Mixing Trick Deluxe
Was dir die PROFIS nicht verraten

Mixing Trick Deluxe

Im Mixing Trick Deluxe - was dir die Profis nicht über das Abmischen verraten wollen

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Der geheime Mixing Trick – aus dem Profilager

Die Mixing-Technik, die ich dir in diesem Artikel näher bringen werde, wurde in der Vergangenheit nur selten weitergegeben. Und wenn – dann nur von einem Profi zum nächsten. Obwohl (oder vielleicht weil) sie verdammt gut ist und deine Abmischungen auf das nächste Level heben wird.

In den letzten Jahren haben wir hier auf delamar eine Megen Producing und Mixing Tricks wie diesen veröffentlicht. Aber dieser hier ist wirklich etwas Besonderes, er macht aus einem guten Mix einen außerordentlich guten Mix.

Du kannst dich darauf freuen, in der Zukunft Mischungen mit mehr Breite, mehr Tiefe zu machen. Deine Mixe werden mit diesem Trick jene professionelle Magie bekommen, die Du sonst nur aus den Chartproduktionen kennst.

Was Du für diesen Mixing Trick brauchst

Die Mixing-Technik, von der wir heute sprechen, setze ich auf Send-Effekten in meinem Mix ein. In meinem Fall also auf den Effektkanälen mit Delay und Reverb. Bis hierhin ist das alles nicht neu – Du hast bestimmt schon häufig Delay und Reverb für deine Songs verwendet.

Das Geheimnis verbirgt sich hinter dem, wie wir diese Effekte einstellen und später noch bearbeiten werden. Dort findet sich die Magie für diese Mixing-Technik.

Du musst insgesamt drei Dinge tun (Effekte verwenden), um die Technik aus diesem Abmischen Tutorial anzuwenden. Ich habe in meinem Mix also Delay und Reverb auf verschiedene Spuren als Send-Effekte gelegt. Soweit ist alles ganz üblich und normal. Fangen wir mit dem ersten Schritt an.

HINWEIS: Klangbeispiele findest Du unten im Video

Mixing Trick #1 Kompressor einstellen

Unser Ziel ist, die Effekte Reverb und Delay im Mix hörbarer zu machen – damit die Sounds besser klingen. Aber wenn ich jetzt einfach den Effektanteil lauter mache, dann vermatscht mir das meinen Mix. Alles wird mit Effekt zugekleistert und die Definition der einzelnen Spuren und Effekte geht dadurch verloren. Und das möchte ich natürlich vermeiden.

Anstatt die Spuren also lauter zu machen, greife ich zu einem Kompressor. Der Kompressor gleicht die lauten und leisen Passagen in ihrem Pegel an. Dadurch wird die Spur weniger dynamisch und ist deswegen die ganze Zeit gleichmäßig laut zu hören.

Ich empfehle übrigens längere Attack- und Release-Zeiten zu verwenden. Auch eignen sich optische Kompressoren im Stil eines LA2A bestens. Diese sind nicht so schnell wie FET-Kompressoren, weswegen wir weniger mit einem Pump-Effekt rechnen müssen. Diese Art von Kompressor gibt den Send-Effekten mehr Stabilität im Pegel.

Auf diese Weise können wir viel mehr Effekt in den Mix holen, ohne dass unser Mix matschig wird.

Lies auch: Kompressor einstellen Tutorial

Mixing Trick #2 Equalizer einstellen

Im zweiten Schritt greife ich jetzt zu einem Equalizer, mit dem ich gleich zwei Dinge in Angriff nehmen werde.

Erstens räume ich in den tiefen Frequenzen mit einem Hochpassfilter auf. Für die Effekte Hall und Delay brauchen wir keine tiefen Frequenzen, die würden uns nur den gesamten Bass vermatschen. Indem ich diese Frequenzen bei diesen Spuren wegfiltere, lasse ich unten mehr Platz für andere Spuren und das Ergebnis klingt aufgeräumter.

Du kannst deinen Hochpassfilter irgendwo zwischen 100-250 Hz einstellen.

Und zweitens möchte ich, den Effekten etwas mehr Glanz verleihen. Sie sollen hochwertiger klingen und wie poliert scheinen. Dazu verwende ich einen High Shelf Filter, um die Frequenzen ab 5-8 kHz etwas anzuheben.

Du kannst und sollst natürlich etwas mit deinen Einstellungen experimentieren. Je nachdem, welche Art von Spuren Du in die beiden Effekte reingibst und wie dein Song aufgebaut ist, brauchst Du mal mehr, mal weniger.

Wenn es klingt, als würde es unten rum immer noch vermatschen, kannst Du probieren, zusätzlich die 250 Hz mit einem Peak-Filter um einige Dezibel (-3 bis -10 dB) bei mittlerer Filtergüte abzusenken.

Außerdem solltest Du unterschiedliche Equalizer-Plugins ausprobieren. Wie sich in meinen Tests herausgestellt hat, kann das eine Menge am Klang ausmachen.

Lies auch: Equalizer Tutorial

Mixing Trick #3 Stereopanorama verbreitern

Der Clou bei dieser Mixing-Technik war für mich dieser dritte Schritt. Naja, zusammen mit dem, was der Kompressor auf den Send-Effekten machen kann. Equalizer-Plugins habe ich schon immer gerne auf meinen Effekt-Returns verwendet.

Im dritten Schritt werden wir eine Stereoverbreiterung auf den Effektspuren durchführen. Das heißt, dass wir die Effekte so richtig breit im Stereopanorama verteilen werden. Und das macht einen subtilen, aber dennoch gewaltigen Unterschied.

Du kannst für diese Stereoverbreiterung praktisch jedes Plugin verwenden, das Du möchtest. Ich stelle den Stereoeffekt auf das Maximum ein, damit es möglichst breit klingt

Du brauchst je eine Stereoverbreiterung pro Effektspur.

Lies auch: Mehr Stereo für deine Mixe

A/B Hören

Jetzt ist es an der Zeit, dass Du dir den Mix mal vorher/nachher anhörst. Du brauchst dafür natürlich eine entsprechende Abhöre oder Kopfhörer, denn im ersten Moment klingt unser kleiner Mixing Trick recht subtil.

Achte darauf, wie der Mix plötzlich aufgeht. Er wird breiter, ohne dass es matschig klingt. Der Mix geht plötzlich auf wie ein Hefeteig im Ofen.

Der Mix wird breiter und erhält sogar mehr Tiefe. Diese Mixing-Technik ist definitiv der Schlüssel dazu, diese dreidimensionalen Mixe zu schaffen, die in professionellen Songs zu hören sind. So katapultieren sich deine Mixe aus dem Amateur-Lager in die Profi-Liga.

Mixing Trick Deluxe Video

Lies auch: Alle Abmischen Tutorials

Popwer Tipp zum Abmischen

Wenn Du diesen Mixing Trick falsch einsetzt, kannst Du dir deine Mixe leider auch ruinieren. Deswegen ist es wichtig, dass Du diesen Mixing Trick nicht auf dem Master-Kanal verwendest – Du darfst damit also nicht gleich den ganzen Mix bearbeiten.

Das hört sich im ersten Moment zwar wie eine gute Idee an, aber das ist keine gute Idee und sorgt nur für Kopfschmerzen. Den Trick aus diesem Abmischen Tutorial kannst Du aber jederzeit auf Gruppen oder Einzelspuren nutzen – da funktioniert er super.

Lass mir einen Kommentar da, wie Du diesen Mixing Trick bei deinem nächsten Mix einsetzen wirst!

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