11 Songwriter, die hinter den Nummer-1-Hits stecken

Top Songwriter

Die geballte Ladung: 11 Songwriter, die nicht nur einen Nummer #1 Hit abgeliefert haben.

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Die Songwriter hinter den Hits in Pop, Rock & Country

Fast jeder kann die bekanntesten Hits der Musikgeschichte mitsingen oder zumindest mitsummen. Und die meisten kennen sogar die Künstler und Interpreten, die diese Songs groß gemacht haben.

Aber wer kennt schon die Songwriter (Komponisten und Texter) dahinter?

In vielen Musikgenres schreiben die Bands und Künstler selbst. Bei den Musikstilen, die sich im Mainstream-Radio wiederfinden, sind das oftmals aber im Hintergrund bleibende Songwriter und Produzenten. Und wer sich mal damit befasst, stellt fest: Einige Namen tauchen immer und immer wieder in der populären Musiklandschaft auf.

Songwriter Prince

Prince ist nicht nur ein Songwriter mit viel Gespür, sondern auch ein exzentrischer und einmaliger Künstler. Seine Auftritte und Arbeiten als Songwriter sind unvergessen. | Bild: © 2006 Universal Music

11. Prince

Der Musiker Prince war selbst eine Popikone, die ihresgleichen suchte. So konnte er viele Instrumente spielen, exzellent singen und auf der Bühne war er die Inkarnation einer Rampensau. Was die wenigsten wissen: Er hat als Songwriter für andere Bands Songs geschrieben und einige davon wurden weltweit bekannte Hits.

Dazu kommen einige Cover seiner eigenen Songs, die zum Hit für andere Künstler wurden. Dabei nutzte Prince häufig einen anderen Namen, um nicht von den Songs oder deren Interpreten abzulenken.

Zu den bekanntesten dürften „Manic Monday“ von den Bangles und „Nothing Compares 2 U“ von Sinead O‘ Connor zählen. Er hat aber auch andere Hits geschrieben, darunter „How Come You Don’t Call Me“ von Alicia Keys oder „Love Song“ von Madonna.

Lies auch: Die 13 ultimativen Songwriting Tipps

Songwriter Paul Anka

„She’s A Lady“ kann zumindest teilweise jeder mitsingen – zu verdanken hat Tom Jones den riesen Hit dem Songwriting-Genie Paul Anka. | Bild: © Universal Music

10. Paul Anka

Der Name Paul Anka ist den älteren Generationen sicherlich noch ein Begriff als der Sänger der Songs „Put Your Head on My Shoulder“ oder „Diana“, die bis heute gespielt und vielfach von anderen Künstlern gecovered wurden. Was die die meisten wieder nicht wissen, dass Paul Anka einige große Hits für andere Interpreten geschrieben hat.

Fangen wir vielleicht mit einem unspektakulärem Beispiel an, der Titelmelodie für die Johnny Carson Late Night Talkshow. Denn diese hat er mitkomponiert und in den USA ist sie entsprechend bekannt.

Im Jahr 1972 konnte der Interpret Donny Osmond mit dem Song „Puppy Love“ einen echten Billboard Hit landen. Einem Song, der zuvor von Paul Anka selbst performt wurde, aber erst mit Osmond zu einem Hit wurde. Ähnlich verhält es sich mit dem Tom Jones Song „She’s a Lady“.

Und ein Fakt am Rande, der mich gerade bei der Recherche erstaunt hat: Einer der bekanntesten Songs Frank Sinatras ist „My Way“ – der Songtext dieses Liedes stammt ebenfalls von Paul Anka.

Songwriter Shellback

Der Hit „Problem“ erschien auf dem zweiten Album der Künstlerin Ariana Grande. Der verantwortliche Songwriter war Shellback, der auch vielen anderen Künstlern zu Hits verhalf. | Bild: © Universal Music

9. Shellback

Der Songwriter und Musikproduzent Shellback hört auf den bürgerlichen Namen Karl Johan Schuster und stammt aus Schweden. Über seine Connection zu Max Martin (siehe weiter unten) konnte er seine ersten Erfolge als Songwriter für bekannte Künstler feiern.

Eines seiner ersten Stücke ist die Basis für den Song „So What“ von P!nk, das später zu einem Nummer-Eins-Hit wurde und zu einer Grammy-Nominierung führte. Weitere Songs schrieb er für Adam Lambert „Whataya Want from Me“, Britney Spears „3“, Taylor Swift „Shake It Off“, Ariana Grande „Problem“, Sean Paul „She Doesn’t Mind“ oder Maroon 5 „One More Night“.

Songwriterin Hillary Lindsay

Der Song „Shake It Off“, geschrieben für Taylor Swift ist wohl der größte Export-Schlager von Songwriterin Hillary Lindsay. Ob das Erfolgsgeheimnis etwas mit ihre Wirkungsstätte zu tun hat? Schließlich geht es, wenn man Nashville hört, unweigerlich um gute Musik! | Bild: © Universal Music

8. Hillary Lindsay

In Deutschland mögen die Songs, die Hillary Lindsay geschrieben hat, aufgrund ihres Musikgenres Country weniger gut bekannt sein. Doch in Nashville ist sie eine ganz große Nummer und so schafften es auch einige ihrer besten Songs bis in die hiesigen Charts.

Hillary Lindsay ist seit den 1990ern im Songwriting-Business und ihr Durchbruch begann mit der Nummer 1 „Blessed“ von Martina McBride. Seither konnte sie viele Hits für andere Interpreten wie Taylor Swift, Faith Hill oder Miley Cyrus schreiben.

Im Jahr 2007 konnte sie einen Grammy für den besten Country-Song „Jesus, Take the Wheel“ von Carrie Underwood einheimsen.

Linda Perry Songwriter

Linda Perry, die mit 4 Non Blondes einen riesigen Hit landete, ist selbst eine erfolgreiche Songwriterin. Auf ihrer Kundenliste steht beispielsweise niemand geringeres als Gwen Stefani. | Bild: © Jamie Nelson über Universal Music

7. Linda Perry

Ältere Semester kennen Linda Perry vielleicht noch als Sängerin des One-Hit-Wonders 4 Non Blondes, die im Jahr 1993 mit ihrer Single „What’s Up?“ auf Platz 1 der Charts schossen. Als Songwriter ist Perry allerdings um ein Vielfaches erfolgreicher bis heute.

Die Liste der Künstler, für die Linda Perry schreiben durfte, ist lang und mit den ganz großen Namen versehen: Celine Dion, Alicia Keys, Jewel, Gwen Stefani, Christina Aguilera oder James Blunt.

Der vielleicht größte kommerzielle Erfolg gelang ihr mit Christina Aguileras „Beautiful“, das nicht nur zu einem Nummer-1-Hit wurde, sondern ihr auch noch eine Grammy-Nominierung einbrachte. Perry zeichnet zudem für den Song „What Are You Waiting For?“ von Gwen Stefanis Debutalbum als Solokünstlerin verantwortlich.

Songwriter Christopher Stewart

Ob Christopher Stewart als Songwriter auch ein Divenflüsterer ist, wissen wir nicht. Aber er hat für die Größten geschrieben: Mariah Carey, Beyoncé, Rihanna… | Bild: © Universal Music

6. Christopher Stewart

Der Songwriter Christopher Stewart ist zugleich Produzent und dürfte den meisten eher unter seinem Pseudonym Tricky bekannt sein. Er ist inzwischen schon über 20 Jahre im Geschäft und hat einige sehr bekannte und beliebte Songs zur modernen Musikgeschichte beigesteuert.

Seine größten Hits dürften Rihannas „Umbrella“ und Beyonces „All the Single Ladies“ sein, die weltweit Erfolge feiern konnten. Für Justin Bieber schrieb er den Smash-Hit „Baby“ und weitere Künstler-Kollaborationen entstanden mit Celine Dion, Mariah Carey, Britney Spears, Mary J. Blige oder T.I.

Trickys Songs haben sich über 10 Millionen Male verkauft, er konnte bereits fünf Grammys gewinnen.

5. Greg Wattenberg

Der Name Gregg Wattenberg gehört zu einem Songwriter und Musikproduzenten, von dem wir vermutlich noch eine Menge in der Zukunft hören werden. Zu seinen bekanntesten Werken gehörten der Nummer-1-Hit „If It’s Love“ von Train, für die er auch eine weitere Hit-Single namens „Hey, Soul Sister“ ko-produzierte. Wattenberg schafft es dabei, etwas mehr Rock n‘ Roll in die sonst sehr poplastige Radiolandschaft zu zaubern.

Weitere Erfolge konnte Wattenberg mit dem Song „Gone, Gone, Gone“ von Philipp Phillips, O.A.R. Nummer-1 Song „Shattered (Turn the Car Around)“ und die bemerkenswerten Top 10 Platzierung „Let Love In“ von den Goo Goo Dolls.

Weiterhin konnte er für Five for Fighting schrieb er „Superman“ und „100 Years“, die es ebenfalls auf Platz 1 der Billboard Charts schafften. Außerdem finden sich weitere Kollaborationen mit den Backstreet Boys, Rascal Flatts und der Band Finger Eleven statt.

„Tie It Up“ von Kelly Clarkson wurde von Shane McAnally geschrieben. Im Country-Genre führt fast kein Weg an ihm vorbei!

4. Shane McAnally

Dieser texanische Komponist wurde im Jahr 2014 zum Songwriter oder the Year gekürt, er gehört zu den größten der amerikanischen Country-Szene.

Sein Debut als Songwriter gab er im Jahr 2008, als es der Song „Last Call“ von Lee Ann Womack an die Spitze der Charts schaffte. Seither konnte er mit vielen Country-Stars zusammenarbeiten wie Miranda Lambert, Luke Bryan, LeAnn Rimes, Kenny Chesney und Blake Shelton.

McAnally ist auch für seine Arbeit als Produzent ausgezeichnet worden, so wie Kacey Musgraves Single „Merry Go ‘Round“, die er geschrieben und co-produziert hat.

Songwriter Nadir Khayat

Denkt man über Rapperinnen nach, kommt man unumstößlich auf Nicki Minaj – eine der wenigen, die den großen Durchbruch geschafft haben. Songwriter Nadir Khayat hat also ganze Arbeit geleistet. | Bild: © Universal Music

3. Nadir Khayat

Der aus Marokko stammende Songwriter Nadir Khayat ist besser als RedOne bekannt. Und unter diesem Künstlernamen hat er eine überaus erfolgreiche Karriere als Produzent und Songwriter bis hierhin hingelegt.

Er hat mit den ganz Großen als Songwriter gearbeitet, darunter Lady Gaga, Michael Jackson, One Direction, Shakira, U2, Mariah Carey, Akon, Nicki Minaj, Jennifer Lopez, Gru, Cross Gene, Pitbull, Enrique Iglesias, Wyclef Jean, Paulina Rubio, Mylène Farmer, Mohombi, Inna, Alexandra Burke, Austin Mahone, Marc Anthony, The Band Perry, Prince Royce, Rod Stewart und andere.

Mit Lady Gaga zusammen schrieb er praktisch fast jeden Hit wie „Just Dance“, „Poker Face“, „Bad Romance“, „Alejandro“ oder „Judas“.

Songwriter Lukasz Gottwald

Sie haben schon in der Super Bowl-Halbzeit-Show gespielt: Maroon 5. Der Hit „Sugar“ wurde von Dr. Luke geschrieben. In den letzten Jahren hörte man von ihm allerdings eher aus anderen Gründen und durch Gerichtsverfahren. | Bild: © Universal Music

2. Lukasz Gottwald

Der Name Lukasz Gottwald ist weitaus weniger bekannt als sein Pseudonym „Dr. Luke“. Er startete seine Karriere als Gitarrist in der Live Band der Show Saturday Night Live und trat als DJ in New York auf. Die Liste mit Kollaborationen ist lang, viele der Künstler hat er mit aufgebaut.

Zu seinen bekanntesten Songs gehörren Kelly Clarksons „Since You’ve been gone“ oder „I Kissed a Girl“ und „California Gurls“ von Katy Perry. Auch der Miley Cyrus Hit-Song „Wrecking Ball“ stammt aus seiner Feder.

Weitere Hits von Dr. Luke umfassen „Tik Tok“ von Ke$ha, „Dynamite“ von Taio Cruz, „Timber“ von Pitbull ft. Kesha, „Sugar“ von Maroon 5, „Girlfriend“ von Avril Lavigne, „Good Feeling“ von Flo Rida, „Who Knew“ von Pink und „Just Want You to Know“ von den Backstreet Boys.

Songwriter Max Martin

Katy Perry hatte mit „I Kissed A Girl“ ihren ganz großen Durchbruch. Der Songwriter des Ohrwurms ist kein geringerer als Mr. Ohrwurm höchstpersönlich: Max Martin. | Bild: © Universal Music

1. Max Martin

Die unumstrittene Nummer 1 unter den Songwritern hat sich nach einer Flaute wieder zurückgekämpft und heißt mit richtigen Namen Karl Martin Sandberg. Besser bekannt ist der Schwede unter seinem Künstlernamen Max Martin. Zwar hält er sich weiterhin recht im Hintergrund, doch dieser Name ist vielen inzwischen bekannt.

Max Martin zeichnet für sehr viele Hit-Songs der letzten Jahrzehnte verantwortlich. Er hat nach Paul McCartney und John Lennon (The Beatles) die meisten Nummer-1-Hits überhaupt geschrieben und lässt damit Größen wie Michael Jackson und Madonna hinter sich liegen. Alleine 51 Singles aus seiner Feder haben es in den USA in die Top 10 der Billboard Charts geschafft.

Max Martin ist vermutlich der beste Songwriter moderner Popmusik.

Sein Durchbruch begann mit dem Debutalbum der Backstreet Boys, das er mit Denniz Pop zusammen komponierte. Mit „Hit Me Baby One More Time“ von Britney Spears schaffte er es erneut in den Olymp des Billboards. Seither gab es Max Martin Songs für Ariana Grande, Adele, Celine Dion, Taylor Swift, Katy Perry, Kelly Clarkson, Adam Lambert und viele weitere namhafte Interpreten.

Lies auch: Max Martin Biografie

Hier eine Liste seiner Nummer-1-Hits:

  • 1999 – „…Baby One More Time“ (Britney Spears)
  • 2000 – „It’s Gonna Be Me“ (NSYNC)
  • 2008 – „I Kissed a Girl“ (Katy Perry)
  • 2008 – „So What“ (P!nk)
  • 2009 – „My Life Would Suck Without You“ (Kelly Clarkson)
  • 2009 – „3“ (Britney Spears)
  • 2010 – „California Gurls“ (Katy Perry featuring Snoop Dogg)
  • 2010 – „Teenage Dream“ (Katy Perry)
  • 2010 – „Raise Your Glass“ (P!nk)
  • 2011 – „Hold It Against Me“ (Britney Spears)
  • 2011 – „E.T.“ (Katy Perry featuring Kanye West)
  • 2011 – „Last Friday Night (T.G.I.F.)“ (Katy Perry)
  • 2012 – „Part of Me“ (Katy Perry)
  • 2012 – „One More Night“ (Maroon 5)
  • 2012 – „We Are Never Ever Getting Back Together“ (Taylor Swift)
  • 2013 – „Roar“ (Katy Perry)
  • 2014 – „Dark Horse“ (Katy Perry featuring Juicy J)
  • 2014 – „Shake It Off“ (Taylor Swift)
  • 2014 – „Blank Space“ (Taylor Swift)
  • 2015 – „Bad Blood“ (Taylor Swift featuring Kendrick Lamar)
  • 2015 – „Can’t Feel My Face“ (The Weeknd)
  • 2016 – „Can’t Stop the Feeling!“ (Justin Timberlake)

In den vergangenen zwei Jahren scheint er es zwar nicht mehr auf die Nummer 1 zu schaffen. Nichtsdestotrotz ist Max Martin noch immer sehr häufig in den Charts vertreteten.

Die größten Songwriter aller Zeiten?

Waren das jetzt die größten Songwriter aller Zeiten? Nein, denn die hier vorgestellten Komponisten schrieben ihre Songs für andere Interpreten. So gibt es noch zahlreiche überaus erfolgreiche Songwriter, die ihre Musik selbst performt und veröffentlicht haben und die hier nicht in unserer Liste auftauchen.

Welchen Songwriter sollten wir noch in die Liste aufnehmen, der seine Songs für andere Künstler schreibt? Kennst Du einen? Welcher ist dein absoluter Top-Songwriter aus dieser Liste?

Schreib uns jetzt in die Kommentare, wen wir noch aufnehmen sollten oder welcher dein persönlicher Liebling ist.

Lesermeinungen (2)

zu '11 Songwriter, die hinter den Nummer-1-Hits stecken'

  • MC   08. Mai 2019   16:28 UhrAntworten

    Sag mal, ein Bild von einer Frau, dass nicht "Sexismus" schreit habt ihr für den Artikel nicht gefunden?
    Ganz schlimme Busenparade hier, wahrscheinlich auch nur Männer in der Redaktion, was?

    • Carlos San Segundo (delamar)   08. Mai 2019   16:41 UhrAntworten

      Hallo, MC.

      Vielen Dank für deinen Input.
      Witzigerweise wurden die Bilder dieses Artikels von einer Frau ausgesucht und eingepflegt :))))

      Herzliche Grüße
      Carlos

      PS: In der Redaktion sind mehr Frauen als Männer tätig.

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