Was hÀltst Du von Minitasten bei Synthesizern?

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Synthesizer mit Minitasten

Kleiner Scherz. Uns interessieren eher deine Erfahrungen mit properen Synthesizern, die jedoch ziemlich kleine Tasten haben ... sprich dich aus! | Bild: Bonsoni.com [bearbeitet, CC BY 2.0]

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Sind Minitasten zu klein?

Die letzten Jahren zeigen einen deutlichen Trend: Die Hersteller verlegen sich mehr und mehr darauf, ihre gĂŒnstigen Kompaktsynthesizer mit Minitasten auszustatten. So können bei geringen Abmessungen drei Oktaven gespielt werden – wenn diese Philosophie nicht verfolgt wird, wie etwa bei der Novation Bass Station 2, sind es eben nur zwei.

Hast Du Erfahrungen mit so kleinen Klaviaturen? Wie lassen sie sich bespielen? Ist lediglich eine gewisse Eingewöhnungszeit nötig oder sind deine AnsprĂŒche so gelagert, dass Du befreit aufspielen möchtest, es mit Minitasten aber partout nicht funktioniert?

Aus meinem NÀhkÀstchen

ZunĂ€chst war ich unentschlossen – oft reichen mir zwei Oktaven und dementsprechend genieße ich die ausgewachsenen Tasten bei kleinen Synthies wie der Bass Station.

Andererseits kann ich sehr gut nachvollziehen, dass drei Oktaven fĂŒr Performance und Produktion deutlich mehr Möglichkeiten bieten … und dass PortabilitĂ€t nun mal Trumpf ist im Lichte der aktuell großen Nachfrage nach gĂŒnstigen Synthies.

Aber Tonumfang und Tragbarkeit hin oder her, nach eingehenden ProbedurchgÀngen muss ich doch sagen, dass mir bei Minitasten im wahrsten Sinne der Spielraum fehlt. Selbst mit meinen eher kleinen HÀnden schaffe ich es nicht, mehr als kurze, einfache Melodien und Akkorde ohne Verrenkungen zu spielen.

Was meinst Du?

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Lesermeinungen (11)

zu 'Was hÀltst Du von Minitasten bei Synthesizern?'

  • Donald   09. Jul 2015   09:15 UhrAntworten

    Hallo. Um effizent komponieren zu können, ist eine vollwertige Klavitatur schon vom Vorteil. Ich kam von einer MPK Mini Klavitatur und fĂŒhlte mich erst mit einer 49er endlich richtig wohl. Was wohl noch eine 61er oder grĂ¶ĂŸer ausmachen wĂŒrden... Das zum Thema Controller. Eine kleine reicht fĂŒr schnelles einspielen, als ErgĂ€nzung schon aus, aber genauso wichtig ist der Sound. Hier gefĂ€llt mir der Pulse 2, als Klangerzeuger. Aber die Bedienung, ĂŒber so viele verschachtelte kleine UntermenĂŒs, ist mĂŒhsam. Ein Traum wĂ€re das Xfer Serum als Hardware :D Schöne GrĂŒĂŸe - Donald

  • Meckerfritze   09. Jul 2015   10:14 UhrAntworten

    Ich habe mal einen Yamaha QY-70 besessen. Das nenne ich Minitasten :D !
    Und ich konnte auf der zwei Oktaven umfassenden Tastatur manuell auch recht flĂŒssig Melodien und Akkorde (VierklĂ€nge) spielen. Ist eine reine Gewöhnungssache.

    Wenn ein Hersteller PortabilitĂ€t zur Idee hat ist er bemĂŒht, Abmessungen und Gewicht möglichst klein zu halten.
    Minitasten und 2-3 Oktaven sind natĂŒrlich auch nicht dazu gedacht, virtuoses Klavierspiel zu ermöglichen.
    Sound und Eingriffsmöglichkeiten stehen im Vordergrund und das GerĂ€t auch ĂŒberall hin mitnehmen zu können.

    Was ich allerdings in der heutigen Zeit und technischen Möglichkeiten als völlig unsinnig erachte, sind GerÀtschaften mit geringer Polyphonie und Monosynthesizer !

    Was soll der Quatsch ?
    Technisch sind mind. 64 Stimmen kein Problem mehr.
    Jeder 08/15 Chip bekommt das auf die Reihe.
    Wenn ich Leadsounds mit Portamento spielen will, schalte ich in den Modus Unisono.
    Wenn ich Sounds layern, splitten und in die Breite gehen will oder mal fett oktaviert oder nur einen simplen Akkord spielen möchte, stehe ich mit Monosynthesizer oder Polyphonie armen GerÀten schnell ziemlich doof da.
    Erst recht blöd, wenn beim Komponieren ĂŒber PC dem Synth die Stimmen ausgehen, Sounds abgeschnitten werden und man wieder zu frickeln anfangen soll.

    Das ist Heute doch völliger Quatsch, den EinschrÀnkungen vergangener Jahre nachzueifern.
    Wenn ich Retro haben möchte, reicht auch bitteschön eine Unisono/Lead Funktion am GerĂ€t aus und mir trotzdem mit großzĂŒgiger Polyphonie alle Möglichkeiten bleiben, mit der Zukunft zu gehen und komplexe Strukturen zu programmieren und mir dafĂŒr nicht- wie frĂŒher, noch einen weiteren Synthesizer zulegen muss.
    Ist fĂŒr einen Hersteller natĂŒrlich, wie frĂŒher, eine eintrĂ€gliche Sache.
    "Du brauchst mehr Stimmen- du brauchst mehr Keyboards" !

    Wenn Retro, dann weil Retro als Möglichkeit und Funktion mit integriert ist- aber ausschließlich nur Retrooption ist wie ein halber Fußball, ein Auto mit nur einem Gang (RĂŒckwĂ€rtsgang) oder alkoholfreier Cuba Libre (mit ohne KohlensĂ€ure) und einfach totaler Unsinn.

  • ORI$ON TIDE   09. Jul 2015   11:25 UhrAntworten

    Da ich schon seit Jahren (fast schon Jahrzehnten) keine Hardware-Synthesizer mehr einsetze, stört mich das nicht (und vorher hatte ich eigentlich auch nur 2 mit Tastatur und den Rest als Rackmodule).
    FĂŒr einigermaßen authentisches Pianospiel habe ich ein M-Audio ES88-Masterkeyboard mit 88 halbgewichteten Tasten (ja, ich weiß, das ist nicht genau so wie eine echte Klaviertastatur... aber es taugt!).
    Und fĂŒr schnelles Drum- oder Synthiespiel habe ich einen Korg Taktile mit 49 Tasten.

    Mit diesen beiden spiele ich alle meine VSTis. Das funktioniert wunderbar – und man muss sich nicht immer auf neue Tastaturen einstellen.

  • Jay   09. Jul 2015   11:44 UhrAntworten

    Naja, nur weil ein heutiger Synth mit Unisono Retro spielen kann, heisst das noch nicht, dass das dann auch so klingt wie der damalige gewĂŒnschte Sound;-) Ansonsten bevorzuge ich auch als gelernter Keyboarder und Klaviermann eine richtige Tastatur. Daher hab ich mich auch trotz der kompakten GrĂ¶ĂŸe beim Virus TI-Kauf damals fĂŒr die Keyboard-Version entschieden. Was nicht heisst, dass die selbe "kompakte" Version nicht auch hervorragend ist, sie kann ja absolut dasselbe. Aber wenn man halt große Oktaven gewöhnt ist, dann bleibt man halt oft dabei:)

    • Meckerfritze   09. Jul 2015   13:21 UhrAntworten

      "Naja, nur weil ein heutiger Synth mit Unisono Retro spielen kann, heisst das noch nicht, dass das dann auch so klingt wie der damalige gewĂŒnschte Sound".

      Ich weiß das sich jetzt viele Elektroniker auf den Schlips getreten fĂŒhlen werden und vor 15 Jahren gehörte ich auch noch zu den unbeirrbaren JĂŒngern, aber ich kenne heute niemanden, der den Stringsound der legendĂ€ren RS-1010/202 hvon einem kostenlosen VST Plugin unterscheiden kann, geschweige ĂŒberhaupt will.
      Wozu auch ?
      Wenn ich schon einen alten analogen Saurier haben möchte, dann nur aus nostalgischen GrĂŒnden der Sammlerfreude.
      Kaufen wĂŒrde ich mir die Kisten wegen dem Sound und Einsatz auf BĂŒhne und Recordingalltag allerdings nicht mehr, die bekommt man noch und nöcher in so ziemlich jeden heute modernen Synth und Plugin hinterhergeschmissen und wenn es auch nicht die absolut haargenaueste Kopie eines Sounds ist, wen kratzt das eigentlich ?
      Ich glaube auch nicht, das es Zuhörern außerordentlich wichtig ist (dem Pianisten mag es alleinig wichtig sein), ob sie Chopin auf einem Steinway, Schimmel oder Yamaha vorgetragen bekommen, solange es nach Chopin klingt, selbst mit dem Wissen, das es ja nicht Chopin sein kann, den man da sieht und hört ;-)
      Aber das ist natĂŒrlich nur meine ganz beschiedene Meinung und persönliche Erfahrung.

      GrĂŒĂŸe
      `Fritz

  • Donald   09. Jul 2015   14:00 UhrAntworten

    Du kannst heutzutage alles technisch-musikalische kaufen. Wenn Du Geld hast. Und wie man merkt, haben sich die ernsthaften Musiker schon Ihre Lieblinge zugelegt. Also ein Mangel an Technik herrscht nicht. Nur wenn Konsumgeilheit steigt, dabei aber das Einkommen von Contentschaffenden schrumpft, dann lĂ€uft irgendwas schief. Und was hat man davon, wenn man Workflows der Menschen vergleicht ? iiih, die Cola schmeckt nicht nach Milch... nech. Gruß - Donald

  • unifaun   09. Jul 2015   16:41 UhrAntworten

    Minitasten machen m. E. nur dann Sinn, wenn es um begrenzten Platz geht. So habe ich fast immer eine M-Audio Keystation 32 in meinem Rucksack, die ich bei Bedarf an mein MacBookPro anschließe, um unterwegs Sounds zu probieren, Tonarten/Akkorde herauszufinden oder zu bestimmen.

    Sobald es aber zu Hause ins Homestudio geht, nutze ich nur den Kurzweil PC361 (Synth/Orgel) oder das Yamaha P-95 (E-Piano/Piano), entweder mit VSTi oder aber mit den internen Sounds der PC361.

    Da wĂŒrde ich nie auf die Idee kommen, die Keystation zu nutzen.

    FĂŒr's Wohnzimmer habe ich auch immer noch je ein Edirol PCR-M30/50, das kommt dann dort zum Einsatz.

    Ich denke, bei den Minitasten schielen die Hersteller auf die iPad-User, die dort auch Synths nutzen.

    Aber so eine App - vorausgesetzt, man hat schon ein iPad - kostet dann auch nur ein paar € und keine 400 € wie es bei der reface-Serie zu vermuten ist.

    Man hat da mit den Minitasten bei relaunchten Vintage-Keys (MS20, Odyssey, Yamaha reface) seitens der Hersteller einen Trend geschaffen, den viele Musiker so gar nicht wollen.

    Die Zeit wird zeigen, wie es sich entwickelt.

  • FĂŒnnyf   26. Jul 2015   20:19 UhrAntworten

    meine Musik kommt ĂŒber DAW oder Sequenzer in/aus dem Synth. Daher kann ich auf die Tastatur ganz verzichten. Meine Finger sind zu groß, um entspannt mit einer Mini-Tastatur umgehen zu können.
    Ganz weglassen. mehr tastaturfreie Synthesizer.

  • Mario BĂŒtepage   26. Okt 2017   07:54 UhrAntworten

    Ich kann nicht mal die richtig spielen, die eine normale Klaviatur haben! #ironie 😜

  • Tommy Bassalot   27. Okt 2017   16:13 UhrAntworten

    Geht mittlerweile mit dem microKORG, kleiner dĂŒrfte es dann nicht mehr sein.

  • Hans   04. Dez 2017   11:04 UhrAntworten

    Zum eintippen in die DAW reichen sie. Zum live Spielen eher nicht. Benutze MPK Mini und ein Code 49 die sind fĂŒr einen Nichtpianisten ausreichend

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