Dur und Moll
Was Du wissen musst

Dur und Moll

Dur und Moll bestimmen den Charakter von Musik.

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Dur und Moll: Tongeschlechter der Musik

Neben Tonleitern, Akkorden oder auch der Notenlehre sind Dur und Moll ein wichtiger Bestandteil von Musik. Dabei ist gar nicht so einfach greifbar, was Dur und Moll überhaupt sind.

Was sind Dur und Moll in der Musik?

Dur und Moll sind Tongeschlechter der Musik und mit den Geschlechtern männlich und weiblich gleichzusetzen. Genau wie bei Geschlechtern gibt es noch weitere, am verbreitetsten sind allerdings Dur und Moll.

Diese Geschlechter definieren in der Musik Tonleitern, Tonarten und Akkorde. Das heißt, diese können jeweils das eine oder das andere sein.

Musikstücke stehen meistens entweder in Dur oder in Moll. Es kann aber auch vorkommen, dass ein Musikstück oder Song zwischen Dur und Moll wechselt.

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Was ist der Ursprung von Dur und Moll?

Der Ursprung von Dur und Moll findet sich bereits im Mittelalter. Zu dieser Zeit herrschten die sogenannten Kirchentonarten vor. Mit der Zeit setzten sich die ionische und die äolische als die Beliebtesten durch.

Diese beiden Tonarten sind identisch mit den heutigen C-Dur- und a-moll-Tonleitern. Diese sind wiederum die heute meistverwendeten Tonarten. Beide haben keine Vorzeichen.

Dur und Moll Kirchentonarten

Kirchentonarten werden so genannt, da sie im christlichen Gesang entstanden sind.

Worin unterscheiden sich Dur und Moll?

Dur und Moll bestimmen den Charakter von Musik maßgeblich mit. Und in diesem Punkt unterscheiden sie sich auch.

Dur kommt vom lateinischen Wort durus. Ins Deutsche übersetzt heißt das hart. Hart ist nicht ganz das richtige Wort, um den Charakter von Stücken in Dur zu beschreiben. Ein besseres Wort ist fröhlich. Du assoziierst Stücke in Dur mit positiven Dingen.

Moll im Gegensatz kommt vom lateinischen mollis, was so viel wie weich heißt. Hier passt der Begriff besser. Musik in Moll klingt tatsächlich weicher, aber häufig auch eher traurig, melancholisch und düster.

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Woher kommt der klangliche Unterschied bei Dur und Moll?

Der klangliche Unterschied entsteht durch unterschiedliche Tonabstände in den jeweiligen Tonleitern. Tonleitern bestehen aus acht Tönen zwischen denen entweder Halbton- oder Ganztonschritte liegen.

Ein Halbtonschritt ist auf einer Klaviertastatur die unmittelbar folgende Taste. Bei einem Ganztonschritt wird eine Taste übersprungen. Dabei zählen sowohl weiße als auch schwarze Tasten.

Klaviatur C Dur und Moll

In einer Dur-Tonleiter finden sich ein Halbtonschritt zwischen dem dritten und vierten sowie zwischen dem siebten und achten Ton. Bei einem Dur-Dreiklang entsteht so eine große Terz (vier Halbtonschritte) und eine kleine Terz (drei Halbtonschritte) von unten nach oben gelesen.

Klaviatur A-Moll

Bei Moll kannst Du die Halbtonschritte zwischen dem zweiten und dritten sowie zwischen dem fünften und sechsten Ton finden. Ein Moll-Dreiklang besteht aus einer kleinen Terz und einer großen Terz von unten nach oben gelesen.

Dieser Unterschied zwischen Dur und Moll erscheint zwar nur gering, erzeugt aber einen komplett anderen Charakter der Musik.

Lesetipp: Tonart mit und ohne Vorzeichen

Wird der Charakter der Musik nur durch Dur und Moll geprägt?

Nein, es gibt weitere Möglichkeiten den Charakter von Musik zu prägen. So unterstützt beispielsweise ein langsames Tempo eher einen melancholischen Charakter, während ein schnelles einen fröhlichen Eindruck fördert.

Kurze Töne sind sprunghaft und fröhlich, während lange und gebundene Töne eher getragen wirken. Hohe Töne vermitteln eher eine positive Stimmung, tiefe Töne eine eher gedämpfte.

Unter Anwendung dieser Mittel in Verbindung mit dem passenden Tongeschlecht kannst Du Musik gut zum Erzeugen von Stimmungen nutzen – sowohl euphorische als auch nachdenkliche.

Fun Fact: Mehreren Studien zufolge wurde die Popmusik in den letzten Jahrzehnten immer trauriger. Das heißt in der aktuellen Popmusik überwiegen Stücke in Moll gegenüber Stücken in Dur.

Weitere FAQs

Woher weiß man ob es Dur oder Moll ist?

Bestes Indiz zum Erkennen von Dur und Moll ist der Klang der Musik. Ist diese eher fröhlich, steht das Stück mit großer Sicherheit in Dur. Ist die Musik eher traurig und nachdenklich, handelt es sich sehr wahrscheinlich um ein Stück in Moll.

Wie kommt man von Moll zu Dur?

Es gibt sogenannte parallele Tonarten. Zu einer Dur-Tonart gehört eine parallele Moll-Tonart und umgekehrt. Beide Tonarten haben die gleichen Vorzeichen.

Von einer Dur-Tonart zur passenden parallelen Moll-Tonart kommt man, indem man auf der Klaviertastatur drei Halbtonschritte nach links geht – von Moll zu Dur drei Halbtonschritte nach rechts.

Ist Dur oder Moll traurig?

Die traurig klingende Tonart ist Moll.

Was bringt mir das Wissen über Dur und Moll als Musiker?

Dur und Moll bestimmen maßgeblich den Charakter von Musik mit. Dieses Wissen kannst Du nun beim Schreiben von Musik anwenden. Soll ein Song eher fröhlich werden, verwende eine Dur-Tonart. Möchtest Du Trauer oder Melancholie ausdrücken, bist Du in den Dur-Tonarten besser aufgehoben.

Achtest Du beim Song schreiben auf die passende Tonart? Stehen deine Songs eher in Dur oder Moll? Schreib uns in die Kommentare.

Lesermeinungen (1)

zu 'Dur und Moll: Was Du wissen musst'

  • Karl   08. Dez 2022   17:34 UhrAntworten

    Es ist schon besser, Dur mit hart als mit fröhlich zu charakterisieren. Wer einmal Blind Melons "No Rain" gehört hat, weiß, daß es für todtraurige Musik keine Moll-Akkorde braucht.

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