Studiokopfhörer Testsieger: Bestenliste & Editor’s Pick

Studiokopfhörer Testsieger & Empfehlungen

Studiokopfhörer Testsieger & Empfehlungen

Die besten Studiokopfhörer: Testsieger für jedes Budget

Wer ein begrenztes Budget hat, möchte keinen Kompromiss eingehen. Deswegen haben wir hier die besten Studiokopfhörer Testsieger sowie unsere Empfehlungen für dich zusammengefasst.

Du findest hier sowohl Studiokopfhörer unter 100 Euro für die ersten Gehversuche im Homestudio als auch semiprofessionelle und professionelle Modelle.

Die Reihenfolge unserer Studiokopfhörer-Bestenliste ist nach aufsteigendem Preis sortiert. Der notierte Straßenpreis bezieht sich jeweils auf das letzte Update dieses Ratgebers.

Was macht einen Studiokopfhörer zum Testsieger und einer Empfehlung?

Es gibt zahlreiche Kriterien, die dazu herhalten, diese Bestenliste auszusuchen. So sind einige Modelle aufgrund ihrer Bauweise, der Konstruktion der Kopfbügel oder Ohrmuscheln oder der verwendeten Materialien und Treiber unterschiedlich gut für den Einsatz im Studio geeignet.

Was es braucht für einen Studiokopfhörer Testsieger, um zum Abmischen, Mastern oder Recording geeignet zu sein, erfährst Du in unserem umfassenden Kopfhörer Ratgeber.

Lies auch: Kopfhörer Ratgeber

In diesem Artikel findest Du eine Mischung aus Kopfhörern in drei Bauweisen. Lies mehr über Kopfhörer: Der Unterschied zwischen offen, geschlossen und halboffen – dabei geht es vor allem um Schallisolierung (nach innen und außen), aber auch um Tragekomfort.

Studiokopfhörer unter 100 Euro

In der Kategorie Studiokopfhörer unter 100 Euro findest Du die Einsteigermodelle für preisbewusste Homestudios. Gerade zu Beginn ist es wichtig, einen brauchbaren Sound trotz der Begrenzung im Budget zu erhalten.

Kopfhörer-Testsieger - t.bone HD-880

t.bone HD-880

Geschlossen | 21,90 €

Wir beginnen unseren Reigen mit einem sehr günstigen Studiokopfhörer – test ihn einfach mal, wenn Du Hobbymusiker oder -produzent bist. Oder wenn Du einen günstigen Kopfhörer als Zweitabhöre suchst. bei fast allen hier aufgelisteten handelt es sich um einen ohrumschließenden Kopfhörer – die Ohrmuscheln umhüllen deine Lauscher also vollständig.

Die Membranen werden von Neodym-Magneten angetrieben und die Impedanz liegt bei 64 Ohm. Mit einem Schalldruckpegel von 104 dB ist lautes, weitestgehend verzerrungsfreies Hören möglich. Der Bass ist leicht überbetont, aber sonst ist bei der Klangqualität für diesen Preis alles in bester Ordnung.

Das Kabel misst drei Meter – mehr als sehr viel Bewegungsfreiheit vor Computer, Mischpult & Co. Die Waage zeigt 196 Gramm (ohne Kabel) – das ist verblüffend niedrig, so dass sich selbst bei Marathonsessions keine Ermüdungserscheinungen einstellen.

Kurzfazit: Guter Einstieg für das Homestudio und für das Recording, Gelegenheitsmusiker oder als Ersatzgerät.

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tbone HD 1000 Kopfhörer

t.bone HD 1000

Geschlossen | 24,90 €

Dieser ohrumschließende Kopfhörer ist für Recording-Einsteiger gedacht, die ein Modell suchen, das beim Aufnehmen einen festen Sitz auf dem Kopf hat und nicht verrutscht. Die beiden Ohrmuscheln sind drehbar, um sich besser an unterschiedliche Kopfformen anzupassen. Ein einseitiges Hören ist durch einen Drehradius von 180° gewährleistet, so dass er auch als DJ-Kopfhörer taugt.

In Sachen Frequenzbereich wird alles geboten, was Du dir von einem Kopfhörer für das Recording wünscht, er ragt von 10-25.000 Hz. Zum Anschluss dient ein zwei Meter langes Kabel mit kleinem Klinkenstecker. Ein Adapter auf 6,3mm Klinke ist im Lieferumfang des t.bone HD 1000 vorhanden.

Das geringe Gewicht und seine Impedanz von 32 Ohm machen dieses Modell zudem zu einem guten Begleiter für unterwegs, denn er kann auch bei Anschluss an einen MP3-Player noch richtig Pegel geben.

Kurzfazit: Gerade für Einsteiger, die einen fähigen Kopfhörer für das Recording suchen, der nicht auf dem Kopf verrutscht.

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Kopfhörer-Testsieger - Superlux HD-668 B

Superlux HD-668 B

Halboffen | 29,90 €

Der äußerst attraktive Preis dieses Kopfhörers sollte nicht nur Einsteiger zum Kauf verlocken, denn die Klangqualität des 668ers kann durchaus mit dreimal so teuren Exemplaren mithalten. Er lässt recht schnelle, trockene Anschläge hören, der ausgewogene Bass reicht ziemlich tief hinab und die Räumlichkeit überzeugt. Kaum überraschend bei diesem Preis gibt es lediglich einen merklichen Euphoriedämpfer: Die hohen Töne klingen eine Spur zu eindringlich und wirken bei langen Sessions ermüdend.

Ferner kann der eine oder andere Kritikpunkt hinsichtlich der Verarbeitung und Materialwahl geäußert werden, letztlich geht sie aber in Ordnung – das Teil fällt nicht beim ersten strengen Blick auseinander und wird dich bei pfleglicher Behandlung lange begleiten.

Die Kritik verblasst im Lichte der Anschaffungskosten und so hielten wir es für angemessen, diesem Kopfhörer unsere Höchstwertung zu verpassen. Zitat: »No-Brainer!« Alle weiteren Details siehe Superlux HD-668 B Test.

Kurzfazit: Der Kopfhörer-Testsieger bis 50 Euro – zum Preis eines Abendessens.

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Kopfhörer-Testsieger - Nowsonic Prinz

Nowsonic Prinz

Geschlossen | 58,83 €

Mit dem geschlossen konstruierten Nowsonic Prinz sollst Du als Sparfuchs dein Projekt- oder Homestudio einrichten. Auch die Nutzung als am FOH-Mischplatz ist denkbar. Es ist – wie die meisten Kopfhörer in dieser Liste – ein ohrumschließendes Gerät.

Der Frequenzgang reicht sehr weit in den Tiefbassbereich hinab, was das Hören sehr »rund« gestaltet. Mit seiner recht niedrigen Kopfhörer-Impedanz von 40 Ohm lässt er sich auch an mobilen Geräten wie Smartphones, Tablets, MP3-Playern & Co. sehr laut aufdrehen. Nicht zu vergessen: Zum Monitoring der Klänge eines Kameramikrofons oder von einem mobilen Audio Recorder ist er ebenfalls geeignet.

Erstaunlich ist, dass weiterhin gleich drei Kabel mitgeliefert werden: ein 1,2 m langes mit integriertem Mikrofon, ein 3 m langes mit Textilummantelung und ein spiralförmiges (1 m, nicht ausgezogen). Sehr bemerkenswert, zumal bei diesem Preis.

Kurzfazit: Gut isolierend, mit präsentem Tiefbass und Bestausstattung (3 Kabel!).

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Studiokopfhörer bis 200 Euro

In der Kategorie Studiokopfhörer bis 200 Euro findest Du bereits verbesserte Klangeigenschaften, immer noch für preisbewusste Homestudios – für Recording einige professionelle Perlen dabei.

Kopfhörer-Testsieger - Fostex T50RP mk3

Fostex T50RP mk3

Halboffen | 159 €

Dieses Modell hat als einziges in unserer Bestenliste magnetostatische Kopförer-Treiber (auch »orthodynamisch« genannt). Es handelt sich um einen sehr empfehlenswerten Kopfhörer in einer unheimlich spannenden Preisregion – gut 150 Euro sollten ambitionierte Musiker und Produzenten definitiv berappen können, gleichzeitig überschreitet man hiermit die Schwelle zur Mittelklasse.

In den zentralen Eigenschaften eines guten Kopfhörers punktet unser Kandidat. Die Bässe hören sich schön »trocken« an, sie sind klar kontruiert. Einzelne Klänge lassen sich in Tiefenstaffelung & Stereopanorama gut voneinander separiert hören. Abnehmbare Kabel sowie eine einfache und zweckmäßige, aber hinreichend robuste Konstruktion runden das Bild ab.

In den Mitten ist der Klang etwas zurückhaltend. Das ist nicht dramatisch, aber generell ist bei dieser Klasse von Kopfhörern ja eine größtmögliche Neutralität von Vorteil. Abgesehen davon freuen wir uns über die gelungene Überarbeitung einer hierzulande (zu Unrecht) wenig bekannten Serie. Alles Weitere erfährst Du im Fostex T50RP mk3 Test.

Kurzfazit: Magnetostatisches Arbeitstier mit feiner Dynamik und Räumlichkeit.

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Kopfhörer-Testsieger - Yamaha HPH-MT8

Yamaha HPH-MT8

Geschlossen | 189 €

Bei diesem Erstling von Yamaha (was die professionelle Audiosparte betrifft) handelt es sich definitiv um einen der klanglich besten Kopfhörer für kleinere Budgets. Abgesehen von leicht akzentuierten Sibilanten ist der Sound so ausgewogen wie versprochen – Vorbild waren die legendären hauseigenen Studiomonitore der HS-Serie. Der Bass reicht erstaunlich tief hinab und ist bis in die höheren Lagen sehr kontrolliert. Auch in den anderen klanglichen Disziplinen wie der Räumlichkeit werden der geschlossenen Bauweise zum Trotz gute Leistungen erzielt.

In puncto Sitz und Tragekomfort gibt es zumindest auf meinem Kopf nichts zu beanstanden. Die Verarbeitung ist auffällig robust und das Kabel abnehmbar – im Lieferumfang finden sich ein glattes und ein spiralförmiges. Noch dazu ist die Konstruktion so flexibel, dass auch DJs hellhörig werden sollten. All das ist keineswegs selbstverständlich für Geräte in dieser Preisklasse.

Das Gewicht ist mit 350 Gramm (ohne Kabel) etwas überdurchschnittlich, aber das macht sich höchstens bei sehr ausgedehnten Sessions bemerkbar … und das auch nur bei zierlicher Nackenmuskulatur. Alles in allem hat der Hersteller nun einen richtig runden, praktisch vorbehaltlos empfehlenswerten Kopfhörer für Recording, Mixing und Mastering im Portfolio. Mehr erfährst Du im Yamaha HPH-MT8 Test auf delamar.

Kurzfazit: Gelungener Erstling mit neutralem Sound und starker B-Note.

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Kopfhörer-Testsieger - beyerdynamic DT 880 PRO

beyerdynamic DT 880 PRO

Halboffen | 195 €

Dieser moderne Audio-Klassiker vom Heilbronner Hersteller tönt vorbildlich neutral. Das ist eine der Voraussetzungen, um einen Mixdown überprüfen zu können. Dabei scheinen dennoch ein Stück weit die herstellertypisch brillanten hohen Töne zur feinen Detaildarstellung durch.

Unterstützt durch die halboffene Bauweise ist der Raumklang sehr überzeugend – der Sound ist frei und luftig. Eine sehr akkurate Darstellung von kurzen, knackigen Impulsen relativ zur Preisklasse komplettiert das Bild.

Schade, dass die Verkabelung fest ist. Ein Defekt lässt sich also nicht sofort beheben, auch der schlichte Wunsch nach einem anderen Klangleiter kann nicht einfach realisiert werden. Doch das ist so ziemlich das einzige, was man am 880er, der für gut 200 Euro zum Kauf bereitsteht, kritisieren könnte. Du willst noch mehr wissen? Dann lies den beyerdynamic DT 880 PRO Test auf delamar.

Kurzfazit: Stark für analytisches Hören im »sweet spot« aus Preis & Leistung.

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Studiokopfhörer bis 300 Euro

In der Kategorie Studiokopfhörer bis 300 Euro sind Modelle zu finden, die dich durch dein ganzes Studioleben begleiten werden. Klanglich ist an diesen für professionelle Ansprüche nichts auszusetzen.

Kopfhörer-Testsieger - AKG K712 PRO

AKG K712 PRO

Offen | 229 €

Der markant designte 712er bietet große kuschelige Velourspolster – einmal aufgesetzt, wartet ein hervorragend luftiger Sound mit feiner, teils feinster Detaildarstellung auf dein geneigtes Ohr. Natürlich ist auch hier ein weitgehendend ausgewogener Frequenzgang zu hören. Dabei ist der Bass dankenswerterweise kräftiger als beim hauseigenen K702, ohne dass Effekthascherei betrieben wird.

Beim Vergleichen mit vielen Alternativen in niedrigeren Preisregionen macht sich die sehr gute Verarbeitung bemerkbar, auch wenn die Konstruktion filigran wirkt. Eines der zwei mitgelieferten Kabel steckst Du über eine verriegelbare Mini-XLR-Verbindung an die linke Ohrmuschel.

Es handelt sich bereits um ein sehr gutes Abhörwerkzeug, wohingegen der Preis noch als moderat gelten kann. Noch mehr Erkenntnisse findest Du im AKG K712 PRO Test.

Kurzfazit: Hier startet die Oberklasse – guter Kauf für fortgeschrittene Nutzer.

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Studiokopfhörer-Testsieger – Focal Listen Professional

Focal Listen Professional

Geschlossen | 229 €

Dieses Modell ist gerade im Test und das vorweg: Es ist der vermutlich heißester Anwärter auf den Titel »Studiokopfhörer-Testsieger unter 250 Euro«. Der weitestgehend neutrale Frequenzgangquenzgang bietet sich für das Abmischen oder das Mastering im Homestudio bestens an.

Und auch bei der Impulstreue kann der französische Hersteller was: Gerade die bei vielen anderen Modellen nicht optimal abgebildeten Bässe kommen beim Focal Listen Professional angenehm trocken und akkurat daher. Das schafft einen kontrollierten Punch, der viel zur allgemeinen Transparenz des Sounds beiträgt. Die starke Schallisolierung qualifiziert dieses Modell als Recording-Kopfhörer.

Die Verarbeitung ist erstklassig, die Ohrmuscheln können für den Transport eingeklappt werden und zwei Kabel werden mitgeliefert: gewendelt (max. 5 m) und glatt (1,4 m). Letzteres hat eine Fernbedienung zum bequemen Musikhören auf Achse mit Smartphones & Co.

Alles in allem ein gelungener, weitgehend identisch performender Nachfolger des Modells, das wir im » Focal Spirit Professional Test auf delamar begutachtet haben …

Kurzfazit: Ein starkes geschlossenes Modell, das kaum Wünsche offen lässt.

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Fostex T60RP Test

Fostex T60RP

Halboffen | 299 €

Dieser halboffene Kopfhörer kommt wie die anderen Modelle des japanischen Herstellers mit einem orthodynamischen Prinzip. Bei diesem wird die Membran direkt angetrieben, so dass weniger Resonanzschwingungen entstehen – und damit der Klang besser wird.

Dazu ist dieses Modell ein echter Hingucker, der sich nicht nur im Studio zum Abmischen oder Mastering im (semi-)professionellen Bereich anbietet. Durch seine edle Holzoptik mit ohrumschließenden Mahagoni-Ohrschalen passt er sich auch ins heimische Wohnzimmer optimal ein.

Auch die Features des Fostex T60Rp lassen sich sehen. Mit 50 Ohm Impedanz kann er auch ohne einen Kopfhörerverstärker gut an MP3-Playern oder Fernsehern arbeiten und im Homestudio richtig Gas in Sachen Pegel geben. Sein übertragener Frequenzbereich reicht von 15 Hz bis zu stolzen 35 kHz. Das ist weitaus mehr als das menschliche Ohr überhaupt hören kann, bietet also genügend Headroom zum Abhören.

Kurzfazit: Ein edles Modell mit verringerten Resonanzschwingungen, das im Tonstudio oder Wohnzimmer einen tollen Job macht.

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Studiokopfhörer unter 500 Euro

Kopfhörer-Testsieger - Sennheiser HD 650

Sennheiser HD 650

Offen | 347 €

Vielen gilt dieses Modell als zeitloser Kopfhörer-Testsieger – beinahe 15 Jahre sind seit seiner Markteinführung vergangen und nach wie vor handelt es sich um eines der besten Geräte, die längst nicht nur, aber auch nicht zuletzt als Studiokopfhörer genutzt werden. Der Sound kann als vergleichsweise intim und relaxt beschrieben werden, was sehr angenehm bei langen Sessions ist.

Die Bässe reichen zwar nicht abgrundtief hinab, punkten aber mit ihrer Ausgewogenheit. Die Mitten mögen manchem eine Spur zu dezent sein – hier empfehlen einige befreundete Produzenten und Toningenieure den etwas nüchterner aufspielenden HD 600. Sehr fein aufgelöst zeigen sich die Höhen und Sibilanten schlagen nie über die Stränge. Die Separation der Schallereignisse auf der virtuellen Bühne ist großartig, einzelne Instrumente und sonstige Klänge lassen sich also bestens voneinander getrennt orten.

Abseits des Klangs punktet der Sennheiser HD 650 ebenfalls: Die lediglich ineinandergesteckten Einzelteile lassen sich recht leicht austauschen, wenn ein Defekt vorliegt. Ohr- und Kopfpolster sind ebenso einfach austauschbar. Die Ohrmuscheln sind äußerst geräumig und das Gewicht liegt bei erfreulich niedrigen 270 Gramm. Summa summarum: Ein feingeistiger Wohlfühlkopfhörer, der aber mühelos detailliert genug für den Studioeinsatz ist.

Kurzfazit: Dieser moderne Klassiker zum Musikgenuss macht im Studio eine gute Figur.

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Kopfhörer-Testsieger - beyerdynamic DT 1990 PRO

beyerdynamic DT 1990 PRO

Offen | 454 €

Während der geschlossene 1770er sich auch für das Recording eignet, ist der offene beyerdynamic DT 1990 PRO ein waschechter Kopfhörer zum Mixing & Mastering. Wir empfehlen, zu diesem zu greifen, wenn Du ihn als Spezialisten zum analytischen Abhören deiner Produktionen einsetzen willst.

Denn der Raumklang ist noch ausladender und differenzierter als beim geschlossenen Geschwistermodell. Alle Klänge lassen sich in der Breite und Tiefe ausgezeichnet orten bzw. im Mix durch Panning, Reverb-Effekte & Co. exakt platzieren. Dazu wird mit bärenstarker Impulstreue übertragen – Kick Drums und andere perkussive Anschläge sind sehr klar konturiert, wirken »knochentrocken« und klingen pünktlich aus.

Anders als beim seit vielen Jahren beliebten 990er-Modell ist die Klangfarbe vergleichsweise neutral. Bässe, Mitten und Höhen kommen gleichermaßen zu ihrem Recht – das gilt allerdings nur für die ab Werk installierten Velours-Ohrpolster. Die beiliegenden Ersatzpolster aus Kunstleder sorgen bei Bedarf für einen kräftigeren Tiefton.

Die Verarbeitung ist preisklassengerecht exzellent. Im Lieferumfang stecken ein gut gefüttertes Etui, zwei Kabel (glatt und spiralförmig) und die erwähnten Ersatzohrpolster. Einzig das recht hohe Gewicht könnte sich bei langen Sessions bemerkbar machen – sonstige Kritikpunkte gibt es nicht. Erfahre im beyerdynamic DT 1990 PRO Test alles zu diesem Kopfhörer.

Kurzfazit: Ein rundum exzellenter analytischer Kopfhörer – wesentlich besser wird’s nicht.

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Neumann NDH 20

Neumann NDH 20

Geschlossen | 499 €

Der Neumann NDH 20 ist ein geschlossener Kopfhörer, der ausgesprochen linear klingt. Der Erstling des Berliner Herstellers zeigt eine deutliche Ausrichtung zum Tonstudio – selten hört man einen derart nüchtern aufspielenden, wahrheitsgetreuen Studiokopfhörer.

Als zweite Kontrollabhöre am Mischpult, zum Abmischen oder für erstklassiges Recording mit linearem Sound ist der NDH 20 praktisch prädestiniert. Dazu kommt ein differenziertes Raumabbild in den Punkten Stereopanorama und Tiefenstaffelung sowie eine punktgenaue Impulstreue.

Konstruktionstechnisch wird ebenfalls Erstklassiges geboten. Die Verkabelung ist professionell gelöst. Der Tragekomfort könnte auf meinem Kopf etwas besser sein, aber das ist bereits Kritik auf höchstem Niveau.

Er liefert sich ein enges Rennen mit dem beyerdynamic DT 1770 PRO. Allemal beeindruckend für einen Erstling aus dem renommierten Hause, das bisher für Studiomonitore und Mikrofone bekannt war. Alle Erkenntnisse findest Du im Neumann NDH 20 Test auf delamar.

Kurzfazit: Ein überaus gelungenes geschlossenes Modell – vorbildlich linear tönend.

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Studiokopfhörer unter 1000 Euro

Es sind immer die letzten paar Prozent, die den Geldbeutel besonders in Anspruch nehmen. In unserer Kategorie Studiokopfhörer unter 750 Euro findest Du eben solche Kandidaten, die das Klangerlebnis noch einmal verbessern und sich für Mixing und Mastering besonders in Szene setzen.

Kopfhörer-Testsieger - AKG K812

AKG K812

Offen | 744 €

Klang in Worte zu fassen und zu vergleichen ist immer knifflig, doch was soll man erst zu einem Kopfhörer wie diesem sagen? Zunächst dies: Wer nicht ganz so verrückt ist, einen Sennheiser Orpheus für schlappe 50.000 Euro in Auge zu fassen und im Reich der dynamischen Kopfhörer für den Studiogebrauch bleiben möchte, liegt hier goldrichtig.

Von abgrundtiefen Bässen bis in Regionen, die eher für (Flug-)Hunde relevant sind, reicht der weitestgehend ausgeglichene Frequenzgang. Der Sound ist unverblümt und direkt, aber doch so gelassen, wie es sich für ein Abhörwerkzeug ziemt. Der projizierte Klangraum lässt einen ganz vergessen, dass das Ohr eingehüllt ist – ein binaurales Test-Sample ließ meine Kinnlade herunterklappen. Die Impulse sind so pünktlich, dass eine äußerst kontrastreiche Dynamik gezeichnet wird.

Bei fast 900 Euro hätte jedoch ruhig noch ein zweites Kabel und/oder weitere Ohrpolster mitgeliefert können; der beiliegende Kopfhörerständer entschädigt mich hier nicht wirklich. Ferner ist das Gewicht vergleichsweise hoch. Abgesehen davon handelt es sich zusammen mit dem schwierig zu bekommenden Sennheiser HD 800 um die Speerspitze der Kopfhörer. Und nun empfehlen wir dir noch den ausführlichen AKG K812 Test auf delamar.

Kurzfazit: Wem nur das Beste gut genug ist, sei dieser Kopfhörer ans Herz gelegt.

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Focal Clear Professional Referenz-Studiokopfhörer

Focal Clear Professional

Offen | 1.444 €

Der französische Hersteller kommt aus dem audiophilen Umfeld und das ist in jedem seiner Produkte zu hören. Auch beim Focal Clear Professional steht audiophiler Klang im Vordergrund und wird mit formschönen Design gepaart, das sowohl im Tonstudio als auch im Wohnzimmer eine exzellente Figur macht.

Seine äußerst offene Bauweise und die ohrumschließenden Ohrschalen unterstützen die Übertragungsqualität des eingebauten Fullrange-Treibers. Die in der Konstruktion genutzten Aluminium-/Magnesium-Domes mit M-Profil versprechen erstklassige Dynamik und Impulstreue über den gesamten Frequenzbereich. Der Bass ist zu jeder Zeit kontrolliert und akkurat abgebildet.

In Sachen Tragekomfort macht der Hersteller keine Kompromisse. Das leichte Design stellt sicher, dass der Kopfhörer immer perfekt am Kopf anliegt.

Kurzfazit: Der Referenz-Kopfhörer für den professionellen Anspruch ohne Kompromisse im Tonstudio.

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Blick über den Tellerrand der Studiokopfhörer-Testsieger

In dieser Kopfhörer-Bestenliste haben wir den Fokus auf Geräte für das Homerecording und die Arbeit in professionellen Tonstudios beleuchtet. Diese sind ausschließlich kabelgebunden und durchweg in großer Ausführung konstruiert (vor dem Ohr und ohrumschließend oder ohraufliegend).

Unsere Kopfhörer-Testsieger haben in aller Regel Vorteile in Sachen Klangqualität, wenn wir sie mit den kleinen In-Ear-Kopfhörern (»Ohrhörer«) vergleichen. Zugegeben, manche Hersteller bieten heute sehr feine In-Ears, die den großen Modellen durchaus Konkurrenz machen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist aber schlechter für den Fall der Nutzung im Studio.

Lies auch: Homestudio einrichten

Features für Sport, Reisen und Alltag?

Den neuesten Schrei – spätestens seit Apple beim iPhone auf die Klinkenbuchse verzichtet – stellen kabellose (»wireless«) Kopfhörer dar. Sie empfangen ihre Signale per Funk – von Geräten, die Audio per Bluetooth übertragen. Die Qualität und Latenz der integrierten Digital-Analog-Wandler überzeugen Nutzer im Studio aber weniger. Sie sollten (noch) vom Kauf eines kabellosen Bluetooth-Kopfhörers Abstand nehmen. Derartige Kopfhörer bzw. Ohrhörer sind viel eher was zum Smartphone-gespeisten Musikhören bei Sport und Freizeit.

Abschließend sei noch das sogenannte aktive Noise Cancelling erwähnt. Kurzum: Diese Form der aktiven Geräuschunterdrückung bei HiFi-Kopfhörern von Bose, Sennheiser, Sony & Co. ist in der Musikproduktion ebenfalls unnötig. Es sei denn, Du willst unbedingt in der Großstadt bei geöffnetem Fenster Musik machen. ;)

Du bist jetzt gefragt!

Was ist dein persönlicher Studiokopfhörer-Testsieger? Mit welchem Kopfhörer arbeitest Du aktuell? Welche anderen Kopfhörer möchtest Du den anderen delamari empfehlen? Wir sind gespannt auf dein Feedback!

Lesermeinungen (12)

zu 'Studiokopfhörer Testsieger: Bestenliste & Editor’s Pick'

  • robotron sömmerda   26. Nov 2015   13:17 UhrAntworten

    Mutiges, wenn auch ehrliches Ergebnis. Hut ab, traut sich nicht jeder! Bei Beyerdynamic sehe ich mittlerweile (Bericht hier) den Preis "relativer", obwohl die "Sollbruchstelle" Kabel schon schwer wiegt. Superlux kann ich aus eigenem regelmäßigem Gebrauch bestätigen, die anderen nur vom Testhören (außer den zu 1.000). Die Menschen haben aber auch unterschiedliche Ohren (sonst würden sich die Beats auch nicht so verkaufen).

    • Felix Baarß (delamar)   26. Nov 2015   13:25 UhrAntworten

      Servus und danke fürs Feedback! Warum meinst Du, dass das mutig ist? Es ist keine absolute Rangfolge von Platz 1 bis 8* bzw. 8 bis 1 aus allen am Markt erhältlichen Modellen - lediglich in ihrer jeweiligen Preisklasse haben mich die acht Modelle (mit) am meisten überzeugt, deswegen die breite Fächerung vom Superlux bis hin zum AKG-Topmodell.

      *: Superlux auf Platz 1 wäre schon etwas vermessen, auch wenn wir großen Wert auf ein gutes (in diesem Fall überragendes) Preis-Leistungs-Verhältnis legen. ;)

      Gruß,
      Felix

  • robotron sömmerda   26. Nov 2015   21:27 UhrAntworten

    Mutig meine ich absolut ehrlich. In Zeiten von "sponsored content" liefert delamar immer ehrlich und kompetent. Weiter so!

    • Katja Köhler (delamar)   27. Nov 2015   15:23 UhrAntworten

      Vielen Dank, das freut uns sehr :)

  • fatman   27. Nov 2015   23:02 UhrAntworten

    Lieber Felix Baarß, diesen Artikel habe ich gerne gelesen, da er einen Überblick von KH´s in den unterschiedlichen Preisklassen bot.
    Doch leider hat er denselben grundsätzlichen Fehler, wie alle Testberichte, die Kopfhörer durch An- (zu) hören zu beurteilen versuchen. Unser Ohr und Gehirn ist leider kein objectives Messgerät. Je nach Alter und Geschlecht des Testers(innen) ist mit unterschiedlichen Wahrnehmungen zu rechnen. Und das Gehirn spielt je nach Hörerfahrung auch eine nicht unerhebliche Rolle. Darum sollte man diese Testergebnisse (wie auch andere, z.Bsp. LS) auch ziemlich locker nehmen und auf keinen Fall auf das eigene Probehören verzichten.
    Nach meinen Erfahrungen (40 Jahre Homestudio) spielen sich Kopfhörer auch erst noch ein. Gerade wieder bei einem neugekauften DT 900 pro (250 Ohm) erfahren.
    Mir schwebt als Gradmesser ein KH Test vor, der im Blindtest mit unterschiedlichen KH´s und Testern in verschiedenem Alter und Geschlecht
    durchgeführt wurde. Da würde es mich interessieren, wir stark allein der Geschlechtsunterschied eine Rolle spielt.
    Der Aufwand ist sicherlich nicht unerheblich, aber die Ergebnisse wären für den jeweiligen Leser von echtem Nutzen.
    Wie wär´s, könnte delamar das hinbekommen?

  • A-Jey   05. Dez 2015   00:04 UhrAntworten

    Ich habe den Shure SRH940 und bin sehr zufrieden.

    Hinzu kommt, dass mein Kopfhörer nach über 2 Jahren einen Riss an der seitlichen Halterung hatte und aus Kulanz kostenlos repariert wurde.

    Somit auch beide Daumen hoch für Kundenservice!

  • Oliver Fischer MX   30. Mai 2017   09:19 UhrAntworten

    Die Sennheiser der HD Serien in der Preisklasse bis 200 Tacken , geschlossene oder offene Version, sind Dank ihres hervorragenden boostfreien Frequenzverlaufes auch erwähnenswert.
    Erhältlich in den roten Märkten.

  • Lutz Otto   30. Mai 2017   10:58 UhrAntworten

    Ich finde diese ganz ordentlich und nicht einmal zu unerschwinglich ☝️

  • Matthias Dörr   30. Mai 2017   11:51 UhrAntworten

    Der Crossfade lp 2 von V Moda finde ich gut habe mit dem schon viel durch

  • Ulrich Bergmann   30. Mai 2017   14:16 UhrAntworten

    Wer gern mehr aus seine Kopfhörern machen möchte, egal welche Preisklasse, dem empfehle ich mal diese Plugins zu testen. ;)

    https://www.kvraudio.com/forum/viewtopic.php?p=6651603

    https://www.delamar.de/test/sonarworks-reference-3-testbericht/

    Und nie die goldene Regel vergessen: Know your Gear.
    Nur wer den Klang seiner Kopfhörer in- und auswendig kennt kann damit anständig arbeiten.

    Ich benutze übrigens den Superlux hd681 und bin zufrieden.
    Übrigens verstehe ich nicht warum der nicht im Test ist und der hd668 B. Der 681 ist deutlich verbreiteter.

    http://www.sparort.de/elektronik/superlux-hd681-kopfhoerer-preis-leistungs-knaller-akg-k240mkii-presonus-hd7-samson-sr850

  • Peter Schips   27. Jul 2017   20:06 UhrAntworten

    Für's Monitoring mag ich den Beyerdynamik DT 770 Pro. Der ist super vielseitig, solide und erfüllt seinen Job.
    Beim Mixing mag ich es lieber möglichst ehrlich und da arbeite ich primär mit der AKG-Serie. Lange Zeit den K-501 und mittlerweile den K-702.
    Wie immer ... viel Subjektivität und Gewohnheit.

  • Alexander Siebert   27. Jul 2017   21:27 UhrAntworten

    Stax 4 life

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