Bester Gitarrenlautsprecher? Was dir sonst keiner verrät und Du wissen solltest

Gitarrenlautsprecher

Gitarrenlautsprecher Ratgeber: So behältst Du die Übersicht im Speaker-Dschungel!

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Gitarrenlautsprecher Ratgeber

Wer das Internet auf der Suche nach dem besten Gitarrenlautsprecher durchforstet, wird auf sie treffen. Es ranken sich die unterschiedlichsten Mythen und Meinungen um die zahlreichen Exemplare der beliebtesten Marken wie Celestion, Eminence und Co. Auf dem Papier machen sie alle eine gute Figur und jeder hat seine ganz eigenen Fans.

Doch welcher ist der richtige Speaker für dich, deine Gitarre und deine Musik? Gibt es so etwas wie den „besten“ Gitarrenlautsprecher überhaupt?

Die besten und nützlichsten Informationen und Tipps, sowie einen Überblick über die gängigsten Modelle bekommst Du in diesem Guide.

Gitarrenlautsprecher

Der Aufbau eines Gitarrenlautsprechers

Funktionsweise eines Gitarrenlautsprechers

Die kegelförmigen Gitarrenlautsprecher wandeln das elektrische Signal des Gitarrenverstärkers in hörbaren Schall um. Aber wie genau läuft das eigentlich ab?

Das elektrische Signal des Verstärkers wird an die sogenannte Schwingspule geleitet, eine mit Kupferdraht umwickelte Trägerfolie. Hierbei entsteht ein magnetischer Fluss, welcher mit dem Magnetfeld des Permanentmagneten interagiert und so die Schwingspule in Schwingung versetzt. Die Schwingspule kann sich jedoch nur nach hinten und vorn bewegen, da sie von der Zentrierspinne seitlich fixiert wird.

Diese Bewegung leitet die Schwingspule an die Membran weiter, die über die Sicke mit einem stabilen Alu- oder Druckgusskorb verbunden ist.

Die Luft vor der Lautsprecher-Membran wird bei diesem Prozess abwechselnd zusammengedrückt und auseinandergezogen – dadurch entstehen die hörbaren Schallwellen.

Unterschied zwischen Keramik, Alnico & Neodym-Magneten

Bei den Magneten kommen unterschiedliche Materialien zum Einsatz, wie Du weiter unten noch sehen wirst. Im Folgenden besprechen wir die drei typischen Magneten beim Gitarrenlautsprecher.

Keramik-Magnet

Keramik-Magneten bestehen aus einer Strontium-Ferrit-Verbindung und wurden als preisgünstige Alternative zu Alnico entwickelt. Speaker mit diesem Material sind wesentlich belastbarer und druckvoller als die mit Alnico. Klanglich wirken sie etwas heller und mittenbetonter.

Keramikgitarrenlautsprecher kommen gut mit hoher Lautstärke zurecht und entwickeln meist erst bei bei einer hohen Lautstärke ihr volles Klangpotenzial durch eine angenehm sanfte Kompression. Keramik-Magnete wiegen in der Regel wesentlich mehr als Alnico.

Alnico

Alnico ist eine Legierung aus den namensgebenden Elementen Aluminium, Nickel und Cobalt. Aufgrund der knappen Versorgungslage dieser Rohstoffe, besonders von Cobalt, sind Alnico-Speaker preislich weniger erschwinglich. Verglichen mit Keramik-Speakern gilt der Sound generell als wärmer, detailreicher und organischer. Auch eine bessere Ansprache wird ihnen nachgesagt.

Die Kompression bei Alnico-Gitarrenlautsprechern fällt etwas rauer und kratziger aus als bei ihren Keramik-Pendants.

Neodym

Neodym-Speaker sind die Newcomer unter den Gitarrenlautsprechern. Sie wurden erstmalig im Jahr 2011 eingeführt. Ihr geringes Gewicht macht sie sehr attraktiv für Gitarristen, die viel unterwegs sind. Die Creamback-Variante von Celestion mit Neodym-Magneten wiegt beispielsweise gerade einmal 1,9 kg.

Das Material Neodym erreicht eine sehr hohe Magnetfeldstärke schon bei geringem Gewicht. Und so können die Magnete sehr klein gehalten werden. Rückenschmerzen adé!

Klanglich vereinen sie Wärme mit einer präzisen Wiedergabe der Nuancen. Dabei können sie es in Sachen Lautstärke mit Gitarrenlautsprechern mit Keramik-Magneten aufnehmen. Die Mittenwiedergabe fällt allerdings etwas trocken aus.

Welchen Einfluss hat das Gehäuse?

Auch das Gehäuse der Gitarrenbox hat einen Einfluss auf den Klang und das Verhalten der Gitarrenlautsprecher. Hier gibt es drei Charakteristika, welche Du beim Kauf im Auge behalten solltest.

Das richtige Holz für die Gitarrenbox

Ähnlich wie bei Akustikgitarren beeinflusst das Material des Resonanzkörpers die Schwingung und den Gesamtklang. Der Einfluss des Holzes gilt jedoch unter all den tonprägenden Komponenten als verhältnismäßig gering.

Die gängigen Gehäusematerialien sind:

  • Vollholz
  • Multiplex und
  • MDF (Mittel-Dichte-Faser)

Voll- oder Massivholz wie z.B. Pappel gilt als besonders resonant. Das Gehäuse schwingt hier mit, was in einem offenen, lebendigen und charaktervollen Ton resultiert. Es eignet sich damit gut für organische, cleane Sounds á la Fender Tweed Combos. Allerdings ist es wenig rückenschonend bei den Gigs.

Bei Multiplex und MDF handelt es sich um zusammengepresste Holzplatten. Sie sind besonders dick und steif und somit im Vergleich zu Vollholz weniger resonant. Hier wird nur wenig Schwingungsenergie an das Gehäuse abgegeben, was in einem sehr straffen und druckvollen Sound resultiert. Also perfekt für Rock und Metal.

Multiplex bringt zwar in der Regel ordentlich Gewicht mit sich, hält im Tour-Alltag aber den täglichen Transportstrapazen besser stand als MDF.

Gitarrenlautsprecher

Rückseite des Vox AC30HW60 mit offenem Gehäuse

Closed- oder Open Back?

Ein auf der Rückseite geschlossener Gitarrenlautsprecher liefert eine Menge Punch und Druck – die Luft und die Schallwellen können in erster Linie nur nach vorne entweichen. Das ist ideal für die härtere Gangart. Allerdings strahlt eine „Closed Back“ Gitarrenbox auch nur relativ gerade nach vorn ab.

Das offene Pendant, der Open-Back Gitarrenlautsprecher, strahlt dagegen eher kugelförmig in den Raum. Dies entsteht letztlich auch durch Raumreflektionen im Rücken der Box, wo sich die offene Wand befindet. Der Sound klingt etwas offener als bei der geschlossenen Variante, allerdings auch mit unpräziseren Bässen. Sehr schön geeinget für gemäßigtere Töne. Kleiner Tipp: Bei Kombo-Röhrenverstärkern ergeben offene Gehäuse auch aus lüftungstechnischen Gründen Sinn.

Größe der Gitarrenbox

Auch die Größe sollte dem angestrebten Anwendungsfeld gerecht werden. Für den Hobbygitarristen reicht für daheim eine 1×12 Box, wobei die meisten Verstärker-Topteile natürlich besser auf einer 2×12 Box aussehen. Im Proberaum bleibt man mit der 2×12 Box bei moderater Band-Lautstärke und einer 4×12 Box bei Rock und Metal konkurrenzfähig.

Auch in Sachen Klang macht die Größe des Gitarrenlautsprechers einen Unterschied. Ein Gehäuse mit nur einem Lautsprecher kann nicht den Druck und das Bassvolumen einer großen 4×12 Gitarrenbox liefern.

Gitarrenlautsprecher mit 8 oder 16 Ohm?

Viele Gitarrenlautsprecher sind sowohl mit 8 Ohm als auch mit 16 Ohm erhältlich. Aber welchen solltest Du verwenden? Gitarrenlautsprecher mit 8 oder 16 Ohm?

Zum einen dient diese Option der Flexibilität bei der Anpassung der Gesamtimpedanz an deinen Amp. Wie Du unten nachlesen kannst, sollte die Impedanz übereinstimmen. Das bedeutet: Du schließt eine 8 Ohm Gitarrenbox an einen 8 Ohm Amp an. Achtest Du nicht darauf, kann es zu Schäden am Ausgangsübertrager oder anderen Bauteilen des Amps kommen. Am häufigsten findest Du 8 Ohm am Gitarrenverstärker. Inzwischen sind Amps mit 4 Ohm eher selten geworden.

Und dann gibt es zwischen den Varianten mit 8 oder 16 Ohm tatsächlich auch kleine Soundunterschiede.

Die Schwingspule ist bei einem 16 Ohm Gitarrenlautsprecher öfter umwickelt – hat also mehr Wicklungen. Dies resultiert in einem vergleichsweise dünneren, luftigeren und dezent leiseren Klang.

Bei 8 Ohm Gitarrenlautsprechern wird Kupferdraht mit einem größeren Durchmessen verwendet und es werden dadurch weniger Wicklungen um die Schwingspule benötigt. Charakteristisch ist ein etwas fetterer, wärmerer und modernerer Sound.

Es mögen streitbare Nuancen sein, aber es lässt sich mit diesen Klangeigenschaften experimentieren. Im Zweifel greifst Du einfach zur 8 Ohm Gitarrenbox.

Mehr zum Thema: Gitarrenbox anschließen

Frequenzgang

Der Frequenzgang eines Gitarrenlautsprechers zeigt dir den Verlauf bei der Frequenzwiedergabe an. Bei Gitarrenlautsprechern ist das etwa der Bereich 75 Hz bis 6 kHz, wenn sie für die Verwendung mit normalen Amps verwendet werden. Eine Ausnahme ist der Celestion F12–X200, der mit einem Frequenzgang von 60 Hz bis 20 kHz, um das volle Spektrum für das Amp Modeling bereitzuhalten.

Die grafische Darstellung des Frequenzgangs zeigt dir außerdem, welche Frequenzen der Speaker besonders hervorhebt und wo er vielleicht eher zurückhaltend ist. Eine praktische Übersicht wenn Du z.B. bestimmte tonale Defizite des Verstärkers ausgleichen möchtest.

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Frequenzgang des Eminence Guitar Legend 1258 Gitarrenlautsprechers – Die blasse Linie beschreibt den Verlauf der Impedanzen

Einschwingen der Gitarrenlautsprecher

Frische Gitarrenlautsprecher entfalten ihr volles und klangliches Endstadium erst nach einer bestimmten Einspielzeit. In der Regel werden zwischen 30-40 Spielstunden empfohlen.

Es geht hierbei darum, die Aufhängung der Membran (Sicke) geschmeidiger zu machen. Tiefe Töne eignen sich zum Einschwingen übrigens am Besten, da hier die Membran am meisten arbeiten muss.

Wer seine Speaker nicht persönlich einspielen möchte, kann den Vorgang durch ein eingesampeltes Riff per Loop-Pedal oder via Computer mithilfe von Reamping automatisieren.

Welcher Gitarrenlautsprecher ist der richtige für Modeling-Amps?

Der in unserem Gitarrenlautsprecher Vergleich vorgestellte Celestion F12 – X200 ist der perfekte Partner für alle Modeler alà Kemper.

Der perfekte Partner für Modeler

Der Full-Range Speaker liefert eine möglichst neutrale Wiedergabe der Speaker-Simulationen und ist auch im Frequenzgang genau auf das digitale, frequenzkorrigierte Ausgangssignal angepasst. Seine Leistung ist ebenfalls auf die Verwendung mit, für Digitallösungen typischen, Solid State Endstufen abgestimmt.

Welcher Gitarrenlautsprecher ist ein guter Allrounder?

Grundsätzlich kannst Du auf jedem Gitarrenlautsprecher jegliches Musikgenre spielen. Aber natürlich eignen sich hier einige Modelle besser als andere.

Ein Allround-Gitarrenlautsprecher wäre etwa einer, mit dem Du dich klanglich nicht zu sehr in einer Nische bewegst und genretechnisch flexibel bleibst. Auf Allround-Fähigkeiten solltest Du vor allem dann achten, wenn Du Clean, Crunch und High-Gain gleichermaßen spielst. Auch im Recording Studio ist der geneigte Gitarrist mit einem Allrounder gut aufgestellt, insofern man nicht auf einen Musikstil festgelegt ist.

Noch wichtiger ist ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Bässen, Mitten und Höhen. In Sachen Belastung sollte der perfekte Allround-Gitarrenlautsprecher natürlich auch für größere Bühnen optimiert sein.

Ein Allround Speaker sollte jedoch nicht nur aufgerissen gut klingen, sondern auch auf Zimmer-Lautstärke brillieren.

Ein Speaker, der all diese Kriterien erfüllt, ist der Celestion G12M-65 Creamback. Deshalb bekommt er von mir die Empfehlung als bester Allround-Lautsprecher.

Gitarrenlautsprecher

Darf’s ein bisschen mehr sein? – Die Marshall-Wand des verstorbenen Slayer Gitarristen Jeff Hanneman beladen mit Celestion G12T-75 Speakern. Die oberen beiden Reihen sind jedoch nur Leergehäuse.

Gitarrenlautsprecher für Metal

Ein Gitarrenlautsprecher für Metal muss eine Menge Leistung liefern und Bässe tight wiedergeben, egal wie tief die Gitarren gestimmt werden. Auch ein sauberes Umgehen mit High-Gain ist hier wichtig. Damit wären Alnico-Gitarrenlautsprecher schon raus. Das Gehäuse sollte für den Metal-typischen Druck geschlossen sein.

Wer auf kräftige Mitten steht, findet Gefallen am Celestion Vintage 30. Wenn dich Preis und Gewicht nicht abschrecken, teste mal den EVM–12L.

Für einen scooped Sound mit wenigen Mitten und aggressiven Metal-Sound, bietet sich der Klassiker Celestion G12T-75 an (in vielen Marshall-Boxen zu finden). Metallica und andere Thrash- Death-Metal-Bands spielten diesen vor allem in den 1980er Jahren. Allerdings darfst Du diesen Gitarrenlautsprecher nicht mit einem Amp kombinieren, der schwach in den Mitten ist. Ansonsten ist die Gefahr, im Band-Mix unterzugehen, sehr hoch.

Lies auch: Warum deine Gitarre im Band-Mix untergeht

Gitarrenlautsprecher kaufen

Der Gitarrenlautsprecher und der Gitarrenverstärker beeinflussen sich gegenseitig durch ihre elektronischen Bauteile. Erst die Kombination aus beiden ergibt den finalen Sound. Anders gesprochen: Je nach Amp kann der Sound des Speakers variieren. Deshalb solltest Du deinen eigenen Amp zum Anspielen mitnehmen um den optimalen Sound zu erzeugen.

Einzelne Speaker sind zwar fast überall zu kaufen, aber leider nicht direkt anzuspielen. Im Musikladen deiner Wahl kannst Du aber zumindest die bewährten Klassiker in typischen Gitarrenboxen anspielen.

Auf YouTube finden sich zwar zahlreiche Demonstrationen und Sounds, doch hier ist Vorsicht geboten. Der Klang wird von sehr vielen Komponenten beeinflusst: der Style des Gitarristen, die Gitarre, die Pickups, der Amp, die Mikrofonierung. Für einen ersten Eindruck ist das ein guter Einstieg.

Marktübersicht Gitarrenlautsprecher

Welcher Gitarrenlautsprecher ist der richtige für dich?

Damit Du dich im Überangebot der Gitarrenlautsprecher nicht verirrst, bekommst Du von uns in unserer Marktübersicht die bekanntesten und angesagtesten Modelle vorgestellt.

Celestion

Das 1924 gegründete englische Unternehmen Celestion zählt zu den bekanntesten Marken bei Gitarrenlautsprechern. Zusammen mit Marshall haben sie den Rocksound der letzten Jahrzehnte maßgeblich geprägt. Bekannte Aushängeschilder für ihren Sound sind unter anderem Jimi Hendrix, Angus Young, Eddie van Halen und Slash.

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Celestion G12M Greenback – Der Name ist Programm

Celestion G12M Greenback

Der Celestion Greenback ist ein klassischer, fast schon legendärer Rock & Blues Gitarrenlautsprecher. Obwohl Celestions erster Keramikmagnet-Speaker bereits im Jahr 1965 erschien: wenn es um erdigen Vintage Sound geht, bist Du hier richtig. Der Speaker, der seinen Namen durch die grüne Abdeckung auf der Rückseite hat, ist in vielen unterschiedlichen Varianten und Spezifikationen erhältlich. Deswegen bleibt es an dieser Stelle beim G12M Greenback.

Bissige, jedoch stets warme Mitten und Höhen machen diesen Speaker im Bandkontext enorm durchsetzungsfähig. Dafür fällt die Basswiedergabe eher dezent aus. Mit seiner rotzigen Attitüde ist er der perfekte Partner für alle bluesigen und rockigen Angelegenheiten, wobei er auch Clean-Sounds seidig und dynamisch aufwertet. Die Basswiedergabe steht keinesfalls im Vordergrund. Druck und Definition leiden dagegen bei High Gain und tiefen Stimmungen. Dafür wurde dieser Speaker offensichtlich nicht konzipiert.

Erwähnenswert wäre noch die relativ geringe Belastbarkeit von 25 Watt. Für den Proberaum und den Bühnenalltag können diese 25 Watt zu wenig sein. Bei moderaten Sessions und im Studio macht der Greenback dagegen auch als Einzelkämpfer eine gute Figur. Wer gleich etwas mehr Power möchte, greift zum G12H (Greenback mit größerem Magnet) oder zu dem nächsten Kandidaten.

» Preis: 125 €

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Celestion G12M-65 Creamback – Der Allrounder

Celestion G12M-65 Creamback

Dieser Lautsprecher ist ein Greenback auf Steroiden. Während der Klassiker mit seinen 25 Watt und den zurückhaltenden Bässen schnell an seine Grenzen kommt, bleibt das cremefarbene Pendant untenrum sehr tight. Mit seinen 65 Watt ist er auch für größere Aufgaben gewappnet.

Obwohl der Celestion G12M-65 Creamback die wesentliche Klangcharakteristik des Oldies besitzt, ist er doch runder und vor allem voller im Bassbereich. Die Basswiedergabe kommt hier excellent zum Vorschein. Genau deshalb bleibt der Gitarrenlautsprecher auch bei tieferen Gitarrenstimmungen und härteren Zerrgraden definiert.

Hiermit ist also nicht nur Vintage-Rock möglich, sondern auch ein ordentliches Metalbrett.

Gewicht und Frequenzgang decken sich mit den Werten beim G12M Greenback. Der Creamback ist aufgrund seiner Ausgewogenheit als solider Allround-Speaker zu empfehlen, mit dem sich so ziemlich jedes Genre bewältigen lässt.

» Preis: 129 €

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Celestion Vintage 30 Gitarrenlautsprecher – Der Bestseller

Celestion Vintage 30

Der Vintage V30 ist der meistverkaufte Gitarrenlautsprecher von Celestion. Er besticht durch eine ausgeprägte, aggressive Betonung der Mitten. Das ist vielleicht nicht Jedermanns Sache, doch genau diese Tatsache findet bei Rock und Metal-Veteranen viele Anhänger.

Mit diesem Speaker brauchst Du keine Sorge zu haben, im Bandkontext unterzugehen. Die Bässe werden straff und druckvoll wiedergegeben. Der Celestion Vintage 30 hat einen Kennschalldruck von 100 dB, ein besonders lauter Speaker.

Der Vintage 30 zählt zu den Gitarrenlautsprechern, die ordentlich eingeschwungen werden müssen, bevor sie ihr volles Potenzial erreichen. Die anfänglich etwas harschen Höhen und sägenden Mitten weichen mit der Zeit einem punchigem „In your Face“ Sound, den man nicht mehr missen will und der auf vielen großen Rock und Metal-Bühnen den Standard setzt.

Der Frequenzgang reicht von 70 Hz bis 5 kHz. Achtung: Mit einem Gewicht von 4,7 kg ist er kein Leichtgewicht mehr. Kleiner Tipp: Die Harley Benton G212 Vintage hat gleich zwei davon und kostet als Box weniger als zwei einzelne Speaker.

» Preis: 129 €

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Celestion f12-x200 Gitarrenlautsprecher – Der Digital-Speaker

Celestion F12–X200

Bei dem Celestion F12–X200 handelt es sich um einen Gitarrenlautsprecher, der speziell für die schwer angesagten Modeling- und Profiler-Geräte wie Kemper, Axe-FX oder Line 6 – aber auch für Plugin-Lösungen wie Bias-FX – konzipiert wurde.

Ein solcher Speaker soll möglichst neutral tönen, um die Amp-Simulationen nicht zu verfälschen. Mit einem Frequenzgang von 60 Hz bis 20 kHz ist dieser Speaker für das frequenzkorrigierte Signal von Speaker-Simulationen und Impulse Responses angepasst. Allerdings müssen Höhen und Präsenz Amp nachträglich etwas entschärft werden.

Auch die 200 Watt Belastbarkeit vertragen sich wunderbar mit den Modeler-kompatiblen, klangneutralen Solid State Endstufen. Das Gewicht bewegt sich mit 4,1 KG noch im Rahmen.

» Preis: 159 €

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Eminence

Der amerikanische Hersteller Eminence wurde im Jahr 1966 gegründet. Auch hier werden leistungsstarke Gitarrenlautsprecher gebaut, die soundtechnisch eher den Markt für Vintage-Klänge bedienen. Bekannte Nutzer, des Herstellers Eminence, sind Eric Johnson, Greg Howe und Gary Morse.

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Eminence Cannabis Rex Gitarrenlautsprecher – Der Cannabis-König

Eminence Cannabis Rex

Der Name mag eine gewisse Nähe zum Stoner Rock suggerieren,. Beim Cannabis Rex handelt es sich aber um einen sanften Kollegen, der besonders im Jazz, Blues und Country brilliert, aber auch bei Crunch-Sounds zu überzeugen weiß.

Der Frequenzgang geht von 80 Hz bis 4,5 kHz. In den Bässen ist er etwas beschnitten und im oberen Bereich fällt er etwas schmaler aus als die meisten. Ein Gitarrenlautsprecher für Metal ist der Cannabis Rex somit definitiv nicht, wobei er mit 50 Watt und einem Kennschalldruck von 101,8 dB ordentlich Dampf machen kann.

Die Membran aus Hanf liefert transparente Mitten und sanfte Höhen. Der Speaker eignet sich aufgrund seines sahnigen Charakters ideal, um schrille Verstärker abzurunden. Mit 3,7 kg fällt der Lautsprecher in die Kategorie „transportfreundlich“.

» Preis: 99 €

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Eminence Guitar Legend 1258 Gitarrenlautsprecher – Vintage pur

Eminence Guitar Legend 1258

Mit dem Guitar Legend schickt der Hersteller einen besonders leistungsstarken Vintage-Speaker ins Rennen. Satte 75 Watt liefert der Gitarrenlautsprecher, der sich klanglich in ähnlichen Gewässern wie der Cannabis Rex bewegt. Dies sind enorme Watt-Werte.

Trotz eines Frequenzgangs von 80 Hz – 4kHz klingt er weniger gedimmt. Das Ergebnis klingt offener, brillanter und amerikanischer. Mit seinen 4,5 kg ist er eine preisgünstige Ergänzung für Verstärker wie den Fender Twin Reverb.

» Preis: 79 €

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Boutique Speaker

Hier folgen nun Gitarrenlautsprecher, die sich im Luxus-Preissegment bewegen. Was macht diese Speaker so besonders? Finden wir es heraus.

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Electro Voice EVM-12L Gitarrenlautsprecher – Das Schwergewicht

Electro Voice EVM–12L

Der als „The World´s Greatest Guitar Speaker“ angepriesene EVM–12L gilt als Rock-Legende der 1980er Jahre. Er ist mit 200 Watt ein echtes Powermonster. Die Zakk Wylde Signature Serie „Black Label“ EVM–12 kann sogar mit 300 Watt umgehen.

Ein angeschlossener Gitarren-Amp muss in der Lage sein, dieses Modell ordentlich zu befeuern. Eine Überlastung des Speakers scheint unwahrscheinlich.

Einer der teuersten Speaker am Markt

Der Lautsprecher liefert mit seinem Frequenzgang von 80 Hz bis 5 kHz eine gute Auflösung und Definition. Verspieler und Schlampereien werde gnadenlos wiedergegeben.

Mit einem enormen Gewicht von 8,6 kg pro Speaker knackst Du bei einer 4×12 Gitarrenbox schnell die 60 Kilogramm.

» Preis: 239 €

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Celestion Alnico Blue Gitarrenlautsprecher – Der Exot

Celestion G12 Blue

Dieses Modell ist schon optisch ein wahrer Exot. Der blaue Speaker wurde in Vox AC30 Amps verbaut und von Queen-Gitarrist Brian May populär gemacht.

Besonders die warmen Bässe und glockenartigen Höhen werden immer wieder erwähnt, wenn über diesen Alnico-Gitarrenlautsprecher berichtet wird. Die Mitten bleibenbeim G12 Blue eher auf der Strecke.

Mit 15 Watt hat der Speaker eine geringe Belastbarkeit, leistungsschwächeren Vintage-Amps steht das jedoch gut zu Gesicht. Der Frequenzgang geht von 75 Hz bis 5kHz.

Preis: 289 €

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Jensen P12/​100 BB 12 Gitarrenlautsprecher – der Blackbird

Jensen P12/100 BB 12

Der düster anmutende Jensen P12/100 BB 12 wird auch Blackbird genannt. Es handelt sich dabei um einen Alnico-Lautsprecher, der besonders durch sein ausgewogenes, harmonisches Klangbild besticht. Clean–Sounds werden hier glasklar und dynamisch rübergebracht.

Im Crunch und Lead-Sektor kann er mit einer gewissen Cremigkeit punkten und selbst unter High Gain liefert er ein definiertes, druckvolles Brett ab.

Achtung: Aufgrund seines relativ geringen Wirkungsgrades braucht der Jensen schon etwas Druck, um sich voll zu entfalten. Wer ihn nur in Zimmer-Lautstärke spielen will, sollte sich woanders umschauen.

Die 1927 vom Dänen Peter L.Jensen in Amerika gegründete, gleichnamige Firma lieferte in den 1940er Jahren Speaker für den ersten Fender Princeton (damals noch im 8″ Format).

» Preis: 222 €

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Fazit

Der Gitarrenlautsprecher ist oft das am wenigsten beachtete, weil letzte Glied der Klangkette. Dabei hat er einen enormen Einfluss auf das klangliche Endergebnis – weit mehr mehr als die im Amp genutzten Röhren. Mit der heutigen Auswahl an Modellen kannst Du deinen Gitarren-Verstärker so verändern, dass Du deinen Wunschsound erhältst – unerheblich von dem, welche Cabinets von den Herstellern in welcher Konfiguration angeboten werden. Befasse dich also bewusst mit Gitarrenlautsprechern, um deineb eigenen Sound zu erhalten.

Bester Gitarrenlautsprecher – Du entscheidest nach Vorliebe“

Welcher der beste Gitarrenlautsprecher ist, hängt von deinen Anforderungen und Vorlieben ab. Mit diesem Ratgeber solltest Du jetzt einen guten Ansatzpunkt gefunden haben auf deiner Suche nach dem besten Gitarrenlautsprecher.

Du musst dir überlegen, was dir an einem Gitarrenlautsprecher wichtig wäre, was dir fehlt und was Du kompensieren möchtest. Von da an kannst Du dich dann vortasten und experimentieren. Nach unserem Gitarrenlautsprecher-Guide sollte dir das allerdings nicht mehr schwer fallen.

Solltest Du dir noch unsicher sein, dich besonders flexibel aufstellen oder nur einen besseren Lautsprecher für deinen Amp suchst: Nimm den Allrounder Celestion G12M-65 Creamback.

Lesermeinungen (1)

zu 'Bester Gitarrenlautsprecher? Was dir sonst keiner verrät und Du wissen solltest'

  • Ni Ko   07. Nov 2019   13:20 UhrAntworten

    Werner Gross Roman Hertle 😉

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