Corona-Ticker
Hilfe für Musiker, Selbständige & Freiberufler der Eventbranche

Corona Hilfe Musiker Künstler

Corona-Krise: Hilfe für Musik- und Eventbranche:.Welche Hilfen gibt es? Wo kann ich Hilfe beantragen? Was kann ich jetzt tun? Hier bekommst Du regelmäßig Infos!

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Corona-Krise: Musiker, Veranstaltungstechniker, Selbständige & Co. stark betroffen

Welche Hilfen für Musiker, Freiberufler und die Veranstaltungsbranche von der GEMA, GVL und Künstlersozialkasse (KSK) sowie der Bundesregierung bereitgestellt werden, findest Du zusammengefasst in diesem Artikel. Wir aktualisieren diesen Beitrag regelmäßig!

Viele Musiker & Selbständige können ihren Job seit März nicht mehr richtig ausüben: Nach zahlreichen Absagen von Messen, Konzerten und anderen Veranstaltungen wurden die Maßnahmen seitens der Bundesregierung im November erneut verschärft – Lockdown.

Wann es wieder größere Veranstaltungen geben wird ist unklar, jedoch dürfte sich in den nächsten Monaten nichts an der Situation ändern.

Inzwischen reden wir nicht mehr nur von Umsatzeinbußen: Viele Künstler und Freiberufler fürchten um Ihre Existenz. Hier sammeln wir für dich die wichtigsten Informationen rund um die Corona-Krise:

  • Wo Hilfe für Musiker & Selbständige zu finden ist
  • Die wichtigsten Links
  • Die aktuellsten Entwicklungen

Wir werden diesen Corona-Ticker für Musiker regelmäßig nach Bekanntwerden neuer Maßnahmen aktualisieren. Du kannst also immer mal wieder reinschauen, was sich getan hat.

Solltest Du Informationen haben, kannst Du diese (bitte nur unter Angabe der Quelle) in die Kommentare schreiben, um uns und andere Musiker davon in Kenntnis zu setzen. Nach einer Prüfung werden deine Infos gegebenenfalls in diesem Corona-Ticker für Musiker aufgenommen und aktualisiert.

Die aktuelle Situation unter Corona

Seit Anfang November befindet sich Deutschland im Teil-Lockdown. Die Einschränkungen sind nicht so groß wie im März. So bleiben Geschäfte, Schulen und Kitas geöffnet – sofern es dort keinen Corona Ausbruch gibt.

Die Einschränkungen betreffen diesmal besonders den Freizeitbereich. Kontakte sollen auf das Nötigste beschränkt werden. So dürfen sich in der Öffentlichkeit höchstens Angehörige zweier Haushalte treffen. Feiern und Veranstaltungen in Wohnungen und privaten Einrichtungen bleiben Verboten.

Restaurants, Clubs, Bars, Discotheken und Kneipen müssen geschlossen bleiben – trotz umfangreicher Hygienekonzepte. Auch Theater, Opern, Messen, Kinos, Konzerthäuser, Freizeitparks und Tanzschulen dürfen nicht öffnen.

Jedoch gibt es hier Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern. So dürfen in Berlin Musikschulen Unterricht anbieten, in Sachsen-Anhalt können auch Angebote von Volkshochschulen wahrgenommen werden. In Thüringen dürfen Museen öffnen – jedoch nur für unentgeltliche Bildungsangebote.

Am Mittwoch den 25.11.2020 berät die Bund-Länder-Runde über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie. Im Gespräch ist offenbar auch eine Verlängerung des Teil-Lockdowns.

Was bedeutet das konkret für mich als Musiker und meine Branche?

  • Es wird weniger Musik öffentlich gespielt – Einnahmen können sinken
  • Auftritte von Bands und Solomusikern werden abgesagt – Honorare entfallen
  • Gitarrenlehrer & Co. dürfen zum Teil nicht mehr vor Ort unterrichten
  • Verleiher erleiden dadurch starke Einbußen
  • Mit neuen Aufträgen für Musiker, FoH, Bühnen- und Lichttechniker & Co. kann vorerst nicht gerechnet werden
  • Davon betroffen sind auch Booking-Agenturen, Aufbauhelfer, Tourmanager & Co.

Lies auch: Wie mache ich ein Livestream-Konzert?

Offizielle Angebote & Informationen für Musiker und Kollegen der Eventbranche

Hier nun zusammengefasst alle Angebote, um den Ausfällen entgegenzuwirken – die Hilfe für Musiker und Selbstständige wegen Verdienstausfall. Wir aktualisieren regelmäßig.

Endlich: Hilfspaket für Kultur und Medien

Auf der Website der Bundesregierung heißt es:
„Die Bundesregierung unterstützt Kultur- und Medienschaffende während der Corona-Pandemie und hat Programme aufgelegt, um die Zukunft von Kultureinrichtungen zu sichern.“

Für das Programm „Neustart Kultur“ sind rund eine Milliarde Euro eingeplant.

Hier ein Überblick über neue und bereits bestehende Hilfsangebote:

  • 480 Mio. Euro für den Erhalt der Kulturinfrastruktur: Stärkere Nothilfen für kleine und mittlere Kulturstätten und -projekte.
  • 250 Mio. Euro für einen Neustart trotz Pandemie: Ob Theater, Kino, Club oder Literaturhaus – diese sollen mit Hygienekonzepten wiedereröffnen können.
  • 150 Mio. Euro Für alternative, digitale Angebote: Bereitstellung von Mitteln für einzelne Projekte und neue Formate für Vermittlung und Vernetzung.
  • 100 Mio. Euro für pandemiebedingte Einnahmeausfälle und Mehrbedarfe: Für vom bund geförderte Kultureinrichtungen und -projekte.
  • 20 Mio. Euro Hilfen für den privaten Rundfunk: Unterstützung kleiner, regionaler Sender, deren Werbeeinnahmen weggebrochen sind.

Informationen zur Novemberhilfe

Alle Informationen zu aktuellen Hilfen für Künstler und Kreative der Bundesregierung findest Du hier!

Auf der Website der Bundesregierung heißt es:
„Die Bundesregierung unterstützt die von den temporären Schließungen im November erfassten Unternehmen, Selbstständigen, Solo-Selbstständigen, Vereine und Einrichtungen. Die Regelungen gelten insbesondere auch in der Kultur- und Veranstaltungswirtschaft.“

Soloselbstständige können für den November 2020 bis zu 75 Prozent ihres Umsatzes als direkte Hilfe erhalten. Anstelle des Vergleichsmonats 2019 können Soloselbstständige auch den monatlichen Durchschnittsverdienst 2019 als Bezugsrahmen zugrunde legen.

So heißt es auf der Website der Bundesregierung:
„Bis zu einer Summe in Höhe von 5.000 Euro kann der Antrag direkt von den Soloselbständigen gestellt werden. Bei höheren Summen muss ein Steuerberater die Beantragung vornehmen. Hinsichtlich der Obergrenze der Förderung gelten beihilferechtliche Vorgaben.“

Weitere Finanzielle Hilfen der Bundesregierung
Hilfspaket für Soloselbstständige, Zitat:
„Die Bundesregierung hat Corona-Soforthilfen für Solo-Selbstständige und kleine Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten in Folge von Corona in Höhe von insgesamt bis zu 50 Milliarden Euro Bundesmittel beschlossen. Dieses Programm steht auch Künstlern und Kulturschaffenden als Freiberuflern offen.“

Vereinfachter Zugang zur Grundsicherung, Zitat:
„Für Kultur- und Medienschaffende, denen durch die jetzige Krise das Einkommen oder die wirtschaftliche Existenz wegbricht, wird der Zugang zu Leistungen der Grundsicherung vereinfacht.“

Auf der Website der Bundesagentur für Arbeit findest alle Antworten zur Grundsicherung während der Corona-Krise.

Kurzarbeitergeld, Zitat:
Seit März 2020 sind die Voraussetzungen für Kurzarbeit so weit erleichtert, dass alle Unternehmen und die Beschäftigten, die von der Corona-Krise betroffen sind, schnelle und wirkungsvolle Unterstützung bekommen.“

Liquiditätshilfen, Zitat:
„Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) unterstützt Unternehmen bei der Bewältigung der Folgen der Corona-Pandemie, indem sie die kurzfristige Versorgung mit Liquidität erleichtert. Auch Unternehmen, Selbständigen und Freiberuflern der Kultur- und Kreativwirtschaft stehen diese Hilfsangebote offen.“

Finanzamt: Diese Steuererleichterungen gibt es!

  • Durch eine pauschalisierte Verlustrechnung im Jahr 2020 kann eine Steuererstattung sowohl für bereits in diesem Jahr geleistete Vorauszahlungen als auch für 2019 gezahlte Beträge beantragt werden
  • Für Steuerschulden aus der Einkommen- und Körperschaftsteuer sowie der Umsatzsteuer bis Ende 2020 gibt es die Möglichkeit der Stundung
  • Steuervorauszahlungen auf die Einkommen- und Körperschaftssteuer können angepasst werden
  • Der Messbetrag für Zwecke der Gewerbesteuer-Vorauszahlungen kann ebenfalls angepasst werden
  • Die Finanzbehörden verzichten auf Vollstreckungsmaßnahmen und Säumniszuschläge bei der Einkommen- und Körperschaftsteuer sowie der Umsatzsteuer

Was tut die GEMA angesichts Corona?

Seitens der GEMA gibt es zwei Nothilfe-Programme, Zitat:
„Um die verheerenden wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie bestmöglich abzufedern, haben Vorstand und Aufsichtsrat der GEMA ein Nothilfe-Programm für GEMA-Mitglieder beschlossen, innerhalb dessen Komponisten, Textdichter und Musikverleger finanzielle Unterstützung bei der GEMA beantragen können. Das Nothilfe-Programm besteht aus zwei Säulen.“

„Schutzschirm LIVE“: Vorauszahlung auf künftige Ausschüttungen in den Live- und Wiedergabesparten
Mit dem „Schutzschirm LIVE“ stellt die GEMA eine pauschale Nothilfe zur Verfügung, mit der Musikurheber eine Vorauszahlung auf ihre künftigen Ausschüttungen in den Live- und Wiedergabesparten beantragen können.

Diese finanzielle Unterstützung richtet sich vorrangig an Komponisten und Textdichter der GEMA, die zugleich als Performer auftreten und aufgrund von flächendeckenden Veranstaltungsabsagen in finanzielle Schwierigkeiten geraten. “

„Corona-Hilfsfonds“: Einmalige Übergangshilfe für existenziell gefährdete GEMA-Mitglieder

Konkretes Angebot für GVL-Berechtigte

Die GVL (Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten) hat ein Angebot für alle Freiberufler, die GVL-Berechtigt sind zusammengestellt und arbeitet mit Hochdruck an der Auszahlung. Auf der Webseite heißt es:

„Wahrnehmungsberechtigte, die ausschließlich freiberuflich tätig sind und durch Covid-19-bedingte Veranstaltungs- oder Produktionsabsagen Honorarausfälle erlitten haben, können eine einmalige Hilfe in Höhe von 250 Euro im Rahmen der sozialen Zuwendungen der GVL erhalten.“

Um die einmalige Auszahlung in Anspruch zu nehmen, musst Du lediglich ein PDF-Formular ausfüllen und an die GVL senden. Das Prozedere und das entsprechende PDF findest Du hier: gvl.de/coronahilfe

Corona-Maßnahmen der Künstlersozialkasse (KSK)?

Die Künstlersozialkasse unterscheidet bei ihren Maßnahmen in zwei Kategorien:

  • „Maßnahmen für Versicherte, deren Einkommensprognose sich verändert hat“
  • „Maßnahmen für abgabepflichtige Unternehmen, die voraussichtlich geringere Umsätze mit künstlerischen / publizistischen Leistungen erzielen, als dies im Vorjahr der Fall war“

KSK-Maßnahmen für Versicherte

Minderung des voraussichtlichen Arbeitseinkommens, Zitat:
Es besteht wie auch vor der „Corona-Krise“ jederzeit die Möglichkeit, die Meldung des voraussichtlichen Jahresarbeitseinkommens aus selbstständiger künstlerischer oder publizistischer Tätigkeit anzupassen, also zu senken oder zu erhöhen.

Änderungen wirken nicht rückwirkend, sondern ab dem Folgemonat der Mitteilung (Eingang in der KSK). Dementsprechend verändert sich auch die monatliche Beitragshöhe erst mit zeitlicher Verzögerung. Die Änderung kann formlos schriftlich, per E-Mail oder über unseren Vordruck erfolgen.“

Wenn das Arbeitseinkommen noch geringfügig ist, Zitat:
„In unserem Hinweis vom 18.März 2020 haben wir bereits über die Möglichkeit informiert, das geschätzte Jahreseinkommen anzupassen. Wenn die Einkommenserwartung infolge der „Corona-Krise“ herabgesetzt werden muss, wird die Versicherungspflicht bis auf weiteres im laufenden Jahr auch dann fortgesetzt, wenn das Mindesteinkommen von 3.900 € jährlich nach aktueller Einschätzung nicht überschritten werden kann.

Das heißt, auch wenn Sie durch die Minderung des Arbeitseinkommens die Voraussetzungen für die Versicherungspflicht nicht mehr erfüllen würden, wird die Versicherung nicht beendet. Der bestehende Versicherungsschutz geht durch eine Einkommenskorrektur bis auf weiteres nicht verloren.“

Keine Einnahmen mehr – ALG II beantragen

Solltest Du überhaupt keine Einnahmen erzielen können, kannst Du Leistungen nach dem Zweiten Buch, Sozialgesetzbuch (ALG II) zu beantragen. Wie schnell diese Anträge derzeit bearbeitet werden können, ist unklar. Vor allem, weil hier stets die Situation eingehend geprüft wird, bevor es zu einem Bescheid kommen kann – auch die Auszahlung würde dann dementsprechend lange auf sich warten lassen. Also besser früher als später handeln.

KSK-Maßnahmen für Unternehmen

Als Unternehmen mit KSK-Abgabepflicht besteht zurzeit die Möglichkeit die Vorauszahlungen herabsetzen zu lassen. Hierfür musst Du einen Antrag stellen, dies gilt allerdings nur, wenn deine voraussichtlichen Einnahmen deutlich geringer ausfallen werden als im Vorjahr.

Wo hier die Grenze liegt und wie hoch die Differenz sein muss, wurde von der KSK nicht veröffentlicht. Dennoch empfehlen wir auch hier: Stell den Antrag, falls Du zu dieser KSK-Gruppe gehörst.

Auch für abgabepflichtige Unternehmen besteht die Möglichkeit für „individuelle Zahlungserleichterungen“. Wie im Fall der Versicherten lassen offizielle Informationen dazu noch auf sich warten. Wir halten dich auf dem Laufenden.

Kurzinterview mit KSK-Forum-Betreiber Joachim Griebe

Joachim Griebe setzt sich seit vielen Jahren für die Bedürfnisse und Sorgen von KSK-Mitgliedern ein. Zum Austausch und „Hilfe zur Selbsthilfe“ betreibt er das KSK-Forum. Trotz vieler Anfragen, hat er sich Zeit genommen uns ein paar Fragen zu beantworten:

Wie ist die Stimmung unter den Mitgliedern der KSK? Fühlt man sich im Stich gelassen?
Fast alle Künstler die über die KSK pflichtversichert sind (ca. 200.000) haben im Moment mit erheblichen Problemen zu kämpfen. Die Stimmung ist unterschiedlich –
Verunsicherung, Existenzängste und eine ungewisse Zukunft in einem ohnehin prekären Umfeld. Viele Kollegen sind mächtig aktiv, helfen sich gegenseitig und verlassen sich nicht nur auf Versprechungen uns Ankündigungen der Politik.

Was empfiehlst Du betroffenen Versicherten?
Infomieren und nochmals informieren und selbst aktiv werden! Bei Verbänden, Organisationen und Gewerkschaften gibt es tolle Experten, die helfen können. Fast im Minutentakt kommen Artikel, Meinungen aber auch wirklich konkrete Hilfestellungen und Tipps.

Das reicht von Sammlungen, Jobvermittlungen bis zu handfesten Überlebenstipps. Ich versuche ein wenig davon in meinem Forum (hier zur stets aktuellen Facebookgruppe) zu verlinken und mit Informationen zu ergänzen.

Kann ein Steuerberater helfen? Wo bekomme ich als Versicherter jetzt am schnellsten Hilfe?
Es gibt leider wenige Steuerberater, die sich sehr gut mit der KSK auskennen. Aber auf jeden Fall schon jetzt zusammen mit Beratern alles dokumentieren – das rate ich jedem.
Das betrifft zum Beispiel die Konzertabsagen, Schülerabsagen usw.

Die Künstlersozialkasse selbst hat als Behörde nur wenig Spielraum. Ihre Aufgabe ist ja auch nicht die Unterstützung bei solchen Ausnahmesituationen wie wir es gerade leider alle erleben. Ein sehr wichtiger Punkt ist die 3900.- Regelung die bei einer Prüfung der Gewinne über einen Zeitraum von 6 Jahren zu einem Rauswurf aus der KSK führen kann. Es geht da um die Gewinnschätzungen, die man jetzt unbedingt anpassen und der KSK sofort melden sollte.

Ich erwarte vom Gesetzgeber hier sofort eine Berücksichtigung der jetzigen Situation. Einige Musiker haben kein Einkommen in Moment und auch kaum Rücklagen.

Stärkt die Krise die Solidarität unter den Künstlern? Welchen Eindruck hast du?
Es ist klasse, wie sich in meinem direkten Umfeld geholfen wird. Da richtet ein Kollege mit IT-Erfahrung den Online-Unterricht bei einer Sängerin ein. Musiker, die einen tollen Steuerberater haben vermitteln, Bands tauschen sich aus wie sie mit Konzertabsagen (rechtlich) umgehen. Viele aus meinem Netzwerk sind mächtig aktiv und informieren andere Musikerinnen und Musiker über ihre aktuellen Erfahrungen mit Finanzämtern, Banken, KSK, GVL & GEMA und z.B. der kritisch gesehenen Kreditaufnahme.

Aber genau so stelle ich mir Solidarität unter uns vor. Bitte auch nach Corona!

An dieser Stelle ein weiterer Appell an dich: Solltest Du betroffen sein, schließ dich der Facebookgruppe an und nimm am Austausch teil! An Joachim Griebe ein herzlichen Dankeschön für deine Zeit und all die Unterstützung, die Du der Branche – nicht nur jetzt – zu kommen lässt!

Lies auch: Gitarrenunterricht online geben: So geht´s!

Alarmstufe Rot – Das Bündnis der Veranstaltungswirtschaft

Besonders die Veranstaltungswirtschaft ist von den Corona-Maßnahmen betroffen. So gibt es für viele Beschäftigte durch den Ausfall von Konzerten und Veranstaltungen nichts mehr zu tun.

Unter dem Hashtag #AlarmstufeRot rufen Künstler und Beschäftigte der Veranstaltungsbranche zu Protestaktionen auf, um den sechstgrößten Wirtschaftszweig Deutschlands am Leben zu erhalten.

Zitat: „Die Veranstaltungswirtschaft steht an erster Stelle der Roten Liste der akut vom Aussterben bedrohten Branchen. Wir fordern einen Rettungsdialog mit der Regierung, um gemeinsam einen Weg aus der Krise zu finden!“

Forderungen der AlarmstufeRot

  • Überbrückungsprogramme
  • Kreditprogramme
  • Steuerlicher Verlustrückgang
  • Flexibilisierung der Kurzarbeiterregelungen
  • EU-Beihilferahmen
  • Rettungsdialog

Protestaktionen der Alarmstufe Rot

Diverse Protestaktionen der Alarmstufe Rot fanden bereits statt. Die „Night of Light“ bildete den Startschuss.

Zitat: „An unserer 1. Protestaktion „Night of Light 2020“ waren über 40.000 Mitwirkende aus mehr als 8.000 Unternehmen beteiligt, um mehr als 9.000 Bauwerke in rotes Licht zu tauchen. Von wirtschaftsbezogenen Veranstaltungen, über Kulturereignisse bis hin zu Sportanlässen: Die Veranstaltungswirtschaft muss vor dem Untergang gerettet werden. Die Regierung muss handeln. Jetzt.“

Mehrere Demonstrationen in den größten deutschen Städten fanden bereits statt. Auch Du kannst die Alarmstufe Rot unterstützen! Mach mit bei der Aktion #SangUndKlanglos! Diese Aktion soll die Aufmerksamkeit von Regierung und Öffentlichkeit gewinnen.

So veranstalteten beispielsweise Orchester wie die Münchner Philharmoniker ein Konzert, das nach 20-minütiger Stille sein Ende fand. Auch Du kannst unter dem Hashtag mitmachen und durch Stille deine Solidarität bekunden.

Infos & Aufruf zur Hilfe für Musiker & Selbständige

Das kann noch nicht alles gewesen sein, glauben wir. Daher beobachten wir die aktuelle Lage genau und reichern diesen Corona-Ticker für Musiker regelmäßig mit den aktuellen Entwicklungen an. Solltest Du selbst Quellen und Infos haben, schreib uns einen Kommentar und weise uns bitte darauf hin.

Gerade jetzt sind wir auf Zusammenhalt angewiesen! Nutz die – zu allem Übel – frei gewordene Zeit, um dich zu informieren und laut zu werden:

  • Diskutier in Foren und tausch dich aus
  • Rede mit deinen Kollegen
  • Wende dich an GEMA, GVL, KSK und deine Landesregierung
  • Werde laut, rede mit und engagier dich
  • Dokumentiere alle deine Ausfälle, Einbußen und Auswirkungen, die Du zu spüren bekommst

Petitionen – Hier kannst Du unterstützen!

Wir empfehlen dir folgende Petitionen zu unterstützen, um die Branche schnellstmöglich zum Tagesordnungspunkt der Politiker zu machen:

  • Forderung nach europaweiter Soforthilfe für Freiberufler und Künstler bei change.org »
  • Bedingungsloses Grundeinkommen für 6 Monate bei change.org

Solltest Du weitere Petitionen finden, freuen wir uns über deinen Hinweis als Kommentar unter diesem Beitrag!

Durchhalten!

An dieser Stelle auch von uns ein paar Worte: Halte dich an die Einschränkungen der Regierung, bleib vor allem tapfer und dokumentiere alles, häng dich in die Warteschleifen der Rufnummern, ruf wieder an, mach auf dich aufmerksam und wenn Du erfolgreich warst, teile es deinen Kollegen mit!

Und vor allem: Bleib gesund!

Lesermeinungen (11)

zu 'Corona-Ticker: Hilfe für Musiker, Selbständige & Freiberufler der Eventbranche'

  • Ich Halt   18. Mrz 2020   02:13 UhrAntworten

    Vielen Dank für den Artikel denn dies sind ganz wichtige Informationen! Ich bin seit vielen Jahren erfolgreich selbstständiger Künstler und Musiklehrer, 60 Jahre alt. Einkommen von heute auf morgen: 0,00 Euro. Die Kosten laufen weiter - aber sicher nicht lange. Das geht im Höchstfall zwei Monate. Leider kann man nicht einfach irgendwann "weitermachen". Verdienstausfälle von Veranstaltungen, ein festes Engagement ist gecancelt, Schüler haben sich abgemeldet. Man fängt bei null an - wie soll man das finanzieren? Aus den Huteinnahmen wird schwierig.

    • Katja Köhler (delamar)   18. Mrz 2020   09:34 UhrAntworten

      Danke für das Feedback! So geht es leider vielen Kollegen und Kolleginnen. Wir gehen gerade einen Thema nach - potentiell gibt es dazu bereits heute weitere handfeste Infos, die wir hier ergänzen können. Verschiedene Politiker fordern ein Kurzarbeitergeld+ für Künstler - was bedeuten würde, dass anhand der letzten Steuererklärung ein der Nettoeinnahmen gezahlt werden würde. Ein komplexes Thema - wir sind dran! Liebe Grüße

  • Albert   18. Mrz 2020   08:03 UhrAntworten

    Ich finde euer Engagement sehr gut. Ich beziehe regelmäßig Informationen zu allen möglichen Musikthemen über eure Seite. Aber gerade finde ich eure Arbeit sehr wichtig und bin sehr dankbar, dass ihr die Kunstschaffenden mit guten Infos versorgt. Einfach mal Danke an euch!

  • Axel   18. Mrz 2020   10:52 UhrAntworten

    Danke für Eure Recherche und alles Gute Euch! <3

  • Michael Graefe   18. Mrz 2020   12:41 UhrAntworten

    Wie hier schon gesagt: Kein Gitarrenunterricht, fast keine Einnahmen!
    Wenn keine Hilfe kommt gehen hier in spätestens 2 Monaten die Lichter aus.. Sicher sind die Schutzmaßnamen nachvollziehbar,
    aber für Politiker die sich vor ein paar Jahren eine automatische Diätenerhöhung genehmigt haben, ist es vielleicht schwierig sich in unsere Lage zu versetzen!

  • Roland van Helven   24. Mrz 2020   12:04 UhrAntworten

    was musiker jetzt wissen muessen, ist, dass die ganze corona panik in drei wochen vorbei sein wird und dass die medien dann ziemlich dumm dastehen werden. was mit den politikern geschieht, wird ein fest fuer uns alle....

    • MadMex   24. Mrz 2020   18:47 UhrAntworten

      Lieber Roland van Helven,
      wer wünscht sich nicht, dass der Spuk bereits in 3 Wochen vorbei wäre?
      Ich wünsche es uns allen, aber leider leider wird dies realistisch gesehen, NICHT geschehen- und auch innerhalb 3 Wochen nicht mehr geschehen können !

      Wir sprechen gar nicht einmal von der Corona-Pandemie an sich, sondern von der globalen Inflation- und dieses Thema definitiv nicht in 3 Wochen gegessen sein wird und kann.
      35% Börseneinbrüche über Nacht- und erwartet werden bis zu max.90 %.
      Damit sich die Weltwirtschaft, von der wir alle in jedem Berufszweig betroffen sind, wieder erholen kann, braucht es Jahre.
      Deine "3 Wochen" wären sehr sehr schön- sind aber leider jetzt schon vollkommen absehbar reine Utopie.

      • Ronny   25. Mrz 2020   04:32 Uhr

        Ich kann mich MM nur anschließen ;-)
        Was der Roland vielleicht unbedingt verstehen sollte, ist, dass er besser in spätestens 3 Wochen alle nötigen Anträge eingereicht haben sollte, wenn er im Mai nicht komplett ohne Geld und selbst nicht so ganz "undumm" dastehen will.

      • Roland van Helven   11. Apr 2020   07:55 Uhr

        naja MadMex, dann warten wir mal auf Dienstag nach Ostern, das waeren dann drei wochen...

  • MadMex   24. Mrz 2020   19:12 UhrAntworten

    Zunächst vielen Dank an die Redakteure von DELAMAR.
    Danke, dass Ihr trotz eurer sicherlich vielen vielen eigenen Sorgen, weiterhin Fleiß und Engagement beweist, Infos zusammenzutragen und auch weiterzugeben !

    Ihr könntet auch sagen:"Nö, haben selbst den Kopf voll !"
    Aber genau das macht Ihr nicht. Ihr seht es wirklich als eure Berufung an, eure Kenntnisse in dieser- und noch kommenden schwierigen Zeit, mit anderen zu teilen.
    ZUSAMMENHALT schreibt Ihr in eurem Bestreben daher sehr groß.
    Gemeinsam müssen wir diese Krise und Prüfungen bestehen, damit wir uns eines Tages wieder gemeinsam über die schönen Themen rund um das Thema Musik debattieren, ausprobieren, manchmal streiten aber auch stets erfreuen können.

    Danke an Carlos und das gesamte Team von Delamar, dass IHR euch einsetzt, um UNS auf dem laufenden zu halten.

    Ich wünsche allen beste Gesundheit- und wenn das nicht geht, dann die Kraft, alles bestens überstehen zu können.

  • Olaf   02. Mai 2020   10:17 UhrAntworten

    Hallo Delmar Team,
    klasse dass ihr euch die ganze Bandbreite mit staatl. Verordnungswahn, GEMA, GVL, FA, Krankenkassen und KSK der möglichen Betroffenen annehmt und berichtet.
    Ich hätte da allerdings eine Bitte, könntet ihr zwecks Übersichtlichkeit, bitte die Aktualisierungen chronologisch bzw. erkennbar mit Datum versehen einfügen. Es gab ja bereits verschiedene Korrekuren bei versch. Maßnahmen seitens des Gesetzgebers, um nicht stets in alten Hüten zu recherchieren.
    Danke, macht weiter so. Guter Job
    Gruß Olaf

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