Eurolite LED TMH-W63 Test
LED Washlight

Eurolite LED-TMH-W63 Test

Washlight für DJs, Bands und Alleinunterhalter: Eurolite LED-TMH-W63 Test

Was ist es?

Der Eurolite LED TMH-W63 ist ein LED Washlight. Der Moving Head ist kompakt aufgebaut und leichtgewichtig. Die schnellen Bewegungen die damit möglich sind, können für eine visuell ansprechende Show sorgen. Die sieben RGBW-LEDs sorgen für Millionen mögliche Farben und reines weiß. Zudem ist neben normalen XLR-DMX-Anschlüssen ein QuickDMX-USB-Port integriert, der auch eine drahtlose Steuerung möglich macht.

Für Partys und schnelle Demos gibt es einen Stand Alone Modus der vier verschiedene Programme ablaufen lässt. Zudem gibt es einen Musiksteuerungsmodus der die Bewegungen und Farben der Musik anpasst. Für die Intensität der Bewegungen und Farbwechsel lässt sich das integrierte Mikrofon in der Aufnahmeempfindlichkeit einstellen.


Passend dazu


Für den umfassenden Einsatz auf der Bühne oder für die Tanzfläche mit wiederholbaren Ergebnissen führt jedoch kein Weg an einer DMX-Steuerung mit geeignetem Controller oder Lichtpult vorbei.

  • 7 leistungsstarke 9-W-RGBW-LEDs (4in1)
  • Motorischer Zoom
  • Integrierte Showprogramme
  • Kompatibel zu QuickDMX

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Eurolite LED TMH-W63 Testbericht

Im Eurolite LED TMH-W63 Test stellen wir dir ein budget-schonendes LED-Movinglight vor. Sowohl Bands als auch Alleinunterhalter und DJs wollen ihre Bühnenpräsenz durch energiegetriebene Lichteffekte aufwerten. Und was vor einigen Jahren weder bezahlbar noch bedienbar war, hat sich im Laufer der Zeit gründlich geändert.

Abgeschaut bei den Profigeräten, die in der Regel 1.000e von Euro kosten, gibt es heutzutage schon Moving Heads für nur wenige 100 Euro. Dazu zählt auch der Eurolite LED TMH-W63.

Einsatzzweck

Im Gegensatz zum Spot wird ein Washlight wie der Eurolite LED TMH-W63 eher dazu eingesetzt, Bühnen, Requisiten und Personen großflächig in Szene zu setzen. Und damit man das Ganze effektvoll der Bühnenshow anpassen kann, ist der Scheinwerfer mit einem Zoom ausgestattet und motorbetrieben.

Im Eurolite LED TMH-W63 Test zeigt sich, dass der Moving Head robust aufgebaut ist. Zudem lässt er sich dank seiner kompakten Bauweise auch da einsetzen, wo es wenig Platz gibt. Und das geringe Gewicht von etwas über 4 kg stellt auch keine allzu großen Ansprüche an die Bühnen- bzw. Traversenbauten. Wobei hier folgendes beachtet werden muss: „Die tragende Struktur muss mindestens für das Zehnfache aller montierten Geräte ausgelegt sein.“ (Zitat aus der Bedienungsanleitung)

LED Bestückung

Der Eurolite LED TMH-W63 ist mit 7 leistungsstarken RGBW-LEDs bestückt. Jede der sogenannten 4 in 1 LED bietet dabei 9 Watt Leistung und erzeugt im Zusammenspiel miteinander schöne homogene Farbflächen.

Neben der Ausleuchtung von Objekten und Personen zählt zu den Disziplinen von Washlights unter anderem die Projektion. Beim Eurolite LED TMH-W63 Test zeigt sich, dass die runde Abbildung auf Flächen unscharf ist und am äußeren Drittel – also an den Rändern – prismenähnliche, florale Strukturen aufweist. Ganz allgemein ist ein scharfer Rand auch nicht unbedingt die Paradedisziplin von Washlights. Im Projektionsmittelpunkt hingegen ist die Farbe flächig und homogen.

Bewegung

Wie der Name „Moving Head“ nahelegt, handelt es sich beim Eurolite LED TMH-W63 um einen kopfbewegten Scheinwerfer. In der Pan-Achse schafft er dabei 540° bzw. 1,5 Umdrehungen. Und in der Tilt-Achse schafft er 220°.

Der motorisierte Zoom lässt laut Bedienungsanleitung einen Abstrahlwinkel von 6° bis 18° zu. Auf der Online-Produktseite wird jedoch ein Abstrahlwinkel von 6° bis 29° angegeben. Das ist für einen Wash nicht sonderlich viel. Andere Vertreter in ähnlichen Budget-Bereichen erreichen hier enge 4° bis zu weiten 45°. Insbesondere die weite Einstellung von nur 18° bzw. 29° ist für einen Wash tatsächlich recht eng gewählt. Im Eurolite LED TMH-W63 Test ist mir zumindest die recht enge Abstrahlung negativ aufgefallen.

Anschlüsse

Auf der kompakten Base findest Du auf einer Seite zusammengefasst ein DMX In und ein DMX Out in der 3-poligen-XLR-Variante sowie einen USB-Port für drahtloses QuickDMX. Zudem ist noch ein PowerCon-Stecker für die Stromversorgung untergebracht.

Eurolite LED-TMH-W63 Test

Professionelle Anschlüsse mittels 3-Pol-XLR für DMX-Steuerung, zusätzlich QuickDMX-USB-Anschluss für die drahtlose Steuerung

Dank des DMX In und Out kann man die Signalverwaltung des Eurolite LED TMH-W63 von einem Gerät zum anderen durchschleifen und beispielsweise via Master und Slave miteinander kommunizieren lassen.

Schade, dass es keine Durchschleifoption für den Strom gibt. Das würde für ein übersichtlicheres und steckdosenfreundlicheres Verkabeln sorgen.

Die Base

Auf der gegenüberliegenden Seite der Base befinden sich alle Bedienelemente, das vierstellige LED-Display sowie ein Mikrofon für die Steuerung mittels Audiosignalen.

Vier Druckknöpfe ermöglichen die Bedienung am Gerät selbst. Das LED-Display führt dabei kryptisch durch die einzelnen Menüpunkte – dazu später mehr. Das Display lässt sich während des Betriebs auch abschalten, damit es zum Beispiel während einer Show besser aussieht und keine störenden Lichtpunkte vom Display sichtbar sind.

Auf der Unterseite sind vier gummierte Füße für die Aufstellung auf dem Boden untergebracht. Das sorgt auch bei schnellen Bewegungen und abrupten Richtungswechseln des Heads für einen stabilen und vor allem rutschfreien Stand.

Für die korrekte Montage an einer Traverse sind zwei Einlassungen für eine sogenannte Omega-Halterung untergebracht. Zudem findest Du noch ein Gewinde für die Anbringung einer Öse für das Sicherheitsfangseil. Während Öse und Omega-Halterung zum Lieferumfang gehören, musst Du einen Haken oder sonstige Vorrichtung zur professionellen Installation an einer Traverse optional erwerben. Auch ein Sicherheitsfangseil gehört nicht zum Lieferumfang.

Eurolite LED-TMH-W63 Test

Mit der Omega-Halterung ist eine sichere Anbringung an Traversen möglich

Menüstruktur

Das Menü ist aufgrund von nur vier LED-Stellen im Display nicht sonderlich intuitiv zu bedienen. Fairerweise muss ich gestehen, dass ein Moving Head allgemein komplexer zu konfigurieren ist als viele andere Geräte im großen Bereich der Veranstaltungstechnik.

Wenn man die Bedienungsanleitung zur Hand hat und das Menü direkt an der Base bedient, erschließt sich alles recht schnell. Jeder Modus ist in Funktionsgruppen zusammengefasst, was es übersichtlich macht.

Die kryptische Benennung der einzelnen Parameter ist teils doch etwas kurios. Zum Beispiel kannst Du die Display-Anzeige um 180° drehen, was beim hängenden Einsatz auch logisch ist. Weshalb man bei der Anzeige „dISP“ dann aber nur „Yes“ oder „No“ wählen kann, erschließt sich mir nicht. Auch das Umkehren der Pan-/Tilt-Bewegung mit der Anzeige „rPAn“ oder „rTIL“ lässt sich lediglich mit „Yes“ oder „No“ quittieren. Auch bei nur vier möglichen Zeichen gäbe es hier aufschlussreichere Bezeichnungsmöglichkeiten.

Betriebsmodi

Auch der Stand Alone Modus wirft die eine oder andere Frage auf. Beim „Blackout“ zum Beispiel wird das Licht ausgeschalten und der Head geht in die horizontale Ausrichtung. Die Funktion „Halten“ deaktiviert auch das Licht aber positioniert den Head in der Senkrechte. Unter „Halten“ hatte ich immer erwartet, dass die letzte Position mit aktiviertem Licht gehalten wird.

Zudem gibt es leider keinen richtigen Stand Alone Modus. Der Eurolite LED TMH-W63 Test hat nämlich ergeben, dass Du im Stand Alone Modus lediglich vier Automatik-Programme und eine Sound-Steuerung abrufen kannst. Also ohne DMX-Anbindung und zugehörigem Controller kann man keine festen Farbwerte, Headpositionen oder Abstrahlwinkel einstellen. Auch wenn es für den typischen Einsatz unüblich ist, wäre es dennoch schön, wenn es so ein Feature gäbe. Zumindest bei einigen mir bekannten Moving Heads gibt es die oben genannten Möglichkeiten.

Doch kommen wir zu den Kernfunktionen: Im DMX-Betrieb stehen 15 Steuerkanäle zur Verfügung. Hierbei lässt sich der Eurolite LED TMH-W63 detailliert bedienen. Die Pan-/Tilt-Bewegung ist mit der 16-Bit-Auflösung sehr feinfühlig. Ansonsten beherrscht der Moving Head alle typischen Disziplinen: Farbmischung in RGBW ist möglich, ein Stroboeffekt ist integriert, Zoomfahrten von 18° bis 6°, Dimming-Funktion, uvm. Zudem gibt es Bewegungsmakros und Farbprogramme sowie den Automatik- und Musiksteuerungsbetrieb.

Der Eurolite LED TMH-W63 Test hat auch gezeigt, dass man das Washlight entweder als Master oder als Slave einrichten kann. Das ist supernützlich, da man hier mehrere der Moving Heads in der Bewegung und Farbe aufeinander abstimmen kann, bzw. nicht jeden Scheinwerfer einzeln zu programmieren brauch.

Eine interessante Steuerungsoption bietet das sogenannte QuickDMX, das via USB-Adapter eine kabellose Steuerung ermöglicht. Hierfür benötigt man lediglich einen Mini-DMX-Transceiver wie in zum Beispiel Steinigke für knapp 40 Euro anbietet.

In der Praxis

Beim Einsatz gefällt mir der Eurolite LED TMH-W63. Die Farben sind für ein Gerät dieser Preisklasse sehr voll und gesättigt. Das liegt unter anderem an den RGBW-LEDs. Aus rot (R), grün (G), blau (B) lassen sich nämlich additiv alle erdenklichen Farben zusammensetzen. Und das „W“ zeigt dir an, das reine Weißtöne erzeugt werden. Wie es sich für aktuelle Scheinwerfer gehört, ist die Prjektion des Moving Heads flickerfrei. Das heißt, dass Kameraaufnahmen gelingen und nicht die gefürchtete Streifenbildung entsteht. Wobei ich bemerkt habe, dass einige Farbprojektionen bei schneller Kopfbewegung an den Rändern leicht zittern.

Auch die schnellen und flüssigen Bewegungsabläufe können überzeugen. Insbesondere die kleinen Moving Heads sind in der Regel DIE Spezialisten, wenn es um schnelle Bewegungen und Richtungswechsel geht – so auch der Eurolite LED TMH-W63.

Wie bei anderen Moving Heads auch, erzeugt der Testkandidat das ein oder andere Betriebsgeräusch. Bei Richtungswechseln gibt es zum Beispiel gelegentliche Klack-Geräusche. Auch der Lüfter ist in leisen Umgebungen deutlich zu hören. Also fürs Theater würde ich den Eurolite LED TMH-W63 daher nicht einsetzen. Wobei im Theater auch die richtig teuren Profis oft keinen Einsatz finden, weil sie zu hohe Störgeräusche erzeugen. Aber auch bei Unplugged-Konzerten mit leiser bis moderater Hintergundbeschallung könnte insbesondere das Klacken zur Geltung kommen. Das monotone, gleichbleibende Lüftergeräusch dürfte hingegen schnell im Hintergrund verschwinden.

Für die flächige Ausleuchtung kleiner Objekte und Flächen reicht die Leistung meines Erachtens aus. Und als reiner Effektscheinwerfer dürfte er auch auffällige Farbakzente setzen. Wenn es aber um eine Hauptausleuchtung von zum Beispiel kleineren Bühnen geht, könnte es aufgrund des geringen Abstrahlwinkels und der geringeren Lichtleistung (im Vergleich zu anderen Washes dieser Preiskategorie) schnell eng werden. Letzteres muss sich aber im Verbund weiterer Washes zeigen. Denn in der Regel kenne ich nur wenige Shows, in denen nur ein Scheinwerfer zum Einsatz kommt.

Fazit zum Eurolite LED TMH-W63 Test

Der Eurolite LED TMH-W63 Test hat gezeigt, dass es sich hierbei um ein preiswertes RGBW LED-Washlight handelt. Insbesondere Bands, Alleinunterhalter und DJs bekommen hier einen Einsteiger Moving Head mit schönen vollen Farben und der Möglichkeit eine drahtlose DMX-Steuerung zu integrieren.

Kleinere Schwächen wie der unflexible Stand Alone Modus oder der enge Abstrahlwinkel trüben den Gesamteindruck in geringer Weise – vor allem, wenn man bedenkt, dass die Zielgruppe hier weniger tangiert ist. Dafür wirkt das kompakte Gehäuse robust und wertig aufgebaut.

Nicht nur in Bezug auf den Preis erhält man hier ein solides Washlight, das insbesondere dann punkten kann, wenn es auch mal etwas lauter werden darf.

Eurolite LED TMH-W63 Features

  • Spannungsversorgung: 100-240 V AC, 50/60 Hz
  • Gesamtanschlusswert: 100 W
  • Schutzart: IP20
  • Stromanschluss: Stromeinspeisung P-Con (blau), Einbauversion Stromanschlusskabel mit Schutzkontaktstecker (mitgeliefert)
  • Sicherung: 5 x 20 mm, T 2 A Sicherung auswechselbar
  • LED: 7 x high-power 9 W 4in1 QCL RGBW (homogene Farbmischung)
  • Max. Kippbewegung TILT: Exakte Positionierung (16-Bit-Auflösung) 220°
  • Max. Schwenkbewegung PAN: Exakte Positionierung (16-Bit-Auflösung) 540°
  • Ausstattung: Zoom motorisch
  • DMX-Kanäle: 15
  • DMX-Eingang: 3-pol XLR (M) Einbauversion
  • DMX-Ausgang: 1 x 3-pol XLR (W) Einbauversion
  • Kühlung: Lüfter
  • Ansteuerung: Stand-alone, DMX, QuickDMX über USB (optional), Master/Slave Funktion, Musiksteuerung über Mikrofon
  • Abstrahlwinkel: 6 – 29°
  • Abstrahlwinkel (1/2 Peak): 6 – 18°
  • Abstrahlwinkel (1/10 Peak): 11 – 29°
  • Beleuchtungsstärke in Lux (lx): R rot 1 m: 7.863 lx, 3 m: 1.074 lx, 6 m: 269 lx, G grün 1 m: 15.691 lx, 3 m: 2.179 lx, 6 m: 549 lx, B blau 1 m: 2.497 lx, 3 m: 406 lx, 6 m: 103 lx, CW 1 m: 17.115 lx, 3 m: 2.398 lx, 6 m: 605 lx, alle 1 m: 40.258 lx, 3 m: 5.714 lx, 6 m: 1.432 lx
  • Gehäusefarbe: Schwarz
  • Displaytyp: 4 stelliges 7-Segment-LED Display
  • Breite: 21,0 cm
  • Höhe: 29,5 cm
  • Tiefe: 16,0 cm
  • Gewicht: 4,17 kg
Hersteller: Eurolite
Produkt:

Eurolite LED TMH-W63 Test

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