15 Fehler, die Du beim Vocal Recording ZUHAUSE machst

15 Fehler beim Vocal Recording

Wenn Du diese 15 Fehler beim Vocal Recording nicht machst, klingst Du wie die Stars im Radio.

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Vocal Recording zuhause im Homestudio – das geht oft schief

Du kennst das sicherlich – deine beste Performance ist im Kasten und Du hast alles in diese Session beim Gesang aufnehmen gegeben. Und doch klingt deine Rap- oder Gesangsaufnahme im Vergleich nicht so professionell wie die aus dem Radio. Dabei weißt Du genau, dass andere Producer im Homestudio saugeile Vocal Recordings zaubern können.

Aber woran liegt das dann?

Die gute Nachricht ist, dass Du das auch kannst und mit großer Wahrscheinlichkeit nicht einmal einen einzigen Euro dafür wirst ausgeben müssen. Nachfolgend liste ich dir die schlimmsten Fehler beim Vocal Recording auf. Wenn Du sie erst einmal kennst, musst Du sie nie wieder machen.

Die meisten der Probleme, die beim Gesang aufnehmen unwissentlich passieren, kannst Du sofort lösen – ohne auch nur einen einzigen Euro auszugeben. Du musst sie nur alle kennen. Gerade am Anfang denken viele Produzenten, dass das Abmischen des Songs der wichtigste Schritt in der Musikproduktion sei. Ja, auch ich habe das am Anfang gedacht.

Aber ich verrate dir mal ein offenes Geheimnis, das ich inzwischen herausgefunden habe: Das Recording ist viel, viel, viel wichtiger! Wenn Du dran bleibst, wirst Du mir auf jeden Fall zustimmen – wetten?

#1 Falscher Raum

Der Raum ist einer der wichtigsten Faktoren beim Gesang aufnehmen. Und der Raum ist ein Faktor, den Du später nicht mehr aus deiner Stimmaufnahme entfernen kannst. Wenn Du bei dir zuhause aufnimmst, wie die meisten von uns, stehst Du deswegen vor einer echten Herausforderung. Aber eine, die Du lösen kannst.

Vermutlich hast Du zuhause keine eigene Gesangskabine für dein Vocal Recording. Du musst also einfach in einem der dir zur Verfügung stehenden Zimmer arbeiten. Natürlich könntest Du jetzt einfach den Raum nutzen, der dir am gemütlichsten erscheint – oder vielleicht einfach das Zimmer, in dem Du dein Musik Equipment aufgebaut hast? Aber das muss nicht der beste Raum zum Gesang aufnehmen sein.

Wählst Du das falsche Zimmer, dann fällt das später im Mix unschön auf. Außerdem kann es passieren, dass das Vocal später mit Kompression oder nach der Tonhöhenkorrektur unnatürlich oder sogar richtig künstlich wirkt. Ist der Raum zu hallig, dann fällt deine Gesangsaufnahme zu weit nach hinten im Mix. Stattdessen wollen wir lieber eine intime Aufnahme, bei der die Stimme sich nah und persönlich anhört. Den Hall können wir später immer noch mit einem Effektgerät auf die Stimme setzen.

Bis hierhin ist schon einmal klar, dass wir nicht das Badezimmer nutzen können, denn hier ist der Hall immer deutlich zu hören. Und der würde später im Mix klar stören. In der Garage ist das ähnlich und auch bei einem sehr großen Raum mit viel nackter Wand und gefliestem Boden wird das Ergebnis nicht gut.

Stattdessen wollen wir lieber ein kleines bis mittelgroßes Zimmer nutzen, das im besten Fall voll mit Möbeln und anderen Dingen ist, die viel Schall schlucken können. In vielen Fällen bietet sich deswegen das Schlafzimmer an. In diesem steht ein großes Bett, auf dem Matratzen, Kissen und Decken liegen. Vielleicht ist auch ein Sofa drin und Du kannst die Türen der Kleiderschränke öffnen, damit die Kleidung noch etwas mehr Schall absorbiert.

Möbel mit harten Oberflächen, wie beispielsweise Tische oder Schränke, schlucken den Schall nicht so gut und reflektieren eine Menge Frequenzen. Das ist zwar immer noch besser als ein leerer Raum, aber die Küche bietet sich dennoch nicht an, um deinen Gesang aufzunehmen.

Also, mein Tipp zum Gesang aufnehmen zuhause: Schlafzimmer bei offenen Kleiderschränken oder das gemütliche Wohnzimmer mit Sofas und Teppich.

Lesetipp: Gesang aufnehmen Tipps & Tricks

#2 Falsche Position beim Vocal Recording

Kommen wir zu Punkt Nummer 2 in Sachen häufigste Fehler beim Gesang aufnehmen. Und auch das ist etwas, das dich keinen Euro kosten wird, falls Du es bisher falsch gemacht hast: Du musst die richtige Position für das Mikrofon in deinem Raum finden, also die Stelle, an der Du das Mikrofon aufbaust.

Die Position deines Mikrofons im Raum ist mindestens so entscheidend wie der Raum selbst. Denn wenn Du dein Mikrofon an der falschen Stelle oder in die falsche Richtung schauend aufbaust, kann dein Recording voll schiefgehen.

Also was ist dann die richtige Position zum Gesang aufnehmen im Raum? Ich verrate dir zuerst, wo Du dich auf gar keinen Fall aufstellen solltest: Und das ist in den Ecken. In den Ecken bekommst Du sehr laute und sehr schnelle Erstreflexionen von den Wänden zurück, die später nicht mehr aus deiner Aufnahme zu entfernen sind. Du kennst das sicher vom Abhören von Musik: In den Ecken ist der Bass am lautesten – das ist derselbe Effekt und beim Gesang aufnehmen absolut nicht gewünscht.

Du solltest dein Mikrofon auf gar keinen Fall in der Mitte des Raumes aufbauen. Der Grund hierfür sind die sogenannten Raummoden oder auch stehende Wellen. Besonders gut eignet sich die ein Drittel-Methode auf der Längsachse: Wenn dein Raum 6 Meter lang ist, dann kannst Du dich 2 Meter von einer der kurzen Wände entfernt aufbauen.

Ein guter Trick ist, händeklatschend durch den Raum zu laufen und zu hören, an welcher Stelle die wenigsten Flatterechos zu hören oder generell der Raum am wenigsten zu hören ist. Wichtig ist aber vor allen Dingen, dass Du dein Mikrofon in den Raum reinschauen lässt, also weg von der Wand – Du stehst also bei der Aufnahme mit dem Rücken zur weit entfernten Wand. Damit brauchen die Erstreflexionen deutlich länger, bis sie vom Mikrofon aufgenommen werden, was deiner Aufnahme zugute kommt.

Der nächste Trick ist einer der wichtigsten. Und auch hier kannst Du dich verbessern, ohne einen Euro ausgeben zu müssen.

#3 Nicht genug Dämmung

Wenn Du in einem leeren Raum stehst und in die Hände klatscht, hörst Du den Nachhall. Dadurch kannst Du den Raum und seine Größe wahrnehmen. In den meisten kleineren Zimmern ist zudem auch ein Flatterecho zu hören. Das liegt daran, dass Boden und Decke die Schallwellen des Klatschens ungefiltert reflektieren. In einem perfekten Aufnahmeraum geht es deutlich gedämpfter zu – hier kommt es zu keinen Flatterechos. Schon deshalb weil die Wände oftmals nicht parallel zueinander stehen.

Zwar können wir zuhause nicht mal eben eine der Wände schiefstellen, aber wir können uns mit einigen Tools wie Matratzen, Decken, Kissen, schweren Vorhängen und ähnlichen schallabsorbierenden Materialien behelfen und den Sound beim Gesang aufnehmen deutlich verbessern. Im besten Fall baust Du eine Art Gesangskabine aus Matratzen um deinen Sänger herum auf. Dadurch werden viele Frequenzen schon absorbiert und deine Gesangsaufnahme wird trockener.

Aber auch wenn Du keine drei Matratzen in deinem Haushalt für diese improvisierte Form eine Gesangskabine hast: Alleine das senkrechte Aufstellen der Matratzen in der Nähe des Mikrofons hilft schon, um den Klang zu verbessern. Wenn Du nur eine Matratze zur Verfügung hast, stell diese hinter die Sängerin auf. Das wird am meisten Effekt zeigen.

Wenn Du doch ein paar Euro in die Hand nehmen möchtest, kannst Du dir drei Breitbandabsorber kaufen und diese auf Stühle um dich herum stellen. Das wird den Klang schon richtig gut verbessern, deutlich ausgewogener als mit den Matratzen. Übrigens: Wenn Du nicht weißt, ob etwas den Klang absorbiert, also Klang schluckt, gehst Du einfach nah dran und sprichst direkt hinein. Wenn das Material absorbierend wirkt, kannst Du das sofort hören.

Must-Read: Raumakustik verbessern Tutorial

#4 Falsches Mikrofon

Nicht alle Mikrofone sind gleich und vielleicht nutzt ja auch Du die falsche Art von Mikrofon, um deinen Gesang aufzunehmen. Nicht vergessen: Alles hat einen Einfluss auf den Klang und manchmal reicht es, ein anderes Mikrofon für die Aufnahme zu nehmen. Und das muss nicht unbedingt viel kosten.

Nur weil ein Mikrofon teuer war, bedeutet das noch lange nicht, dass es mit deiner Stimme gut klingen wird. Manchmal macht das günstigere Modell viel bessere Aufnahmen in deiner Situation. Wenn Du also mehrere Mikrofone besitzt, solltest Du mal mit jedem eine Aufnahme machen und das Modell wählen, mit dem deine Stimme am besten klingt.

Ansonsten solltest Du im Hinterkopf behalten, dass die meisten Gesangsaufnahmen mit sogenannten Kondensatormikrofonen wie diesem hier gemacht werden. Bei diesem Modell handelt es sich um ein Großmembrankondensator, das sehr gut für Stimmen geeignet ist. Es gibt auch Kleinmembrankondensatoren, die in der Regel nicht für Vocals genutzt werden. Und dann gibt es noch dynamische Mikrofone, die oft auf Bühnen ihren Einsatz finden.

Die dynamischen Modelle sind weniger empfindlich und klingen deswegen etwas weniger nach Hochglanz. Sie nehmen dafür weniger von deinem Raumklang auf, was sich in einem unbehandelten Raum als positiv erweisen kann. Kondensatormikrofone sind dagegen empfindlicher und nehmen viel mehr Details auf, aber auch mehr von deinem Nachhall im Raum.

Im Pop, Hiphop und bei den meisten anderen Musikstilen werden Kondensatormikrofone zum Gesang aufnehmen genutzt. In einigen harten Gangarten wie Hard Rock, Heavy Metal und anderen kommen auch gerne dynamische Mikrofone zum Einsatz.

Jetzt entdecken: Studiomikrofon Tests & Testsieger

#5 Falsche Richtcharakteristik

An manchen Mikrofonen gibt es Schalter, mit denen Du die Aufnahme beeinflussen kannst. An diesen Schaltern findest Du kleine Symbole wie einen Kreis, eine Niere und andere. Dabei handelt es sich um die Richtcharakteristik.

Ich lasse dir hierzu und einigen anderen der angesprochenen Punkte mal einen Link in der Beschreibung da, wo Du alles ganz genau in Erfahrung bringen kannst. Für jetzt reicht dir vielleicht diese Erklärung: Mit der Richtcharakteristik stellst Du ein, aus welcher Richtung das Mikrofon Schall aufnehmen kann.

Der Kreis steht dabei für die Kugelcharakteristik. Das bedeutet, dass das Mikrofon den Klang aus allen Richtungen gleichmäßig aufnimmt. Du kannst dich und deine Freunde also um das Mikrofon herum aufstellen und dann werden alle gleichzeitig und gleich laut aufgenommen. Das ist ein großer Nachteil, wenn Du alles in einem akustisch nicht behandelten Raum aufnimmst – das bedeutet mehr Raumklang.

Bei der Niere nimmt das Mikrofon hauptsächlich aus einer Richtung auf. Das ist die Richtcharakteristik, mit der Du deinen Gesang aufnehmen solltest, wenn Du deine Musik zuhause machst. Mit den Tipps zur Positionierung im Raum und der richtigen Richtcharakteristik werden sich deine Aufnahmen schon viel professioneller anhören.

Lies auch: Richtcharakteristik verstehen

#6 Falscher Abstand zum Mikrofon

Ich habe schon das ein oder andere Mal meine Aufnahmen ruiniert, weil der Abstand vom Sänger zum Mikrofon nicht gepasst hat. Und das ist wieder etwas, das Du ohne Geldinvestition bei dir verbessern kannst. Danach folgen zwei Tipps, die mit dem Abstand zu tun haben und die Du auch ohne Weiteres sofort umsetzen kannst.

Was ist also der richtige Abstand zum Mikrofon? Nun, ich empfehle so eine Handbreit Abstand einzuhalten. Das sind in etwa 15 cm, falls Du mit dem Lineal messen möchtest. Bei dieser Entfernung erhältst Du einerseits eine warme und intime Aufnahme, gleichzeitig bist Du aber weit genug weg, dass deine Aufnahme nicht zu matschig oder zu bassig wird.

Wenn Du ein Mikrofon mit der Richtcharakteristik Niere verwendest, wirst Du nämlich auf den so genannten Nahbesprechungseffekt stoßen. Oder in Englisch: Proximity Effect. Je näher Du an das Mikrofon gehst, desto mehr Bass kommt in die Aufnahme. Das wird im Radio gerne genutzt, um den Sprechern mehr Fundament zu verleihen. Aber wenn Du Gesang aufnimmst, ist das nicht immer gewünscht und oft sogar schlecht beim Abmischen.

Wenn Du ein Vocal mit mehr Luft und mit einem offeneren Klang aufnehmen möchtest, kannst Du auch einfach weiter weg vom Mikrofon gehen. Aber Vorsicht! Je weiter Du vom Mikrofon weggehst, desto mehr Raumklang gelangt in die Aufnahme.

#7 Falsche Höhe

Wir bleiben bei der Positionierung des Mikrofons im Verhältnis zum Sänger. Du kannst den Klang deiner Aufnahme deutlich verbessern, wenn Du die optimale Höhe findest. Wenn Du das Mikrofon auf die Höhe des Mundes bringst, machst Du in den meisten Fällen nichts falsch. Auf diese Weise werden viele Vocals weltweit aufgenommen.

Wenn Du das Mikrofon etwas tiefer hängst, betonst Du die tieferen Frequenzen der Stimme, die aus dem Brustkorb kommen. Das ist gut, wenn dein Sänger eine eher dünne Stimme hat und einen kleinen Boost unten rum brauchen kann. Stellst Du das Mikrofon andererseits etwas höher ein, und damit weiter weg vom Brustkorb, betonst Du eher das obere Frequenzspektrum der Stimme.

In allen drei Fällen wird parallel zum Boden gesungen. Wenn der Sänger direkt in das zu tief oder hoch hängende Mikrofon singt, wird seine Performance darunter leiden. Außerdem klingt es dann wie das Mikrofon auf Höhe der Lippen.

#8 Falscher Winkel beim Vocal Recording

In den meisten Fällen wirst Du das Mikrofon beim Gesang aufnehmen direkt auf den Mund der Sängerin richten. Du kannst aber mit dem Abstand, der Höhe und dem Winkel spielen. Wenn der Sänger besonders laute Zischlaute von sich gibt, also die Konsonanten S und F besonders laut in der Aufnahme zu hören sind, solltest Du spätestens Höhe und Winkel überprüfen.

Wenn Du den seitlichen Winkel des Mikrofons zur Hauptachse zwischen Mikro und Sänger leicht veränderst, kann das ebenfalls zu einer Verbesserung bei den Zischlauten führen. Aber Vorsicht! Wenn Du ein Mikrofon mit Nierencharakteristik hast, darfst Du das nur um wenige Grad verändern. Denn ansonsten werden die Höhen in deiner Aufnahme verblassen, weil das Mikrofon die Seiten weniger stark aufnimmt.

In einigen Tutorials wird empfohlen, das Mikrofon seitlich wegzudrehen, um Plosivlaute zu bekämpfen. Dafür gibt es bessere Lösungen, wie Du im nächsten Tipp hören wirst.

#9 PLOPP PLOPP PLOPP

Vielleicht ist dir das auch schon einmal passiert…jedes Mal wenn Du ein P oder ein B singst, kommt es zu einem Poppgeräusch, so eine Art Ploppen, das nicht gerade gut klingt. Das Geräusch entsteht immer dann, wenn ein Schwall komprimierter Luft auf die Mikrofonmembran trifft – also immer dann, wenn deine Sängerin ein P oder ein B laut singt.

Ich verrate dir jetzt drei Möglichkeiten, was dagegen zu tun. Die erste lautet, dass Du deinen Sänger etwas weiter vom Mikrofon entfernt positionierst. Dadurch verliert der Luftschwall an Energie, bevor er auf die Mikrofonmembran trifft. Der Nachteil aber liegt auf der Hand, wie Du ja aus Tipp #6 bereits weißt: Du bekommst wesentlich mehr Raumklang in deine Aufnahme.

Die zweite Möglichkeit ist, dass Du dir einen sogenannten Popschutz aus einem Kleiderbügel und einem Nylonstrumpf baust. Das ist zwar nicht die allerbeste oder schönste Lösung, aber sie funktioniert. Wie das im Detail geht, erfährst Du in dem Link unter diesem Kapitel. Und die dritte Möglichkeit erfordert eine Geldinvestition von etwa 10 Euro – Du kaufst dir einen professionellen Popschutz.

Den Popschutz positionierst Du am besten etwa 5 cm vor dem Mikrofon, der Sänger steht dann noch zusätzliche 10 cm vom Popschutz oder dem Nylonstrumpf entfernt. In beiden Fällen sollte das Problem mit den Plosiven, so nennt man diese P- und B-Laute, geregelt sein. Und falls Du noch nicht hast: Lass mir jetzt ein Abo da!

Siehe auch: Popschutz selber bauen

#10 Zu laut oder zu leises Vocal Recording

Hast Du schon einmal eine seltsam verzerrte Aufnahme gemacht? Das ist uns allen schon passiert – aber es gibt eine Lösung aus drei Schritten: Wenn Du dein Mikrofon zu laut einpegelst, kommt es zu digitalen Verzerrungen, auch Clipping genannt. Das klingt nicht schön und macht deine Aufnahme in den meisten Fällen unbrauchbar. Deswegen:

  1. Zuerst einmal solltest Du alle deine Projekte mit mindestens 24 Bit aufnehmen, wenn deine Hardware und dein Musikprogramm das zulassen.
  2. Die Lautstärke am Mikrofoneingang pegelst Du so ein, dass Du mindestens 6, besser 10 dB Headroom, also Luft nach oben hast – bis der Pegel die digitale Null erreicht.
  3. Zum Einpegeln solltest Du die lauteste Stelle im ganzen Song nehmen. Also dann, wenn der Sänger am lautesten sein wird.

Diesen Headroom nach oben wirst Du brauchen, denn der Sänger wird sich vielleicht leicht vor dem Mikrofon bewegen oder in der tatsächlichen Aufnahme eine besonders laute Performance abliefern.

Und Achtung: Wenn Du den Pegel zu leise einstellst, könnte das Eigenrauschen von Mikrofon, Vorverstärker und Audio Interface zu hören sein.

Knowhow: Was ist Headroom?

#11 Nicht genügend Takes

Unerfahrene Sängerinnen oder Rapper denken häufig, dass ein einzelner Take – also eine einzige Aufnahme ausreicht. In dem Moment denkst vielleicht auch mal Du, dass ein Take perfekt war. Doch das ist eher selten der Fall. Viel häufiger passiert es, dass Du beim Abmischen des Songs dann doch noch feststellst, dass ein Wort nicht deutlich ausgesprochen war, der Rhythmus etwas hinkt oder ein Ton eben doch nicht so perfekt intoniert wurde.

Deswegen: Nimm mindestens 2-3 „perfekte“ Takes auf. Dann bist Du immer auf der sicheren Seite und kannst dir das Beste aus jeder Aufnahme herausschneiden und tatsächlich einen perfekten Take kreieren.

Und wenn dein erster Take tatsächlich perfekt war, hat es zumindest nicht geschadet.

#12 Fix it in the Mix

„Oh, das war nicht ganz so perfekt – das machst Du dann später im Mix“ – äh, nein. Fix it in the Mix ist keine gute Idee. Klar, es ist ätzend, immer wieder dieselbe Zeile aufnehmen zu müssen, bis sie endlich richtig klingt. Und dann drängt die Zeit, es wird spät und die Motivation lässt nach.

Aber leider, leider, leider können wir uns eben nicht darauf verlassen, dass etwas beim Abmischen des Songs noch nachträglich korrigiert werden kann. Mal hier und da etwas rhythmisch verbessern, eine Tonhöhe korrigieren, das geht schon.

Aber es gibt so viele andere Dinge, die sich nicht mehr im Mix anständig und verlustfrei korrigieren lassen: Nuscheln, Klangänderung während der Bewegung vor dem Mikrofon, der Nahbesprechungseffekt, Clipping, zu viel Raumklang, und, und, und…

Wenn Du beim Gesang aufnehmen klingen möchtest wie eine professionelle Aufnahme, dann musst Du eben einen weiteren Take machen. Da geht kein Weg dran vorbei.

#13 Falsches oder kein Monitoring

Beim Gesang aufnehmen wird das Überwachen der Aufnahmen als Monitoring bezeichnet. Und hier gibt es einige Fallen, in die Du reintappen könntest. Zunächst einmal solltest Du immer die Aufnahme mit einem Kopfhörer abhören. Das gilt im Übrigen für beide Fälle: Wenn Du selbst singst oder wenn Du jemand anderen aufnimmst. Wobei Du im letzteren Fall auch einen Lautsprecher nutzen kannst, wenn Du in einem anderen Raum sitzt.

Beim Abhören der Aufnahme fallen dir Recording-Probleme sofort auf. Vielleicht ist der Trittschall zu hören, wenn der Sänger den Takt mit dem Fuß auf den Boden klopft. Oder die Sängerin stößt versehentlich an den Popschutz, was wiederum unerwünschte Nebengeräusche mit sich bringt. Oder die Zischlaute beim Rapper sind viel zu hart zu hören…das alles kannst Du direkt adressieren und beheben, wenn Du es frühzeitig beim Monitoring mitbekommst.

Noch eines: Wenn Du den Kopfhörer des Sängers zu laut machst, gelangt die Musik aus dem Kopfhörer in das Mikrofon und wird ebenfalls aufgenommen. Das nennt man Übersprechen oder englisch „Bleeding“. Nach Möglichkeit solltest Du das vermeiden, um nicht später beim Abmischen des Songs Probleme zu bekommen. Dazu musst Du lediglich den Kopfhörer leiser machen – aber nur, wenn die Sängerin sich dabei auch wohl fühlt. Denn wichtiger als die Klangqualität ist die Performance…aber dazu gleich noch mehr.

Stell bitte auch sicher, dass der Sänger sich gut im Kopfhörer selbst hören kann. Dazu ziehst Du dir den Kopfhörer am besten einmal selbst auf und stellst den Monitormix entsprechend ein, so dass die Stimme aus dem Mikrofon und auch das Playback des Songs zu hören ist.

#14 Mit Effekten aufnehmen

Du hast sicherlich schon gehört, dass einige Produzenten gerne direkt mit Effekten wie Equalizer oder Kompressor aufnehmen. Das geht schon, aber ist beim Gesang aufnehmen nur empfehlenswert, wenn Du schon einiges an Erfahrung mitbringst.

Wenn Du noch nicht so viel Erfahrung hast beim Stimmen aufnehmen, ist es besser, keine Effekt zu verwenden. Die Gefahr ist, dass Du übertriebene Effekte aufnimmst oder falsche Einstellungen hast beim Kompressor – das lässt sich später leider nicht mehr aus der Aufnahme entfernen.

Der sichere Weg ist, keine Effekte zu verwenden und den Gesang trocken aufzunehmen.

#15 Die falsche Stimmung & Performance

Der letzte Punkt ist sicherlich einer der wichtigsten, wenn nicht der wichtigste Faktor beim Gesang aufnehmen. Wenn Du die Tipps hier richtig anwendest, werden dir deine Fans verzeihen, wenn einer der vorherigen Punkte nicht ganz so gepasst haben sollte.

Es geht um die richtige Performance in deinen Aufnahmen. Je mehr Emotion und Gefühl Du in deine Aufnahmen legst, desto eher wird sich ein Fan durch deine Musik angesprochen fühlen. Die menschliche Stimme kennen wir Menschen alle sehr gut und wir bemerken sofort, wenn etwas aufgesetzt oder lustlos klingt.

Was kannst Du also machen, um die Stimmung deines Songs richtig rüberzubringen?

Es ist wichtig, dass sich der Sänger wohlfühlt und dass Du ihn darin bestärkst, eine optimale Performance abzuliefern. Wenn Du selbst singst, solltest Du dich vorher gedanklich einstimmen und entsprechend stimmungsvolles Licht anmachen. Wenn Du jemand anderen aufnimmst, dann musst Du nicht nur die Tontechnik im Griff haben, Du bist gleichzeitig der Vocal Coach, Therapeut und größter Fan für deine Sängerin – alles in einer Person.

Dazu musst Du eine passende Atmosphäre schaffen, den Sänger häufig loben, auch wenn der Take mal nicht so gut gelungen ist und insgesamt eine positive Kommunikation an den Tag legen. Wenn Du optimistisch und gut gelaunt an die Arbeit gehst, wird dir das Gesang aufnehmen optimal gelingen.

Vocal Recording Fehler beim Gesang aufnehmen Video

Kennst Du noch weitere typische Dinge, die man gerne bei Gesangsaufnahmen, Vocal Recording oder bei Stimmaufnahmen allgemein vergisst? Dann schreib mir jetzt einen Kommentar und teile dein Wissen mit den anderen delamari!

Lesermeinungen (18)

zu '15 Fehler, die Du beim Vocal Recording ZUHAUSE machst'

  • Superwaldi   08. Sep 2010   13:12 UhrAntworten

    Hall und Delay:
    Ich finde es relativ schwierig hier richtungsweisende Tipps zu geben. Vielleicht sucht ja jemand genau nach dem Sound er 80er und da sind die gated Drumhallfahnen durchaus erwünscht.... Erlaubt ist, was gefällt!

    Viel wichtiger als die technischen Tipps, finde ich, dass der Sänger als Grundvoraussetzung ausgeschlafen und perfekt vorbereitet zur Aufnahme kommt. "Ach so... 3. Strofe... Moment schreibe ich eben.." ist sicherlich ein Extremfall, kommt aber leider doch häufiger vor, als man denkt.

    • Ben   25. Dez 2010   01:20 UhrAntworten

      Oh ja, dem möchte ich gern beipflichten...

      Sänger, die dann zur Aufnahme kommen und dann sagen: "naja heut geht es mir nicht so gut, ich war gestern noch beim Fußball und dann noch einen trinken... und jetzt rauch ich eine und trink ein bier und dann bin ich bereit für die aufnahme.." kenne ich leider zu gut...

      Sänger sollten sich eben nicht gleich Sänger schimpfen dürfen, sobald sie in einer Band etwas ins Mikrofon quaseln....

      Andererseits muss man auch damit klar kommen... Deswegen ist hier wohl Maßregelung angebracht...

      Bzw. sollte man dann klarstellen:" Wo Mist reinkommt, kommt auch nur Mist raus!"

      Wegen dem Hall und Delay:

      Hall nehme ich nur, um den Raum auf die Aufnahmen zu legen... Haben die Drums und die Gitarre Raumklang, sollten der Bass und die Stimme das auch haben, und dann am besten den gleichen.. Andernfalls klingt es nicht wie ein Song....

      Wenn gewünscht, kann man auch extremste Hallfahnen drauflegen, dass hängt ja auch von der Produktion ab...

      Ich verwende zum Beispiel sehr gern ein Stereo-Delay mit unterschiedlichen Feedback-Frequenzen je Kanal auf der Stimme... Das macht die Vocals schön breit und dennoch hört man nicht bewusst, dass ein Delay auf der Stimme ist. (Wet-Mix: 2-7%)

      Hinten dran, dann noch der Hall (z.B. Small Room, Wet-Mix 4-8%) und schon klingt die Stimme sehr natürlich und nicht zu trocken...

      Also immer dran denken: Alle Instrumente sollten den gleichen Raum haben, auch wenn vielleicht einige sagen werden: Raumklang auf dem Bass???? Naja probiert es mal aus, sag ich ;-)

      • Ben   25. Dez 2010   01:37 Uhr

        Achja Hall:

        besorgt euch lieber günstig Hall-Hardware...

        gibt es bereits ab unter 100€, auch wenn teilweise ältere Geräte, aber die klingen 1000 Mal besser, als diese VST- oder DXi-Plugins, die es so gibt...

        Sollte über AES/EBU kein Problem sein, diese in eurern Host zu integrieren....

        Ich nutze zum Beispiel ein uralt Federhall-Gerät,
        Klingt ne Million Mal besser als Platinum-Reverb von Logic oder ähnliche...

        Mit besten Grüßen,

        Ben

  • Frank   08. Sep 2010   13:41 UhrAntworten

    Mal ne Frage zur Aufnahmelautstärke:

    Ich hab als Preamp den VTB1 und eine Terratec-ASIO-Karte.

    Den Eingangspegel der Karte lasse ich auf 0 DB richtig?

    Und was stell ich jetzt konkret beim Input/Output des Preamps ein?

    • Ben   25. Dez 2010   01:09 UhrAntworten

      Meine Erfahrung ist, dass man eher etwas leiser als zu laut aufnehmen sollte... Wenn ich denke, die Lautstärke ist nun ok, mache ich nochmals um 2 bis 3 dB leiser und regle dafür noch ein klein wenig mehr Gain hinein. So übersteuert nichts und man kann alles gut einfangen...

      Sobald du aber zuviel Grundrauschen hast, solltest du definitiv Gain rausnehmen und alles etwas niedriger einpegeln. Meine Spuren liegen dann in der Regel in der Spitze bei etwa -7 bis -5 dB... So hast du noch genug Luft nach oben...

      Meine Songs reichen auch immer erst im Mastering an -0,5 dB ran...
      Aber Mastering ist auch echt nochmal eine Sache für mich, gerade bei Songs, die ich abgemischt habe, lass ich lieber andere mastern, oder lass mir min. eine Woche Zeit dazwischen...

  • Manuel   08. Sep 2010   14:56 UhrAntworten

    Ein kleiner Tipp, der sich schon öfters bewährt hat, wenn ein Sänger partout "unter dem Ton" singt:

    Er soll sich den Ton einfach etwas "höher denken" und schon wird er den Ton auch ne Spur höher singen.

  • CoD   08. Sep 2010   16:30 UhrAntworten

    "Je lauter die Musik in den Kopfhörern dröhnt, desto wahrscheinlicher wird der Sänger zu tief singen. Hier hilt, die Lautstärken in den Kofhörern zu senken. Wenn der Sänger hingegen zu hoch singt, dann kannst Du die Lautstärke im Kopfhörer leicht anheben. Übrigens scheinen auch Sänger, die eine Nacht durchgezecht haben, zu tief zu singen."

    Warum singen Sänger nach dem Saufen tiefer?

    • Carlos (delamar)   08. Sep 2010   16:34 UhrAntworten

      Ah, nicht nach dem "Saufen", sondern nach großen Anstrengungen wie eben einer durchzechten Nacht.

  • $hotty Balle   08. Sep 2010   16:55 UhrAntworten

    Wenn man sich den Text genau aufmerksam durchliest, kann man die Rechtschreibfehler schnell erkennen. Es sind mir zu viele, um sie alle spezifisch aufzuzählen. CoD hat z.B. welche mitkopiert:
    hilt oder Kofhörern? Da fehlt doch was oder nicht? ;)

    • Carlos (delamar)   08. Sep 2010   18:04 UhrAntworten

      So, bin nochmals drübergegangen...Eile war noch nie ein guter Berater...

  • dennis   09. Sep 2010   10:29 UhrAntworten

    ich weis nich was ein low cut filter ab 80 hertz ist kann mir das bitte jemand erklären und per eamil schicken wäre sehr verbunden.

  • Manuel   09. Sep 2010   10:55 UhrAntworten

    Ein Low cut filter (zu deutsch Tiefensperre, aber seltenst benutzt) ist relativ einfach erklärt: Er schneidet (bzw. dämpft) alle Frequenzen unter der angegebenen Grenzfrequenz (in diesem Fall 80Hz) ab (-> cut).

    Ein anderes Wort für einen Low Cut Filter ist übrigens der High Pass Filter (zu deutsch Hochpass). Er lässt also alles über der Grenzfrequenz durch (-> pass).

    Ist nur ein anderer Betrachtungswinkel.

  • Jay   10. Sep 2010   12:22 UhrAntworten

    Der einfachste Tip, ist einfach den Song zu fühlen. Ich finde das macht einiges aus.
    Ich neige oft dazu, den Song einfach reinzuspitten, weil ich das Endprodukt gerne haben möchte aber man sollte sich beim Aufnehmen immer daran erinnern, was man singt oder rappt und darauf achten, dieses Gefühl auch zu übermitteln. Erst dann wird ein Song richtig gut. Ich merke den Unterschied bei mir auf jedenfall.

  • DJ CeeJay   13. Sep 2010   07:47 UhrAntworten

    One-Take-Songs

    Ich habe in letzer Zeit immer wieder bemerkt, das Künstler bei mir immer im "One-Take"-System aufnehmen wollen - also gleich alles in einem Durchlauf... nur leider leidet die Qualität des Songs erheblich drunter. Gerade Rapper müssen immer wieder neu ansetzen, von vorne beginnen wenn sie sich versprechen etc. - das ist scheisse! Seit meiner Bemerkung wird erstmal der Songtext zerpflückt, in einzelne Passagen aufgeteilt und die werden dann aufgenommen. So ist der Song auch nach dem 2.ten Chorus noch dynamisch und voller Energie!

  • Ben   25. Dez 2010   00:48 UhrAntworten

    Hi, also ich nutze ein Großmembran Mikrofon. Popschutz etwa 5 Zentimeter davor. Dann einen Röhrenpreamp, Volume in der Regel bei -6 bis -10 dB; Gain bei etwa 9 Uhr (Bei 6 Uhr gehts los, hab vergessen, wie die Werte waren) Dann habe ich ein Gate und einen Compressor zwischen, Compression zwischen 3:1 und 5:1, das Gate steht auf Expression, damit man nicht später hört, das gegatet wurde... allerdings glaube ich, dass hier ein Problem liegt, die Stimme klingt dann oft nicht mehr so schön, wenn man leise singt oder spricht, also nicht mehr so super klar.... Sollte ich vielleicht lieber erst in Logic Gaten bzw. unerwünschtes Material herausschneiden? Beispielsongs findet ihr unter myspace.com/m.o.f.a (Die Songs sind alle noch nicht wirklich optimal, werden aber noch alle mit neuem Recordingwissen neu eingespielt und abgemischt, sind also alles nur mehr oder minder Testaufnahmen)

  • Oversize   29. Dez 2010   14:07 UhrAntworten

    Hallo Delamarredakteure.
    Ersteinmal möchte ich euch loben - ich kenne eure Seite seit gestern und lese und lese und lese...
    Leider hilft mir vieles trotzdem nicht weiter:
    Ich hab vor ein zwei Jahren Rap als Hobby für mich entdeckt, wir haben ein kleinen Kellerraum in dem wir uns eine GEsangskabine gebaut haben, einen PC über den wir den Beat laufen lassen und aufgenommen haben. Das "Abmischen" beschränkte sich auf einen Vocal Kompressor, ein bisschen pannen und an den LAutstärke reglern drehen. Das war bisher ausreichend. Aber wie das bei Hobbys so ist will man irgendwann mehr.
    Ich benutze seit etwa drei Tagen Cubase 5.1 - und habe so meine Probleme damit. Ich weiß garnicht wie ich vorgehen soll, gibt es irgendein Basiv Tutorial zum Thema aufnehmen?
    Bisher habe ich meine Parts gedoppelt, also nochmal aufgenommen(ich weiß garnicht wer mich auf die Idee gebracht hat). Die Aufnahmen waren auf einer Stereospur, jetzt habe ich gelesen man soll Gesang Mono aufnehmen... Meine Stereoaufnahme waren ja eigentlich auch Mono, beide Kanäle waren ja identisch... Was ist richtig?

    Gibt es hier irgendein Tutorial in dem ich die einzelnen Schritte einer sinnvollen Aufnahme kennen lernen kann? Ein weiteres für die Basics des Abmischens?

    Ich wollte mich richtig austoben an Cubase, bald anfangen eigene Beats zu basteln (einen fertigen Beat und die Aufnahme an einander anzupassen ist vermutlich auch mehr als suboptimal)
    Ich hoffe ihr könnt mich auf irgendeinen Link verweisen, ich bin heiß =)

    Danke

  • robotron sömmerda   20. Okt 2020   20:23 UhrAntworten

    Der beste, kompletteste Artikel zu dem Thema!

    • Katja Köhler (delamar)   28. Okt 2020   14:39 UhrAntworten

      Dankeschön :-)

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