Steinberg Cubase 16
Update bringt neue Instrument Stacks & Stem-Separation

Steinberg Cubase 16
Steinberg Cubase 16: Warum das DAW-Update den Workflow deutlich beschleunigt

Thorsten SprengelVon Thorsten Sprengel am 04.11.2026

ANZEIGE

Steinberg Cubase 16 veröffentlicht

Steinberg hat Cubase 16 veröffentlicht, die neue Version seiner Digital Audio Workstation. Das Update erscheint in den drei Editionen Pro, Artist und Elements und kombiniert neue Kreativwerkzeuge mit zahlreichen Änderungen an alltäglichen Produktionsabläufen.

Laut Steinberg gehen viele Verbesserungen direkt auf das Feedback der Nutzer-Community zurück. Das zeigt sich etwa am überarbeiteten Settings-Dialog, der jetzt non-modal arbeitet und Einstellungen ändern lässt, ohne die Arbeit am Projekt zu unterbrechen.

Für Produzenten und Musiker sind vor allem die neuen Mix- und Sounddesign-Tools sowie die Schnittstellen zu externer Hard- und Software relevant, darunter MIDI 2.0 und Ableton Link.


PASSEND DAZU


Cubase 16: Die wichtigsten Neuerungen

  • Instrument Stacks kombinieren mehrere VSTs, Sampler- & Drum-Spuren in einem spielbaren Instrument (Pro, Artist)
  • Stem-Separation teilt Aufnahmen in bis zu sechs Spuren auf: Gesang, Schlagzeug, Bass, Klavier, Gitarre & Sonstiges (Pro)
  • Neu gestalteter, durchsuchbarer & non-modaler Settings-Dialog
  • Neue Key-Editor-Tools Strum & Stretch Selection sowie Lyrics-Eingabe neben MIDI-Noten
  • Neue Plug-ins DrumChain & VocalTouch
  • Erweitertes Routing in Pro: 16 Audio-Sends & 8 Control-Room-Cue-Sends
  • Unterstützung für MIDI 2.0, Ableton Link & M4A/AAC-Import
Steinberg Cubase 16
Mit den neuen Instrument Stacks lassen sich mehrere virtuelle Instrumente kombinieren und gemeinsam spielen.

Workflow-Optimierungen & Bedienung

Der neu gestaltete Settings-Dialog fasst Voreinstellungen, Tastaturbefehle, Projekteinstellungen und Audioverbindungen in einem durchsuchbaren Fenster zusammen. Durch das non-modale Design lassen sich Änderungen vornehmen, während das Projekt geöffnet bleibt.

Weitere Änderungen betreffen die tägliche Arbeit: MIDI Continuous Controller lassen sich jetzt frei benennen, der Audio Pool wurde für die Medienverwaltung überarbeitet, und Plug-in-Handling sowie Drag-and-drop wurden angepasst.

In Cubase Pro 16 steigt die Zahl der Audio-Sends pro Kanal von 8 auf 16, die Control-Room-Cue-Sends wachsen von 4 auf 8. Das erweitert die Routing-Optionen für größere Mix-Konfigurationen und Monitoring. Ein neues Quick-Help-System blendet kontextbezogene Hinweise direkt in der Anwendung ein.

Steinberg Cubase 16
Der Key Editor in Cubase 16 ermöglicht die detaillierte Bearbeitung von MIDI-Noten, Anschlagstärken und Artikulationen.

MIDI, Arrangement & Kompatibilität

Im Key Editor kommen zwei neue Werkzeuge hinzu. Strum fügt programmierten Akkorden Timing-Variationen hinzu, Stretch Selection dehnt oder komprimiert MIDI-Passagen. Damit lassen sich auch Accelerandos und Ritardandos erzeugen. Zusätzlich können Songtexte über die Lyrics-Funktion direkt neben den MIDI-Noten eingegeben werden.

Die Tempo Detection arbeitet mit überarbeitetem Algorithmus und soll das Erkennen und Abgleichen von Tempi beschleunigen. Diese Funktion steht in Pro, Artist und Elements bereit.

Auf der Schnittstellenseite unterstützt Cubase 16 MIDI 2.0 samt Note Expression bei kompatiblen Instrumenten sowie Ableton Link für die Synchronisation von Tempo, Beats und Transport im lokalen Netzwerk. Hinzu kommen der Import von M4A- und AAC-Dateien und die neue Windows-MIDI-Unterstützung unter Windows 11.

ANZEIGE

Steinberg Cubase Pro 16
Steinberg Cubase Pro 16
599 €
Steinberg Cubase Artist 16
Steinberg Cubase Artist 16
299 €
Steinberg Cubase Elements 16
Steinberg Cubase Elements 16
99 €

Neue Sounddesign- & Mix-Werkzeuge

Instrument Stacks kombinieren mehrere VST-Instrumente, Sampler- und Drum-Spuren zu einem spielbaren Instrument mit Steuerung pro Layer. Die Funktion steht in Pro und Artist zur Verfügung.

Die Stem-Separation in Cubase Pro 16 teilt Aufnahmen nun in bis zu sechs Spuren auf: Gesang, Schlagzeug, Bass, Klavier, Gitarre und sonstige Instrumente. Laut Steinberg wurde die Qualität des Algorithmus verbessert; neu sind vor allem die separaten Spuren für Klavier und Gitarre.

Bei den Plug-ins kommen DrumChain als Multieffekt für Schlagzeug (Pro, Artist) sowie VocalTouch zur Gesangsbearbeitung mit Presets (Pro, Artist, Elements) hinzu. Omnivocal Basic basiert auf Yamahas NX-Gesangssynthese und bringt zwei Voicebanks mit.

Die Module-FM-Library liefert über 200 Presets auf Basis der FM-Lab-Engine, und Spectral AudioWarp ermöglicht extremes Time-Stretching. Über die Waves-Illugen-Integration erhalten Käufer zwei Monate kostenlosen Zugang zum Sample-Generator.

Steinberg Cubase 16
Cubase 16 mit einem umfangreichen Musikprojekt und der neuen FM-Klangbibliothek Module für HALion Sonic

Cubase 16: Preis & Verfügbarkeit

Die DAW ist ab sofort über den Fachhandel und den herstellereigenen Online-Shop erhältlich. Die Vollversionen kosten 599 Euro (Pro), 299 Euro (Artist) und 99 Euro (Elements).

Zusätzlich bietet Steinberg vergünstigte Upgrades, Crossgrades und Education-Versionen als Download an. Im Rahmen einer Grace Period qualifizieren sich Nutzer, die eine frühere Version ab dem 7. Oktober aktiviert haben, für ein kostenloses Update auf Cubase 16.

MEHR ZUM THEMA

ANZEIGE

EMPFEHLUNGEN