Arturia Memory V
Der seltenste Moog-Synth wird endlich digital

Arturia Memory V
Arturia Memory V emuliert den polyphonen Memorymoog mit klassischer Bedienoberfläche, Triple-VCO-Architektur und modelliertem Ladder-Filter.

Valentina Lablack Von Valentina Lablack am 26. Mai 2026

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Polyphoner Analogsynthesizer als Software-Instrument

Der Memorymoog wurde zwischen 1982 und 1985 produziert. Er war der einzige vollständig polyphone Analogsynthesizer der ursprünglichen Moog-Ära und das letzte Flaggschiff des Unternehmens vor der Insolvenz. Mit sechs Stimmen und jeweils drei Oszillatoren pro Stimme bot das Instrument eine hohe Stimmendichte.

Das historische Gerät zeichnete sich durch seine klangliche Präsenz aus. Es ermöglichte polyphone Texturen mit hoher Klangdichte und wird von Arturia als „6 Minimoogs in einem“ beschrieben. Die Seltenheit des Originals und seine technische Instabilität machten es zu einem gesuchten Sammlerstück.

Arturia Memory V bildet die Architektur des Memorymoog nach. Die Sound-Engine modelliert drei spannungsgesteuerte Oszillatoren (VCOs) pro Stimme. Die Software simuliert die Charakteristik der Ladder-Filter und die Nichtlinearitäten der ursprünglichen Schaltung.


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Arturia Memory V: Features

  • Modellierung des Moog Ladder Filters mit TAE-Technologie
  • Modellierte Triple-VCOs mit Mixer und VCAs inklusive Nichtlinearitäten
  • Zusätzlicher Drive-Regler für Sättigung
  • Multi-Arpeggiator mit verschiedenen Rhythmusmustern
  • 6 Stimmen, erweiterbar auf 12 Stimmen
  • Unison-Modus mit bis zu 6 gestapelten Stimmen
  • Sync-Funktionen für Oszillatoren 1 bis 3
  • Drag-&-Drop-Modulationssystem
  • Über 300 Presets für unterschiedliche Musikstile
  • Unterstützung für MPE, Arturia Controller Integration, NKS und MTS-ESP
Arturia Memory V
Arturia Memory V erweitert den Synthesizer um Modulation, Effekte, Makros und zusätzliche Sounddesign-Funktionen.

Technische Details der Sound-Engine

Das Plug-in soll laut Hersteller das klangliche Verhalten des Originals wiedergeben. Dazu gehören die typischen Instabilitäten analoger Schaltungen. Arturia hat diese Eigenschaften in eine stabile Software-Umgebung übertragen. Die Emulation zielt darauf ab, den Charakter des historischen Instruments zugänglich zu machen.

Die Klangerzeugung basiert auf der Modellierung von drei VCOs pro Stimme. Jeder Oszillator kann unabhängig gestimmt werden. Die Software bietet verschiedene Wellenformen, darunter Sägezahn und Rechteck. Die Oszillatoren lassen sich synchronisieren, was aggressive Klangfarben ermöglicht.

Der modellierte Moog Ladder Filter arbeitet mit der TAE-Technologie von Arturia. Der Filter verfügt über eine Emphasis-Funktion mit Bass-Kompensation. Diese soll tiefe Frequenzen bei höheren Resonanzwerten stabil halten. Die Hüllkurven steuern sowohl Filter als auch VCA mit einstellbaren Attack-, Decay-, Sustain- und Release-Parametern.

Ein Drive-Regler pro Stimme fügt harmonische Verzerrung hinzu. Bei niedrigen Einstellungen soll er subtile Obertöne erzeugen. Höhere Werte führen zu deutlicher Sättigung. Der Mixer ermöglicht die Pegelanpassung der drei Oszillatoren sowie die Einstellung des Rauschgenerators.

Unison-Modus & Stimmenerweiterung

Der Unison-Modus stapelt bis zu sechs Stimmen zu einer monophonen Stimme. Dabei werden bis zu 18 Oszillatoren gleichzeitig verwendet. Diese Funktion erzeugt dichte analoge Klangfarben mit hoher Obertonvielfalt.

Die Software bietet standardmäßig sechs Stimmen Polyphonie. Diese Anzahl kann auf zwölf Stimmen erweitert werden. Die erweiterte Polyphonie ermöglicht komplexere Akkorde und mehrschichtige Arrangements. Jede Stimme verfügt über die vollständige Oszillator- und Filterstruktur.

Modulations- & Effektoptionen

Das Plug-in verfügt über ein Drag-&-Drop-Modulationssystem. Modulationsquellen können per Mausklick auf Ziele gezogen werden. Zu den Quellen gehören LFOs, Hüllkurven und Velocity. Die Voice-Modulation-Sektion ermöglicht unterschiedliche Einstellungen pro Stimme.

Per-Voice-Variationen lassen sich für Hüllkurvenzeiten, Panorama, Tonhöhe, Filter und Lautstärke einstellen. Diese Funktion soll statische Klänge organischer wirken lassen. Die integrierten Effekte umfassen Reverb, Chorus und weitere Prozessoren. Der Multi-Arpeggiator bietet verschiedene Rhythmusmuster und Oktavierungsoptionen.

Presets & Anwendungsbeispiele

Arturia liefert über 300 Presets mit dem Plug-in aus. Die Klangprogramme decken Stile wie Synthwave, Ambient und R&B ab. Makros erlauben schnelle Anpassungen der wichtigsten Parameter. Die Presets dienen als Ausgangspunkt für eigene Klanggestaltungen.

Für polyphone Pads empfiehlt der Hersteller Sägezahnwellen auf allen drei Oszillatoren. Die Filterfrequenz wird auf etwa 60 Prozent eingestellt. Langsame Attack-Zeiten für Filter und VCA sowie Reverb und Chorus erzeugen dichte Flächensounds. Diese Einstellung soll typisch für die Synthesizer-Pop-Musik der 1980er-Jahre sein.

Aggressive Leads entstehen durch Oszillator-Sync und schnelle Filterhüllkurven. Für Bässe werden tiefe Oktavierungen und geschlossene Filter mit Bass-Kompensation verwendet. Der Drive-Regler fügt die charakteristische Moog-Sättigung hinzu. Die Vintage-Dispersion-Funktion simuliert die Instabilität des Originals durch subtile Verstimmungen.

Zielgruppen & Einsatzbereiche

Das Software-Instrument richtet sich an Produzenten elektronischer Musik. Es eignet sich für Synthwave, Ambient und Filmmusik. Die polyphonen Fähigkeiten machen es für orchestrale Arrangements und Sounddesign nutzbar. Der Unison-Modus spricht Anwender an, die monophone Lead-Sounds mit hoher Dichte benötigen.

Die Emulation des Memorymoog adressiert Musiker, die den Klangcharakter historischer Analogsynthesizer suchen. Die moderne Bedienoberfläche und die Stabilitätsverbesserungen sollen die Software für den Studio- und Live-Einsatz tauglich machen. Die Integration von MPE ermöglicht den Einsatz mit ausdrucksstarken MIDI-Controllern.

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Arturia Memory V: Preis & Verfügbarkeit

Zum aktuellen Zeitpunkt liegen keine Informationen zu Preis und Verfügbarkeit vor.

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