UPDATE – Native Instruments Insolvenz
Offizielle Stellungnahme des Herstellers

Native Instruments Insolvenz
Native Instruments Insolvenz: Droht das Ende einer Ära für Produzenten?

Thorsten Sprengel Von Thorsten Sprengel am 31. Januar 2026

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Update: Native Instruments Insolvenz: Hersteller bezieht Stellung

Mittlerweile liegt eine offizielle Stellungnahme von Nick Williams, dem CEO von Native Instruments vor. Diese lautet übersetzt wie folgt:

„Ich möchte mich persönlich kurz zu den jüngsten Nachrichten über Native Instruments äußern.

Seien Sie versichert, dass der Geschäftsbetrieb bei Native Instruments, iZotope, Plugin Alliance und Brainworx wie gewohnt weiterläuft. Unsere Hardware- und Softwareprodukte sind weiterhin erhältlich und können heruntergeladen und aktiviert werden.


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Unsere engagierten Teams sind weiterhin für Sie da und unterstützen unsere Kunden wie gewohnt. Im Bereich Produktentwicklung und Technik arbeiten wir weiterhin an der Entwicklung und Einführung neuer Produkte und Funktionen. Unser NKS-Partnerschaftsteam bearbeitet weiterhin Kontakt Player-Lizenzen und NKS-Partner-Einreichungen.

Wir arbeiten fleißig und verantwortungsbewusst daran, eine gesunde, finanziell nachhaltige Zukunft für Native Instruments zu sichern.

Wie Sie vielleicht gesehen haben, hat die Native Instruments GmbH in Deutschland einen Umstrukturierungsprozess eingeleitet, ebenso wie drei unserer deutschen nicht operativen Holdinggesellschaften. Rechtlich gesehen haben wir Anträge auf Eröffnung eines Vorinsolvenzverfahrens für diese Unternehmen gestellt.

Unser Fokus liegt darauf, Kontinuität für Kreative, Kunden und Partner zu gewährleisten. Wir werden euch weiterhin über neue Entwicklungen auf dem Laufenden halten.

Ich bin selbst seit jeher Musiker und seit 25 Jahren begeisterter Fan von Native Instruments. Unsere Mission, Kreative zu inspirieren und ihnen zu ermöglichen, sich durch Klang auszudrücken, geht weiter.“

Native Instruments Insolvenz erschüttert die Musikbranche

Das Berliner Unternehmen Native Instruments GmbH hat laut offiziellen Dokumenten ein vorläufiges Insolvenzverfahren eingeleitet. Prof. Dr. Torsten Martini wurde als vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt. Seine Aufgabe besteht in der Restrukturierung des Unternehmens.

Die Kontrolle über wesentliche Entscheidungen liegt nun beim Insolvenzverwalter. Das betrifft auch mögliche Verkäufe von Geschäftsbereichen oder geistigem Eigentum. Die bisherige Unternehmensführung hat in diesem Prozess nur noch eingeschränkte Befugnisse.

Seit 2021 hält die Private-Equity-Firma Francisco Partners die Mehrheitsbeteiligung an Native Instruments. Wie es zu dieser Situation kommen konnte, bleibt bislang unklar. Das Unternehmen selbst hat noch keine öffentliche Stellungnahme abgegeben.

Die Restrukturierung kann verschiedene Formen annehmen. Denkbar sind der Verkauf von Unternehmensteilen, Personalabbau oder Neuverhandlungen von Verträgen. Auch eine Fortführung der Marke in reduzierter Form unter neuer Eigentümerschaft wäre möglich.

Betroffene Produkte und Ökosysteme

Die Auswirkungen dieser Entwicklung könnten erheblich sein. Nutzer von Maschine, Komplete und Traktor haben in integrierte Hardware-Workflows investiert. Diese Produkte sind eng mit der Software-Infrastruktur des Unternehmens verknüpft.

Reaktor und Kontakt bilden eigenständige Ökosysteme für zahlreiche Entwicklungsstudios. Viele Drittanbieter haben ihre Produkte auf diesen Plattformen aufgebaut. Partnervereinbarungen mit anderen Herstellern sind ebenfalls betroffen.

Akai hat beispielsweise kürzlich Sound-Content von Spitfire für seine MPC-Reihe hinzugefügt. Zahlreiche Anwender haben zudem viel Zeit in eigene Reaktor-Kreationen investiert.

Entwicklungen der vergangenen Jahre

Native Instruments durchlief im letzten Jahrzehnt mehrere Eigentümerwechsel und Strategieänderungen. Nach einer kurzen Phase unter dem Markennamen Soundwide kehrte das Unternehmen 2023 zur Marke Native Instruments zurück. Als Begründung wurde die stärkere Markenbekanntheit genannt.

Der Sample-Abonnementdienst Sounds.com stellte 2023 seinen Betrieb ein. Der Service hatte Schwierigkeiten, sich am Markt zu etablieren. Erst im vergangenen Monat erschien noch Absynth 6 als Update des beliebten Synthesizers.

Was bedeutet das Insolvenzverfahren?

Ein vorläufiges Insolvenzverfahren ermöglicht es Unternehmen, den Betrieb unter Gläubigeraufsicht zu stabilisieren. Eine direkte Liquidation ist damit nicht zwingend verbunden. Dennoch markiert dieser Schritt einen bedeutenden Wendepunkt für ein Unternehmen dieser Größenordnung.

Der Insolvenzverwalter bewertet nun Vermögenswerte, Schulden und Geschäftsabläufe. Das Ziel ist eine Stabilisierung unter neuen Bedingungen. Alternativ wird das Unternehmen für einen Verkauf oder eine Schließung vorbereitet.

Betroffene Nutzergruppen

Musiker, Produzenten und DJs weltweit nutzen täglich Produkte von Native Instruments. Für sie stellt sich die Frage nach zukünftigen Updates und Support. Auf unserer Facebook-Seite haben bereits viele Nutzer die Angst vor der Ungewissheit ihrer Lizenzen zum Ausdruck gebracht.

Auch Entwickler, die auf Kontakt oder Reaktor als Plattform setzen, müssen die Situation jetzt genau beobachten.

Die Mitarbeiter des Unternehmens sind unmittelbar von der Entwicklung betroffen. Das Team aus Entwicklern und Kreativen hat die Firma über Jahre zu ihrer heutigen Bedeutung geführt.

Native Instruments Insolvenz: Aktuelle Lage

Zum jetzigen Zeitpunkt liegen keine Informationen über konkrete nächste Schritte vor. Native Instruments hat sich bisher nicht öffentlich geäußert. Wie sich das Verfahren rund um die Native Instruments Insolvenz weiterentwickelt, bleibt abzuwarten.

UPDATE: Bereits im Dezember 2025 hat die EU-Kommission die Übernahme der gemeinsamen Kontrolle an der Native Instruments Group GmbH (Deutschland) durch Bridgepoint (Großbritannien) und Bain Capital Credit (USA) nach der EU-Fusionskontrollverordnung genehmigt.

Inwieweit diese Übernahme in trockenen Tüchern ist und ob die Anmeldung der vorläufigen Insolvenz Einfluss darauf hat, ist zum aktuellen Zeitpunkt nicht kommuniziert.

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