LG 34UC88-B: Der perfekte Bildschirm für Musiker?

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Bildschirm für Musiker

Was ein Bildschirm für Musiker so alles bieten kann, erfährst Du hier am Beispiel des LG 34UC88-B ... das Wichtigste ist die extrabreite Anzeigefläche, aber auch die Arbeit an zwei Rechnern gleichzeitig wird durch clevere Features unterstützt

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Extrabreit für noch mehr Übersicht in der DAW

Musiker brauchen viel Platz für die vielen Spuren, Plugins und Instrumente in der Musiksoftware auf ihrem Bildschirm. Zudem sollte der virtuelle Mixer immer in Sicht bleiben. Je weniger Mikromanagement für das Platzieren der Fenster benötigt wird, desto mehr Zeit und Energie bleibt für die Kreativität.

Hierbei hilft ein Bildschirm mit »Überbreite« – also noch breiter als die normalen, bereits breiten Bildschirme mit Full-HD-Auflösung im 16:9 Format. Bei einer Überbreite im Seitenverhältnis von 21:9 wird horizontal knapp ein Viertel mehr dargestellt als bei einem normalen Computermonitor. Beim Topmodell dieser Reihe sogar doppelt so viel: Also zwei Mal nebeneinander Full HD.

Cubase auf dem Bildschirm für Musiker

So sieht Cubase auf einem extrabreiten Bildschirm für Musiker aus – Du hast massig Platz für Plugin-Oberflächen und die Bedienfläche der DAW-Software selbst

So hast Du viel mehr Überblick auf das große Ganze – wie in einem Flugzeugcockpit siehst Du alle Instrumente und Effekte vor dir ausgebreitet. Längere Projekte hast Du voll im Blick, mit deutlich weniger Fummelei bei der Navigation mit der Maus.

Daneben bietet unser Kandidat LG 34UC88-B aber noch weitere spannende Funktionen für Musiker und Produzenten, zum Beispiel zum bequemen Austausch von Dateien zwischen mehreren Computern, die an den Monitor angeschlossen sind. Gehen wir in’s Detail …

Große Projekte immer im Blick dank hoher Auflösung

Um mehr Anzeigefläche für die Arrangement-Ansicht der DAW, Plugin-Oberflächen etc. zu bekommen, sollte die Auflösung mindestens 2.560 x 1.080 Pixel betragen. Denn so wird zumindest die bei 16:9-Monitoren gängige Standardauflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln überschritten.

Wir empfehlen, etwas größer zu denken: Noch mehr Platz für graphische Inhalte aller Art bieten die 3.440 x 1.440 Pixel des LG 34UC88-B. Er stellt auch die Schrift und die Bedienelemente deiner Software noch so groß dar, dass Du sie aus dem üblichen Blickabstand von rund einem Meter bestens erkennen kannst – dank der Bildschirmdiagonale von 34 Zoll.

Du willst noch mehr? Kein Problem: Es gibt Modelle, die mit 3.840 x 1.600 Pixeln horizontal gleich mal doppelt so viel Platz bieten wie ein herkömmlicher Full-HD-Bildschirm. Siehe Tabelle unten. Das ist wie zwei Bildschirme nebeneinander, aber ohne die störenden Rahmen in der Mitte, platz- und stromsparender noch dazu. Auch vertikal ist der Zugewinn sehr groß – vor allem für Projekte mit sehr vielen Spuren sind 67,5% mehr Darstellungsfläche Gold wert.

Controller, Interface & Co. anschließen dank USB-Hub

Der im Bildschirm integrierte USB-Hub macht einen externen USB-Hub überflüssig. Hier lassen sich etwa ein MIDI-Keyboard oder sonstige Controller + ein Audio Interface bequem über den Computermonitor anbinden.

Die Buchsen unseres Kandidaten LG 34UC88-B sind für USB 3.0 ausgelegt. Das ist nicht die allerneuste USB-Generation, aber entsprechende externe Festplatten sichern deine Projekte, Audiodateien & Co. in der Praxis mit rund 200 bis 300 Megabyte pro Sekunde. Das Kopieren eines einzelnen Projekts ist binnen Sekunden(-bruchteilen) erledigt. Ganze Archive mit Dutzenden von Projekten inklusive aller aufgenommenen Audioclips sind in der Regel nach einer kurzen Kaffeepause transferiert.

Zudem sind Audio-Interfaces mit USB-3.0-Anbindung kompatibel.

Laptop direkt anschließen & Vorsorgen für die Zukunft mit USB-C

Ein MacBook [Pro] oder einen ähnlich aktuellen Windows-Laptop direkt (ohne HDMI/DisplayPort-Adapter) anschließen – das geht mit einem Modell mit (mindestens) einem zusätzlichen USB-C- oder Thunderbolt-Anschluss. Dabei lässt sich dieser Laptop auch mit einer Maus und/oder einer Tastatur steuern, die Du an die USB-Buchse(n) des Bildschirms steckst.

Wie Du in der Tabelle unten siehst, bietet beispielsweise auch der Hersteller unseres Kandidaten entsprechende Modelle an. Nimm das Modell mit USB-C, wenn Du ein aktuelles MacBook (von 2015 oder 2016) oder MacBook Pro (von 2016) hast. Nimm eines der Thunderbolt-Modelle, wenn Du ein älteres MacBook [Pro] oder einen Mac Pro hast.

Zwei Rechner an einem Bildschirm

Die Darstellungsfläche lässt sich in zwei Bereiche aufteilen (»Screen-split«), die die Videosignale von zwei unterschiedlichen Computern anzeigen. Zum Beispiel links der stationäre Desktop-Computer mit der DAW-Software und rechts ein Laptop, auf dem ein Audio-Editor oder eine Mastering-Software läuft.

Screen-split auf dem Bildschirm für Musiker

Der »Screen-split« auf dem Bildschirm für Musiker – mit Signalen von zwei Rechnern gleichzeitig, links Cubase und rechts Wavelab (siehe Cubase 9 Pro Testbericht und Wavelab 9 Pro Testbericht)

Schneller Dateiaustausch

Außerdem kannst Du Dateien vom einen Computer mit einer festlegbaren Tastenkombination schnell auf den anderen Computer kopieren. Der Dateiaustausch gelingt auch zwischen einem Mac und einem Windows-PC. Die maximale Dateigröße beträgt 2 Gigabyte und in einem Rutsch können bis zu zehn Dateien kopiert werden.

Für diesen Transfer muss auf beiden Rechnern die Software »LG Dual Controller« installiert und Internetzugang gewährleistet sein (die Verbindung geschieht auf der Basis von IP-Adressen). Der Dateitransfer an sich funktioniert aber über das lokale Netzwerk (Heimnetzwerk), auch große Datenmengen werden also schnell übertragen. Zur Einrichtung wird einer der Computer als Hauptrechner, der andere als sekundärer Rechner festgelegt. Die Rollenverteilung kann jederzeit getauscht werden.

Prima: Beide Computer können dabei nahtlos über die Tastatur und die Maus am designierten Hauptcomputer bedient werden. Einfach den Mauszeiger von der linken in die rechte Bildschirmhälfte bewegen und vice versa.

Am Bildschirm für Musiker zwei Computer gleichzeitig bedienen

LG Dual Link-up & Dual Controller erlaubt unserem Bildschirm für Musiker den Dateitransfer und die gemeinsame Nutzung von Tastatur/Maus für beide Rechner

Um das obige Beispiel fortzuführen: Übertrage ein auf dem Mac exportiertes Musikstück auf den per Tastenkombination auf den Windows-Rechner, um es dort in der Mastering-Software weiterzubearbeiten.

Gekrümmter Bildschirm

Mehr und mehr Bildschirme im Breitformat haben eine leicht gekrümmte Bildfläche. Du fühlst dich wie mitten im Geschehen – sitzt Du mittig davor, ist jeder Punkt der Bildfläche gleich weit von deinen Augen entfernt (zumindest horizontal betrachtet) und auf dich ausgerichtet.

Gekrümmter Bildschirm für Musiker

Unser Bildschirm für Musiker – der LG 34UC88-B – weist eine ergonomisch günstige Krümmung auf

LG 34UC88-B – Die wichtigsten Features

  • Bildschirmdiagonale: 34 Zoll (86,4 cm)
  • Auflösung: 3.440 x 1.440 Pixel
  • Gekrümmte Bildfläche (1,9 m Radius)
  • Anschlüsse
    • 2 x HDMI 2.0 (Kabel liegt bei)
    • 1 x DisplayPort 1.2 (Kabel liegt bei)
    • 2 x USB 3.0

Anzeigeleistung

  • Display-Technologie: IPS (AH-IPS)
  • Bildwiederholrate: 60 Hz
  • Helligkeit: 300 cd/m²
  • Kontrastverhältnis (statisch): 1.000:1
  • Farbraumabdeckung: 99% sRGB
  • Reaktionszeit (GtG): 5 ms

Verstellbarkeit, Maße & Gewicht

  • Neigungswinkel vertikal: 5° nach unten, 20° nach hinten
  • Höhenverstellung: 120 mm
  • Maße mit Standfuß (B x H x T): 818 x 451 bis 561 x 252 mm
  • Gewicht mit Standfuß: 8,3 kg

Weitere Modelle von LG

Modell34UM68-P34UM88-P34UC88-B34UC98-W38UC99-W
Diagonale
(Zoll)
3434343438
Auflösung
(Pixel)
2.560×1.0803.440×1.4403.440×1.4403.440×1.4403.840×1.600
Gekrümmt
Zusätzliche
Anschlüsse
2×Thunderbolt2×Thunderbolt2×USB C
Straßenpreis
(Februar 2017)
~440 €~700 €~750 €~870 €~1.340 €

Fazit zum LG 34UC88-B als Bildschirm für Musiker

Der LG 34UC88-B bietet enorm viel Anzeigefläche für die Arbeit an Projekten in der DAW & Co. – wer das einmal genossen hat, will nicht wieder zurück. Aber da geht noch mehr: Dank Splitscreen-Funktion inklusive Dateiaustausch – auch zwischen Mac und PC – und nahtloser Bedienung zweier Computer über eine einzige Tastatur/Maus wächst im Tonstudio zusammen, was zusammengehört.

LG 34UC88-B - Der Bildschirm für Musiker

LG 34UC88-B – Prädikat: Bildschirm für Musiker

Wir haben uns für das preislich und funktional in der Mitte liegende Modell der Serie entschieden. Es bietet einen gekrümmten Bildschirm für perfekte Sicht auf jeden Punkt der breite Bildschirmfläche. In der Tabelle findest Du noch alternative Modelle – mit und ohne Krümmung, mit mehr oder weniger hoher Auflösung und teils mit zusätzlichen Anschlüssen zur direkten Laptop-Verbindung.

Du hast die Wahl – was ist für dein Tonstudio am interessantesten? Wir sind gespannt.

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Lesermeinungen (3)

zu 'LG 34UC88-B: Der perfekte Bildschirm für Musiker?'

  • Raphael   08. Feb 2017   21:39 UhrAntworten

    Die antwort ist: JA !
    Benutze seit fast 2 Jahren den 34UM68-P für 440€ (Reicht aus^^, wir sind ja keine Grafiker..) Wer sichs leisten kann, der wird nicht enttäuscht. Ich weiss wirklich nicht wie ich es nur geschafft habe jahrelang auf einem standard 22" Monitor zu arbeiten. Also vom Workflow her kann man sich nichts besseres wünschen. Übrigens benutze ich meinen alten Monitor jetzt als 2. Monitor in der Vertikalen position rechts von mir. Dort sind die plugins die ich am meisten nutze im Rackformat sortiert. EIN TRAUM!!

  • oboe   09. Feb 2017   11:40 UhrAntworten

    habe mir extra für Audio- und Videobearbeitung einen 4k-Monitor zugelegt: nicht etwa, weil ich 4k Zocke, 4k Videos schaue oder bearbeite, sondern nur, um auf meinem Hauptmonitor reichlich Platz für Inhalte plus Menüs zu haben. Groß und hochauflösend macht Spaß. Gekrümmt fände ich Quatsch und teuer muss es auch nicht sein, ein IPS-Panel sollte es aber mindestens haben. Ein wunderschönes Arbeiten: Menüs sind nun wirklich nur noch am Rand, die Spuren in der Mitte und der Mixer auf dem 2. Monitor, so macht es Spaß :-)

    Neu ist, dass sich Bildschirmhersteller an Audioproduzenten wenden, die haben dafür extra eine eigene Homepage, in Kooperation mit Steinberg...

  • Rob   17. Feb 2017   12:05 UhrAntworten

    Was mich Wal interessieren würde, inwieweit solche Displaymonstren überhaupt im Studio am Hörplatz die Akustik beeinflussen?
    Gibt es vielleicht sogar gemessene Unterschiede zwischen normalen 21:9 und curved 21:9 Displays?

    Wenn irgendjemand darüber mal Vergleichsmessungen in den Tiefen des Netzes findet, oder wer vor hat, dieses mal zu tun, bitte sofort hier posten.

    Bis vor kurzem war es ja der Studioakustik geschuldet, eher recht kleine und sehr flach stehende Displays aufzustellen.
    Nun hat man ein 34" 21:9 da stehen...

    Ich bin hin- und hergerissen...

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