Waldorf Music Iridium Desktop MK2
16 Stimmen, 4 Layer, unendliche Möglichkeiten

Waldorf Music Iridium Desktop MK2
Waldorf Music Iridium Desktop MK2: Desktop-Synth mit massiv erweiterter Power

Thorsten Sprengel Von Thorsten Sprengel am 05. März 2026

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Waldorf Music Iridium Desktop MK2 mit erweiterter Hardware

Das Desktop-Gerät nutzt die Waldorf Synthesis Platform OS 4.0. Die aufgerüstete CPU-Platine soll eine größere Sample-Kapazität ermöglichen. Der Flash-Speicher umfasst nun 4 GB, wovon 2 GB mit Werks-Samples vorgeladen sind.

Die Hardware verfügt über einen Industrial-Grade Touchscreen mit 1024 x 600 Pixeln. Die Helligkeit lässt sich anpassen. Eine 4×4 Silicon-Pad-Matrix mit RGB-Hintergrundbeleuchtung kann Noten, Skalen oder Akkorden zugewiesen werden.

Das Gerät bietet 16-stimmige Polyphonie. Statt zwei kannst Du jetzt vier verschiedene Layer gleichzeitig nutzen. Neben Layer- und Split-Modi stehen neue Multi-Timbral-Modi wie Round-Robin und Random-Robin zur Verfügung. Diese Modi sollen laut Hersteller mehr klangliche Vielfalt und Komplexität ermöglichen.


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Waldorf Music Iridium Desktop MK2: Features

  • Desktop-Synthesizer mit Waldorf Quantum Synth-Engine
  • 3 Oszillatoren mit je 6 Synthesis-Modi (Wavetable, Waveform, Particle, Resonator, Kernels, Seeds)
  • Neues Seeds-Synthesis-Verfahren mit Sub-Oszillatoren
  • Per-Note-Parameter-Locks für bis zu 16 individuelle Parameter pro Note
  • Flavour-Regler für Mikro-Variationen in Timing, Timbre und Pitch
  • Dual Stereo Filter pro Stimme mit verschiedenen Modellen
  • 6 Hüllkurven, 6 LFOs und Komplex Modulator
  • Modulationsmatrix mit 40 Slots
  • 5 Effekt-Slots pro Layer
  • Polyphoner Arpeggiator und Step-Sequencer mit bis zu 64 Steps
  • 4 Layer Multi-Timbralität mit Round-Robin und Random-Robin Modi
  • Über 1750 Werks-Patches, 7000 Patch-Speicherplätze
  • Mutator Patch-Randomizer
  • MPE-fähig, MIDI 2.0 kompatibel
Waldorf Music Iridium Desktop MK2
Die einzelnen Oszillatoren haben eigene Regler-Sektionen.

Per-Note-Parameter-Locks in Zusammenarbeit mit Aphex Twin

Die Funktion Per-Note-Parameter-Locks entstand aus einer Zusammenarbeit mit Aphex Twin. Jede der 128 Noten kann bis zu 16 individuelle Parameter-Variationen erhalten. Die Zuweisung erfolgt durch Halten einer Note und Drehen der Regler.

Jede Note kann unterschiedliche Parameter-Sets haben. Der Synthesis-Modus der Oszillatoren oder Effekt-Parameter lassen sich pro Note ändern. Die Einstellungen werden mit jedem Patch gespeichert. Eine dedizierte Seite ermöglicht die Inspektion und Bearbeitung.

Flavour-Regler für Mikro-Variationen

Der neue Flavour-Regler fügt Mikro-Variationen hinzu. Diese betreffen Timing, Timbre, Pitch und weitere Parameter. Das Konzept wurde bereits beim Protein-Synthesizer eingeführt. Der Regler soll dem Sound mehr Lebendigkeit verleihen.

Oszillatoren und Filter-Sektion

Die drei Oszillatoren bieten jeweils sechs Synthesis-Modi: Wavetable, Waveform, Particle (Multi-Sampling und Granular mit erweitertem Sample-RAM), Resonator, Kernels und Seeds. Die Kernels-Methode nutzt bis zu 6 Sub-Oszillatoren, die über FM, AM oder Wavetable-Position in Audiofrequenz verknüpft werden können.

Das Gerät verfügt über Dual Stereo Filter pro Stimme im echten Stereo-Pfad. Die Filter bieten 12/24dB LP/HP/BP in allen Kombinationen. Verfügbare Filter-Modelle sind Nave, Largo, PPG, Quantum und StateVariable. Ein Analyzer wird in der Filter-Ansicht angezeigt.

Die Filter Kurven-Animation zeigt modulierte Parameter optional an. Umfangreiche Filter Routing-Optionen mit modulierbarem Panning und Pegeln stehen zur Verfügung. Der Digital Former bietet zusätzliche Filter-Modelle, Kammfilter, Bit-Crusher, verschiedene Drive-Typen, Ringmodulation und Formant-Filter.

Waldorf Music Iridium Desktop MK2
Als sechstes Synthesis-Verfahren wurde Seeds ergänzt.

Seeds: Sechstes Synthesis-Verfahren

Der erweiterte RAM ermöglicht ein sechstes Synthesis-Verfahren für jeden der drei Oszillatoren. Das Seeds-Verfahren basiert auf dem Wavetable-Prinzip, synthetisiert aber jeden Wegpunkt dynamisch aus Sub-Oszillatoren. Diese Sub-Oszillatoren können mit Techniken wie Ringmodulation, Frequenzmodulation, Wavetable und Partials gesteuert werden.

Rauschen und anderes nicht-tonhöhenbasiertes Material lässt sich hinzufügen. Vordefinierte Klangverläufe sind enthalten. Anwender können eigene Verläufe erstellen und bearbeiten.

Modulation und Effekte

Die Modulatoren umfassen sechs Hüllkurven und sechs LFOs. Der Komplex Modulator kombiniert LFO und Hüllkurve mit benutzerdefinierbarer Form und Morphing-Funktion. Die Modulationsmatrix hat 40 Slots mit Fast-Assign-Modus.

Jeder Slot verfügt über einen zusätzlichen Control-Amount. Identische Quellen und Ziele können mehrfach verwendet werden, bis die Matrix voll ist. Pro Layer stehen 5 Effekt-Slots zur Verfügung. Verschiedene parallele und serielle Routing-Optionen sind möglich.

Die Effekte umfassen Reverb, Delay, Chorus, Phaser, Flanger, Drive, EQ, Kompressor und Tremolo. Der Arpeggiator wurde erweitert und bietet neue polyphon Arpeggiator-Modi. Der Step-Sequencer arbeitet mit bis zu 64 Steps für Noten und Parameter.

Waldorf Music Iridium Desktop MK2
Die Anschlüsse auf der Rückseite

Anschlüsse des Desktop-Synthesizers

Die Rückseite bietet Stereo-Audio-Ausgänge über 2x TS-Klinke. Stereo-Audio-Eingänge sind ebenfalls vorhanden. Ein Kopfhörer-Ausgang mit TRS-Buchse und Pegelregelung ist integriert. DIN-MIDI In, Out und Thru sind verfügbar.

USB Type B dient als Device-Anschluss für die MIDI-Verbindung zum Computer. USB Type A als Host-Anschluss ermöglicht die Nutzung von Speichermedien und MIDI-Geräten. Das Gerät ist MIDI 2.0 kompatibel. Ein MicroSD-Slot steht zur Verfügung.

4 hochauflösende CV-Eingänge können als Modulationsquellen in der Modulationsmatrix genutzt werden. Analoge Clock-In- und Out-Anschlüsse mit Clock-Divider-Einstellungen sind vorhanden. Analoge Gate- und Start-Eingänge ergänzen die Konnektivität. Ein Kensington-kompatibler Lock-Anschluss ist integriert.

Patches und Speicher

Über 1.750 Werks-Patches sind vorinstalliert. Die Kapazität umfasst 7.000 Patch-Speicherplätze, wobei die Nummern 0000 bis 9999 nutzbar sind. Patches vom Quantum und anderen Iridium-Varianten lassen sich laden und umgekehrt. Ein Kategorie-Filter erleichtert die Patch-Auswahl.

Der Mutator Patch-Randomizer ermöglicht die zufällige Patch-Generierung. Ein Favourites-Screen erlaubt schnellen Patch-Zugriff. XY-Kontrolle auf dem Touchscreen ist möglich. Ein Wheels-Touchscreen dient für MIDI-Controls wie Mod-Wheel, Pitchbend, Aftertouch und Velocity.

Betriebssystem-Update für bestehende Modelle

Ein allgemeines Update auf Version 4.0 des Iridium- und Quantum-Betriebssystems soll in Kürze verfügbar sein. Dieses Update bringt einige neue Features für alle bestehenden Quantum- und Iridium-Modelle. Dazu gehören der Mutator Patch-Randomizer, ein neuer polyphoner Arpeggiator und neue mikrotonale Funktionen, die in Patches gespeichert werden können.

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Einsatzbereiche und Zielgruppe

Das Desktop-Gerät richtet sich an Sound-Designer, Klangforscher und Komponisten im Bereich Filmmusik. Die erweiterte Multi-Timbralität und die neuen Modi sollen komplexe Klanglandschaften ermöglichen. Die Per-Note-Parameter-Locks bieten experimentelle Möglichkeiten für die Klanggestaltung.

Durch die MPE-Fähigkeit eignet sich das Instrument für Anwender von MPE-Controllern. Die umfangreiche Modulations-Matrix und die sechs Synthesis-Modi sprechen erfahrene Synthesizer-Programmierer an. Die Kompatibilität mit Patches anderer Iridium- und Quantum-Modelle erleichtert den Umstieg für bestehende Nutzer.

Waldorf Music Iridium Desktop MK2: Preis & Verfügbarkeit

Der Desktop-Synthesizer ist über das weltweite Händlernetz von Waldorf Music erhältlich. Die UVP beträgt 2.399 Euro inklusive Mehrwertsteuer.

Im Lieferumfang sind das Waldorf Music Iridium Desktop MK2, ein Netzteil und eine gedruckte Kurzanleitung enthalten. Rack-Montage-Teile für 19 Zoll sind separat erhältlich. Weitere Informationen finden sich auf der Hersteller-Webseite.

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