich klanglich mit vielen teureren Modellen messen lassen. Nach dem mittlerweile dritten ausführlichen Test einer Fluid-Box kann ich bestätigen, was der Hersteller auf seiner Website schreibt: Man weiß genau, wo man beim Bau günstiger Lautsprecher sparen kann…und wo nicht.

Fluid Audio FX8 Testbericht

Der Fluid Audio FX8 ist ein guter, kompakter und erschwinglicher Studiomonitor

Der Bass ist bei einem Woofer-Durchmesser von acht Zoll naturgemäß kräftig. Einen Subwoofer werden wohl die wenigsten als nötig erachten, jedenfalls im Homerecording. Noch dazu kommt der Bass gut kontrolliert daher und überdeckt die Mitten nicht. Auch weiter oben im Frequenzgang gibt es erfreulich wenige Auffälligkeiten, nur die oberen Mitten sind ein klein wenig schüchtern.

Eine der größten Stärken des FX8 ist die räumliche Abbildung des Klangs. Alle Klänge lassen sich gut verorten und beim Abmischen genau da platzieren, wo sie auf anderen guten Abhörgeräten hörbar werden, ohne sich mit anderen Klängen in die Quere zu kommen. Dennoch bleibt die Phantommitte deutlich, es gibt also kein »Loch« im Zentrum. Schließlich ist die Dynamiktreue lobend zu erwähnen, da die Anschläge im Großen und Ganzen so schnell an- und abklingen, wie es die Signalquelle vorsieht.

Schön, dass mit XLR, großer Klinke und Cinch nun wirklich alle Buchsentypen an Bord sind, die heute im Studio oder Wohnzimmer den Anschluss an die Abspielgeräte garantieren.

Nicht so erbaulich ist das recht hohe Grundrauschen. Bei hohen Lautstärken und ggf. erhöhter Distanz zwischen Membran und Ohr ist das kein Problem, aber bei den meisten potentiellen Nutzern für diese Geräteklasse wird wohl im Nahfeld abgehört. Der Verzicht auf eine Klangregelung trägt zu dem erfrischend niedrigen Preis bei. Dennoch halte ich es für angemessen, auf das Fehlen hinzuweisen, da eine Anpassung an raumakustische Gegebenheiten nur über externe Geräte/Software möglich ist.

Alles in allem haben sich diese Studiomonitore im Fluid Audio FX8 Testbericht mit viereinhalb von fünf Punkten ein »Sehr gut« redlich verdient. Alle Sparfüchse auf der Suche nach sehr gutem Sound für das Homerecording-Szenario können zugreifen.

Inhaltsverzeichnis // Fluid Audio FX8 Test

  1. Was erwartet dich?
  2. Review
  3. Pro & Contra
  4. Fazit
  5. Wertung

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SEHR GUT

Fluid Audio FX8 Testbericht am 19.01.2015

Produkt:      Fluid Audio FX8
Hersteller:  Fluid Audio

Preis:  (Paar) 398,00 Euro
UVP:    (Paar) 398,00 Euro

Kurzfazit

Günstige Studiomonitore in koaxialer Bauweise. Basskräftig, kontrolliert, weitgehend ausgeglichen und mit tollem Rauabbild – kaum zu glauben, dass diese Lautsprecher so günstig sind.

Für wen

Einsteiger und Fortgeschrittene im Homerecording, die aktive Studiomonitore mit starken Bass für wenig Geld suchen.

Wichtige Merkmale
  • Aktiver Studiomonitor
  • Tiefmitteltöner: 8″
  • Hochtöner: 1″
  • Koaxiale Bauweise
  • Leistung: 80 Watt (LF) + 50 Watt (HF)
  • Übertragungsbereich: 35 - 22 .000 Hz
  • Eingänge: XLR, 6,3 mm (beide symm., parallel nutzbar), Cinch (asymm.)
  • Lautstärkeregler an der Front
  • Gehäuse aus Vinyl-laminierten MDF
  • Maße: 340 x 254 x 270 mm
  • Gewicht: 9,8 kg

 


Lesermeinungen (3)

zu 'Fluid Audio FX8 Testbericht: Koaxiale Studiomonitore zum Kampfpreis'

  • Bernie   20. Jan 2015   07:39 UhrAntworten

    Das Grundrauschen war der Grund für mich, die wieder zurückzusenden. Das ging leider gar nicht. Wäre für mich auch mehr als einen halben Stern Abzug wert, zumal es ja auch keine Klanganpassung gibt, was wiederum eine sorgfältige Aufstellung und ggf. Anpassung in der DAW von Nöten macht (ja, sollte ohnehin passieren, aber wenn wenig Platz da ist ...) .

    Bernie

  • alexander   21. Jan 2015   22:15 UhrAntworten

    das grundrauschen wäre für mich nicht akzeptabel. gibt es da alternativen (den preis mal ausgenommen)?

  • rico   25. Aug 2015   19:52 UhrAntworten

    na ja....

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