Waldorf Quantum: Hybrider Synthesizer mit 8 Stimmen

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Waldorf Quantum

Prototyp des Waldorf Quantum - ein spannender hybrider Synthesizer

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Das erwartet dich beim Waldorf Quantum

Fangen wir ganz von vorne an: Die acht Stimmen lassen sich auf zwei Layer verteilen. Bei den drei digitalen Oszillatoren sind Wavetables möglich, aber auch klassische Wellenformen (subtraktive Synthese), granulares Sampling oder ein Resonatorfilter.

Die Wavetables des Waldorf Quantum entsprechen denen des Waldorf Nave, einschließlich der Speech-Funktion. Per Sampling lassen sich eigene Wavetables generieren oder Audiomaterial für das granulare Sampling nutzen.

Video vom Waldorf Quantum

Filter, Effekte und Modulation

Zwei analoge Filter können als Insert-Effekte in den digitalen Signalweg eingefügt werden. Außerdem sind pro Stimme zwei OTA-basierte Filter und eine flexible digitale Klangformung (»Former«) mit Overdrive, Bit Crusher und zusätzlichen Filtertypen am Start. Noch mehr Klangformung gelingt dann mit einer weiteren digitalen Effektsektion.

Zur Modulation stehen je sechs Hüllkurven und LFOs bereit. Je drei davon bieten dedizierte Regler auf der Bedienoberfläche.

Weitere Details

Ein Arpeggiator ist integriert. Er verfügt über einen Chord-Modus und eine Latch-Funktion.

Sämtliche Regler und Knöpfe sind für eine ganz bestimmte Funktion zuständig – es gibt keine doppelten Belegungen. Mit den physischen Reglern und Knöpfen können laut Waldorf etwa 80% aller Funktionen bedient werden. Den Rest steuerst Du über den Touchscreen.

Obacht, das gezeigte Instrument ist ein Prototyp – vor allem die Software ist noch nicht final. Klang- und bedientechnisch wird sich also noch etwas tun.

Waldorf Quantum - Rückseite

Der Waldorf Quantum von hinten

Waldorf Quantum: Features [Auszug]

  • Hybrider Synthesizer mit 61 Tasten
  • Digitale Oszillatoren für …
    • Wavetables
    • Klassische Wellenformen für subtraktive Synthese
    • Granulares Sampling
    • Resonator-Filterbank
  • Analoge und digitale Filter
  • Digitale Effekte
  • Arpeggiator mit Chord- und Latch-Funktion
  • Bedienung über dedizierte Regler/Knöpfe + Touchscreen
  • Ein- und Ausgänge
    • Stereo-Input für Sampling (Wavetables oder granular) oder Audio einschleifen
    • Stereo-Output-Paare für die beiden Layer
    • Buchsen für für Sustain- und Fuß-Controller, auch als CV-Eingang nutzbar
    • MIDI In, Out & Thru (jeweils DIN, 5-polig)
    • 2 x USB für MIDI (ob auch für Audio, ist noch nicht klar)
    • SD-Kartenslot für Speicher, Export und Updates

Waldorf Quantum: Preis & Verfügbarkeit

Der Waldorf Quantum wird voraussichtlich im vierten Quartal dieses Jahres zu haben sein. Der Preis wird nach einer ersten Einschätzung des Herstellers bei gut 3.000 Euro liegen.

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Lesermeinungen (3)

zu 'Waldorf Quantum: Hybrider Synthesizer mit 8 Stimmen'

  • Micha   05. Apr 2017   16:30 UhrAntworten

    Ich verstehe bei allem Verständnis des Wiederauflebens einer charmanten Retro-Kombikultur moderner Synthies (alter Charme/Sound/Look&moderne Technologie) allerdings nicht, weswegen man beim heutigen Stand der Technik die Dinger allerdings völlig unnötigerweise in ihrer Polyphonie einschränken müsse ?
    Polyphonielimitierung war damals schon immer ein kleines Ärgernis, jedoch Mehrstimmigkeit damals ja auch eine technologisch intensive Kostspieligkeit war.
    Bei allem auflebenden Retro-Flair- aber die Begrenzung der Stimmenzahl ist nun keine Sternstunde dieser Zeit und 3000 Euro für nur 8-Stimmen alles andere als ein Kaufargument (auch wenn da Waldorf drauf stehen mag).
    Polyphonielimitierung ist hinsichtlich A) Multimbralität und B) preiswerter Elektronik, in der heutigen Zeit ein für mich leider nicht nachvollziehbar unsinniger Usus !

  • Jens P.   05. Apr 2017   18:36 UhrAntworten

    Ganz einfach, bei analogen Filtern braucht man für jede Stimme ein analoges Filter - die kosten nunmal richtig Geld ;-)

    • Micha   05. Apr 2017   20:44 UhrAntworten

      Ich denke das ist nicht DER Grund.
      Der analoge Filter wird hier beim Waldorf (wie bei den meisten Hybrid-Synths) ja auch nur hinzugeschaltet (ähnlich wie ein Aux-Insert).
      Der Signalprozessor und somit die Stimmerzeugung geschieht allerdings (kostengünstig) digital, das hat mit den analogen Filtern gar nichts zu tun.
      Hier wird ja nicht wie früher noch bei den alten polyphonen Analogsauriern unablässig, eine jeweils eigene komplette Engine (Platine) pro Stimme verbaut.
      Das wäre in der Tat dann auch in der Herstellung (heute) viiiiel zu kostspielig, auch aus technischer Sicht hinsichtlich Wartung und Reparatur etc.
      Das hat auch seinen somit nachvollziehbaren Grund.
      Ein DA/AD Wandler ist je nach Güteklasse und Auflösung, ein 0,99-15 $ Bauteil und leicht und problemlos zu beschaffen und zu ersetzen. Die gibt es wie Gummibärchen oder Sand am Meer.

      Früher verhielt es sich ja auch noch auf Grund begrenzter Polyphonie so, das man sich oft ein Zweitgerät als Soundexpander anschaffen musste, was natürlich der wirtschaftlichen Entwicklung der Gerätehersteller sehr zugute kam und Produktionen ankurbelte.
      (Ich sage nur Polyphoniekampf zwischen Roland vs. Akai... und Alesis dann mit fairen Konditionen den Finger in die Wunde legte).
      Der modern wiederbelebte Retro-Flair der Hersteller wird den Aspekt durch Notwendigkeiten von etwaigen Zweitgeräten (wie in jener analog/digitalen Goldesel-Ära) sicherlich nicht aus den selben Gründen der Profitmaximierung von heute unbeachtet sein lassen ;-)
      Aber ich könnte mich natürlich auch irren.

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