Tricks & Techniken: Was sind deine Methoden für Sounddesign & Klangerzeugung?

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Sprich dich aus: Deine Methoden für Sounddesign & Klangerzeugung

Kreatives Sounddesign - wie äußert sich das bei dir? | Bild: John Park [Ausschnitt, CC BY-NC-SA 2.0]

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Deine Tricks beim Basteln von Klängen

Es ist noch keine Sünde, ab und an fertige Presets von virtuellen Instrumenten oder Samples aus Libraries zu nutzen. Allerdings kann es sehr fruchtbar sein, sich mit der Erzeugung eigener Klänge zu beschäftigen, um einer Produktion eine eigene Note zu geben.

Also möchten wir dich in dieser Episode von »Sprich dich aus« anregen, deine Gedanken zum Thema Sounddesign mit allen Leserinnen und Lesern zu teilen. Wie gehst Du dabei vor? Betreibst Du Field Recording mit portablen Geräten wie dem Zoom H6 [Test] & Co., um dein Reservoir an Klängen zu bereichern? Verwendest Du Synthesizer (insbesondere modulare Synthesizer und ihre großen Freiheiten)und Drum Machines, um elektronische Klänge zu generieren? Auf welchen anderen Instrumenten basieren deine eigenen Samples? Welche Effekte nutzt Du, um die Sounds später aufzupeppen oder komplett umzukrempeln?

Aus meinem Nähkästchen

Ich nutze fast ausschließlich Synthesizer und Sampler mit fertigen Samples von Drum Machines. Ersteres ist natürlich spannender – obwohl ich eigentlich »nur« subtraktive Synthese betreibe, gibt es doch einige wenige solcher Synthesizer, die verdammt mächtig sind. Wichtig ist dabei vor mich: Mindestens zwei Oszillatoren mit den Brot-und-Butter-Wellenform (Hauptsache Sägezahn und Rechteck bzqw. Puls sind am Start), die ich gegeneinander verstimmen kann (im Hundertstel-Halbtonbereich, also »cent«) sowie ein Multimode-Filter, gerne mit dediziertem LFO und Keytracking.

Was VOR dem Synthesizer passiert – also die MIDI-Noten-Speisung – ist oft noch spannender. So nutze ich sehr gerne Arpeggiatoren (insbesondere das kostenlose, fabelhafte und gut zugängliche VST-Plugin RandARP  , um eine kurzes Arpeggio im Loop zu kreieren, das mir erst einmal als Grundlage zum Schrauben am Synthesizer dient.

Und kürzlich war ich beeindruckt von a) den vielen Skalen, b) dem Arpeggiator und b) dem Chord-Generator des Native Instruments Komplete Kontrol S49 Mk2 … klasse, wie sich die kombinieren lassen! Harmoniefolgen für Dummies, gewissermaßen, aber warum auch nicht? Alles manuell zu fabrizieren, ist löblich, aber man gewinnt keinen Blumentopf dafür.

Jetzt bist Du am Zug!

Durchaus mit diesem Themenkreis verwandt ist die Episode »Kuriose Aufnahme- und Produktionstechniken« – wir würden uns sehr freuen, wenn Du auch dort mal reinschaust und deine Erfahrungen in puncto Sounddesign zum Besten gibst!

Gespannt auf dein Feedback: das Team von delamar.

Mehr zum Thema:
        

Lesermeinungen (4)

zu 'Tricks & Techniken: Was sind deine Methoden für Sounddesign & Klangerzeugung?'

  • Wirgefuehl   22. Jan 2014   12:43 UhrAntworten

    Wir haben uns gerade einen Elka Concorde 702 String Synth zugelegt... Herrliches Teil in Verbindung mit diversen Effektgeräten!
    Überhaupt ist es für uns der größte Spaß am Musizieren. an den Geräten zu schrauben und Sounds zu kreieren. Daneben entstehen aber auch viele Klänge direkt im Rechner, entweder durch PlugIns, aber auch nen bekannten Track haben wir schon derart zerhackt, dass etwas völlig Neues daraus entstanden ist...

  • Uwe   22. Jan 2014   12:56 UhrAntworten

    Hallo

    ich benutze meistens Reason mit selbstgebauten Combinator Patches mit (manchmal mehreren) Synths,Samplern,FX und Pattern Sequenzern wobei planvolles Vorgehen und einfach mal was machen sich abwechseln. Sehr gern benutze ich auch Massive in Maschine oder Adobe Audition. Einfach mal ein Sample 6 Oktaven nach unten verschieben irgendwelche Effekte drauf wieder hoch nochmal Effekte und viel Probieren.
    Tipp: Glitch VST

    Uwe

  • Jay   24. Jan 2014   15:24 UhrAntworten

    Kommt drauf an. Generell eher Hardware-Schrauber, von House aus...komme damit viel schneller zum Ziel, ich muss was Haptisches haben. Soft-Synths eher weniger, und wenn, dann als alter Tastenfuchs per Keyboard statt Pad. Samples und entsprechende Libraries nehm ich nur z. B. für kurze Vocals, für deren Herstellung sich ne eigene Mikrofonkabine samt Sänger(in) nicht lohnen würde, da hauptsächlich Instrumentalsound.
    Ganz allgemein leg ich mich aber nie fest, es entscheidet die Idee und wie ich sie am besten umsetzten kann.

  • Franz – Hermann Schmidt   16. Nov 2017   18:21 UhrAntworten

    Also, ich bin in erster Linie Musiker, und Entertainer. Als solcher dann folgerichtig auch viel unterwegs.
    Musik zu machen, ohne andere daran teilhaben zu lassen, ist eigentlich wie Geschlechtsverkehr ohne Frau.
    Das ist ganz klipp und klar mein Standpunkt, und den vertrete ich schon ungefähr vom 10. Lebensjahr an.
    Ich wollte Instrumente spielen, und damit vor die Leute. Etwas Anderes kommt nicht in Frage.
    Nun ist inzwischen noch Das Komponieren und Schreiben dazu gekommen.
    Warum zum Teufel soll ich selber Sounds schrauben, die es garantiert schon in irgend einer Form gibt, und die am Ende keiner hören will. Brotlose Kunst, mit der man höchstens seinen Hund zum Heulen bringen kann.

    Softsynthys und Presets gibt es zum Glück immer mehr. Da kann man rucki zucki seine Ideen verwirklichen, und das so, dass man wieder etwas Neues zum Aufführen hat.
    Eine gesunde Symbiose aus Samples, Presets und eigenem Spiel bringt für einen modernen
    Komponisten aus der heutigen Zeit eigentlich alles auf den Punkt.
    Für die Leute, die da bis jetzt unter einem Stein gehaust haben, und vergeblich nach dem großen eigenen Sound schrauben, habe ich da eigentlich nur mitleidiges Grinsen.

    Also Presets presets und nochmal Presets !!!!!!

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