Frank Beard ist tot
ZZ Top-Schlagzeuger mit 77 gestorben

Frank Beard ist tot
ZZ Top-Schlagzeuger Frank Beard ist im Alter von 77 Jahren verstorben. | Bild: oetting, CC BY-SA 2.0 , via Wikimedia Commons

Thorsten SprengelVon Thorsten Sprengel am 19.08.2026

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Frank Beard: ZZ Top-Schlagzeuger mit 77 Jahren verstorben

Frank Beard, langjähriger Schlagzeuger der US-Rockband ZZ Top, ist im Alter von 77 Jahren gestorben. Er saß mehr als fünf Jahrzehnte hinter dem Schlagzeug einer der kommerziell erfolgreichsten Rockbands und spielte auf deren bekanntesten Aufnahmen.

Beard befand sich in Hospizpflege, als er am Montag auf seiner Ranch in Richmond, Texas, im Beisein seiner Familie starb. Das teilte die Band am Dienstag mit. Zur Todesursache gibt es keine Angaben. Beard wurde am 11. Juni 1949 geboren und starb am 17. August 2026.

Für Musiker und Produzenten im Classic Rock war Beards Spiel stilbildend. Sein Backbeat trug Songs wie §Sharp Dressed Man“, „Legs“ und „Gimme All Your Lovin'“, die bis heute zum Standardrepertoire des Genres gehören. Auch der Shuffle von Songs wie „La Grange“ gehört zu den charakteristischen rhythmischen Elementen des ZZ-Top-Sounds.


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Frank Beard: Die wichtigsten Informationen

  • Frank Beard, Schlagzeuger von ZZ Top, ist mit 77 Jahren gestorben.
  • Er starb am 17. August auf seiner Ranch in Richmond, Texas, in Hospizpflege.
  • Beard war 56 Jahre lang Schlagzeuger der Band.
  • Er brachte seinen früheren Bandkollegen Dusty Hill zu ZZ Top.
  • ZZ Top verkaufte mehr als 50 Millionen Tonträger.
  • Er spielte auf Hits wie „Sharp Dressed Man“, „Legs“ & „Gimme All Your Lovin'“.
  • ZZ Top wurde 2004 in die Rock & Roll Hall of Fame aufgenommen.
  • Laut Billy Gibbons wird die Band weitermachen.

Anfänge der Band

Beard war über fünf Jahrzehnte fester Teil von ZZ Top und damit einer der beständigsten Rhythmusgeber im Rockgeschäft. Schon vor ZZ Top hatte Beard mit Dusty Hill zusammengespielt. Beide gehörten unter anderem zur texanischen Band American Blues.

Nachdem Beard zu Billy Gibbons gestoßen war, schlug er Hill als Bassisten vor. Damit stand Ende 1969 die Besetzung, die ZZ Top für mehr als fünf Jahrzehnte prägen sollte.

Musikalisches Erbe & Erfolge

Die kommerzielle Bilanz der Band ist beachtlich. ZZ Top verkaufte mehr als 50 Millionen Tonträger und platzierte sechs Singles auf Rang 1 der Mainstream Rock Airplay-Charts von Billboard.

Sieben Alben erreichten die Top 10 der Billboard 200. Dazu kamen drei Grammy-Nominierungen. Nominiert waren die Alben „Eliminator“ und „Afterburner“ in den Jahren 1984 und 1987. Eine weitere Nominierung folgte 2021 für die Dokumentation „That Little Ol‘ Band From Texas“ in der Kategorie Best Music Film.

Auch produktionstechnisch spielte Beard bei der Entwicklung des Bandsounds eine Rolle. Billy Gibbons erklärte in einem Interview über „Eliminator“, Beard habe sein akustisches Schlagzeug gespielt und damit Sounds aus Drum-Modulen getriggert. Das Album verband den bisherigen Blues-Rock-Sound der Band so stärker mit elektronischen Produktionselementen.

2004 wurden Beard, Gibbons und Hill in die Rock & Roll Hall of Fame aufgenommen. Die Laudatio hielt Keith Richards von den Rolling Stones. Die Hall of Fame hob damals auch die ungewöhnliche Beständigkeit der Besetzung hervor: ZZ Top war zu diesem Zeitpunkt seit 35 Jahren ohne personelle Veränderung aktiv.

Reaktion von Billy Gibbons & Zukunft der Band

Bandmitbegründer und Gitarrist Billy Gibbons würdigte Beard in einer Erklärung. Gibbons ist derzeit mit Bassist Elwood Francis als ZZ Top auf Tournee.

Er nannte Beard „einen der innovativsten Schlagzeuger“ und „einen großartigen und waschechten Sohn von Texas“. Sein charakteristischer Backbeat sei laut Gibbons entscheidend dafür gewesen, dass ZZ Top an der Spitze blieb.

Gibbons kündigte zudem an, dass die Band weitermachen werde, so wie Beard es sich gewünscht habe. Nach dem Tod von Dusty Hill im Jahr 2021 ist Gibbons damit das letzte verbliebene Mitglied der klassischen ZZ-Top-Besetzung.

Frank Beard ist tot: In eigenen Worten

In der Dokumentation „ZZ Top: That Little Ol‘ Band from Texas“ aus dem Jahr 2019 sagte Beard: „Ich habe die Leute gefunden, mit denen mir bestimmt war zu spielen. Ich wollte nie aufhören und wollte auch nie gefeuert werden.“

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