50 Jahre Kurt Cobain: Whatever, nevermind?

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Kurt Cobain wird 50

Heute hätte er seinen 50. Geburtstag gefeiert. Wir sagen Happy Birthday mit sieben Fakten über Kurt und seine Band Nirvana. (Foto: Universal Music)

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Was haben die Beatles und Nirvana gemeinsam?

Sir George Henry Martin ist die richtige Antwort. Der legendäre Produzent und Komponist, bei dem uns in erster Linie die Beatles einfallen, hat auch auf Nirvana Songs Einfluss genommen.

Produzent Butch Vig, der mit Nirvana am Album Nevermind gearbeitet hat, konnte Kurt Cobain davon überzeugen Double-Tracking für seine Vocals aufzunehmen und zu verwenden. Kurt war laut Butch Vigs Aussage zunächst gar nicht begeistert von der Idee, lies sich schließlich aber überzeugen. Seither wurden viele Songs von Kurt Cobain „übereinander“ eingesungen.

Billige Gitarren zum Zerstören

Jeder Gitarrist und Fan wird sie kennen: Die Fender Jagstang. Die von Kurt Cobain entworfene Gitarre ist eine Mischung aus dem Fender Jaguar und dem Fender Mustang Modell. Was die wenigsten wissen: Er hat sie nicht oft gespielt. Es kommt sogar noch besser: Kurt bekam aus dem Hause Fender fünf schlichte, günstige Stratocaster Gitarren (für Linkshänder), die speziell zum Jammen und Zerstören gedacht waren. Eines dieser Modelle wurde erst im letzten Jahr versteigert.

Kurt’s Lieblingsplatte

…war Raw Power von Iggy and the Stooges. Kurt’s 50 Lieblingsalben gibt’s in vollem Umfang im Rolling Stone zu lesen.

In Utero war zweite Wahl

Das letzte Studioalbum von Nirvana erschien 1993 unter dem Namen In Utero. Der Titel stammt von Bassist Krist Novoselic. Kurt wollte das finale Studioalbum „I hate myself and I want to die“ nennen. Ironie oder Vorsehung? Der Titel seiner Wahl war übrigens auch seine bevorzugte Antwort für Journalisten, die sich nach seinem Befinden erkundigt haben.

It’s better to burn out…

…than to fade away.“ – Ein, nein DAS, Zitat von Kurt Cobain. Jeder adressiert diese Zeilen unweigerlich an Kurt. Allerdings hat auch Kurt nur zitiert und zwar von Neil Young. Die Zeile gehört zu seinem Song My My Hey Hey (Into The Black).

Weniger Grunge, mehr Akustik

Trotz einigen Hinweisen, die auf ein selbstgewähltes Ende hindeuteten, machte Kurt bereits Pläne für das vierte Studioalbum. Dieses sollte allerdings weniger Grunge und vielmehr akustisch geprägt sein. Ihm gefielen die Songs in einer einfacheren Art, wie bei dem legendären MTV Unplugged, das 1993 aufgezeichnet wurde.

Er sprach darüber mit R.E.M. Sänger Michael Stipe:

„It was going to be very quiet and acoustic, with lots of stringed instruments. It was going to be an amazing fucking record, and I’m a little bit angry at him for killing himself. He and I were going to record a trial run of the album, a demo tape. It was all set up. He had a plane ticket. He had a car picking him up. And at the last minute he called and said, ‚I can’t come.“

Noch mehr Ironie

Laut dem britischen Magazin IB Times hört Kurt das Album „Automatic for the People“ von R.E.M. als er Selbstmord beging.

Schlussgedanken zu Kurt Cobain

Kurt Cobain ist heute das, was er nie sein wollte. Ein Rockstar. Ein Idol. Mit seiner Musik und seiner Band Nirvana schaffte er einen Gegenpool zum Mainstream und wurde mit dem Album Nevermind genau das. Mainstream. Zu Smells Like Teen Spirit krachen heute noch alle Korken auf jeder 90er Party – aber kein anderer Songs von Nirvana kann diesen Effekt ebenfalls hervor rufen. Nur die sensiblen Mitglieder jeder folgenden Generation finden den Weg zur Gänze des Nirvana Repertoires. Und das ist auch gut so.

Kurt Cobain war kein Visionär oder Weltverbesserer. Kurt Cobain war ein Musiker und Künstler durch und durch, der mit seiner „Andersartigkeit“ dem Mainstream im Musikbusiness einen Schlag in Fresse versetzt hat. Happy Birthday, Kurt!

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Lesermeinungen (17)

zu '50 Jahre Kurt Cobain: Whatever, nevermind?'

  • Liron Geschwendt   20. Feb 2017   13:38 UhrAntworten

    Dann fange ich doch mal an: Nirvana - "Paper Cuts"

  • Carlos San Segundo   20. Feb 2017   13:41 UhrAntworten

    Territorial Pissings 😁

  • Toms Jambude   20. Feb 2017   14:21 UhrAntworten

    School

  • Katja Köhler   20. Feb 2017   15:14 UhrAntworten

    Sliver!

  • Thomas Geschwendt   20. Feb 2017   15:15 UhrAntworten

    Turnaround

  • Wolfgang Jaretz   20. Feb 2017   16:56 UhrAntworten

    Ich verstehe nicht warum ich einen Toten gratulieren soll...

  • Fabian Berthold   20. Feb 2017   17:21 UhrAntworten

    Lithium

  • Henry Kresse   20. Feb 2017   18:09 UhrAntworten

    Heart shaped Box

  • Nacres Ledombud   20. Feb 2017   21:07 UhrAntworten

    Scoff

  • Joe Hennessey   20. Feb 2017   22:13 UhrAntworten

    Kenne keinen, hab nie gerne Nickelback gehört

  • Heiko Kaiser   21. Feb 2017   06:04 UhrAntworten

    Atemlos

  • Simon Sohn des Alfred   21. Feb 2017   06:33 UhrAntworten

    Voll süß wie sich keiner traut smells like teenspirit zu schreiben...

  • oboe   21. Feb 2017   07:51 UhrAntworten

    wie ich finde: tolle Musik! Klassisches Beispiel, dass Emotion wichtiger ist, als endpolierter Perfektionismus.

  • Ray Madona   21. Feb 2017   09:59 UhrAntworten

    Something in the way

  • Karl A. Harry Buschmann   21. Feb 2017   10:06 UhrAntworten

    Warum soll ich jemandem huldigen, der sich ne Kugel in die Glummse geballert hat?

  • Lithiumcarbonat   24. Feb 2017   12:33 UhrAntworten

    @ Karl A. Harry Buschmann

    Wärst du eine Person mit bipolarer Störung (Manisch-Depressiv) und DAS Mittel zu dem Ärzten seit Jahren greifen nennt sich Lithium, nach dem Kurt den gleichnamigen Song benannte, nur das Problem es wirkte bei ihm nicht richtig, Lithium konnte ihn NICHT "EINSTELLEN"... hättest du vielleicht sogar ähnlich gehandelt.

  • Tom   25. Feb 2017   10:12 UhrAntworten

    "Godfather des Grundge" ... - es ist doch irgendwie immer wieder dasselbe : Er war als hübschster US - Boy der Szene lediglich der "Godfather" einer Verkommerzialisierungperiode, in deren Folge dieser Sound überhaupt erst zu einem Teenagerphänomen stilisiert werden konnte - was in den 4 - 5 Jahren davor tarsächlich keinesfalls so war ! Derlei Beschreibungen erinnern mich irgendwie typischerweise immer an solcherlei verkürzte Wahrnemung, für die z.B. die 60er auch nur aus den Beatles und den Rolling Stones bestanden haben - sorry ... !

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