Sprich dich aus: Wann hast Du zum ersten Mal Musik selbst gemacht?

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Das erste Mal Musik

Wann hast Du das erste Mal Musik gemacht? Mit welchem Instrument war das? Sprich dich aus!

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Das erste Mal

Bei delamar gibt es den Schwerpunkt »Studio & Recording« – wir stellen seit jeher Equipment und Knowhow vor, das sich um das Aufnehmen, dann das Editieren, Arrangieren, Mischen, Mastern etc. im Homestudio oder Tonstudio dreht. Es geht eben nicht einfach »nur« um das Musizieren mit Instrument X.

Folglich sind wir nicht nur, aber doch besonders daran interessiert, wann Du das erste Mal aus eigenen Aufnahmen oder Samples Musik selbst gebastelt hast. Wo, in welcher Phase deines Lebens, mit welchem Handwerkszeug und welchen Techniken hast Du das bewerkstelligt? Welche Erinnerungen kommen hoch, wenn Du an diese Zeit zurückdenkst?

Aus meinem Nähkästchen

Bei mir war das so: Ausschließlich mit dem Rechner und über das Programm »FastTracker«. Aus einer Handvoll Samples (irgendwoher, auch von Freunden) habe ich die ersten elektronischen Tracks gezimmert – nicht zuletzt mit der Methode, die ich in dieser Episode geschildert habe:

Kuriose Aufnahme- und Produktionstechniken

Beziehe ich das reine Musizieren mit ein, war es wie bei dem verträumten Bub oben im Bild – am Klavier. So recht konnte ich mich damals leider nicht dafür begeistern, das Üben gerat zur Pflichtübung. Heute bin ich dennoch sehr dankbar für diese erste musikalische Schulung, Gehörbildung und das Training der Fingerfertigkeit.

Und wie war das bei dir? Sprich dich aus!

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Lesermeinungen (14)

zu 'Sprich dich aus: Wann hast Du zum ersten Mal Musik selbst gemacht?'

  • ORI$ON TIDE   24. Dez 2014   13:43 UhrAntworten

    Also "Musik selbst gemacht" im Sinne von "komponiert" (statt nur nachgespielt) habe ich schon im zarten Alter von 4 Jahren am Klavier meiner Oma. Im Laufe der Jahre wurde das auf Gitarren, Akkordeon und Keyboards (Heimorgeln meines Vaters) ausgeweitet.
    Die erste Berührung mit MIDI (Atari ST mit Steinberg 24) kam 1989. Damit wurden immer mehr und mehr externe Klangerzeuger angesteuert, die echten Bass und echte Gitarre (und anfangs auch noch echte Drums) unterstützten. Und die Kompositionen wurden damit etwas "straighter".
    Die ersten Sampling-Orgien und daraus entstandene Songs kamen erst 1994 mit einem Korg DSS-1, später dann mit einem ESI 32.

    Da ich aber nie wirklich von rein elektronischer Musik begeistert war, bin ich auch kein fanatischer "Sample-Verwurster" wie etwa die Jungs von Autechre. Ich nutze Samples entweder vom Sample-Player für die Wiedergabe "echter" Instrumente oder um z.B. eigene Field-Recordings fast unmerklich zu integrieren oder zu dezenten Rhythmuselementen zu verarbeiten.

    Im Endeffekt kann man aber mit allem - ob Samples oder echten Instrumenten - Musik machen... und sollte das auch :-)

    In diesem Sinne: Schöne Feiertage, guten Rutsch und viel Zeit für musikalische Betätigung!

    Gruß,
    Klaus

  • Keyfreak   24. Dez 2014   15:25 UhrAntworten

    Das erste Mal produzierte ich Musik in einer Phase meines Lebens, in der ich versuchte neue Kraft fürs Leben zu schöpfen, da ich schwer krank geworden bin.

    Es war 2009, damals war ich 21 Jahre alt und hatte aufgrund meiner schweren Erkrankung keine Freude und keinen Spaß mehr am Leben gehabt. Ich hörte sehr sehr viel Musik. Am Meisten Lieder von Michael Jackson, da ich ein großer Fan von ihm bin. Vor allem seine Musik aber auch die Musik von Stevie Wonder, den Beatles, ABBA und Boney M führten mich wieder auf die richtige Spur.

    Da ich bemerkte wie wichtig Musik für mein Leben ist, informierte ich mich übers Internet darüber, welche Möglichkeiten es gibt um zu Hause Musik zu produzieren.

    Angefangen habe ich mit einer einfachen Studio-Software namens "Virtual Music Studio" der Firma ejay.
    Die ersten eigenen Lieder erstellte ich durch den Einsatz von Loops und Samples, also schon fertigen Aufnahmen. Die Software kam auch mit wenigen virtuellen Instrumenten daher, bot aber insgesamt nicht viel um einen eigenen Stil zu entwickeln.

    Im Internet traf ich auf den Begriff "MIDI", welcher für mich bis dato unbekannt war. Da "Virtual Music Studio" keine MIDI-Schnittstelle aufwies und ich mir meinen ersten Hardware-Synthesizer (microKORG XL) kaufen wollte, kaufte ich mir auch gleich eine anständige aber kostengünstige DAW (Samplitude Music Studio 16). Mit diesen Entscheidungen hiefte ich meine Kreativität auf ein neues Level.

    In all den Jahren habe ich viele Erfahrungen gesammelt und mein Homestudio immer wieder mit Produkten aus der feinen Musikwelt erweitert. Mit meinem heutigen gesamten Equipment habe ich schier unbegrenzte Möglichkeiten Musik zu produzieren. Allein die hervorragende MIDI-Technik bietet viele Möglichkeiten.

    Heute programmiere ich viele Sounds an meinen zwei Hardware-Snthesizern "microKORG XL", "microX" wie auch an meiner Music Workstation "KORG Kross". Zudem nutze ich die vielen Sounds aus dem Software-Paket Komplete 9 von Native Instruments und programmiere auch eigene virtuelle Musikinstrumente. Für Vocal-Aufnahmen nutze ich das NT1-A Bundle und für Songs der Gattung Ambient nehme ich viele Klänge die uns die Natur liefert, mit dem ZOOM H1 auf.

    Wenn ich mich an die Zeit der ersten musikalischen Produktionen erinnere, muss ich eigentlich den Kopf schütteln, da ich zu Anfang vollkommen auf die MIDI-Technik verzichtet habe (gut, mir war sie nicht bekannt).

    Es ist auch immer wieder spaßig sich an die schöne Kindheit zu erinnern. Zu Weihnachten spielten meine Schwester, meine Mutter und ich zusammen viele Weihnachtslieder auf unseren Blockpflöten. Heute pflöte ich nicht mehr, ich hau in die Tasten.

    ____________________________________________________________
    Ans gesamte Team von delamar:
    Ich besuche Eure tollen Internetseiten fast jeden Tag und erfreue mich immer wieder daran, Eure sehr hilfreichen Berichte zu lesen.
    Am Besten finde ich Euren delamar Podcast. Dieser liefert unteranderem viele Infos sowie Tipps und Tricks zu vielen Themen der Musikproduktion.

    Für Euren großen Einsatz möchte ich ein großes Lob aussprechen und mich für diesen einzigartigen kostenlosen Service bedanken.

    Keyfreak wünscht Euch allen und auch allen delamaris eine schöne besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Übergang ins neue Jahr 2015.

  • Phunkateer   27. Dez 2014   08:27 UhrAntworten

    1982, mit 8 Jahren auf einer Casio PT1. Das ist das Ding, das der Sänger von Trio bei "Dadada" in den Händen hält.
    (Einfach mal "Trio Da Da Da Live" suchen.)

    Guten Rutsch und Danke an die Delamar Macher für viele viele sehr gute Podcasts!

  • P.Chris   28. Dez 2014   20:02 UhrAntworten

    Ich bin als Frechdachs in den 80´er gleich im Schlaraffenland gelandet, da mein wesentlich älterer Bruder bereits ein sehr gut ausgestattetes analog/digital Heimstudio mit Synthies, zwei E-MU Sampler, A&E Gitarren, Drumcomputer, Mehrspurmaschine, PC-Sequenzer und den ganzen technischen Krimskrams usw. besaß, ich da aber "natürlich" nie niemals etwas anfassen durfte, woran ich mich aber "natürlich" nicht halten konnte.

    Ich durfte oft- aber still, in einer Ecke des Studios sitzen und meinen Bruder und den vielen schrägen Typen die da ein und aus gingen, beim Musikmachen lauschen und zugucken.
    Für mich war das wie eine Zeit, als wäre ich Live in "Krieg der Sterne" gelandet. Eine völlig andere Welt, mit kunterbunten Typen und Musik.
    Nachdem sie dann meist ins Berliner Nachtleben abgerauscht sind, habe ich mich an einen DX7 rangesetzt und die Presets durchkämmt (und es tunlichst vermieden, auch nur irgendwas wie Parameter etc. zu verändern) und mir das Spielen selber beigebracht.
    Das ging auch eine ganz ganz lange Zeit gut, bis mich mein Bruder mal eines Tages in flagranti erwischt hatte, mich zur Schnecke machte und ich ihm dann auch noch was vorspielen musste. So klein fühlte ich mich in meinem ganzen Leben nie wieder.

    Ich war alles andere als ein Mozart auf der Taste und mit Mühe und Not konnte ich gerade mal ein paar Akkorde greifen und eine simple Melodielinie spielen, aber 2-3 Sachen hatten ihm irgendwie gefallen und so hatte er mir gezeigt, wie man daraus einen ganzen Song macht und mir als "Talenförderer" erlaubt, weiterhin auf dem DX7 zu spielen und zu üben, wenn er nicht da war.

    Nach und nach weihte er mich in alle Gerätschaften und vor allem Technik ein und machte Dinge, von denen mein Bruder gar nicht wusste, das man das mit den ganzen Dingern so überhaupt machen konnte (und von denen ich auch nicht wirklich wusste, wie ich sie eigentlich zustande bekam).
    Ich lernte fleißig und ehrgeizig und relativ "schnell" und mit ca. 15 Jahren komponierte ich die wirklich ersten ernsthaften Sachen, mit durchdachten Harmonien, Sounds, Arrangements, Orchestrationen usw. als einfach nur irgendwelche Ideen zusammenhangslos ineinander zu klatschen und bin dann auch für meinen Bruder zu seinem zweiten Paar Ohren geworden, der plötzlich mich zu Rate zog, ob ich hier und da Ideen hätte oder was man aus einem Song machen- oder einfach anders machen konnte.

    Ohne meinen Bruder (und meine Mom, die mir oft den Rücken deckte), wäre ich heute sicherlich nicht da, wo ich heute bin und auf ein (nicht selbstlobend gemeint) riesiges musikalisches Potential schöpfen konnte und kann.

    Dem Team von Delamar und den Delamari sei ein vor allem gesundes, glückliches und erfolgreiches neues Jahr 2015 gewünscht.
    Bei all der harten Arbeit die man hat, vergesst darüber hinaus nicht, auch ab und zu etwas Spaß haben !
    Guten Rutsch.

    Peter

  • Erwin Vomberg   31. Dez 2014   21:45 UhrAntworten

    da ich bishierhin der älteste in der reige der poster zu sein scheine, werden bei der nachfolgenden beschreibung meines vorgehens um multitracking zu realisieren ohne einen multitracker zu haben möglicherweise fachsuadrücke fallen, die dem einen oder anderen nicht geläufig sind. ich bitte diese dann googeln, wie zb den terminus "casetten-recorder". :-))

    also, es begab sich im jahre 1971 oder 1972 - weiss ich nicht mehr genau, ich war damals 14 resp 15 jahre alt - als in irgendeiner zeitschrift - vermutlich Bravo oder Pop - irgendetwas vermeldet wurde, dass die Beatles - zu diesem zeitpunkt schon 1 oder 2 jahre tot ... hahaha - mit trickreichen tonbandgeräten aufgenommen hätten, mit denen man 4 oder 8 spuren unabhängig voneinander aufnehmen konnte. also eine 2. spur aufnehmen während man die erste hören konnte. das war genial! (zu dieser zeit gab es in Schland nichts, im sinne von zero, nada, garnischt, null, an informationen über "wie man eigentlich rock oder pop-musik macht". unvorstellbar, aber es gab nichts. dass man eine elektrische gitarre brauchte war klar, und einen verstärker, aber ansonsten wusste man eben nur, dass man sache brauchte, die viel, sehr viel zu teuer waren. man wusste auch nicht so genau, was das für sachen eigentlich waren, die man brauchen würde, wenn man sie denn bezahlen könnte.

    jedenfalls brachte dieser artikel über das wundertonbandgerät der Beatles einen freund von mir auf eine idee, der er flugs mit mir teilte: man könne auf einem casetten-rekorder doch aufnehmen, dann zwischen band und löschkopf (wir waren technisch absolut affin) ein stückchen pappe klemmen und so den löschkopf ausser funktion setzen und eine zweite spur darüber aufnehmen.

    ausprobiert und was soll ich sagen: es klappte. das ergebnis war absolut furchtbar, nicht vorhersehbar und nicht steuerbar, aber wir hatten 4 spuren übereinander gelegt und hörbar gemacht.

    dann haben wirs weiter getrieben und die idee umgesetzt, 2 casetten-rekorder zu benutzen. auf einen aufnehmen, dann vom ersten abspielen und dazu die zweite spur spielen und beides zusammen auf den zweiten rekorder aufnehmen. das funktionierte mit zur damaligen zeit akzeptabler qualität sogar mit bis zu 4 spuren. nachteile: kein punch-in, kein nachträgliches mischen, aber alles egal. man konnte also zu zweit spielen und damit dann machwerke mit bis zu 8 aufgenommenen tracks in szene setzen.

    wir waren helden. damals. :-)

    kleine anmerkung zu dem Trio-artikel: das war kein Casio PT1, auf "Da Da Da" ist Casio VL-1, genannt "der taschenrechner", in aktion. als plugin wäre das teil mit den original sounds der "CheapoTone" und/oder der "VL-1". ich weiss das, weil ich einen hier neben meinem schreibtisch liegen habe, die hardware. ich benutze diesen synth sogar mehr oder weniger regelmässig bei aufnahmen. als synth sollte man dieses spielzeug nämlich nicht unterschätzen, ist der erste phase-distortion-synth der welt mit extensiv programmierbarer hüllkurve. es sind über 900.000 unterschiedliche sounds möglich.

    so, jetzt wünsche ich allen einen guten rutsch ins neue jahr 2015 ... noch 2h15min ... :-)

  • Pit Moshing   10. Aug 2017   07:48 UhrAntworten

    Da war ich 14 oder so.... Meine Kumpelz haben sich Akkustikgitarren gekauft und ich musste unbedigt mitmachen, klar.... Irgendwann war es bei denen vorbei aber ich hab weiter gemacht ;) Aber ich kann es immer noch nicht :D Irgendwann hab ich delamar entdeckt und angefangen unsere Musik zu produzieren. Hab mir eure Podcasts angehört und Testberichte durchgelesen und danach orientiert. Hatte viele Ideen die aber manchmal nicht so gut bei meinen Bandkollegen ankammen ;) Turbulet :) Weuter so!

  • Marc Echo   10. Aug 2017   12:06 UhrAntworten

    Ich hatte damals, 1999 muss es gewesen sein, für die PlayStation das "Spiel" Music 2000. Das war damals vorgefertigte Loops ins Arrangement ziehen und fertig :D aber mit 6 fand ich das ganz nice.

    • Christian Majert   10. Aug 2017   21:07 UhrAntworten

      Man konnte sogar mididaten bzw. eigene Noten bearbeiten !! ;D

    • Andreas Vorbau   13. Aug 2017   00:42 UhrAntworten

      Oh ja. Ich habe Grad vor 2 Wochen meine alte PlayStation mal wieder herausgeholt und geschaut was noch so auf den Memorycards drauf ist, und da habe ich meine alten Music 2000 tracks entdeckt. Und was soll ich sagen, CD ins Fach tracks geladen und in Erinnerungen versunken. Da habe ich echt viele Stunden drin investiert.

  • Peter Schips   10. Aug 2017   12:18 UhrAntworten

    Da war ich ca. 5 Jahre alt. Meinen Eltern ging`s erst einmal auf den Nerv, den Nachbarn auch, was sich dann über Jahre beibehalten hat. Da gab`s so manchen Streit über "Ruhezeiten", aber wie es halt so ist. :-)

  • Sascha Ende   10. Aug 2017   18:47 UhrAntworten

    Mit 15 oder so mit nem MD Recorder rumgerannt, Geräusche aufgenommen und damit Musik zusammengebaut.

  • Patrick   10. Aug 2017   23:07 UhrAntworten

    Eigentlich hab ich schon von frühester Kindheit an Musik gemacht. War damals Autodidakt unterwegs und hab mir eines der ältesten 80er Jahre Homekeyboards von Yamaha angeschaut, das mein Vater für sich selber gekauft hatte. Ich weiß gar nicht mal mehr, was das für ein Keyboard gewesen ist. Auf jeden Fall eins der günstigeren, die es damals auf dem Markt gegeben hatte. Verfügte damals weder über Diskettenlaufwerk noch über grundlegende Dinge, die ein Keyboard von heute praktisch als selbstverständlich erscheinen lassen wie etwa annehmbare Reverbs oder Anschlagdynamik. Er hat immer gespielt und ich hab ihn immer darauf hingewiesen, dass das falsch wäre, was er da macht. Erst nachdem ich ihm spiegelverkehrt in die Klaviatur gegriffen habe und es richtig gemacht habe, hat er mir geglaubt und erlaubt, sein Keyboard zu benutzen.

    Was das Aufnehmen angeht, hat's bis zur Musik etwas länger gedauert. Tatsächlich komme ich diesbezüglich etwas aus der Hobby-Hörspiel-Ecke. Das allerdings war auch ganz schön spartanisch, denn in meiner frühen Kindheit bin ich da auch nur mit einem handelsüblichen Cassetten-Aufnahmegerät herumgelaufen. Würde ich mir heute die Sachen anhören, die ich damals so aufgenommen habe, würden mir die Haare zu Berge stehen, damals aber war es das Beste, was ich haben konnte.

    Meine ersten musikalisch-produktiven Erfahrungen hab ich vor 12 Jahren im Alter von 17-18 gemacht. Damals hab ich noch ein tragbares Minidisc-Aufnahmegerät gehabt, mit dem ich über Line-in in mein damals erstes eigenes Keyboard gefahren bin und so Aufnahmen machen konnte. Erst drei Jahre später, 2008 hab ich mir meinen ersten SD-Karten-Recorder gekauft, den Zoom H2, der damals als das revolutionäre Non-plus-Ultra angesehen wurde. Und - ja, den gibt's heute immer noch. :-)

    Ich wollte damals - um die Weihnachtszeit 2005 - für eine Freundin Songs aufnehmen und auf CD brennen. Daher hab ich das Keyboard in den Computerraum geschleppt und mit einem simplen Stereoanlage-zum-Computer-Line-in-Kabel das Keyboard mit dem PC verbunden. Als Aufnahmesoftware hab ich damals CoolEdit Pro von Syntrillium verwendet, das 2003 ja von Adobe aufgekauft und später dann zu Audition umbenannt wurde.

    Eineinhalb Jahre später dann bin ich über Umwege im Tonstudio vom Vater eines Klassenkameraden gelandet und ich hab ihn gefragt, ob ich bei ihm mal nur zum Spaß ein bisschen was aufnehmen könnte. Er hat ja gesagt und daraufhin hat sich nicht nur meine Karriere schübchenweise entwickelt und ist eine gute Freundschaft zu meinem allerersten Tontechniker entstanden, sondern damals ist auch mein Interesse für Musikproduktion erwacht und ich wurde innerhalb kürzester Zeit zum zweiten Ohrenpaar für meinen Techniker, der sich seinerseits gerade in diesem Studio selbst eingerichtet hatte, von Aufnahmetechnik erst nach und nach Erfahrungen gesammelt hatte und alles, was er wusste, sich über Fachartikel aus Magazinen wie Soundcheck und Tastenwelt beigebracht hatte. Ich war auf dem Gebiet auch nicht untätig und hab immer nach einer Software-Alternative gesucht, die auch ich bedienen konnte, was aufgrund der Tatsache, dass ich blind bin, ja gar nicht so einfach war. Schön und gut - vor 10 Jahren gab es noch Programme wie Cakewalk Sonar und Co., aber mit denen bin ich nicht wirklich warm geworden. Und im Studio verwendeten wir lange Cubase, und das ist nicht gerade als barrierefrei zu bezeichnen.

    Vor 3 Jahren bin ich dann auf Samplitude Pro X gestoßen und das ist mittlerweile zu meinem ständigen Begleiter geworden, denn damit habe ich nicht nur eine einfache DAW gefunden, sondern auch eine, die nicht so vielschichtig ist wie Cubase und gleichzeitig auch barrierefrei nutzbar ist für meine Zwecke. Zu guter Letzt habe ich mich innerhalb der letzten Monate auch noch etwas mit Logic Pro auseinandergesetzt und mich auch diesbezüglich etwas weitergebildet. So kann ich nun mit zwei annehmbaren Programmen passable Ergebnisse erzielen, wobei ich Logic für die komponistischen Teile meiner Produktionen benutze und die Feinheiten wie Abmischen und dergleichen in Samplitude bewerkstellige.

    Was verwende ich mittlerweile - Status Quo:
    Jetzt verwende ich als Aufnahme-Software natürlich immer noch Samplitude in der aktuelleren Version: Pro X3 Suite. Als Interface nutze ich das Steinberg UR44. Als mobile Aufnahmeeinheit verwende ich - je nach Bedarf - meinen Zoom H2, den H2N und neuerdings auch für professionellere Aufnahmemomente im mobilen Einsatz den Zoom H6. Das gute alte Yamaha-Keyboard von meinem Vater gibt's zwar noch, aber es ist mittlerweile einem Yamaha PSR 2100, sowie einem Tyros 2 und einem Tyros 5 gewichen.

    Soviel dazu von mir!

    So Long!

  • Sebastian Trumpa   11. Aug 2017   08:24 UhrAntworten

    Bei 2000 rum, habe ich mir den HipHop Ejay 2 gekauft. Habe ihn in einer Zeitschrift entdeckt. Damit hat bei mir damals alles angefangen.😂

  • Simon   11. Aug 2017   19:55 UhrAntworten

    Als ich ~15 wahr... keine Ahnung von irgendwas, deprimiert und mit einer teenager-typischen "f**k manuals! (and rules... and everything, really)"-Einstellung in Reason angefangen rum zu basteln.

    Mein Computer damals hatte 08/15 onboard sound, nen AMD Athlon XP 2200+ und nen Gigabyte RAM... meine "Abhöre" waren billige no-name 2.1 Computer Lautsprecher... in einem Kellerraum... mit blanken Steinwänden... und Fliesenboden. Ja, *optimale* Bedingungen also.

    Erste Gehversuche (mit hohem Frustfaktor weil keine Ahnung wie das Programm funktioniert) klangen entsprechend seltsam, experimentell, und vor allem laut sowie verzerrt... dennoch fand ich irgendwie gefallen daran Musik nicht einfach nur passiv zu konsumieren sondern aktiv selbst welche zu machen, und, nun, ne Dekade später hat sich wenig daran geändert (abgesehen von mehr technischem know-how, etwas weniger teenager-sturkopf-dummheit, und besserer hardware.)

    Und, ja, delamar hat mir durchaus das ein oder andere mal geholfen...

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