Die Übersicht der Tasteninstrumente
Welche Instrumente gehören dazu?

Pianist Tasteninstrumente

Wie entstanden die Tasteninstrumente, was gehört alles dazu und wo werden sie eingesetzt?

Tasteninstrumente einfach erklärt

Es gibt viele verschiedenen Arten von Tasteninstrumenten, zum Beispiel:

  • das Klavier
  • die Orgel
  • das Cembalo
  • das Akkordeon
  • der Synthesizer
  • das Keyboard
  • … und viele mehr.
Piano Noten Tasteninstrumente

Zu den Tasteninstrumenten gehören neben dem Klavier auch das Keyboard oder das Akkordeon.

In den folgenden Abschnitten erklären wir dir mehr über die Geschichte, die Bauweise und den Einsatz der einzelnen Instrumente.

Deine wichtigsten Fragen zu Tasteninstrumenten
– kurz beantwortet

Welche Instrumente gehören zu der Familie der Tasteninstrumente?
Zu den Tasteninstrumenten gehören: Klavier, Flügel, Keyboard, Synthesizer, Orgel, Clavichord, Cembalo, Akkordeon, Melodica und mehr.

Ist ein Klavier ein Tasteninstrument oder ein Saiteninstrument?
Das Klavier ist beides: Ein Tasteninstrument durch dessen Bedienung, ein Saiteninstrument wegen der Tonerzeugung und sogar ein Schlaginstrument wegen der Hammertechnik.

Was ist besonders an Tasteninstrumenten?
Die spielbaren Töne sind in ihrer Tonhöhe festgelegt, ein nahtloses Hinübergleiten von Ton zu Ton ist daher nicht möglich. Eine Ausnahme bilden elektronische Tasteninstrumente.

Wie funktionieren Tasteninstrumente?

Tasteninstrumente sind Musikinstrumente, bei dem der Ton durch das Niederdrücken oder Anschlagen von einer oder mehrerer Tasten auf der Tastatur indirekt erzeugt wird. Die Aneinanderreihung der Tasten wird dabei Klaviatur genannt.

Manuale Orgel Tasteninstrumente

Die manuell bedienbare Klaviatur der Tasteninstrumente wird – wie bei der Orgel – Manual genannt.

Durch Bewegung wird ein Mechanismus in Gang gesetzt (Mechanik), welcher die Klangerzeugung bzw. die Töne bewirkt. Der Unterschied zu anderen Instrumenten ist, dass der Spieler des Instruments die Finger nicht direkt an das klangerzeugende Element bzw. den Tonerzeuger anlegt.

Drei Arten der Tonerzeugung von Tasteninstrumenten

Es gibt drei unterschiedliche Arten der Tonerzeugung für Tasteninstrumente: das Anschlagen (Klavier), das Zupfen (Cembalo) und das Anblasen (Orgel). Die weißen und schwarzen Tasten des Klaviers oder des Keyboards sind vor allem in der westlich-abendländischen Musik üblich. Beim Akkordeon kann es auch Knöpfe zum Bedienen geben.

Unterschiedliche Arten der Klangerzeugung: Anschlagen, Zupfen & Anblasen

Bei den meisten Tasteninstrumenten sind durch die Tastatur die spielbaren Töne in ihrer Tonhöhe festgelegt, wodurch ein nahtloses Übergleiten von Ton zu Ton nicht möglich ist. Ausnahmen sind elektronische Tasteninstrumente. Bei diesen kann ein Masterkeyboard externe oder interne Synthesizer, Sampler und Computer integrieren.

Die Lautstärke & die Tondauer von Tasteninstrumenten

Die Tondauer vom Drücken bis zum Loslassen der Taste lässt sich exakt steuern. Beim Klavier und beim Cembalo aber ist das natürliche Ausklingen der Saite eine natürliche Grenze für die Tondauer. Die Tasteninstrumente können zudem als Harmonieinstrumente bezeichnet werden, da mehrere Töne gleichzeitig gespielt werden können.

Abhängig von der Bauart lassen sich weitere Parameter nennen. Zum Beispiel können durch Anschlagdynamik die Laustärke und durch die Pedalen die Klangfarbe beeinflusst werden. Bei den Tasteninstrumenten Orgel oder Cembalo lassen sich Klangfarbe und Laustärke über eine sogenannte Registrierung indirekt beeinflussen. Für das Akkordeon ist der Spieler selbst für die Laustärke und die Klangfarbe auschlaggebend.

CLavichord Tasteninstrument

Ein beliebtes Tasteninstrument in der Zeit des 15. Jahrhunderts ist das Clavichord.

Tasteninstrumente: Geschichte & Entwicklung

Das erste Tasteninstrument ist die Orgel. Sie wurde schon im frühen Orient gespielt und hat sich bis heute durchgesetzt. Welche Tasteninstrumente danach kommen und was sonst noch spannendes passiert ist, kannst Du hier in unserem Zeitstrahl nachlesen.

Die Geschichte der Tasteninstrumente

  • Früher Orient/ 3. Jahrhundert v. Chr.: erste Modelle der Orgel entstehen
  • In der Antike: das Hackbrett ist beliebt
  • Um 1390: das Clavichord entsteht
  • Um das 14./15. Jahrhundert: das Cembalo ist sehr beliebt
  • 15. Jahrhundert: der Tasteninstrumente-Hybrid Claviorganum wird entwickelt
  • 1709: das erste Klavier (Hammerclavier) entsteht
  • Anfang des 19. Jahrhunderts: Klaviere & Klügel (wie wir sie heute kennen) werden hergestellt
  • 1829: das erste Akkordeon wird entwickelt
  • Ende des 19. Jahrhunderts: die ersten elektronischen Tasteninstrumente werden entwickelt
  • In den 1930er Jahren: das Hybrid-/ Silent-Piano kommt auf
  • 1934: die Hammondorgel wird hergestellt
  • 1959: die Melodica wird von Hersteller Matthias Hohner entwickelt
  • 1964: eine erste Version des Synthesizers entsteht
  • in den 1980ern: das heute bekannte Keyboard wird entwickelt

Was war das erste Tasteninstrument?

Als erstes Tasteninstrument gilt die Orgel, die schon im frühen Orient vorzufinden ist. Die Tonerzeugung wird hier über einen Luftstrom hergestellt. Die Orgel findest Du vor allem in Kirchen vor. Die sogenannte „Königin der Tasteninstrumente“ hat sich bis heute durchgesetzt.

Hackbrett Tasteninstrument

Das Hackbrett ist der Vorläufer der Tasteninstrumente und wurde schon in der Antike gespielt.

Das erste Instrument, bei dem die Saiten mit sogenannten Schlägeln geschlagen werden, ist das Hackbrett. Es findet schon in der Antike Verwendung, hat aber optisch mit den uns bekannten Tasteninstrumenten wie dem Klavier nichts gemein.

Ende des 14. Jahrhunderts wollte man die Saiten schließlich manuell über eine mechanische Bedienung anhand einer Tastatur anschlagen. Das Clavichord wurde entwickelt. Dieses Instrument besitzt nur wenige Saiten, die mit einem Metallstift über eine Tastenwippe gleichseitig abgehängt und angeschlagen werden.

Wenig später wurde die Technik der gezupften Saiten weiter entwickelt. Das Cembalo oder das Spinett entstanden. Mehr Informationen zu den einzelnen Tasteninstrumenten findest Du in den Abschnitten Verschiedene Arten der Tasteninstrumente.

Synthesizer Tasteninstrumente

Die elektronischen Tasteninstrumente erzeugen ihre Klänge über Elektronik, wie der Synthesizer.

Die elektronischen Tasteninstrumente – kurz erklärt

Die elektronischen Tasteninstrumente gehören zu den modernsten Instrumenten und entstanden erstmals Anfang des 20. Jahrhunderts. Sie erzeugen den Klang über Elektronik. Als Erfinder der elektronischen Tasteninstrumente gilt Edward Norton Laurenz.

Mit dem Einsatz der Beat-, Jazz- und Rockmusik der 1960er und 1970er Jahre erlangen die elektronischen Tasteninstrumente nun immer mehr Beliebtheit. Das hängt unter anderem mit der fortschreitenden technischen Entwicklung, den neuen Möglichkeiten der elektronischen Klangerzeugung und der Popularität der digitalen Medien zusammen.

Alle elektronischen Tasteninstrumente können, anders als ihre akustischen Gegenstücke, die Tondauer durch Drücken und Loslassen exakt steuern. Dazu gibt es zusätzliche Funktionen, Effekte und Rhythmen, die die akustischen Tasteninstrumente nicht bieten.

Einige Beispiele für elektronische Tasteninstrumente

Aus dem akustischen Piano haben sich vielfältige elektronische Varianten entwickelt. Dazu gehören die beliebten Keyboards. Sie sind die kleiner, mobiler einsetzbar und durch viele Funktionen vielfältig nutzbar.

Die E-Pianos können die Laustärke regulieren, besitzen einen Kopfhöreranschluss, lassen die Klangfarbe ändern und Akzente dazuschalten. Andere Beispiele für elektronische Tasteninstrumente sind unter anderem der Synthesizer, die Hammondorgel oder der Sampler.

Die aktuellste Entwicklung der Tasteninstrumente

Das aktuellste Tasteninstrument ist das Hybrid- oder Silent-Piano. Es ist eine Mischung aus digitaler Technik und klassischer Klavier- und Flügeltechnik.

Piano Hybrid Tasteninstrumente

Das Hybrid- oder Silent-Piano vereint akustische und elektronische Elemente der Tasteninstrumente.

Die Geschichte & Entwicklung des Hybrid-Pianos

Das Tasteninstrument wurde schon Anfang der 1930er Jahre entwickelt und funktioniert elektro-akustisch. Dabei wurden die Saiten mit Mikrohämmern angeschlagen und Schwingungen induktiv mit Pickups aufgenommen, mit Röhrenverstärker verstärkt und über Lautsprecher wiedergegeben.

In den 1970er und 1980ern wurde das Hybrid-Piano als robustes, transportables E-Piano verkauft und für Jazz und Rock eingesetzt. Sie haben sich aufgrund der eingebauten Synthesizer allerdings nicht lange gehalten – heute existieren nur noch ein paar Sammlerstücke.

Warum der Name Silent-Piano?

Aufgrund von leisem und sogar geräuschlosem Spielen wird das Hybrid-Instrument auch Silent-Piano genannt. Es ist sowohl für den heimischen als auch den Studio-Gebrauch nutzbar. Ein akustisches Piano kann zu einem Silent-Piano upgegradet werden. Dabei werden die Hammerköpfe von den Saiten gestoppt, mittels Sensoren ein MIDI Signal erzeugt und so die gesampelte Tonausgabe generiert.

Das Hybrid-Piano kann sogar geräuschlos gespielt werden

Wir stellen dir hier zwei Arten des Hybrid-Pianos vor. Wichtig ist, dass das Hybrid-Piano nicht klärt, welcher Anteil akustisch und welcher technisch ist. Die einzelnen Spezifikationen, Bauweisen, die Klangerzeugung und mehr variieren je nach Modell und Hersteller. Wir unterscheiden dabei zwischen zwei Arten: Den Digitalpianos mit akustischen Elementen und den traditionellen Klavieren mit digitalen Elementen.

Was ist ein Hybrid-Piano?

Die zwei verschiedenen Arten der Hybrid-Pianos

Das Hybridpiano ist ein Digitalpiano mit akustischen Elementen. Das Spielgefühl entsteht durch die Technik eines akustischen Klaviers, die Saiten fehlen allerdings. Der Klang wird digital erzeugt. Eine Transducer-Technik (Schwingungsgeber) ersetzt dabei die Schwingen der Saiten und sorgt für einen authentischen Klang.

Die zweite Art des Hybrid-Pianos ist ein akustisches Klavier mit digitaler Technik. Das Hybridpiano geht von der Bauweise eines akustischen Klaviers aus, besitzt aber eine Stummschaltung und eine digitale Tonerzeugung. Dieses Piano besitzt die echte Hammertechnik und kann ohne Stromzufuhr gespielt werden, wodurch es zu einem akustischen Klavier wird.

Hammermechanik Hybrid-Piano Tasteninstrumente

Eine Art des Hybrid-Pianos besitzt die echte Hammermechanik des Klaviers.

Durch Strom sind Vorteile der digitalen Elemente nutzbar

Mit Stromzufuhr ist die Stummschaltung nutzbar und die eingebauten digitalen Elemente sind nun verfügbar. Dazu gehören zum Beispiel ein Laptop-Anschluss sowie das Spielen über Kopfhörer. Die Stummschaltung erfolgt über das Entkoppeln der Hämmer von Saiten, wobei die zwischengeschalteten Sensoren das Gespielte abnehmen und digital den Klang erzeugen.

Warum ein Hybrid-Piano zulegen?

Das Ziel der Hybrid-Pianos: Die Vorteile von akustischem Klavier (Polyphonie) mit den Vorzügen digitaler Pianos kombinieren. Wegen der speziellen Bauweise und der Kombination aus Akustik- und Elektronik-Elementen ist das Hybrid-Piano teurer als Standard-Pianos und preislich zwischen 3.200 und 10.000 Euro anzuordnen. Es gibt sogar Silent Flügel für bis zu 21.000 Euro.

Die verschiedenen Arten der Tasteninstrumente

Die Tasteninstrumente lassen sich, wie erklärt, in akustische, elektronische und hybride Tasteninstrumente gliedern. Darunter können die Tasteninstrumente nochmals in verschiedene Kategorien eingeteilt werden, die sich nach ihrer Art der Tonerzeugung unterscheiden lassen:

  • die Saitenklinger oder Chordophone
  • die Luftklinger oder Aerophone
  • die Selbstklinger oder Idiophone
  • die Elektrophone
  • die Hybride.

Die Saitenklinger oder Chordophone

Die erste Art der Klangerzeuger sind die Saitenklinger oder Chordophone, die den Ton durch die Schwingung ihrer Saiten erzeugen. Der Korpus dient dabei zur Verstärkung des Sounds. Beispiele sind das Klavier oder das Cembalo.

Orgelpfeifen Tasteninstrument

Die Orgel erzeugt ihre Klänge über Pfeifen und gehört damit zu den Luftklingern.

Die Luftklinger oder Aerophone

Die nächste Kategorie der Tasteninstrumente sind die Aerophone (Luftklinger). Sie erzeugen den Klang durch Luftsäulen in einem Rohr, die schwingen. Beispiele sind hier die Orgel oder das Akkordeon.

Die Selbstklinger oder Idiophone

Die Idiophone oder Selbstklinger erzeugen den Ton durch ihren eigenen Klangkörper. Dazu gehört zum Beispiel die Celesta – ein kleines Klavier, das klanglich einem Glockenspiel ähnelt.

Die Elektrophone

Die Elektrophone erzeugen den Klang durch elektrische Generatoren mit elektrischer Spannung und duch die Wiedergabe über Lautsprecher. Elektrophone sind zum Beispiel Keyboards, Synthesizer und E-Pianos.

Die Hybride

Außerdem gibt es Hybridinstrumente wie das Claviorganum oder das Hybridpiano, die verschiedene Klangerzeugungen kombinieren.

Mehr Informationen mit Beispielen zu diesen einzelnen Arten der Tasteninstrumente findet Du in den nächsten Abschnitten.

Die akustischen Tasteninstrumente

Die akustischen Tasteninstrumente erzeugen ihre Klänge durch verschiedene Bauweisen mit Saiten oder Rohren. Sie werden ohne Elektronik gebaut und gespielt. Die akustischen Tasteninstrumente lassen sich in ihre verschiedenen Arten der Tonerzeugung (Saitenklinger, Luftklinger, Selbstklinger) unterteilen.

Piano Tasteninstrumente

Das Klavier ist das beliebteste Tasteninstrument und findet sich auch in Cafés, Restaurants & Bars wieder.

Das Klavier

Das Klavier ist das bekannteste, häufigste und historisch gesehen spannendste Tasteninstrument ist, aus dem sich viele andere Arten entwickelt haben. Deshalb widmen wir diesem akustischen Instrument besonders viel Aufmerksamkeit.

Woher hat das Klavier seinen Namen?

Der Begriff hat sich aus dem Lateinischen „clavis“, was Schlüssel bedeutet, geformt. Im frühen Mittelalter wurden Tonstufen mit einem Buchstaben bezeichnet. Diese Buchstaben wurden teilweise direkt auf die Tasten der Instrumente geschrieben, weshalb das Wort „clavis“ auf die Tasten übergeht.

Aus „clavis“ für alle Tasten wurde über die französische Sprache das Wort „clavier“ für die Tastatur. Dieses Wort wurde als „Clavier“ ins Deutsche übersetzt. Bis Ende des 18. Jahrhunderts wurden alle besaiteten Tasteninstrumente, egal mit welcher Klangerzeugung, deshalb als „Clavier“ bezeichnet.

Der Begriff Klavier stammt vom Lateinischen „clavis“ für Schlüssel ab

Die Bezeichnung „clavier“ geht auch auf den Notenschlüssel zurück, da die Tonbuchstaben vor die Linien bei notierter Musik geschrieben wurden. Diese mehrfache Bedeutung aus Schlüssel, Tonbuchstabe, Taste und Notenschlüssel ist wiederum auch heute noch in der englischen Bezeichnung „key“ beziehungsweise „Keyboard“ erhalten.

Das Pianoforte

Etwa im 17. Jahrhundert spielt die Klangerzeugung nun eine Rolle in der Namensgebung der Tasteninstrumente. Das sogenannte Hammerclavier wird nun „Pianoforte“ getauft. Der Name kommt daher, dass eine stufenlose Veränderung der Lautstärke zwischen piano und forte möglich war – wie wir es bei dem uns heute bekannten Klavier kennen. Die Lautstärke lässt sich ebenso durch das Pedal des Klaviers beeinflussen.

Das Pianino

Das Pianino wird heute allgemein als Klavier bezeichnet und ist für einen vielseitigen Gebrauch nutzbar. Die Saiten liegen hier vertikal. Mehr zu Aufbau und Klangerzeugung findest Du weiter unten im Text.

Flügel Tasteninstrumente

Der Flügel erinnert an einen Vogel und steht auf nur drei Beinen – daher auch sein Name.

Exkurs zum Flügel

Der Flügel ist der teureren Preisklasse zuzuordnen. Er ist größer und schwerer als das Klavier und befindet sich daher eher im professionellen Bereich im Einsatz, zum Beispiel bei Konzerten. Der Flügel steht auf drei Beinen und heißt so, weil er durch hat seinen Baukörper an einen Vogel erinnert. Die Saiten des Flügels sind horizontal angeordnet.

Die Entwicklung des Klaviers

Das Klavier wurde im Jahr 1709 von Bartolomeo Cristoferi als „Hammerclavier“ entwickelt. Davon inspiriert, brachte der Klavierbauer Gottfried Silbermann das Stück nach Deutschland. Mittlerweile hat sich das beliebte Tasteninstrument auf der ganzen Welt verbreitet. In verschiedenen Arten und Ausführungen und über seine lange Entstehungsgeschichte wurde das Klavier immer weiter verfeinert und ausgebaut.

Das Klavier ist aus folgenden Bestandteilen aufgebaut:

  • Korpus auf Balkenkonstruktions-Basis
  • Stimmstock (aus Holz)
  • Metallwirbel für Gussstahl-Saiten
  • Klaviatur oder Ersatztasten
  • Gehäuse
  • Pedalen (2-3)
  • Federn, Zungen, Dämpfer und Hämmer
  • insgesamt 88 Tasten.
Querschnitt Klavier Tasteninstrumente

Der Querschnitt des Klaviers zeigt die Hämmer und Saiten, welche die Töne erzeugen.

Die Mechanik des Klaviers

Für die Mechanik des Klaviers sind die Hämmer ausschlaggebend. Sie schlagen über den Druck der Finger des Pianisten auf die Saiten, prallen ab und werden wieder durch die sogenannte Repetitionstechnik eingedämpft. Durch dieses Anschlagen werden Vibrationen erzeugt, die an den Resonanzboden über den Rahmen übertragen werden.

Werden diese Vibrationen nun mit der Resonanz der mitschwingenden, nicht angeschlagenen Saiten vermixt, wird ein reiner und hochwertiger Klang erzeugt. So wird das ganze Instrument zum Resonanzkörper und ein voller Sound entsteht.

Die Mechanik zum Saiten-Anschlagen setzt sich aus 5.500 Einzelteilen zusammen. Auch die kleinste Fingerbewegung wird an die Hämmer übertragen – die Mechanik reagiert dabei instinktiv auf den Anschlag.

Ein weites Spektrum an Timbre und Lautstärke für das Klavier

Die Resonanzen der nicht angeschlagenen Saiten des Klaviers erzeugen einen komplexen Effekt. Daher hängen Timbre und Klangqualität von der Spielweise des Instruments ab – der Pianist kann sich also unendlich ausdrücken und variieren. So ist jedes Klavier individuell. Je nach Anschlag des Pianisten können daher die unterschiedlichsten Emotionen transportiert werden.

Unendlicher musikalischer Ausdruck je nach Bauweise & Spielart des Klaviers möglich

Die akustischen Klaviere können die Noten vom Anschlag bis zu ihrem Ausklingen sehr lange halten. Die Art und die Kraft des Anschlags kann dabei über die Lautstärke und das Timbre entscheiden. Das Spektrum reicht hier von sanft und weich bis hoch, kraftvoll und schrill. Je nach Baukörper und Material kann der Klang variieren.

Wenn eine regelmäßige Wartung und Stimmung durchgeführt wird und die schon abgenutzten Teile ersetzt werden, hat das Klavier eine sehr lange Haltbarkeit. Allerdings sollte dafür auch ein großes Budget eingeplant werden.

Das Klavier verfügt heute über einen Tonumfang von sechs Oktaven. Es ist für etwa 1.500 Euro erhältlich. Für einen Flügel musst Du mindestens 8.000 Euro zahlen.

Orgel Tasteninstrumente

Die Orgel ist vor allem in Kirchen und edlen Konzertsälen zu finden.

Die Orgel

Sie gilt als die „Königin der Tasteninstrumente“: die Orgel. Sie entstand schon vor sehr langer Zeit im Orient und wurde vor allem in der Barock- und Romantikzeit weiterentwickelt. Als Erfinder der Orgel gilt der Grieche Ktesibios, der ein Instrument baute, bei dem der Ton durch einen Winddruck durch Metallpfeifen erzeugt wurde.

Die Begriffsklärung und der Aufbau der Orgel

Das Wort Orgel leitet sich von dem griechischen „organon“ ab, was Werkzeug oder Instrument bedeutet. Der Klang wird durch Pfeifen erzeugt, was die Orgel in die Instrumente der Luftklinger einordnen lässt. Ein Luftstrom, der sogenannte Orgelwind, bläst die Pfeifen an.

Dieser Orgelwind wurde früher über das Treten eines Balges erzeug. Heute geschieht das meist über ein elektronisches Gebläse. Dabei kann der Organist (der Orgel-Spieler) die einzelnen Reihen der Pfeifen ein- und ausschalten. Die zwei bis sieben Tastenreihen der Orgel werden mit den Händen gespielt und heißen deshalb Manuale. Die Pedalreihe der Orgel wird mit den Füßen bedient.

Der Einsatz der Orgel

Aufgrund von neueren, elektronischen Modellen wie der Hammondorgel wird die ursprüngliche Version der Orgel auch Pfeifenorgel genannt. Die Orgel ist wegen ihren imposanten Klängen und ihrem gewaltigen Umfang besonders in Kirchen oder edlen Konzertsälen zu finden.

Die größte Orgel der Welt ist die Orgel der Atlantic City Convention Hall in der US-Stadt Atlantic City, die sieben Manuale und über 33.000 Pfeifen besitzt.

Das Cembalo & das Spinett

Das Cembalo und das Spinett gehören zu den klassischen Tasteninstrumenten. Diese waren vor allem in der Zeitspanne vom 15.– 18. Jahrhundert beliebt.

Cembalo Tasteninstrument

Das Cembalo ist ein klassisches Tasteninstrument und hatte seine Blütezeit vom 15.-18. Jahrhundert.

Die Geschichte des Cembalos

Im 15. Jahrhundert wurde das Cembalo entwickelt und hielt seine Beliebtheit bis ins 18. Jahrhundert an. Das Cembalo ist dem Klavier in Bezug auf die Bauart ähnlich, allerdings gibt es auch ein paar wichtige Unterschiede, die wir dir hier aufzählen.

Die Spielweise des Cembalos

Die Saiten werden nicht wie beim Klavier angeschlagen, sondern mit Federkielen angezupft. Die Tasten liegen hier schräg zum Saitenverlauf. Der Spieler hat keine Kontrolle über die Laustärke des Cembalos, da die Stärke des Tastendrucks die Laustärke nicht beeinflusst.

Allerdings sind die eingestellte Länge, Dicke und Spannung der einzelnen Saiten auschlaggebend für die Tonhöhe des Instruments. Der Klang der Cembalos ist hoch und klar, was häufig auch silbrig genannt wird.

Der Einsatz & die Besonderheiten des Cembalos

Besonders gerne wurde das Cembalo bei Konzerten oder im Wohnzimmer eingesetzt. Heute wir das Tasteninstrument nur noch in Einzelstücken produziert und gespielt. Eine Besonderheit ist das Cembalo mit zwei Tastaturen (sogenannten Manualen, weil beide mit den Händen gespielt werden), wodurch ein höherer Tonumfang und somit ein weites Spektrum an Klängen entsteht.

Das Spinett

Eine kleinere Bauform des Cembalos nennt man Spinett. Dieses Tasteninstrument hat einen drei- oder fünfeckigen Körper und eine seitliche Klaviatur. Die Seiten werden parallel zur Klaviatur gezupft. Aufgrund seiner kleinen Bauart ist das Spinett sehr platzsparend und wurde deshalb früher vor allem in privaten Haushalten genutzt. Wie das Cembalo sind die Töne des Spinetts voll und klar.

Akkordeon Tasteninstrumente

Das Knopfakkordeon ist – statt mit Tasten – mit Knöpfen ausgestattet, wie Du hier erkennen kannst.

Das Akkordeon

Umgangssprachlich wird das Akkordeon auch Handharmonika genannt, denn es ist ein Handzugsinstrument.

Die Geschichte des Akkordeons

Als Erfinder gilt Cyrill Demian, der im Jahr 1829 in Wien ein Instrument unter dem Namen „Accordion“ anmeldete. Das Tasteninstrument hat sich dann rasch in Europa und Amerika ausgebreitet. Bei diesem Instrument können voreingestellte Akkorde, wie bei der Orgel, erzeugt werden. Das Akkordeon gehört zur Instrumentengruppe der Luftklinger. Die Töne werden also durch einen Blasebalg erzeugt.

Wie funktioniert das Akkordeon?

Der Spieler zieht den Blasebalg des Akkordeons abwechselnd auseinander und presst ihn wieder zusammen. Die Seitenteile, die entweder mit Knöpfen und einer Tastatur oder nur mit Knöpfen (Knopfakkordeon) besetzt sind, werden Diskant und Bass genannt. Der Balg ist das Verbindungsteil der beiden Seitenteile.

Beim Spielen des Akkordeons werden Tasten und Knöpfe gleichzeitig gedrückt, wodurch ein Luftstrom über eine feine Metallplatte, genannt Zunge, im Inneren streicht. Durch die entstandenen Schwingungen werden Töne erzeugt. Hier kann der Spieler die Kontrolle über den Spieldruck haben.

Der Einsatz des Akkordeons

Da bei dem Akkordeon Knöpfe und Tasten sowie der Blasebalg gleichzeitig bedient werden müssen, erfordert das Tasteninstrument mehr Geschick. Das Akkordeon findet vor allem in der Volksmusik und bei Seemannsliedern Verwendung.

Melodica Tasteninstrumente

Die Melodica wird über einen Schlauch in Kombination mit einer Klaviatur gespielt.

Die Melodica

Die Melodica ist ein kompaktes und mobil einsetzbares Tasteninstrument. Aufgrund der einfachen Bespielbarkeit ohne Vorkenntnisse ist es besonders für Einsteiger gut geeignet.

Die Geschichte der Melodica

Entstanden ist die Melodica im Jahr 1959. Sie wurde von Matthias Hohner, Hersteller für Akkordeon und Mundharmonika, entwickelt. Die Melodica ist mit anderen Luftklingern wie dem Akkordeon oder der Mundharmonika vergleichbar. Für jeden Ton gibt es eine sogenannte Stimmzunge mit einer eigenen Luftkammer.

Der Aufbau der Melodica

Der Spieler bläst nun entweder direkt über das Mundstück oder einen Schlauch Luft in die Melodica. Durch gleichzeitiges Drücken einer Taste wird die zugehörige Luftkammer geöffnet. Die Stimmzunge wird über den Atem des Spielers bewegt und so ein Ton erzeugt. Die Melodica umfasst mit ihrer Klaviatur zwei bis drei Oktaven.

Der Einsatz der Melodica

Auch wenn die Melodica als Kinderinstrument gilt, ist sie heute in vielen Musikrichtungen verbreitet. Besonders beliebt ist das handliche Tasteninstrument in Pop, Jazz und Reggae. Die US-amerikanische Band „The Hooters“ haben sich sogar nach der Melodica benannt.

Die elektronischen Tasteninstrumente

Die elektronischen Tasteninstrumente gehören zu den modernsten Instrumenten. Sie wurden Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelt und sind bis heute sehr beliebt. Der Klang wird hier durch Elektronik erzeugt.

Keyboard/ E-Piano Tasteninstrumente

Das Keyboard findet einen vielseitigen Einsatz in vielen Musikstilen, bei Solo-Auftritten oder in Bands.

Das Keyboard und das E-Piano

Das Keyboard ist wohl das bekannteste der Elektrophone. Es wurde von der elektronischen Orgel weiterentwickelt und hat deren leichte Tastatur übernommen, die aus 61 Tasten besteht.

Die Geschichte & der Aufbau des Keyboards

Der Begriff „Keyboard“ leitet sich vom Englischen „Portable Keyboard“ ab, was „tragbare Tastatur“ bedeutet – da das Keyboard sehr viel leichter und mobiler einsetzbar als das E-Piano ist. Das Keyboard besitzt verschiedene Tasten, Drehknöpfe, Regler und Displays. Durch die eingebauten Lautsprecher sind keine Verstärker notwendig.

Die Klangerzeugung & die Besonderheiten des Keyboards

Durch das Drücken einer Taste wird der Ton in einem elektronischen System mit der ihm zugeordneten Höhe erzeugt. Durch eine ADSR-Hüllkurve wird der Klang je nach Druck der Tasten beeinflusst.

Das Keyboard kann die Töne verschiedener anderer Instrumente gleichzeitig abspielen. Dazu kann es unterschiedliche Beats und Rhythmen spielen und wird dadurch am liebsten in der Pop-Musik oder von Solo-Künstlern eingesetzt. Ein Keyboard ist schon für unter 50 – 100 Euro erhältlich.

Mehr zum Keyboard findest Du in der unten stehenden Tabelle Klavier vs. Keyboard.

Mehr zu Keyboards

Das E-Piano

Die E-Pianos haben eine starke Ähnlichkeit mit den akustischen Klavieren und besitzen auch eine gewichtete Tastatur mit 88 Tasten. Hier lässt sich die Laustärke regulieren, Kopfhörer anschließen, Akzente dazuschalten, und die Klangfarbe ändern. Wie das Klavier sind die Modelle schwer und relativ teuer. Die E-Pianos mit einer gewichteten Tastatur sind bei einer Preisklasse von um die 500 Euro anzuordnen.

Mehr dazu in unserem E-Piano Guide

Synthesizer1 Tasteninstrumente

Der Synthesizer bietet ein weites Spektrum an Klängen. Du kannst auch eigene Sounds speichern.

Der Synthesizer

Der Synthesizer war vor allem in den 1970ern und 1980ern sehr beliebt. Das Tasteninstrument erzeugt die Töne durch eine elektronische Klangsynthese. Grundsätzlich kann zwischen dem analogen sowie dem virtuell-analogen Synthesizer unterschieden werden.

Die Klangerzeugung des Synthesizers

Der Klang wird durch einen oder mehrere Oszillatoren erzeugt. Oszillatoren sind elektronische Schaltungen, die verschiedene Schallwellen mit unterschiedlicher Frequenz erzeugen. Die Schallwellen können durch elektronische Bausteine wie Filter verändert werden und dadurch verschiedene Klangfarben und Sounds erzeugen.

Mit den virtuell-analogen Synthesizern kannst Du im Gegensatz zu den analogen Modellen sogar deine eigenen Sounds speichern. Die Synthesizer bietet also ein breites Spektrum an Möglichkeiten zur Soundgestaltung. Diese Sounds können selbstständig und ohne zusätzliches Equipment erweitert werden.

Der Einsatz des Synthesizers

Der Synthesizer ist kompakt und einfach transportabel und kann dadurch vielseitig eingesetzt werden. Das elektronische Tasteninstrument wurde in den 1970ern und 1980ern in Pop, Rock und Jazz eingesetzt, wird aber auch in der Musical- und Filmwelt und natürlich auch noch heute verwendet. Synthesizer bekommst Du schon ab 300 Euro.

Finde hier den passenden Synthesizer für Einsteiger

Sampler Tasteninstrumente

Der Sampler ist ein flexibles Tasteninstrument, das Sounds und Samples speichern kann.

Der Sampler

Der Sampler ist ein flexibles, elektronisches Tasteninstrument. Er gibt gespeicherte oder aufgenommene Sounds und Samples über Tasten, Trigger-Pads oder externe Master-Keyboards wieder. Der Sampler findet in vielen Genres, zum Beispiel Pop, Verwendung.

Die Hammondorgel

Die elektronische Orgel gilt als einer der ersten Tasteninstrumente mit elektronischer Klangerzeugung. Sie wurde im Jahr 1934 von Erfinder Laurens Hammond entwickelt und wird deshalb auch als Hammond-Orgel bezeichnet.

Manuale Hammomdorgel Tasteninstrumente

Die Hammondorgel ist eine Orgel mit elektronischer Klangerzeugung und besitzt zwei Manuale.

Der Aufbau der Hammondorgel

Die Hammond-Orgel besitzt zwei Manuale und ein Pedal. Diese Tastaturen sowie das Haupt- und Schwellwerk wurden der Pfeifenorgel entnommen. Der Unterschied zwischen den beiden Orgel-Arten ist allerdings der Tonumfang.

Die Tonerzeugung der Hammondorgel

Für die Tonerzeugung ist ein Generator zuständig. Dieser wird durch einen Synchronmotor angetrieben. Tonräder, die mit einem gewellten Rand ausgestattet sind, rotieren vor elektromagnetischen Tonabnehmern. Diese Änderung des magnetischen Flusses erzeugt eine Wechselspannung mit Sinusschwingung. Durch einen Verstärker kann nun der Ton erklingen. Mit der Hammond-Orgel können viele Effekte wie Flanger, Phaser oder Percussion genutzt werden.

Der Einsatz & der Preis der Hammondorgel

Der Einsatz der elektronischen Orgel war als Pfeifenorgel- und Kinoorgelersatz gedacht, hat sich aber fast nicht durchgesetzt. In der Gospelmusik in nordamerikanischen Kirchen wurde die elektrische Orgel öfters eingesetzt. Sonst hat sie sich vor allem in den Musikstilen Jazz, Rock und Pop beliebt gemacht.

Preislich sind die Hammond-Orgeln zwischen 3.000 und 12.000 Euro einzuordnen.

Pianospieler Tasteinstrumente

Mit der Zeit haben sich einige Hybride der Tasteninstrumente entwickelt.

Die Hybride der Tasteninstrumente

Hybrid bedeutet „Gemischt oder Gebündelt“, also von zweierlei Herkunft oder aus Verschiedenartigem zusammengesetzt. Demnach sind hybride Tasteninstrumente Mischungen aus verschiedenen Tasteninstrumenten. Zum Beispiel gibt es das Hybrid- oder Silent-Piano und das Claviorganum.

Das Hybrid- oder Silent-Piano

Das Hybrid-Piano ein Mix aus elektronischem und akustischem Piano und ist an den Flügel angelegt. Weiter oben im zweiten Abschnitt im Unterpunkt Die aktuellste Entwicklung der Tasteninstrumente gibt es eine ausführliche Erklärung zu dieser Pianogattung.

Das Claviorganum

Das Claviorganum wurde im 15. Jahrhundert entwickelt und zählt daher zu den klassischen, alten Tasteninstrumenten. Das Claviorganum ist ein Mix aus Truhenorgel und Cembalo. Truhenorgel bedeutet, dass die Pfeifen unter der Tastatur liegen. Das heißt, das Instrument ist kompakter und platzsparender als eine Orgel und von der Bauart eher dem Cembalo nachempfunden.

Hybride der Tasteninstrumente sind das Hybrid-Piano und das Claviorganum

Durch eine mechanische Koppel mit der Tastatur sind Cembalo sowie Truhenorgel zu gleicher Zeit spielbar, wodurch eine Kombination der beden Instrumente entsteht. Es gibt dabei verschiedene Varianten mit bis zu drei Tastaturen, die unterschiedliche Spielweisen ermöglichen.

Die verschiedenen Tastaturen des Claviorganums

Bei einem Claviorganum mit einer Tastatur sind beide Instrumente nur abhängig voneinander spielbar. Bei zwei Tastaturen können die Instrumente separat oder gemeinsam angewendet werden. Bei drei Tastaturen besteht das Claviorganum aus einem zweimanualigen Cembalo und einer einmanualigen Orgel. Eventuell gibt es zusätzlich noch die Pedalklaviatur.

Das Claviorganum als seltenes Tasteninstrument

Die Modelle aus den alten Zeiten sind heute nicht mehr spielbar. Das liegt unter anderem daran, dass die Stimmung des Claviorganums sehr aufwendig ist. Heute sind die Clavierorgana deshalb größtenteils in Museen oder Kirchen ausgestellt. In Italien gibt es sogar ein Festival exklusiv für das Claviorganum.

Synthesizer Tasteninstrumente

Elektronische Tasteninstrumente wie der Synthesizer haben Vor- und Nachteile.

Der Unterschied zwischen elektronischen und akustischen Tasteninstrumenten

Der größte Unterschied zwischen elektronischen und akustischen Tasteninstrumenten ist die Art der Klangerzeugung. Bei Akustik wird der Klang über Hämmer, die auf die Saiten schlagen, erzeugt – zum Beispiel beim Klavier.

Bei elektronischen Tasteninstrumenten gibt es keine Saiten, sondern Schalter, elektronische Klangerzeuger und Lautsprecher. Allerdings gibt es auch elektronische Pianos mit Hämmern, die aber die Dynamik des Anschlags und nicht die Saiten erfassen und so näher am akustischen Piano liegen.

Jeweils anderer Fokus der Tasteninstrumente im Vordergrund

Wichtig ist ebenfalls, dass ein anderer Fokus bei beiden Instrumenten im Vordergrund steht. Bei elektronischen Instrumenten sind verschiedene Sounds von anderen Instrumenten eingespeichert, die für einen mobilen und vielseitigen Gebrauch nutzbar sind.

Bei akustischen Instrumenten wie dem Klavier steht der volle Piano-Sound dabei im Vordergrund. Weitere Unterschiede sowie die Vor- und Nachteile zeigen wir dir anhand einer Gegenüberstellung von Keyboard und Klavier.

Klavier vs. Keyboard: Die Unterschiede erklärt

Klavier

Keyboard

Körper
  • hochwertig
  • groß & schwer
  • kompakt & leicht
  • Specials
  • echter & authentischer Klang
  • emotionaler Ausdruck möglich
  • verschiedene Funktionen
  • Nachahmen anderer Instrumente
  • Tonerzeugung
  • durch Saiten und Hämmer
  • durch Resonanzkörper
  • elektronische Klangerzeugung
  • über Sensoren durch Lautsprecher verstärkt
  • technische Effekte möglich
  • Aufbau
  • 88 Tasten aus Holz, Knochen oder Kunststoff
  • gewichtete Klaviatur
  • 61 Tasten aus Kunststoff
  • ungewichtete Klaviatur
  • Klang
  • rein & hochwertig
  • elektronisch
  • versch. Arten des Klangs möglich
  • Spielgefühl
  • Mechanik besteht aus 5.500 Einzelteilen
  • überträgt Fingerbewegung
  • intuitive Reaktion auf Anschlag
  • Spielgefühl von Orgel reproduziert
  • Anschlagverhalten je nach Hersteller / Modell unterschiedlich
  • Ton
  • grenzenloses Ausdruckspotential: Timbre und Klangqualität hängen von Spieler ab
  • Resonanzen erzeugen komplexen Effekt
  • gleichbleibendes Timbre für alle
  • gleiche Lautstärke, wenn Tasten mit gleicher Kraft gedrückt werden
  • Ausdruckskraft
  • Noten lange halten bis Ausklingen
  • Laustärke: sanft-kraftvoll
  • Timbre: weich-brillant
  • reichhaltiges Ausdruckspotenzial
  • sanfter Übergang zwischen Timbres durch festen oder sanften Anschlag
  • kommt nah an die Ausdruckskraft des Pianos heran
  • Haltbarkeit
  • sehr lange haltbar (wenn abgenutzte Teile ersetzt werden)
  • regelmäßige Wartung wichtig
  • hängt von elekronischen Komponenten ab
  • Einsatz
  • bei Konzerten
  • zu Hause
  • in Einrichtungen wie z.B. Schule
  • in Bands
  • bei Konzerten
  • als Alleinunterhalter
  • einfach bedienbar z.B. für Kinder
  • Preis
  • ab 1.000 Euro
  • ab 50-100 Euro
  • Einstieg
  • eher für Fortgeschrittene
  • gut für Anfänger geeignet
  • Vorteile
  • echtes Spielgefühl
  • längere Haltbarkeit
  • Klang variiert stufenlos je nach Anschlag
  • Emotionen perfekt transportierbar
  • unendliche Dynamik-Auflösung
  • nunancenreicher Klang
  • Polyphonie
  • Stimmung durch Elektronik
  • mit Kopfhörer: leise & auch nachts spielbar
  • platzsparend
  • nahtloses Hinüber-
    gleiten von Ton zu Ton
  • versch. Klänge & Sounds
  • MIDI Funktion
  • Anschluss an Apps möglich
  • Nachteile
  • schwer
  • braucht Platz
  • teuer
  • aufwendiger Transport
  • muss regelmäßig gestimmt werden
  • auf Strom / Technik angewiesen
  • nicht lange haltbar
  • kein authentisches Spielgefühl
  • Buntes Klavier Tasteininstrumente

    Tasteninstrumente zeigen vom Auftritt in der Bar bis zu edlen Konzerten einen vielseitigen Einsatz.

    Was sind die Besonderheiten und wo werden Tasteninstrumente eingesetzt?

    Die meisten Tasteninstrumente haben festgelegte Töne in der Tonhöhe, die spielbar sind. Daher ist ein nahtloses Hinübergleiten von Ton zu Ton nicht möglich. Eine Ausnahme bilden allerdings die elektronischen Tasteninstrumente.

    Eine weitere Besonderheit ist der vielseitige Einsatz der Instrumente. Dabei ist besonders hervorzuheben, dass die einzelnen Arten in verschiedenen Bereichen und für einen unterschiedlichen Zweck nutzbar sind.

    Ein Überblick über den Einsatz der Tasteninstrumente

    Der Einsatz der Tasteninstrumente bildet ein großes Spektrum an Möglichkeiten ab. Die Musikstile reichen von klassischer Musik wie der Kammermusik aus dem Barockzeitalter oder der Romantik über Volksmusik bis hin zu Jazz, Rock und Pop.

    Das Klavier als Allround-Talent

    Besonders das Klavier ist dabei umfassend einsetzbar. Dazu zählen unter anderem solistisch oder mit anderen Instrumenten, im Orchester oder in einer Band zu spielen. Außerdem wird es als Liedbegleitung, zur Improvisation oder zur Begleitung beim Ballett gerne benutzt.

    Der Einsatz von Orgel und Synthesizer

    Die Orgel wird vor allem in Kirchen oder bei Konzerten eingesetzt. Die elektronischen Tasteninstrumente sind gerade bei den jüngeren Generationen sehr beliebt. Der Synthesizer deckt dabei ebenfalls ein breites Spektrum an Möglichkeiten ab. Dazu zählen das Spielen in Bands, die DJ-Nutzung, den Einsatz für Musical- und Filmmusik und der Live-Einsatz.

    VIntage Synthesizer Tasteninstrumente

    Der Synthesizer im Vintage Design bietet einen bunten Einsatz, unter anderem für Filmmusik.

    Zusammenfassend zu Tasteninstrumenten

    Wir haben dir hier alle Tasteninstrumente vorgestellt. Für einen abschließenden Überblick fassen wir dir noch einmal die wichtigsten Informationen zusammen.

    Tasteninstrumente sind Musikinstrumente, bei dem der Ton durch das Niederdrücken bzw. Anschlagen von einer oder mehrerer Tasten auf die Klaviatur indirekt erzeugt wird. Die Aneinanderreihung der Tasten wird dabei Klaviatur genannt. Dabei wird zwischen Anschlagen (Klavier), Zupfen (Cembalo) und Anblasen (Orgel) der einzelnen Tasteninstrumente unterschieden.

    Außerdem lassen sich die Tasteninstrumente in die folgenden Klassen der Klangerzeugung einordnen. Es gibt Saitenklinger, Luftklinger, Selbstklinger und Elektrophone. Die Elektrophone sind dabei die wohl modernsten aller Tasteninstrumente, bei denen die Tonerzeugung elektromisch entsteht. Dazu gehört das Keyboard oder der Synthesizer. Natürlich gibt es auch Hybrid-Formen wie das Silent-Piano.

    Tasteninstrumente gehören zu den vielseitigsten und beliebtesten Instrumenten

    Angefangen im frühen Orient mit der Orgel bis hin zu den heute beliebten Melodicas und Synthesizern sind die Tasteninstrumente bis heute gefragte Instrumente und immer erweiterbar und veränderbar. Der Einsatz ist sehr vielseitig.

    Egal in welchem Musikstil und ob in der Band, beim Konzert oder für den Gebrauch daheim – Tasteninstrumente werden immer beliebt bleiben und sich stetig weiterentwickeln. Wir sind gespannt, was die Zukunft noch alles bringt. Und werden natürlich berichten!

    So kannst Du einen guten Klavierlehrer finden

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