Monitor Controller Ratgeber & Highlights

Monitor Controller im Überblick: Welche Modelle bekommst Du zu welchem Preis und was leisten sie?

Monitor Controller im Überblick: Welche Modelle bekommst Du zu welchem Preis und was leisten sie?

Wofür einen Monitor Controller?

Ein Monitor Controller dient vor allem zur Lautstärkekontrolle der angeschlossenen Lautsprecher. Bei fortgeschrittenen Modellen können auch mehrere Kopfhörer verwendet werden, wobei separate Lautstärkeregler zur Verfügung stehen.

Ein weiteres wichtiges Feature ist das bequeme Umschalten zwischen mehreren Lautsprecherpaaren. Fast alle Geräte dieses Typs können hiermit aufwarten.

Weitere Funktionen umfassen die Stummschaltung bzw. Dimmung (sofortige starke Reduzierung der Lautstärke) oder das Abhören in Mono.

Mögliche Aufgaben für Monitor Controller

  • Analoge Lautstärkeregelung
  • Stummschaltung oder Dämpfung der Lautstärke auf Knopfdruck
  • Schnelle Umschaltung zwischen mehreren Lautsprecherpaaren
  • Speisung mehrerer Kopfhörer aus verschiedenen Signalquellen
  • Talkback – Kommunikation zwischen Regie- und Aufnahmeraum

Brauchst Du überhaupt einen Monitor-Controller?

Die Antwort ist ja – wenn Du einen großen, gut erreichbaren Lautstärkeregler für deine Abhöranlage suchst. Etwa dann, wenn deine Aktivboxen keine oder schlecht zu erreichende Regler haben. Oder falls Du keine Lust hast, stets ZWEI Regler auf das gleiche Niveau zu bringen.

Außerdem bieten interne Soundkarten und manche externen Audio Interfaces keinen Lautstärkeregler. In diesem Fall wird die Lautstärke über die mitgelieferte Mixersoftware geregelt, was relativ umständlich ist. Ein Monitor-Controller bietet hier schnellen Zugriff.

Lesetipp: Studiomonitore Guide»

Analog ist besser

Wenn Du den Pegel des Master-Kanals im DAW-Projekt senkst, um die Abhörlautstärke zu verringern, wird der Dynamikumfang des Audiosignals kleiner – je nachdem, wie stark Du den Pegel senkst, können erhebliche klangqualitative Einbußen bei der Digital-Analog-Wandlung entstehen.

Mit einem Monitor Controller wird die Lautstärke nach der Wandlung und rein analog geregelt. So verschenkst Du kein Potential beim Abhören über die Lautsprecher und/oder Kopfhörer.

Mehrere Lautsprecher anschließen

Falls Du deine Produktionen über zwei Lautsprecherpaare abwechselnd abhören willst, ist ein Monitor Controller unverzichtbar. Denn so musst nicht ständig die Kabel an deinem Audio Interface oder Mischpult umstecken – das ist ungleich bequemer und durch das sofortige Umschalten werden direkte Klangvergleiche überhaupt erst möglich.

Hier lassen sich im Übrigen auch problemlos kleine Brüllwürfel für den Computer anschließen, die als Referenz für viele Arbeitsplätze oder als Ersatz für das Küchenradio helfen können. Wichtig für das A/B-Hören ist die Möglichkeit, mit einem Schalter zwischen den unterschiedlichen Paaren hin- und herschalten zu können.

All das reicht noch nicht, um dir einen Monitor Controller schmackhaft zu machen? Nun, in den folgenden Empfehlungen für aktuell erhältliche Geräte kommen noch einige fortgeschrittene Funktionen zur Sprache.

Monitor Controller für ein Lautsprecherpaar

Du nutzt nur ein Studiomonitor-Paar? Dann bist Du mit den folgenden drei Geräten bestens bedient. Hier reicht ein kleines Budget und Du bekommst das Wichtigste: einen großen Lautstärkeregler. Dabei ist keine Stromzufuhr nötig – alle vorgestellten Geräte arbeiten passiv, dienen also nur zur Verringerung der Lautstärke.

Swissonic M-Control - Monitor Controller Ratgeber & Vergleich

Swissonic M-Control

Der günstigste Monitor Controller in unserem Vergleich bietet mehr, als man erwarten darf. Neben dem obligatorischen großen Lautstärkeregler findest Du Knöpfe zur Stummschaltung des angeschlossenen Studiomonitor-Paars und zum Prüfen der Monokompatibilität deines Mixes.

Die Speisung erfolgt über Kombibuchsen (jeweils kombinierte XLR/6,3-mm-Eingänge für links und rechts) oder eine Miniklinke (3,5 mm Stereo). Ähnlich beim Output: Wähle zwischen XLR oder Stereo-Miniklinke.

49,- Euro

 

Monitor Controller: Der ultimative Ratgeber – Palmer Monicon

Palmer Monicon

Der Monicon ist dem oben beleuchteten Vertreter von Swissonic sehr ähnlich – auch hier wurde als Bonus ein Knopf zum Überprüfen der Monokompatibilität integriert. Die Ausstattung an Ein- und Ausgängen ist ebenfalls identisch, allerdings kommen die XLR-Inputs hier mit einer Verriegelung daher.

Im Palmer Monicon Test auf delamar hat der Kandidat für seine Preisklasse sehr gut abgeschnitten – das kompakte, gut verarbeitete Gerät bietet viel für wenig Geld:

59,- Euro

 

Monitor Controller: Der ultimative Ratgeber – JBL Nano Patch+

JBL Nano Patch+

Das Bedienpaneel des JBL Nano Patch+ bietet die Essentials – den großen Pegelregler und einen Knopf zur Stummschaltung der Ausgänge. Für das Homerecording ist das in der Regel vollkommen ausreichend.

Eingangsseitig bist Du flexibel, denn die Inputs liegen als Combo-Buchsen vor (XLR und große Klinke kombiniert). Zudem findet sich eine Stereo-Miniklinke – eine solche steht auch als Ausgang zur Verfügung, während der Haupt-Output über große Klinkenanschlüsse läuft.

65,- Euro

 

ller: Der ultimative Ratgeber – TC Electronic Level Pilot

TC Electronic Level Pilot

Brauchst Du einfach nur einen großen Lautstärkeregler? Dann schau dir mal dieses Helferlein an. Beachte aber, dass daran eine Kabelpeitsche für die Ein- und Ausgänge gesteckt werden muss. Diese stellt je zwei symmetrische XLR-Anschlüsse für In- und Output bereit.

An der Unterseite des Geräts findet sich eine Moosgummi-Schicht, dank der das Gerät fest auf deinem Schreib- oder Studiotisch steht.

69,- Euro

Monitor-Controller für mehrere Lautsprecherpaare

Als Abgrenzung zu den bereits vorgestellten Geräten findest Du nun Monitor-Controller zur Ansteuerung von zwei oder gar drei Lautsprecherpaaren. Zudem besitzen drei der vier Kandidaten (mindestens) zwei Kopfhöreranschlüsse mit separaten Lautstärkereglern.

Weiterhin sind Features wie Talkback erst in dieser Gewichtsklasse zu finden. Damit kannst Du dich aus dem Regieraum mit den Musikern im Aufnahmeraum unterhalten. Hierfür steht ein eigener Klinkenanschluss für ein externes Mikrofon sowie alternativ ein integriertes Mikro zur Verfügung.

Monitor Controller: Der ultimative Ratgeber – Nowsonic Switcher

Nowsonic Switcher

Dieses Gerät bietet die einfachste und günstigste Lösung zum Umschalten zwischen zwei Lautsprecherpaaren. Ansonsten gibt es lediglich den obligatorischen großen Lautstärkregler – mit der Besonderheit, dass die Stummschaltung des Outputs durch einen Druck auf diesen Poti aktiviert wird.

Wenn Du dich näher informieren und unser ausführliches Praxisurteil erfahren willst, kannst Du unseren Nowsonic Switcher Test auf delamar lesen. Dort erzielt das Gerät eine gute Wertung, wobei sich nicht zuletzt die Ein-Knopf-Umschaltung der angeschlossenen Studiomonitore als praktisch erweist.

69,- Euro

 

ller: Der ultimative Ratgeber – PreSonus Monitor Station V2

PreSonus Monitor Station V2

Stolze vier separat regelbare Ausgänge für Kopfhörer (jeweils auf Wunsch für einen dedizierten Cue-Mix) und deren drei für Lautsprecher stehen zur Verfügung. Dank Ersterer kann das Gerät als Kopfhörerverstärker beim Recording kleinerer Bands oder sonstiger mehrköpfiger Ensembles fungieren. Dazu kommen Talkback-Mikrofon, Dim-Funktion sowie Stumm- und Monoschaltung. Nicht zu vergessen: Es gibt einen S/PDIF-Eingang mit anschließendem Digital-Analog-Wandler.

Die gebotenen Möglichkeiten sind für diese Preisklasse weit überdurchschnittlich. Alle Praxiseindrücke und Funktionsbeschreibungen bekommst Du im PreSonus Monitor Station V2 Test auf delamar.

288,- Euro

 

Monitor Controller: Der ultimative Ratgeber – Drawmer MC2.1

Drawmer MC2.1

Beim Drawmer MC2.1 stehen gleich drei Lautsprecher-Outputs zur Verfügung. So ist er für fortgeschrittene Studios mit vielfältigem Abhör-Equipment tauglich … oder für alle, die neben ihren zwei feinen Studiomonitor-Paaren noch über günstige PC-Brüllwürfel abhören wollen, um den Klang auf bescheidenen Boxen zu testen.

Ein Trumpf des MC2.1 ist die Möglichkeit, die Lautstärke der sieben Ausgangskanäle mit je einem Trim-Regler an der Geräteunterseite separat feinabzustimmen. So schließt Du Fehlbeurteilungen aus, die sonst durch variierende Pegel verschiedener Lautsprechertypen oder unterschiedliche Ohrabstände zur linken und rechten Box entstehen würden.

Alles Weitere über diesen Monitor-Controller findest Du im Drawmer MC2.1 Test auf delamar, in dem das Gerät eine sehr gute Wertung erzielt.

479,- Euro

 

ller: Der ultimative Ratgeber – SPL 2Control

SPL 2Control

Eine Spezialität des 2Control ist die Crossfeed-Funktion. Sie soll im Kopfhörer einen Klangeindruck erzeugen, wie er sonst nur mit Lautsprechern möglich ist – je mehr Du den Crossfeed-Regler aufdrehst, desto stärker wird die strikte Trennung der in den linken und rechten Kanal eingespeisten Signale aufgehoben. Eben wie beim Hören mit Lautsprechern, wo das das Signal aus einer Box ja auch (abgeschwächt und zeitlich minimal verzögert) in das jeweils abgewandte Ohr gelangt.

Ein interessantes Feature, das auch andere Geräte des Herstellers auszeichnet. Inwieweit das beim Mixen, Mastern & Co. ein Must-Have ist, sei dahingestellt. Jedenfalls würden wir auch mit diesem Feature nicht dazu raten, ausschließlich per Kopfhörer zu mischen.

Anders als die übrigen Kandidaten in diesem Vergleichsfeld ist der 2Control eher für Einzelarbeitsplätze geeignet, da weder ein Talkback-Mikrofon integriert, noch ein Eingang für ein solches an Bord ist. Alles Weitere kannst Du im SPL 2Control Test auf delamar nachlesen.

629,- Euro

Schlusswort im Monitor-Controller-Vergleich

Viele der erwähnten Funktionen wurden bis vor einiger Zeit ausschließlich mit Mischpulten erledigt. Doch weil mehr und mehr Studios zugunsten von MIDI-Controllern, Hardware-Klangerzeugern & Co. auf Mischpulte verzichteten, kam die Gattung der Monitor Controller auf. Im Laufe der Zeit haben sie sich spezialisiert und alle Features zum Monitoring kompakt unter einen Hut gebracht.

Es gibt Geräte für noch mehr Kanäle und mit größerer Funktionalität, zum Beispiel zur Verwaltung von Surround-Lautsprecher-Setups. Hier haben wir uns aber auf die typischsten Szenarien beschränkt, nämlich den Stereobetrieb mit einer überschaubaren Menge an In- und Outputs, die in den meisten (Heim-)Studios vollkommen ausreicht. 

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