Antelope Audio Zen Go Synergy Core Test
Redaktions-Empfehlung für Producer

Antelope Audio Zen Go Synergy Core Test

Vollgepackt mit Features und tollem Klang im stylischen Design

Was ist es?

Das Antelope Audio Zen Go Synergy Core ist ein Audio Interface, das Du mithilfe von USB-C an deinen PC oder Mac anschließen kannst. Es ist für seine Gehäusegröße üppig ausgestattet und kommt mit zwei Kombobuchsen rückseitig. Diese können genutzt werden, um Mikrofone (XLR), Klangquellen mit Line-Pegel und Gitarre oder Bass (Klinke) aufzunehmen.

Für die Mikrofone stehen zwei diskrete Preamps mit satten 65dB Gain zur Verfügung, also genügend für leise dynamische Mikrofone.


Passend dazu


Das USB Audio Interface schafft eine Auflösung von bis zu 24 Bit und 192 kHz, es wird über den USB-C-Anschluss mit Strom versorgt. Spannend ist auch die Ausstattung mit DSP und FPGA, die ein Direct Monitoring ohne wahrnehmbare Latenz ermöglichen – und das mit eingeschalteten Synergy Core-Effekten, die in Echtzeit berechnet werden.

Die mitgelieferte Software beinhaltet 37 analog modellierte Effekte, darunter auch diverse Gitarrenamp-Emulationen.

Der LCD-Bildschirm dient zum Monitoring der Einstellungen, wie beispielsweise das Gain der Preamps oder der Pegel von Monitoren und beiden Kopfhörerausgänge.

Antelope Audio Zen Go Synergy Core Features

  • USB Audio Interface
  • AD/DA Wandlung mit 127 dB Dynamikumfang
  • 2 kombinierte Mikrofon/Line/Hi Z Eingänge
  • 24-bit / 192kHz Auflösung
  • Stromzufuhr via USB-C

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Antelope Audio Zen GO Synergy Core Testbericht

Erster Eindruck

Das Antelope Audio Zen Go Synergy Core ist solide gebaut und relativ leicht trotz der Metallkonstruktion. Durch die Gumminoppen am Boden des Interfaces sitzt es sehr fest auf dem Tisch, was sich beim Ein- und Ausstecken der Kopfhörer positiv bemerkbar macht.

Der Drehregler, welcher ein Endlos-Encoder mit Rasterung ist, fühlt sich hochwertig an und sitzt ohne Spiel. Als weitere Bedienelemente finden sich noch drei weitere Metallknöpfe auf der Oberfläche, die einen klaren Druckpunkt haben und auch akustisch ein gutes Feedback beim Drücken geben.

Die Ein- und Ausgänge sind gut verbaut und fest mit dem Aluminiumgehäuse verbiunden. Im Gegensatz zum Zen Tour besitzt es kein Touchscreen, das Display hätte gerne etwas heller sein können. Im dunklen Studio ist es aber hell genug.

Zen Go richtet sich an Homestudios

Das ist jetzt das zweite Audio Interface des Herstellers, das ich testen kann und ich muss wieder einräumen: Antelope Audio macht sich eine Menge Gedanken um die Usability seiner Geräte und setzt die Bedürfnisse seiner Zielgruppe konsequent um.

So kommt das Zen Go Synergy Core beispielsweise gleich mit zwei Kopfhörerausgängen, noch lange kein Standard in dieser Preisklasse. Damit können Producer und Rapper (oder Sänger) im gleichen Raum Aufnahmen machen und können dabei ihr eigenes Monitoring einstellen.

Antelope Audio Zen Go Synergy Core Test

Auf der Rückseite befinden sich alle Eingänge und die Ausgänge für die Lautsprecher

Anschlüsse am Antelope Audio Zen Go Synergy Core

Auch bei den weiteren Anschlüssen dürften sich Homestudios bestens aufgehoben fühlen. Rückseitig finden sich die Eingänge für die beiden Kanäle, an die Du Mikrofone (mit oder ohne Phantomspeisung), Schallquellen mit Line-Pegel wie beispielsweise Synthesizer oder Instrumente mit Hi-Z wie Gitarre oder Bass anschließen kannst.

Für den Anschluss der Lautsprecher kannst Du wahlweise auf die symmetrischen Ausgänge mit 6,3 mm Klinke oder die beiden unsymmetrischen Cinch-Ausgänge zurückgreifen. Der Cinch-Ausgang ist gespiegelt, kann also nicht eigens geregelt werden.

Ein Highlight sind die digitalen S/PDIF Anschlüsse. Über diese kannst Du beispielsweise externe Geräte aufnehmen oder deine Lautsprecher digital ansprechen.

Mobiler Einsatz sehr bequem

Da das Antelope Audio Zen Go Synegy Core über den USB-C Anschluss mit Strom versorgt wird, eignet es sich optimal für den Einsatz unterwegs. Die zweite USB-C Buchse dient dem Reverse Charging – darüber kannst Du eine Powerbank oder dein Handy anschließen.

Gerade die Besitzer moderner MacBooks werden dieses Feature sehr zu schätzen wissen.

Alles im Blick mit dem Display

Der LCD auf der Oberseite des Geräts bietet visuelles Feedback zum Gain und Pegel der Preamps und zeigt auch die eingestellte von Monitoren und Kopfhörern an. Mithilfe des großen Endlos-Drehrads und des LCDs hast Du alle notwendigen Einstellungen schnell erledigt, ohne in die Software des Herstellers schauen zu müssen.

Weiteres Feedback erhältst Du über die Clock Source, Sample Rate, den Monitor Trim, Line Out Trim.

Vielleicht ist noch anzumerken, dass der Bildschirm im Gegensatz zum großen Bruder Antelope Audio Zen Tour Synergy Core kein Touchscreen ist.

USB Audio Interface Vergleich: Die besten am Markt

Klangqualität des Zen Go

Kommen wir zu einem weiteren Highlight, der Klangqualität dieses USB Audio Interfaces: Die Wandlung von digital in analog geschieht mit einem Dynamikumfang von sagenhaften 127 dB und ist damit auf dem Niveau der ganz Großen.

Das und das hauseigene 64-bit „Acoustically Focused Clocking“ lassen sich auch klanglich bemerken, und zwar mit tadellosem Klang, der den anspruchvollsten Bedürfnissen mehr als nur gerecht wird.

Auch die Mikrofonvorverstärker arbeiten auf höchstem Niveau. Nicht nru, dass Du mit 65 dB Vorverstärkung auch noch die vergleichsweise leisen Bändchen- und dynamische Mikrofone bestens nutzen kann. Sie arbeiten bis zum Anschlag praktisch komplett rauschfrei.
Überhaupt ist das Signal sehr klar und schön detailliert.

Latenz

Bei einer Sample-Rate von 96 kHz und einer Buffergröße von 32 Samples haben wir (gemessen mit Ableton Live beziehungsweise Oblique Audio RTL Utility) bei unserem Test sehr gute Latenzwerte erhalten, die optimal für den Einsatz sind.

Die Eingangslatenz lag bei gerade einaml 1,83 ms, die Ausgangslatenz bei 2,83 ms und der Round-Trip-Latenzwert bei 4,67 ms. Kann sich sehen lassen.

Was bedeutet Synergy Core?

Im Antelope Audio Zen GO sind zwei unterschiedliche Audio-Prozessor-Chips verbaut: ein DSP und ein FPGA Chip. Zusammen handhaben sie die Verarbeitung der hauseigenen Audioeffekte ohne jeglich merkbare Latenz. Die beiden Chips sind auch leistungsstark. Sie können bis zu 32 gleichzeitig laufende Effekte handhaben.

Das macht das Zen Go zu einem echten Schnäppchen im Markt für Audio Interfaces mit DSP-Effekten.

Synergy Core verlagert die gesamte Verarbeitung auf das Audio Interface und schont so die eingebaute Rechenleistung und den Arbeitsspeicher des Rechners. Das bedeutet mehr Kapazität für interne Vorgänge (Plugins, virtuelle Synthesizern oder Sampler) und auch mehr Rechenleistung für kleinere Puffergröße in deinen Projekten.

Synergy Core Software Screenshot

Die einfach aufgebaute Synergy Core Software ist sehr benutzerfreundlich.

Synergy Core Software

Die Synergy Core Software ist einfach aufgebaut. Mit ihr kannst Du die Spuren steuern, Mute, Panning Solo und Lautstärke verstellen, sowie zwei Spuren bei Stereoaufnahmen verlinken. Weiterhin ist es möglich, die Eingänge zwischen Hi-Z, Mikrofon und Line umzuschalten, DSP-Effekte zuzuordnen und die Clock Source einzustellen.

Synergy Core Effekt Screenshot

Die Synergy Core Software beinhaltet 37 unterschiedliche Effekte.

Mitgelieferte Effekte beim Zen Go Synergy Core

In der Synergy Core Software sind gleich 37 Effekte enthalten.

  • 4 EQs, davon 3 Vintage EQs und 1 Parametrischer EQ
  • 1 Reverb
  • 11 Gitarren Lautsprecher
  • 11 Gitarren Verstärker
  • 9 Dynamik Effekte mit Kompressoren, Vorverstärker und Noise-Gate
  • 1 Gitarren Tuner

Bis zu acht Effekten können in einer Effektkette verwendet werden. Dabei können Effekte sowohl auf Eingänge als auch auf Ausgänge in der Synergy Core Software gelegt werden.

Leider können die DSP-Effekte nur mit der AFX2DAW Software in Musikprogrammen als Plugins verwendet werden.

Bildstrecke

Klangbeispiele

Klangbeispiel Zen GO Effekt #1

Klangbeispiel Zen GO Effekt #2

Klangbeispiel Zen GO Effekt #3

Fazit zum Antelope Audio Zen GO Synergy Core Test

Dieses USB Audio Interface gehört zu den durchdachtesten Modellen, die ich bisher testen durfte. Das Antelope Audio Zen Go Synergy Core ist gleichermaßen für ambitionierte Homestudios und Producer wie auch für den mobilen Einsatz geeignet. Durch die Stromzufuhr via USB-C und den zweiten Port für Reverse Charging hältst Du dir alle USB-Anschlüsse an deinem Laptop frei. Klasse.

Klanglich macht das Gerät eine erstklassige Figur und wird auch anspruchsvollen Interessenten vollumfänglich gerecht. Die integrierten Effekte klingen durchweg gut, können aber zunächst nur mit der hauseigenen Mixer-Software genutzt werden.

Das Audio Interface eignet sich aber nicht nur für Homestudios, auch Streamer und YouTuber werden die hevorragende Klangqualität und seine Funktionen wie beispielsweise das Loopback zu schätzen wissen.

In seiner Preisklasse ist dieses Gerät für mich aktuell der klare Testsieger der kompakten und flexiblen Audio Interfaces. Da kommt auch der direkte Mitbewerber nicht heran.

Alles in allem gibt es von mir eine klare Empfehlung mit exzellenter Wertung im Antelope Audio Zen Go Synergy Core Test.

Antelope Audio Zen GO Synergy Core Features

  • USB-C Audio Interface
  • Auflösung 24 Bit / 192 kHz
  • Professionelles Clocing: 64 Bit AFC (Acoustically Focused Clocking)
  • Stromzufuhr über USB-C (Bus-powered)
  • AD/DA-Wandlung: 127 dB Dynamikumfang
  • 2 Mikrofonvorverstärker mit 65dB Gain
  • Kombobuchse für Mikrofon, Line und Hi-Z Eingang
  • USB-C Anschluss für 8 Input- und 8 Output-Kanäle
  • 2 Kopfhörer-Ausgänge
  • Digital erweiterbar mit S/PDIF
  • 1 Stereo-Monitorausgang über Klinke
  • 1 Stereo-Monitorausgang über Cinch (gespiegelt)
  • proprietäre Synergy-Core-Onboard-Plattform mit DSP- und FPGA-Chips
  • 37 analog modellierte Audioeffekte
  • 1,77" IPS-Anzeige
  • Zweiter USB-C Port mit Reverse-Charging
  • USB-C Kabel im Lieferumfang
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Antelope Audio Zen GO Synergy Core Test

Lesermeinungen (4)

zu 'Antelope Audio Zen Go Synergy Core Test: Redaktions-Empfehlung für Producer'

  • Roland   12. Apr 2021   09:54 UhrAntworten

    hmm, bei Julian Krause auf youtube ist von den hier genannten messwerten leider nicht viel uebrig geblieben. dynamic range unter dem durchschnitt, EIN auch nicht so toll.
    dynamic range 111dB(A), equivalent input noise EIN -126.5dBu(A).

    • Katja Köhler (delamar)   13. Apr 2021   08:19 UhrAntworten

      Hi Roland,
      Equipment und Messtools weichen oftmals auch voneinander ab. Wir geben im Test wieder, welche Ergebnisse wir in unserem Studio haben.

      Liebe Grüße
      Katja von delamar

  • Tom   01. Jul 2021   16:54 UhrAntworten

    Sind die Treiber und die Software mittlerweile stabil? Waren vor zwei Jahren leider die Hauptbeweggründe, vom Orion hin zum direkten Konkurrenten zu wechseln. Der kann das nämlich wirklich erstklassig…

    • Carlos San Segundo (delamar)   01. Jul 2021   19:07 UhrAntworten

      Ja, auf unseren Test-Systemen liefen (und laufen) die Treiber anstandslos.

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