Acoustica Mixcraft 9 Test
Umfangreiche DAW für Profis und Einsteiger

acoustica mixcraft 9 test

Im Acoustica Mixcraft 9 Test stellen wir eine günstige, extrem umfangreiche DAW vor. Kann sie überzeugen und wie schneidet sie im Vergleich zu den Platzhirschen ab?

Was ist es?

Acoustica Mixcraft 9 ist eine ausgewachsene DAW für Windows Computer ab Windows 7, die hinsichtlich ihrer Funktionalität den bekannten DAWs wie Cubase, Logic oder Ableton Live in nichts nachsteht. Mixcraft wurde von Musikern für Musiker konzipiert und soll einen unvergleichlich schnellen Workflow bieten. Eine riesige Loop-Bibliothek mit über 7500 Sounds und eine Sammlung herausragender Instrumenten Plugins, unter anderem mit Emulationen bekannter Analogsynthesizer macht Acoustica Mixcraft 9 von Anfang an zu einem vollwertigen Produktionsstudio.

Mit Melodyne steht darüber hinaus der perfekten Vocal-Performance nichts im Wege. Selbst Filmvertonungen inklusive Filmbearbeitungen (Schnitte, Überblendungen, Effekte, Titel etc.) sind mit Acoustica Mixcraft 9 möglich. Ein mächtiges Software-Mischpult macht das Abmischen der Projekte zu einem Vergnügen.


Passend dazu


Acoustica Mixcraft 9: 5 Features

  • Komplettes Aufnahmestudio mit unbegrenzten Audio- und Instrumentenspuren (nur abhängig von der Computerleistung)
  • Große Loop-Bibliothek mit über 7500 Sounds und viele virtuelle Instrumente und Effekte
  • Step Sequencer, Piano-Roll und Step Editor
  • Live-Performance durch synchrones Abfeuern von MIDI- und Audio-Clips
  • Melodyne inklusive

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Acoustica Mixcraft 9 Pro Studio Testbericht

Acoustica Mixcraft 9 im Überblick

Acoustica Mixcraft 9 ist in zwei Versionen erschienen. Mixcraft 9 Recording Studio ist die „kleinere“ Variante und Mixcraft 9 Pro Studio die „große“ Version.

Zu betonen ist dabei, dass der Grundumfang beider Versionen identisch ist. Mixcraft 9 Pro Studio bietet allerdings eine Fülle an Effekten und Instrumenten, auf die Anwender von Mixcraft 9 Recording Studio verzichten müssten.

Acoustica Mixcraft 9 test

Acoustica Mixcraft 9 ist in zwei Versionen Erschienen: Pro Studio und Recording Studio

Acoustica Mixcraft 9 Recording Studio Version

Hier folgen die Bestandteile aus Mixcraft 9, die in der Recording Studio Version fehlen, dafür aber in der Pro Studio Version enthalten sind. Darunter sind das ins Programm integrierte Melodyne, Audio-to-MIDI Konvertierung, einige der interessanten Synthesizer wie die Yamaha CS80 Emulation ME80, die Memorymoog Emulation Memorymoon oder den Kastelheimer Veldberg XD Synth.

…bietet die kleinere Mixcraft 9 Recording Studio Variante einen beachtlichen Umfang

Auch das Acoustica Pianissimo Virtual Grand Piano, Glass Viper, die Omni Sampler-Version mit 8 Einzelausgängen sowie Voltage Modular Ignite gibt es nur in der Pro Studio Version. Bei den Effekten sind es 30 Effekte, die nur in Mixcraft 9 Pro Studio zu finden sind, darunter viele interessante Emulationen berühmter Klassiker.

Dennoch bietet die kleinere Mixcraft 9 Recording Studio Variante einen beachtlichen Umfang an Effekten und Instrumenten.

Zum Test stand uns Acoustica Mixcraft 9 Pro Studio. Bis auf die oben erwähnten Unterschiede darf der Test jedoch gleichbedeutend für beide Versionen gesehen werden.

Mixcraft 9: Mehr als eine DAW

Eine DAW vollumfänglich zu testen ist innerhalb der kurzen Zeit kaum möglich. Ich bin seit vielen Jahren Besitzer und Nutzer von Logic Pro und kann immer noch nicht behaupten, über alle Funktionen bis ins letzte Detail Bescheid zu wissen. Das gilt auch für Acoustica Mixcraft 9: Die DAW ist dermaßen umfangreich, dass man eine Bedienungsanleitung mit 417 DIN A4 Seiten benötigt, um diesen zu beschreiben.

Das Handbuch für Version 9 liegt derzeit nur in englischer Sprache vor, an einer Übersetzung wird bereits gearbeitet. Da ich noch nie zuvor mit Mixcraft gearbeitet habe, bin ich gespannt, wie sich der erste Kontakt anfühlt.

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Die Mixcraft University bietet viele Videos für Einsteiger, Fortgeschrittene und Experten.

Mixcraft University

Glücklicherweise muss man sich für den ersten Start mit Acoustica Mixcraft 9 nicht gleich durch das komplette Handbuch arbeiten, sondern darf gemütlich bei einer Tasse Kaffee oder Tee und Gebäck eine Fülle von erstklassig produzierten Tutorial Videos schauen, die auf der Webseite von Acoustica abrufbar sind.

Dort finden wir einerseits die Mixcraft University, die in drei Kurse unterteilt ist: Beginner, Intermediate und Advanced. Zusätzlich gibt es eine Masterclass und viele weitere Videos, auch aus der Community. Damit wird die Bedienungsanleitung eigentlich überflüssig. Tipp: Schaut man die Videos auf einem Tablet, kann man parallel dazu mit der DAW arbeiten und das Gezeigte sofort ausprobieren.

Mixcraft 9 Hauptfenster

Acoustica Mixcraft 9 sieht auf den ersten Blick nicht anders aus als andere DAWs: Es gibt ein großes Arrangierfenster mit allen Audio- und MIDI-Spuren, deren Parts, bei Mixcraft 9 Clips genannt, entlang einer Timeline angeordnet sind. Hinzu kommen zahlreiche Editierfunktionen.

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Die Benutzeroberfläche von Mixcraft 9 wirkt vertraut und aufgeräumt.

Interessant ist der Performance-Modus, der eine Alternative zum linearen Arrangement darstellt. Dieser funktioniert wie das Session View in Ableton Live: Clips werden auf das zweidimensionale Raster gezogen und können dann durch Klicken auf ihren Play-Schalter im Timing passend gestartet werden. Der Performance-Modus eignet sich besonders gut für repetitive Musik.

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Der Performance-Modus funktioniert ähnlich wie das Session View in Ableton Live.

Für die untere Hälfte des Hauptfensters sind die Fenster Project, Sound, Mixer und Library über Reiter abrufbar:

  • Project enthält alle wichtigen Projekteinstellungen wie Titel, Autor, Album, Genre, Erscheinungsjahr, Copyright, Kommentar und weitere Projektnotizen.
  • Sound erlaubt das Editieren von Audio- und MIDI-Clips im Detail. So sehen wir bei Audiodaten eine Wellenform, die editiert werden kann. Auch das bei Acoustica Mixcraft 9 Pro Studio integrierte Melodyne ist hier zu finden. Bei MIDI-Clips wählen wir zwischen Pianorolle, Step- und Notendarstellung. Der Step-Editor orientiert sich an den alten Roland TR-Drumcomputern und deren Step-Programmierung.
  • Mixer führt zum Mixcraft 9 Mischpult. Das Mischpult ist optisch an ein analoges Mischpult angelehnt. Hier verbergen sich viele Neuerungen der Version 9 gegenüber den Vorgängern. Gain, Preamp, Compressor, Parametric Equalizer, Spectrum Analyzer, and Oscilloscope mixer panels sind neu hinzugekommen.
  • Library bietet den Zugriff auf tausende Loops, Song Kits, Samples und Sound Effekte. Alle sind „royalty-free“ und dürfen in eigenen Projekten verwendet werden. Eine Suche und Filter-Funktionen ermöglichen es, schnell das Gesuchte oder zum Projekt passende zu finden.

Alle Reiter lassen sich aus dem Hauptfenster entfernen und als eigene Fenster frei auf dem Bildschirm oder einem zweiten Monitor bewegen und ablegen. So kann man zum Beispiel auf dem Hauptbildschirm das Arrangement und die Editoren legen und den Mixer im Vollbild auf einen zweiten Monitor.

Acoustica Mixcraft 9 in der Praxis

Als langjähriger Logic Pro-User habe ich mich erstaunlicherweise mit Acoustica Mixcraft 9 sofort wohlgefühlt. Das hat nicht zuletzt damit zu tun, dass sich Mixcraft wie Logic Pro in einer PC-Variante anfühlt. Grafisch nicht ganz so verspielt und poliert, eben eher Windows als MacOS und doch so nah an Logic Pro, dass es sich für mich als Apple User gut anfühlt. Auch der Funktionsumfang ist nahezu identisch und geht an einigen Stellen sogar über das hinaus, was Logic zu leisten vermag.

Projekt anlegen in Mixcraft 9

Startet man ein neues Projekt, wählt man aus, welche Spuren und Spurtypen für den Start erzeugt werden sollen. Zur Auswahl stehen:

  • Video Track
  • Instrument Tracks
  • Audio Tracks
  • Vocoder Tracks
  • Submix Tracks
  • Send Tracks
  • Output Tracks
  • Master Track

Außerdem legen die Snap Settings fest, wie Clips im Arrangement-Fenster bewegt werden sollen. Die Zeitleiste kann in Time oder Beats skaliert werden. Zuletzt werden noch das Tempo, die Tonart und die Taktart. Interessant ist die Checkbox „Auto Beatmatch“. Aktiviert man diese, wird beim Import von Audiodaten mit einer Länge über 30 Sekunden automatisch eine Autowarp-Funktion angewendet. Eine solche Funktion kennt man von Ableton Live. Außerdem kann man ein bereits existierendes Template laden, in dem die häufigsten Einstellungen enthalten sind.

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Ist das neue Projekt erstellt, geht es an die Arbeit: Die erstellten Spuren wollen nun mit Daten gefüllt werden. Das geht wie in jeder anderen DAW auch: Audiodaten werden entweder importiert oder aufgenommen. Gleiches gilt für MIDI-Daten: Entweder schickt man diese an einen externen Hardware-Klangerzeuger oder direkt an eines der vielen mitgelieferten Software Instrumente.

Effekte und Instrumente in Mixcraft 9

Natürlich können auch Instrumente und Effekte von Fremdherstellern per VST 2/3 eingebunden werden. Ich empfehle Acoustica Mixcraft 9 Pro Studio Besitzern allerdings, erst einmal die interne Effekt- und Instrumentenbibliothek zu durchforsten.

Hier ist eigentlich alles enthalten, was man im Alltag benötigt und weit darüber hinaus. An dieser Stelle möchte ich mir erneut einen Vergleich mit Logic erlauben: Auch hier hat Apple dermaßen viele Effekte und Instrumente integriert, dass ich schon seit längerer Zeit keine weiteren Audio Units mehr installiert habe. Die Ausnahme bilden die Arturia Instrumente, die ich öfter mal mit Ableton Live einsetze und deshalb bei beiden DAWs installiert sind.

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Warum viel Geld für das Original zahlen, wenn es auch virtuell geht? Analoge Klassiker in Mixcraft 9.

Instrumente: Mixcraft 9 Pro Studio Version

Einige herausragende Instrumente der „Pro Studio“-Version müssen hier gesondert erwähnt werden.

Yamaha CS80 Emulation ME80

Begeistert hat mich die Yamaha CS80 Emulation ME80: Diese klingt wirklich sehr authentisch. Schnell verliert man sich im direkt zu Beginn geladenen Bladerunner-Sound und spielt und spielt und spielt. Das Instrument ist sehr gut zu bedienen und klingt einfach fantastisch.

Memorymoon

Ähnlich ging es mir mit dem Memorymoon, einer tollen Emulation eines Memorymoog: Man kann gar nicht aufhören, sich mit dem Instrument zu beschäftigen. Druckvolle Bässe, tolle Lead Sounds und vieles mehr laden dazu ein, stundenlang mit Acoustica Mixcraft 9 wie mit einem Musikinstrument zu spielen.

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Große Namen mit großem Klang im virtuellen Gewand.

Glass Viper

Glass Viper ist ein Synthesizer, der mich etwas an eine Weiterentwicklung alter Digitalsynths erinnert, die vorgefertigte Wellenformen per Waveshaping verändern. Leider ist dieser Synth nur in der „Pro Studio“-Version enthalten.

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In der Pro-Edition enthalten: Glass Viper ist ein Plug-in im Stile der frühen Digitalsynths.

Voltage Modular und Acoustica Pianissimo Virtual Grand Piano

Gleiches gilt für den Modularsynth Voltage Modular und das Acoustica Pianissimo Virtual Grand Piano, welches einen guten Piano-Sound bietet, der sich in verschiedenen Parametern noch dem eigenen Geschmack anpassen lässt. Dazu zählen zum Beispiel der Öffnungswinkel der Flügeldeckels, die Stärke des Klangs der Hämmerchen und einige weitere Parameter. Die Samples stammen übrigens von einem Steinway Model D Flügel und umfassen 250 Megabyte.

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Guter Flügel-Sound von Haus aus: Der gesamplete Steinway-Flügel gehört zum Lieferumfang von Mixcraft 9 Pro Studio

Kastelheimer Veldberg

Der Kastelheimer Veldberg XD nutzt laut Manual Algorhythmen verschiedener Hardware VA Synthesizer (also virtuell-analoger Synthesizer). So erinnern mich die Preset Sounds auch an das, was man von einem Access Virus her kennt.

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Ein virtueller Virtuell-Analoger: Ein VA Synthesizer Plug-in in Mixcraft 9.

Instrumente der Recording Studio Version

Auch Nutzer von Acoustica Mixcraft 9 Recording Studio finden einige tolle emulierte Analogsynths in ihrer Bibliothek.

Wie wäre es mit einem Minimoog (MiniMogue VA) oder einem Sequential Circuits Prophet 5 (Messiah)? Oder einer Roland TB-303 (Alien 303)?

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Tonewheel Simulation inklusive: Das VB3 Plug-in aus Mixcraft 9

Zwei verschiedene Combo-Orgeln im Stile einer Farfisa Transistor-Orgel oder einer Vox Continental Transistor-Orgel stehen zur Auswahl (Combo Organ Model F und Model V). Natürlich darf auch eine Tonewheel Organ im Stile einer Hammond B3 nicht fehlen (VB3).

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Welcher berühmte Analogsynth war hier wohl das Vorbild?

Liebhaber von Rhodes und Wurlitzer E-Pianos finden im Lounge Lizard Electric Piano das richtige Plugin.

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Auch andere Eltern haben schöne Töchter: Das Lounge Lizard Electric Piano von AAS gehört bei Acoustica Mixcraft 9 zum Lieferumfang.

Sampler in Mixcraft 9

Der Alpha Sampler erinnert mich vom Design her etwas an alte Roland und Boss Geräte. Mit ihm kein ein geladenes Audio-File polyphon auf der Tastatur gespielt werden. Es stehen eine einfache, zweistufige Hüllkurve (Attack, Release), eine Pitch-Möglichkeit (Fine Tune oder Rubber Effekt), ein Low Pass-Filter mit Cutoff und Resonanz sowie die Modulation von Pitch oder Filter per LFO (Dreieck, Rechteck) zur Verfügung.

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Vox Continental Emulation

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Die Farfisa Combo Orgel Emulation ist ebenfalls Bestandteil der DAW.

Für das Drum Sampling hingegen eignet sich Omni Sampler. Dieser bietet 16 Sample Pads, die individuell mit eigenen Samples belegt werden können. Durch ein einfaches Auswechseln dieser Sample Pad Grids lassen sich bis zu 128 simultan geladene Samples verwenden. Jedes Pad verfügt über eigene Pitch, Filter und Envelope Einstellungen. Die Pro Studio-Version besitzt dazu noch acht Einzelausgänge, was gerade bei der Verwendung als Drum Sampler sinnvoll ist.

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Der Acoustica Mixcraft 9 Omni Sampler bietet eine umfangreiche Möglichkeiten.

Es gibt noch viel mehr zu entdecken: Die Acoustica Instrumente sind eine Sample-Sammlung mit hochwertigen Instrumenten-Samples quasi für jede Gelegenheit. Hier finden sich vor allem die Brot und Butter Sounds, die GM, GS und XG Klangerzeuger ausmachen.

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Die TB303 Emulation von Mixcraft 9 klingt ausgesprochen gut.

Effekte in Studioqualität

Acoustica Mixcraft 9 hat bereits eine so große Vielzahl an Effekten integriert, dass eigentlich keine weiteren VST-Effekte notwendig sind. Insbesondere die Pro Studio Version darf als mehr als vollständig bezeichnet werden. Neben den typischen Effekten wie Reverbs, Delays, Modulationseffekten und EQs finden sich auch hier Emulationen bekannter Studio Hardware.

Oft verrät schon die grafische Implementation, welches Gerät oder welcher Hersteller hier als Vorbild gedient hat. So findet man Anleihen von Pultec, SSL, Fairlight und beim Gitarren-Amp hat eindeutig Marshall Pate gestanden.

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Acoustica Mixcraft 9: Die riesige Effektauswahl in der DAW machen Recording und Mixing zum Vergnügen.

Die meisten Effekte stammen von Acoustica und G-Sonique. G-Sonique ist ein kleiner Software-Hersteller aus Piestany in der Slowakei und wurde im Jahr 2007 gegründet. Auch einige der Software Synthesizer von Acoustica Mixcraft 9 stammen von G-Sonique. Doch auch von Pentode Audio, Toneboosters oder iZotope sind Effekte mit dabei, deren „Gesicht“ man schon mal gesehen hat.

Das bereits erwähnte Melodyne Essential findet sich ebenfalls unter dem breiten Effektangebot. Viele dieser Dritthersteller-Effekte sind günstigen Bundles der einzelnen Hersteller entnommen oder sogar kostenlos erhältlich. Das macht jedoch nichts, denn das ändert nichts an deren grundlegender Qualität.

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Superheld oder doch Emulation eines bekannten Gitarren-Amps?

Neu hinzugekommen in Acoustica Mixcraft 9 ist der Vintage Style Vocoder. Der Vocoder bietet 11 Bänder und der neu hinzugefügte Vocoder Track ermöglicht ein schnelles und einfaches Routing für das Vocoder Modulator und Vocoder Carrier Signal.

Plug-ins können als Insert-Effekt genutzt werden oder innerhalb eines Send Tracks als Aux-Effekt. Auch das Bilden von Effektketten, wie man es zum Beispiel von Ableton Live kennt, ist möglich.

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In Acoustica Mixcraft 9 gibt es Emulationen von Vintage Hardware soweit das Auge reicht.

Mixcraft 9: Mixdown

Nach der Bestandsaufnahme geht es in der Praxis weiter mit dem Mixing. Auch hier warten einige positive Überraschungen auf dich, die deinen Workflow und deine Arbeit an der DAW vereinfachen.

Neues Mischpult

Das Mixcraft 9 Mischpult verfügt über einen Overdrive, Kompressor, parametrischen Equalizer, ein Oszilloskop und Spektralanalyse pro Kanal. Der Aufbau orientiert sich stark an einem analogen Mischpult und die Arbeit gestaltet sich sehr intuitiv, da der Signalfluss auf Anhieb ersichtlich ist.

Das Mischpult gefällt mir deshalb sogar besser als die Designs der Konkurrenz. Es empfiehlt sich aber, es auf einem zweiten Monitor im Vollbildmodus darzustellen.

Export-Funktion

Am Ende soll das fertige Projekt als Audiodatei ausgegeben werden. Acoustica Mixcraft 9 stellt hier viele verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl: MP3, WAV, FLAC, WMA und OGG. Alle Formate lassen zahlreiche Einstellmöglichkeiten zu, sodass man für alle Gelegenheiten gerüstet ist.

Hat man Marker oder CD-Marker erstellt, können mit diesen Markern versehene Abschnitte als eigene Dateien ausgegeben werden. Audio Tags lassen sich automatisch aus den Projektinformationen übernehmen.

Mixing Stems

Besonders gut gefällt mir die „Mix down to Stems“-Funktion. Gerade in der heutigen Zeit kommen Stems eine hohe Bedeutung zu. Stems sind Audiodateien, die den Mix einer Instrumentengruppe oder eines Instruments enthalten.

Stems sind Audiodateien, die den Mix einer Instrumentengruppe oder eines Instruments enthalten.

So könnten zum Beispiel Stems von den Drums, den Gitarren, dem Bass, den Keyboards, den Background Vocals und den Solo Vocals und den Effekt Returns angelegt werden.

Stems sind sowohl für Remixe wichtig als auch für das Arbeiten mit Backing Tracks auf der Bühne. Arbeitet ein anderer Toningenieur am Mix, benutzt dieser eventuell eine andere DAW oder hat nicht die gleichen Plug-ins.

Ein Export als Stems ermöglicht es, unsere Tracks so weiterzugeben, wie wir sie beim Recording hören. Manchmal fordert auch der Mastering Toningenieur Stems von Instrumentengruppen an, wenn er mit der herkömmlichen Stereobearbeitung nicht ans Ziel kommt.

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Die „Mix down to Stems“-Funktion ist extrem komfortabel. Aus einer Liste werden einfach die Spuren ausgewählt, die exportiert werden sollen. Das kann auch ein Submix Track sein, um zum Beispiel den Mix einer Instrumentengruppe zu exportieren. Nun bestimmen wir noch, ob die Track Effekte ein- oder ausgeschaltet sein sollen, ob die Lautstärke der Tracks auf 0 Dezibel stehen und ob das Panorama in der Mitte angeordnet sein soll.

Auf Wunsch können Automationsdaten für Volume/Pan/Track, für FX und für die Clips ignoriert werden. Zum Abschluss legen wir noch das Ausgangsformat fest, ob der Track mono oder stereo sein soll, die File-Namen Konventionen und den Ausgabeordner.

Doch auch für die Arbeit an Filmprojekten sind Stems wichtig und damit kommen wir zum wohl herausragendsten Feature von Acoustica Mixcraft 9.

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Mixcraft 9 verfügt über einzigartige Videobearbeitungsfunktionen.

Videonachvertonung und Video Editing
Richtig gelesen: Video Editing. Während andere DAWs zwar Videos öffnen und mit dem Videoton entlang der Timeline darstellen können, um zum Beispiel einen Soundtrack synchron zum Video zu erstellen, kann Acoustica Mixcraft 9 extrem viel mehr:

  • Importieren von Videos und Videoton
  • Importieren von Bildern
  • Erstellen von Slideshows aus Bildern
  • Hinzufügen von Titeln, Songtexten, Credits zu Videos (normaler Text, Scrolling)
  • Textmasken (Text mit durchscheinendem Videobild)
  • Dropshadow-Effekte für Text
  • Videosynchronisation mit einer Genauigkeit von Millisekunden
  • Erstellen von Crossfades zwischen Videoclips
  • Hinzufügen von Videoeffekten
  • Automatisieren von Videofunktionen
  • Video Rendering mit vielen Einstellmöglichkeiten und Formaten
  • Video Auflösung mit bis zu 1440×1080 (1080p) oder 1920×1080 (1080i)

Die Videofunktionen eignen sich besonders gut für Konzertmitschnitte

Das geht deutlich über das, was andere DAWs bieten, hinaus und ist für all diejenigen interessant, die zum Beispiel bei Konzerten Video und Ton separat mitgeschnitten haben und nun ihr Multitrack Recording passend zum Bild mischen möchten.

Bei anderen DAWs müsste man entweder erst das Video in einer Software wie Adobe Premiere oder Apple Finalcut fertig schneiden, exportieren und dann in die DAW importieren, oder umgekehrt erst den Ton mischen und diesen dann in die Videobearbeitungs-Software importieren. Kleinere Projekte lassen sich mit Acoustica Mixcraft 9 in der DAW erledigen. Prima.

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Mixcraft 9 bietet nicht nur eine einfache Nachvertonungsmöglichkeit, sondern auch einfache Schnitt, Überblendungen und Texteinblendungen.

Mastering mit Acoustica Mixcraft 9

Obwohl Musik heutzutage hauptsächlich in Form von MP3s oder ähnlichen Formaten verbreitet und konsumiert wird, ist das Medium CD noch nicht ausgestorben. Mixcraft 9 bietet die Möglichkeit des CD-Masterings. CDs können somit direkt aus Mixcraft 9 heraus gebrannt werden. Neben den üblichen Einstellmöglichkeiten wie Auswahl des Brenners, des Test-Modes oder der Brenngeschwindigkeit gibt es die Möglichkeit, CD-Text zu erzeugen.

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Kompatible Player können somit später die Track-Informationen im Klartext auf dem Display anzeigen. Außerdem kann das komplette Projekt als ein einzelner Track gebrannt werden.

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Für das CD-Mastering kommen nun auch die Marker ins Spiel. Wird ein Projekt mit Markern versehen, können diese für das automatische Erstellen von Track-Nummern genutzt werden. Dazu setzt man bei der Markererstellung einen Haken bei der Checkbox „Create Track for CDs or Audio Files“.

Besitzt man einen ISRC Code, kann dieser ebenfalls eingetragen werden. ISRC steht für International Standard Recording Code und wird seit 1986 für die Verbreitung digitaler Musikaufnahmen verwendet. Jede Musikaufnahme, egal ob auf CD oder als Datei, wird mit diesem 12-stelligen Code versehen, um sie später bei der Wiedergabe identifizieren zu können.

ISRC steht für International Standard Recording Code

Wird ein mit dem ISRC-Code versehenes Stück im Radio oder Fernsehen wiedergegeben, kann es anhand des Codes identifiziert werden und dann auch den Nutzungsrechten entsprechend durch die Verwertungsgesellschaften abgerechnet werden. Besitzt man einen solchen Code, kann dieser also hier eingetragen werden, wenn es sich um ein kommerzielles Recording-Projekt handelt.

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Acoustica Mixcraft 9 Fernsteuerung

Mixcraft 9 lässt sich selbstverständlich auch über Hardware MIDI Controller fernbedienen. Einige werden nativ unterstützt, darunter zum Beispiel:

  • Mackie Control Universal
  • Novation Launchpad
  • AKAI APC Mini
  • Arturia Beatstep
  • Livid Instruments OhmRGB
  • Behringer X Touch
  • Novation Launchkey und weitere

Per MIDI Learn lassen sich darüber hinaus auch andere Controller anpassen oder Controller-Belegungen schnell verändern.

Acoustica Mixcraft 9 bietet aber auch die Fernsteuerung über eine eigene iOS und Android App, die kostenlos in den jeweiligen Stores erhältlich ist. Darüber lassen sich zum Beispiel folgende Funktionen fernbedienen:

  • Transportfunktionen wie Play, Stop, Vorspulen, Zurückspulen, Zurückspringen an den Anfang, Record
  • Undo
  • Redo
  • Save
  • Master volume slider

Weitergehende Mixing-Funktionen, wie sie zum Beispiel die Logic Remote bietet, gibt es derzeit (noch) nicht.

Testumgebung

Als Apple-Nutzer bin ich eigentlich außen vor, was eine reine Windows-DAW wie Mixcraft angeht. Glücklicherweise lassen sich auf den mit Intel-Prozessoren ausgestatteten Macs auch Windows-Programme entweder virtualisiert oder unter einem per Bootcamp gestartetem Windows installieren und ausführen. Für den Test kam mein 15“ MacBook Pro von 2015 zum Einsatz. Dieses verfügt über einen 2.5 GHz Quad-Core i7 Prozessor mit 16 GB RAM und zwei Grafikkarten, darunter eine Intel Iris Pro 1536 MB Karte.

Mixcraft 9 Performance

Da meine internen und externen SSDs bis zum Rand gefüllt sind, bleibt für eine Boot Camp Windows-Partition kein Platz mehr und schon gar nicht für die zahlreichen Loops und Samples, die Mixcraft mitbringt. Eine schnell bestellte SSD samt USB3-Gehäuse soll Windows 10 Pro ausgestattet werden, um die DAW zu testen. Eine noch nicht genutzte Windows 10 Pro Lizenz liegt schon bereit. Der Online-Handel verspricht auch zwei Tage vor Heiligabend die Lieferung innerhalb zweier Werktage, bis dahin muss ein virtualisiertes Windows in Virtualbox unter MacOS Big Sur den ersten Kontakt mit Acoustia Mixcraft 9 Pro Studio ermöglichen.

Mixcraft 9 liefert eine ausgezeichnete Performance

Installation

Erstaunlicherweise lief nach der Installation innerhalb der Virtualbox-Partition Mixcraft erstaunlich performant. Das mitgelieferte Testprojekt ließ sich ohne Probleme laden und anstandsfrei abspielen. Die Performance-Anzeige in Mixcraft schlug bis maximal 39 Prozent aus und das, obwohl Windows innerhalb eines MacOS Fensters ausgeführt wurde. Das lässt auf eine ausgezeichnete Performance unter dem direkt ausgeführten Windows hoffen. Und so ist es auch. Der Rechner gerät nicht ins Schwitzen, der gerne mal laute Lüfter des MacBook Pro bleibt bei geringer Drehzahl und damit unhörbar.

Latenz

Auch viele virtuelle Klangerzeuger bringen die DAW nicht aus dem Tritt und die Latenz ist selbst mit der internen Soundkarte so gering, dass Software-Instrumente ohne wahrnehmbare Verzögerung und Knackser spielbar sind. Mit einem per USB angeschlossenen Behringer X32 Rack als Interface oder meinem iConnectivity iConnectAudio 2+ geht noch einmal mehr. Das sollte also auch umfangreiche Projekte mit vielen Klangerzeugern und Effekten ermöglichen.

Acoustica Mixcraft 9: Soundbeispiele


Exkurs: Mixcraft am Mac

Auch wenn Mixcraft 9 nicht als Mac-Version zur Verfügung steht, können Nutzer eines Intel-Macs ihren Mac unter Windows starten. Das geht entweder per Apple Boot Camp Installation von Windows auf der internen Platte oder extern mit einer Windows-to-go Version.

Zunächst muss aus Windows 10 eine Windows-to-go Version erstellt werden, denn Windows 10 weigert sich sonst beharrlich, von einer externen SSD gestartet zu werden, wenn diese an einem USB-Port hängt. Eine solche Windows-Version lässt sich nun von einem externen Laufwerk aus booten, was den Vorteil hat, dass man zum Beispiel ein eigenes Laufwerk für die Windows-Arbeitsumgebung reservieren kann, welches problemlos auch an einem anderen Rechner funktioniert, zum Beispiel unterwegs. Dabei ist es vollkommen egal, ob es sich dabei um einen PC oder Mac handelt. Das interne Laufwerk bleibt MacOS vorbehalten.

Die Erstellung von Windows-to-go geschieht zum Beispiel mit der Freeware Rufus unter einem virtualisierten Windows. Das klingt alles erst einmal kompliziert, ist es aber nicht. Alles was man braucht ist ein Windows 10 Image, welches sich von der Microsoft Website herunterladen lässt, sowie die von Apple zur Verfügung gestellten Boot Camp-Treiber für die Apple Hardware. Außerdem Virtualbox und die Software Rufus.

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Mit der Freeware Rufus lässt sich ein von einem externen Laufwerk bootfähiges Windows-to-go erstellen. Wichtig: Unter „Erweiterte Einstellungen“ den Haken bei „USB-Festplatten anzeigen“ setzen, sonst sieht man das angeschlossene Laufwerk nicht. Auch bei „Windows-to-go“ muss ein Haken gesetzt werden.

Zunächst einmal laden wir die Treiber herunter, indem der Bootcamp-Assistent unter MacOS gestartet wird. Dort finden wir unter dem Menüpunkt „Aktion“ die Funktion „Windows-Supportsoftware laden“. Diese speichern wir zusammen mit jeder weiteren Software, die wir unter Windows installieren wollen, zum Beispiel Mixcraft, auf einem für Windows formatierten USB-Stick (z. B. FAT32 formatiert). Das ist sehr wichtig, denn Windows kann das Apple File System (APFS) Format nicht ohne Weiteres lesen.

Wichtig für Mac-User: Da Rufus ein Windows-Programm ist, benötigt man für die Ausführung entweder einmalig einen PC oder man nutzt wie ich dafür Virtualbox. Das von der Microsoft Website heruntergeladene Windows 10 Image installiert man zunächst unter Virtualbox, aktiviert es aber nicht! Auch ohne Aktivierung lässt sich Rufus ausführen und das bootbare Medium erstellen.

Ist Windows unter Virtualbox gestartet, rufen wir im Browser die folgende Website auf und laden dort die Rufus-Version 2.18p herunter: https://rufus.ie. Die neueren Rufus-Versionen haben bei mir nicht so gut bei der Erstellung einer Windows-to-go Version funktioniert. In Rufus wählen wir nun unsere externe SSD (oder ein anderes externes Laufwerk) aus, machen einen Haken bei „Windows-to-go“ und wählen unser von Microsoft heruntergeladenes Windows-Image aus.

Nachdem der Fertigstellung wird der Mac von der externen Windows-SSD gebootet. Dazu drückt man beim Einschalten des Rechners die ALT-Taste. Im kurz nach dem Gong erscheinenden Boot-Menü wählt man nun das Windows-Laufwerk aus, welches als EFI Drive angezeigt wird. Jetzt startet der Mac Windows-to-go und wird zunächst einmal konfiguriert. Nach der Konfigurierung muss Windows nur noch mit einem gültigen Product Key aktiviert werden.

Im nächsten Schritt installieren wir die Treiber für unsere Mac-Hardware, die wir anfangs auf einem für MS DOS und Windows formatierten USB-Stick zwischengelagert haben. Sind diese installiert, funktionieren alle Bestandteile der Mac-Hardware auch unter Windows einwandfrei. Nun wird nur noch Mixcraft vom USB-Stick installiert. Fertig.

Natürlich lässt sich auch der herkömmliche Weg mit Boot Camp und einem auf der internen Platte des Macs installiertem Windows gehen. Allerdings geht dann viel Speicherplatz für ein Betriebssystem samt Software verloren, das Mac User sicherlich nicht ständig im Einsatz haben. Da bei Apple SSD-Speicherplatz sehr kostspielig ist, ist die hier geschilderte Lösung der günstigste Ansatz, Windows auf Mac-Hardware zu booten. Für rund 60 bis 70 Euro bekommt man im Online-Handel schon eine 250 GB SSD, ein externes USB3-Gehäuse und eine Windows 10 Volumenlizenz (in Deutschland übrigens legal, auch wenn Microsoft das nicht gerne hört).

Fazit zum Acoustica Mixcraft 9 Pro Studio Test

Acoustica Mixcraft 9 hat einen großen Sprung nach vorne gemacht. Der gewaltige Funktionsumfang katapultiert die DAW direkt in eine Umlaufbahn mit den bekannten DAWs Logic Pro, Cubase und Co. Ich lasse mich als Logic-User sogar zu der Aussage hinreißen, dass mit Acoustica Mixcraft 9 endlich nach langer Zeit wieder ein passender Logic-Ersatz für Windows zur Verfügung steht. Viele der im Laufe der Zeit lieb gewonnenen Funktionen von Logic Pro gibt es auch in ähnlicher Form in Mixcraft 9.

Natürlich kann so ein Testbericht nicht alle Funktionen aufzeigen, die Acoustica Mixcraft 9 bietet. Ich empfehle die gut gemachten Tutorial Videos. Wer schon einmal mit einer DAW gearbeitet hat, wird sich schnell zurechtfinden. Das Preis-Leistungsverhältnis: Acoustica Mixcraft 9 Recording Studio kostet gerade einmal 89 Euro. Die Pro Studio-Version ist mit 179 Euro sehr günstig. Der Preisunterschied von gerade einmal 90 Euro rechtfertigt eigentlich den sofortigen Kauf von Mixcraft 9 Pro Studio. Die kleinere Version eignet sich für alle, die bereits über viele VST Plugins verfügen und diese ohnehin weiter einsetzen möchten. Auch für Schulen ist Mixcraft 9 Recording Studio sehr gut geeignet. Alle Musiker, die auf der Suche nach einer leistungsfähigen Windows-DAW sind und die hohen Kosten für Cubase Pro 11 oder Cubase Artist 11 scheuen, sollten sich Mixcraft 9 unbedingt genauer anschauen.

Acoustica Mixcraft 9 Pro Studio Features

  • komplettes Aufnahmestudio für Windows
  • MIDI-Bearbeitung mit Pianorolle, Step-Eingabe und Notation
  • enthält über 7.500 Loops, Soundeffekte und Samples
  • Emulation bekannter Synthesizer wie Yamaha CS80, Minimoog, Multimoog, Prophet 5
  • Live Performance Modus
  • Effekte und Instrumente von ToneBoosters, Applied Acoustics, iZotope, G-Sonique und mehr
  • Melodyne Essential Tuning-Software inklusive
  • leistungsstarkes Videobearbeitungswerkzeug
  • Erweiterte Routing und Kontrollmöglichkeiten wie verschachtelter Submixes, Spurgruppierung, Ausgangsspuren, nativem Sidechaining, erweitertem MIDI-Routing und vielem mehr
  • Unterstützung für eine Vielzahl von Hardware-Bedienoberflächen wie Mackie Control-kompatible Mischpulte, Novation Launchpad, Behringer X-Touch usw.
  • neuer Mixer mit Overdrive, Kompressor, parametrischem Equalizer, Oszilloskop und Spektralanalyse pro Kanal
  • CD-Mastering inklusive
Hersteller: Acoustica
Produkt:

Acoustica Mixcraft 9 Pro Studio Test

Lesermeinungen (4)

zu 'Acoustica Mixcraft 9 Test: Umfangreiche DAW für Profis und Einsteiger'

  • olerabbit   05. Jan 2021   14:22 UhrAntworten

    Schöner und informativer Test einer mir bis dato unbekannten DAW.
    Sind die enthaltenen Sounds auch für Rock- oder Pop-Produktionen geeignet?

    Wie ist die Soundqualität der Drums? Besonders Toms und Becken sind im Ausklang voller Artefakte. Egal, ob bei Cubase oder anderen Plugins wie Toontrack oder Steven Slate.

    Noch 2 Anmerkungen:
    Thomann hat das Produkt per heute nicht im Angebot und bei Amazon gibt es per heute nur die Version 8.

    • Markus Galla   06. Jan 2021   18:36 UhrAntworten

      Die Sounds sind sehr gut für Rock und Pop geeignet. Das liegt vor allem schon an den erstklassigen Emulationen analoger Synthesizer. Auch die Hammond B3 Emulation ist gut gelungen. Drums sind immer so eine Sache. Die Sounds bei Logic finde ich zum Beispiel sehr gelungen. Becken sind aber immer ein Problem. Da entlarven sich die Tracks schnell als virtuell. Wenn man bessere Drums haben möchte, sollte man auf spezialisierte Plug-ins zurückgreifen, zum Beispiel die Addictive Drums von XLN Audio. Das würde ich aber bei jeder DAW empfehlen. Die Drum Samples, die ich bei Mixcraft 9 so angespielt habe, waren gut, aber auch nicht besser als zum Beispiel bei Cubase. Die Logic Drums empfinde ich als etwas besser. Wie gesagt: Gegen hochspezialisierte Plug-ins wie Addictive Drums kommt die aber auch nicht an.

      Die Version 9 kann meines Wissens über den Shop von Acoustica und vom Vertrieb sofort gekauft werden. Es sind heutzutage doch eh alles nur noch Download Lizenzen.

    • Peter Lause   25. Jan 2021   23:21 UhrAntworten

      Geht alles über Klemm bzw. acoustica in den USA direkt. Es gibt auch deutsche Versionen und eine deutsche Anleitung für Mixcraft 9 gibt es auch. Solltest du das Produkt direkt in den USA (selber Preis) bei acoustica gekauft haben (wg. Registration) kannst du mit dem Kaufbeleg bei Klemm auch auf Nachfrage die deutsche Anleitung erhalten. (selbst so erlebt)...Gruß...Peter

      • Markus Galla   26. Jan 2021   09:45 Uhr

        Gibt es die deutsche Anleitung für Version 9 jetzt? Zum Testzeitpunkt war nur die der Version 8 auf Deutsch verfügbar und Version 9 auf Englisch. Das ist ja prima.

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