Pedalboard selber bauen: DIY

Pedalboard selber bauen: DIY

So kannst Du dein Pedalboard selber bauen: DIY mit passenden Komponenten und ihrer Kombination!

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Wunschsound mit dem Pedalboard?

Du solltest dir im Klaren sein, welchen Sound Du suchst, um passendes Equipment dafür zusammenstellen zu können. Mich als alten Blueser sollte ein Effektboard ja nicht tangieren, könnte man denken. Gitarre, Kabel, Verstärker, Lautsprecher und gut.

Das ist so ungefähr auch richtig, doch würde ich mich damit klanglich sehr einschränken. Wie schaffe ich es, wie Slash, Stevie Ray Vaughn, Eric Clapton oder die abgefahrene Fraktion um Joe Satriani und Steve Vai zu klingen?

Gitarren und Amps sind die Grundlagen deines Sounds

Schau dir an, welche Gitarren und Verstärker die Jungs und Mädels spielen – das sind die Grundlagen für den entsprechenden Klang. Aus einer Les Paul Gold Top wirst Du soundtechnisch keine Fender Classic Stratocaster machen können. Ein Marshall JTM45 mit 4x12er-Box wird nie wie ein Fender Bassman klingen, da kann man sich noch so viel Mühe geben.

Angus Young spielt seine Gibson SG meist direkt in einen Marshall JTM45. Diese Kombination hat einen sehr speziellen Sound, der nicht unbedingt ins Wohnzimmer passt. Slash spielt seine eigenen Signature-Gitarren und -Verstärker. Eric Clapton ist ein Mann, der Fender Stratocaster über verschiedene Verstärker spielt (meist die Bassmänner aus demselben Hause).

Nun kann aber nicht jeder von uns tausende Euro investieren, um zu seinem Wunschsound zu kommen …

Pedalboard DIY: Wie fange ich an?

Regel Eins: Es gibt keine Regeln. Probiere erst aus, ob alles passt, klingt und so aussieht, wie Du dir es vorstellst – und zwar BEVOR es mit Klettband verkleistert oder gar festgeschraubt wird. Dazu später noch mehr.

Die Reihenfolge der Effekte auf dem Pedalboard ist wichtig. Natürlich kann man mit unterschiedlichen Verschaltungen von Effektgeräten experimentieren und wird gelegentlich auch mit einem Superergebnis belohnt. Wir schauen uns zunächst die Standards an.

Den Anfang machen Booster, Verzerrer oder Octaver

Du fängst am besten mit den Effektpedalen an, die am stärksten in das Signal eingreifen. Das sind Verstärker/Booster, Octaver und Verzerrer. Warum? Der Hauptgrund ist die Signalqualität.

Wenn zunächst Modulationseffekte wie Chorus & Co. in der Reihenfolge kommen, werden bei aktiviertem Overdrive und Distortion auch die Signale mit verstärkt, die man nicht haben möchte: Rauschen, Knacksen & Co. Deshalb solltest Du Modulationseffekte am Anfang des Boards vermeiden.

Hier ist eine typische Effektkette, wie sie häufig in der einen oder anderen Variante anzutreffen ist:

Pedalboard selber bauen: DIY - Effektkette

Pedalboard Netzteil & Stromversorgung

Nanu, man hört ja gar nichts – kein Wunder, denn wir haben die Frage des Netzteils bzw. der Spannungsversorgung noch nicht geklärt. Die einfachste, aber nicht unbedingt umweltfreundlichste Methode sind Batterien. Diese kleinen viereckigen 9-Volt-Blockbatterien, die immer genau dann ihren Geist aufgeben, wenn Du sie am dringendsten brauchst.

Pedalboard Stromversorgung mit Batterien?

Wenn man nur ein oder zwei Pedale benutzen möchte, ist das sicher kein Problem. Allerdings gibt es einige Pedale, die 12 oder 18 Volt, manchmal sogar Wechselspannung anstatt Gleichspannung benötigen. Andere sind so klein, dass einfach keine Batterie mehr hineinpassen würde (z.B. die Minitretminen von Mooer).

Ergo: Ein Netzteil für das Pedalboard muss her, wobei es auch hier mehrere Möglichkeiten zur Stromversorgung gibt. Für jeden Effekt eins oder eins für alle? Ein Multinetzteil ist die eleganteste Lösung.

Netzteil auswählen

Einige analoge Effekte vertragen sich nicht mit neueren Effektgeräten auf digitaler Basis. Von daher solltest Du unbedingt ein Netzteil verwenden, das galvanisch getrennte Spannungsausgänge hat. Das bedeutet, dass es keine direkte elektrische Verbindung zwischen der eigentlichen Elektronik des Netzteils und dem spannungsführenden Ausgang gibt.

Das Netzteil sollte galvanisch getrennte Ausgänge bieten

Üblicherweise ist das ein Trenntrafo, der Spannungen 1:1 übersetzt. Bei Gleichspannung kommt dann noch pro Ausgang ein Gleichrichter und ein Filter-/Glättungsglied dazu.

Klingt verdammt technisch. Ist aber für die Qualität der Ausgangsspannung entscheidend und erklärt, warum gute Netzteile auch teuer sein dürfen.

Pedalboard Netzteil mit 5 Ausgängen

Für den Workshop »Pedalboard selber bauen« habe ich das Palmer PWT05 gewählt. Diese Stromversorgung für Pedalboards bietet fünf getrennte Ausgänge mit 9V Gleichspannung. Die Ausgänge können bis zu 120 mA liefern. Da Pedale in der Regel eine Stromaufnahme von etwa 20 mA haben, kann das PWT05 mehr als nur fünf Geräte speisen.

Pedalboard Stromversorgung - Palmer PWT 05 MK2

Ein Multinetzteil (hier: Palmer PWT 05 MK2) ist unerlässlich für Strom auf dem Pedalboard

Übrigens gibt es mittlerweile einen Nachfolger, der mit max. 250 mA pro Ausgang noch deutlich mehr Power zur Verfügung stellt – hier oben ist es abgebildet.

Ausgangsleistung und Stromaufnahme

Zu beachten wären da noch die Ausgangsleistungen bzw. die maximal möglichen Ströme pro Anschluss. Gute Geräte haben kurzschlussfeste Ausgänge – da passiert nicht viel, wenn Du etwas falsch machst. Andere haben Feinsicherungen, die gerne mal in ungünstigen Augenblicken kaputt gehen. Es ist gut, stets einige Sicherungen in der Zubehörkiste zu haben.

Tipp: Der Strom pro Ausgang sollte schon in etwa der theoretischen Stromaufnahme deiner Effektgeräte entsprechen.

Sollte eine höhere Stromaufnahme notwendig werden, gibt es Netzgeräte, bei denen man die Ausgänge mit passenden Kabeln so zusammenschalten kann, dass sich entweder die Spannung oder der maximale Strom addiert (siehe Parallel- und Reihenschaltung in der Elektrotechnik). Ob dies möglich ist und wie das genau gemacht wird, entnimmst Du den Bedienungsanleitungen der jeweiligen Netzteile. Meist sind auch schon entsprechende Kabel beigelegt.

Zu vermeiden bei der Stromversorgung: Daisy Chaining

»Daisy chaining«, also mehrere Effekte auf der Versorgungsseite parallel an einen Spannungsausgang anzuschließen, sollte vermeiden werden. Vor allem bei günstigeren Netzteilen, die schnell sogenannte Brummschleifen (lästige Brummgeräusche) erzeugen.

Pedalboard selber bauen: DIY - Daisy Chaining

Daisy Chaining

Eine Brummschleife entsteht, wenn man die Erdung des Signals mit jener der Spannungsversorgung mischt. Zwischen beiden können Ströme aufgrund von Spannungsunterschieden hin und her fließen, was dann das Brummen verursacht. Man nennt das auch »Ground Loop«.

Pedalboard Tipps – Das passende Board

Jetzt liegt der ganze Krempel vor dir auf dem Fußboden. Alles einzeln zum Gig zu schleppen und immer wieder aufbauen zu müssen, kann schon etwas lästig werden. Ein Floorboard zum Anschrauben oder -kletten der Gerätschaften muss her.

Hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt, vom Eigenbau aus Holz über einen sogenannten Pedal Train bis hin zu einem geradezu bombensicheren Koffer (»Flightcase«) ist alles möglich. Zunächst solltest Du aber ein paar Dinge klarstellen …

Mobil oder stationär?

Musst Du dein Pedalboard ständig auf- und abbauen, weil Du viele Konzerte spielst? Dann brauchst Du ein Modell mit diesen Qualitäten:

  • Kleine Grundfläche
  • Stabile Konstruktion
  • Geringes Gewicht
  • Gute Transportierbarkeit

Bleibt das Board stattdessen vorrangig im Studio oder Proberaum? In diesem Fall sind die genannten Aspekte zweitrangig.

Pedalboard

Mit der Wahl des richtigen Pedalboards beginnt deine Planung

Größe des Pedalboards

Die Größe des Pedalboards entscheidet darüber, wie viele Effekte Du überhaupt darauf unterbringen kannst. Daher musst Du zu Beginn eine recht klare Vorstellung von deinem Setup haben.

Es schadet nicht, die einzelnen Pedale vorher auszumessen und zu berechnen, wie groß das Effektboard sein muss. Vergiss dabei aber nicht, dass zwischen den Effekten auch noch Platz für die Stecker und Kabel sein muss.

Floorboard: Palmer MI Pedalbay 80

In meinem Fall fiel die Wahl auf ein Produkt aus deutscher Herstellung, die Palmer Pedalbay 80. Zwar wäre es auch möglich gewesen, das Pedalboard selber zu bauen, aber ich bin nicht so der Holzheimwerker. Mit knapp 130 Euro Straßenpreis bleibt es bezahlbar und bietet einige Vorteile, die im Selbstbau (wenn überhaupt) nur schwer umzusetzen wären.

Palmer Pedalbay 80

Palmer Pedalbay 80

So lassen sich beispielsweise die Querstreben der Aluminiumkonstruktion sowie die Höhe bzw. die Neigung individuell einstellen. Um die Bodeneffekte zu fixieren, sind die Querstreben mit Klettband bezogen, auf der Unterseite lässt sich das Netzteil mit vier Haken befestigen. Für den Transport wird noch ein gepolstertes Softcase mit Zubehörfach und Schultertragegurt mitgeliefert.

Wenn dir diese Variante mit 80 cm zu groß ist, kannst Du auch auf die kleineren mit 60, 50 oder 45 cm zurückgreifen. Ein weiterer Vorteil dieser Alukonstruktion: Sie ist leicht.

Befestigung der Bodeneffekte auf dem Floorboard

Meist werden selbstklebende Klettbandstreifen genutzt. Ganz einfach so:

  • Klett mit Flausch oben auf dem Pedalboard anbringen
  • Klett mit Widerhaken unten an den Pedalen anbringen
  • Effekte aufs Board kletten

Das bietet einen guten Halt und den Vorteil, dass die Effekte flexibel auf dem Pedalboard ausgetauscht werden können. Ein Wermutstropfen ist jedoch, dass die Klettstreifen nicht immer rückstandslos zu entfernen sind.

Eine Alternative stellen Kabelbinder dar. Sie sorgen für stabilen Halt und die Effektpedale können durch einfaches Auftrennen der Kabelbinder wieder vom Board genommen werden.

Pedalboard selber bauen: DIY - Pedalboard mit Stromversorgung

Pedalboard mit Stromversorgung

Vorerst habe ich mich dafür entschieden, das Netzteil mithilfe des Klettverschlusses zu fixieren, um schneller etwas ändern zu können. Später wird das Netzteil definitiv unter dem Gestell verschwinden – einmal verkabelt muss ich dort nicht mehr häufig ran, geschweige denn im Live-Einsatz.

Nicht unwesentlich ist die Option, dass sich die mit Flausch (für das Klettband/Velcro) bezogenen Querstreben nach Gusto verschieben lassen. Dafür musst Du nur ein paar Schrauben mit einem Innensechskant (Imbus) lösen.

Bei einem Do-it-yourself-Board aus Holzplatten stehen Langlöcher für Kabeldurchführungen auf der To-Do-Liste und je nach Baugröße musst Du Platz für deine Pedale lassen, um nur mal zwei Dinge zu nennen.

Erste Platzierung der Effekte

Zunächst sitzt nichts wirklich fest und die Kabelverlegung erscheint auch recht wüst, denn ich möchte noch experimentieren. Die auf dem folgenden Bild zu sehende Kombination ist für den Einstieg empfehlenswert.

Dabei werden noch keine Stereoeffekte, Buffer oder Ähnliches in Betracht gezogen, sondern einfach nur die Gitarre, die Mono-Effektkette und der Verstärker.

Pedalboard-Effekte

Nun kommen wir zum Herzen eines jeden Pedalboards – den Effekten. Jedoch sind Geschmäcker bekanntlich verschieden und auch die Anforderungen an das Effektpedal variieren. Trotzdem versuchen wir, dir hier ein paar Vorschläge für Effekttypen zu geben, die universal einsetzbar und damit ein Must-Have für jedes Pedalboard sind.

Etwas speziellere Effekttypen findest Du unter Nice-to-have. Diese sind entweder spezifisch für ein Musikgenre oder finden einfach nur seltener Verwendung.

Dabei werden wir dir aus jeder Kategorie einen gängigen Vertreter und eine Low-Budget-Alternative nennen. Welches jeweilige Modell am Ende auf deinem Pedalboard landet, hängt stark von deinem Geschmack und deinem Geldbeutel ab.

»Must-haves« auf dem Effektboard

Stimmgerät - Boss TU-3

Ein Stimmgerät mit gut sichtbarem Display darf auf keinem Pedalboard fehlen

Stimmgerät (Tuner)

Bevor wir dir allerdings die tongebenden Effekte vorstellen, gibt es ein Pedal, das auf keinen Fall beim Pedalboard bauen fehlen darf – ein Stimmgerät.

Bei diesem essentiellen Helferlein ist ein gut sichtbares Display von größter Wichtigkeit. Dieses ermöglicht dir, deine Gitarre auch auf den dunkelsten Bühnen ins korrekte Tuning zu bringen. Die integrierte Stummschaltfunktion ist außerdem nützlich für kurze Spielpausen.

  • Beliebt: Boss TU-3
  • Low-Budget: XVive PT-05
Verzerrung - Fulltone OCD

Ein Overdrive wie das OCD von Fulltone gehört auf jedes Pedalboard

Verzerrung (Overdrive, Distortion, …)

Ein oder mehrere Verzerrer gehören auf jedes Pedalboard. Sei es, um den Leadparts noch eine Extraportion Wärme oder Boost zu geben, die letzten Gain-Reserven aus dem Verstärker herauszukitzeln oder einfach nur, um die Bässe etwas aufzuräumen. Dabei kann zwischen Overdrive- und Distortion-Pedalen unterschieden werden. Während die Overdrive-Effekte üblicherweise eine warme Sättigung des Tons oder eine leichte Übersteuerung des Signals hervorrufen, kannst Du mit den Distortion-Pedalen extreme Verzerrungen realisieren. Ob Du also ein Overdrive-, ein Distortion-Pedal oder beides benötigst, hängt stark von der Musik ab, die Du machst.

  • Beliebt: Fulltone OCD V2
  • Low-Budget: Boss SD-1
Chorus - TC Electronic Corona

Ein Choruseffekt verleiht deiner Gitarre das besondere Etwas. Beliebt: das Corona von TC Electronic.

Chorus

Das Choruspedal ist eines der wichtigsten Effektpedale, um deinem Gitarrenklang mehr Glanz und Breite zu verleihen. Kaum eine cleane Gitarre kommt ohne dieses Helferlein aus. Auch Lead- oder Soloparts können durchaus vom sphärischen Chorus-Effekt profitieren.

  • Beliebt: TC Electronic Corona Chorus
  • Low-Budget: TC Electronic Afterglow Chorus
Reverb - DigiTech Polara

Ein Reverb lässt deinen Sound deutlich voller wirken

Delay & Reverb

Delay und Reverb (Hall) sind unter einem Punkt zusammengefasst, da beide mehr oder weniger dem gleichen Zweck dienen – sie lassen die Gitarre voller und interessanter klingen. Delay und Reverb basieren zwar auf unterschiedlichen Prinzipien und erzeugen ganz unterschiedliche Klänge. Trotzdem können vor allem einzeln angeschlagene Noten, beispielsweise Arpeggios, oder auch Leadgitarren davon profitieren.

Außerdem kannst Du sowohl mit dem Delay als auch mit dem Reverb tolle Soundeffekte kreieren. Deshalb sollte sich mindestens eines von beiden Effektpedalen auf deinem Pedalboard befinden.

  • Beliebt: MXR Carbon Copy Analog Delay / Digitech Polara
  • Low-Budget: TC Electronic The Prophet / TC Electronic Hall of Fame Mini

»Nice to have« auf dem Pedalboard

Booster - Xotic EP

Die Extraportion Volumen liefert ein Booster, beispielsweise der Xotic EP Booster

Booster

Ein Booster ist vor allem dann nützlich, wenn dein Verstärker nur einen Masterregler hat oder Du ein Pedal suchst, das dein Gitarrensignal in bestimmten Passagen um einige Dezibel anhebt. Die etwas besseren Vertreter dieser Kategorie vermögen deinem Ton zusätzlich zur Volumenanhebung noch eine Extraportion Glanz zu verleihen. Dadurch sticht dein Gitarrensolo noch besser hervor.

  • Beliebt: Xotic EP Booster
  • Low-Budget: Electro Harmonix Nano LPB-1 Booster
Noise Gate - ISB Decimator II

Gegen Rauschen (typisch bei weit aufgerissener Verstärkung) hilft ein Noise Gate

Noise Gate

Dieses Effektgerät findest Du vor allem im Bereich stark verzerrter Gitarren. Es verhindert das Entstehen von störenden Nebengeräuschen. Für druckvolle Rhythmusgitarren ist ein Noise Gate deshalb unerlässlich und verdient einen Platz auf jedem Pedalboard eines Metalgitarristen.

  • Beliebt: ISP TECHNOLOGIES Decimator II
  • Low-Budget: Artec Noise Gate
Effekte Equalizer

Mit einem Equalizer kannst Du das Durchsetzungsvermögen deines Gitarrensounds erhöhen

Equalizer (EQ)

Ein Equalizer ist ein nützliches Effektpedal, das trotz seiner wenigen Funktionen einen großen Einfluss auf den Klang haben kann. Mit dem EQ kannst Du bestimmte Frequenzen boosten, um deiner Gitarre mehr Durchsetzungskraft im Bandgefüge verleihen oder mit einer Absenkung im niederfrequenten Bereich dem Bass mehr Freiraum geben.

Weiterhin kann der ein Equalizer auch für das Absenken der mittleren Frequenzen verwendet werden – um einen gescoopten Gitarrensound zu erzeugen. Oder Du kannst ihn für Soundeffekte, wie den Telefonhörer-Filter, benutzen.

Allerdings besitzen sowohl die meisten Verstärker als auch viele Effekttypen bereits integrierte Equalizer-Funktionen. Somit ist dieses Pedal für dein Board nicht zwingend notwendig.

  • Beliebt: Boss GE-7
  • Low-Budget: Fame LEF-317
Phaser Effekt

Spacige, volle Soundeffekte erzielst Du mit einem Phaser. Ein beliebter Vertreter auf dem Pedalboard ist der Phase 90 von MXR.

Phaser & Flanger

Die Effekte dieser beiden Pedale beruhen auf Phasenverschiebungen des Eingangssignals. Sie können klanglich als extreme Varianten des Chorus-Effektes betrachtet werden. Deshalb werden Flanger und Phaser vornehmlich für einzelne Akzente oder Soundspielereien verwendet und sind kein notwendiger Bestandteil deines Pedalboards.

Trotzdem können sie das gewisse Etwas für einen besonderen Gitarrenpart liefern und Du solltest sie aus diesem Grund nicht verachten.

  • Beliebt: MXR Phase 90
  • Low-Budget: TC Electronic Thunderstorm
Effekt Kompressor

Ein Kompressor verleiht deinem Ton mehr Sustain und zähmt die Dynamik

Kompressor

Der Kompressor dient dazu, die Dynamik der Töne anzugleichen. Davon profitieren vor allem leisere Töne, die schnell untergehen können – beispielsweise bei Tappings. Zusätzlich kannst Du mit dem Kompressor ein deutlich verlängertes Sustain erzielen. Für singende Leadparts ist ein Kompressor deshalb auf jeden Fall zu empfehlen.

  • Beliebt: Keeley Compressor Plus
  • Low-Budget: Boss CS-3 Compression Sustainer
Wah Effekt

An dem Cry Baby von Dunlop führt in Sachen Wah-Pedal wohl kaum ein Weg auf dem Pedalboard vorbei

Wah-Wah (oder nur »Wah«)

Der Name ist Programm. Denn Wah beschreibt den Sound, den der Gitarreneffekt kreiert. Vor einigen Jahren wäre das Wah-Pedal direkt in der ersten Kategorie gelandet. Die Beliebtheit ist etwas zurückgegangen, doch das Wah-Wah ist immer noch eine echte Option, um deinem Klang mehr Vielfalt zu verleihen und dein Pedalboard zu bereichern.

  • Beliebt: Dunlop Cry Baby Wah
  • Low-Budget: Behringer HB01 Hellbabe Wah

DIY

Für Hobbybastler haben wir noch einen kleinen Tipp. Für zahlreiche bekannte Effekte gibt es Sets zum Selberbauen. Wenn Du mit dem Lötkolben umgehen kannst, sparst Du auf diese Weise nicht nur ein bisschen Geld, sondern kannst dein Pedalboard gleichzeitig durch Effektpedale in deinem ganz individuellen Design bereichern.

Pedalboard selber bauen: DIY - Eine Standard-Reihenfolge auf dem Pedalboard

Eine Standard-Reihenfolge auf dem Pedalboard

Pedalboard: Reihenfolge der Gitarreneffekte

Bei der Reihenfolge scheiden sich die Geister. Meine Herangehensweise ist meistens die physikalisch sinnvollste – jene, bei der die Pegel zwischen Gitarre, Effekte und Amp optimal abgestimmt sind.

Bei den Tretminen hat man üblicherweise einen Eingangspegel von ca. -20 Dezibel und eine Eingangsimpedanz von ca. 1 Megaohm – abgestimmt auf eine Gitarre mit passiven Tonabnehmern (Pickups ohne Stromspeisung).

Anordnung Tuner & Verzerrer

Bei mir ist der erste Gitarreneffekt ein Stimmgerät, mit dem ich das Signal der Gitarre bereits am Anfang der Kette stummschalten kann. Dann kommt der Booster und/oder Overdrive, mit dem ich sicherstellen will, dass es keine Pegelprobleme gibt.

Die Pedalboard Reihenfolge ist auch Geschmackssache

Es folgt das Distortion-Pedal, denn ich mag es, bei Bedarf mehr Zunder geben zu können. Doch das ist kein Muss, sondern eine reine Geschmacksfrage.

Irgendwo zwischen den genannten Pedalen platziere ich mein Wah Wah. Was gefällt, wird genommen, Experimentieren lohnt sich.

Pedalboard selber bauen: DIY - Pedalboard: Reihenfolge der Effekte

Pedalboard: Reihenfolge der Effekte

Modulationseffekte – wohin?

Danach kommen üblicherweise die ersten Modulationseffekte wie Chorus und Flanger, damit sie nichts von ihrem charakteristischen Sound einbüßen. Wo man jetzt einen Tremolo platziert, ist vermutlich auch wieder eine Geschmacksfrage: vor der Distortion oder nach den Modulationseffekten – hör dir die Klangbeispiele an und entscheide selbst.

Delay und Reverb

Nach den Modulationseffekten kommen Delay und Reverb. Warum als letztes? Damit eben alle vorherigen Effekte tonal »eingefangen« und deren Klang mit transportiert werden. Andernfalls »verwaschen« gerade günstige Halleffekte den Sound gerne mal und führen zu einem undifferenzierten Klang.

In meinem Beispiel nutze ich einen 1-Kanal-Verstärker, wodurch alle Effekte quasi im Gänsemarsch auf der Einbahnstraße in den Amp wandern. Vor- und Endstufe des Verstärkers fangen dadurch auch das Rauschen der Effektkette ein.

Gerade im Röhrenbereich können Hallfahnen zu unerwünschten Nebenwirkungen in der Vorstufe führen.

Funkstrecke für das Board – Shure GLXD16

Mit dem Shure GLXD16 gibt es ein System zur digitalen Funkübertragung von Gitarre und Bass, das Du mit dem Empfänger in Pedalform vom Floorboard aus steuerst.

Die Funkfrequenzen werden automatisch ausgewählt. Eine störungsfreie Übertragung wird stets gewährleistet, wie wir im Shure GLXD16 Test auf delamar feststellen konnten. Das System kann auch nach 2015 weltweit kostenfrei genutzt werden, da es im 2,5-GHz-Bereich arbeitet.

Pedalboard selber bauen: DIY - Shure GLXD16 – Funkstrecke mit Tuner

Shure GLXD16 – Funkstrecke mit Tuner

Der Taschensender, an den Du deine Gitarre steckst, lässt sich mit einem Clip am Gürtel befestigen. Im Idealfall beträgt die Reichweite stolze 60 Meter. Bis zu 16 Stunden Sendezeit sind mit dem austauschbaren Akku möglich. Wenn die Zeit vor einem Auftritt knapp wird, bekommst Du mit einer Ladezeit von 15 Minuten immerhin eine Betriebsdauer von anderthalb Stunden.

Die Metallkonstruktion des Empfängers ist sehr robust, was im harten Bandalltag für eine lange Lebensdauer sorgen wird. Wenn ein Gitarrenwechsel ansteht, kannst Du das Signal mit dem Fußschalter einfach stummschalten.

Praktischerweise ist noch ein Stimmgerät integriert, das auch Drop-Tunings unterstützt. Es arbeitet sehr zuverlässig und bietet alles, was man von einem handelsüblichen Tuner erwarten kann.

Rauschen vermeiden bei der Pedalboard-Reihenfolge

Zur Minimierung des Rauschens und generell zur Verbesserung des Klangs kannst Du – abgesehen von hochwertigen Effektgeräten – einen Rauschunterdrücker (»noise suppressor«) nutzen. Ich habe gute Erfahrungen mit dem Rocktron Hush und dem Boss NS2 sammeln können; strenggenommen ist Letzterer ein Noise Gate.

Ein Noise Gate kann das Ausklingen abrupt abschneiden

Mit einer Rauschunterdrückung bringst Du Ruhe in deine Effektkette. Doch beachte, dass diese Geräte erst ab einem gewissen Pegel anfangen, ein Signal durchzulassen. Das bedeutet, dass das Nutzsignal (also das musikalisch gewollte) immer höher sein muss als das Rauschen – es kann vorkommen, dass Töne beim Ausklingen abgeschnitten werden.

Nach sorgfältiger Einstellung der eigehenden Pegel und des Schwellenwerts, unter dem das Signal stummgeschaltet wird, sollte aber alles soweit passen.

Pedalboard selber bauen: DIY - So sieht die Pedalboard Anordnung mit Effekt-Loop aus

So sieht die Pedalboard Anordnung mit Effekt-Loop aus

Weniger Rauschen mit Einschleifweg im Pedalboard Layout

Möglichkeit Numero Zwei: Nutze einen Amp mit Einschleifweg (»insert«). Damit versorgst Du die Vorstufe des Amps mit den verstärkenden Effekten Booster, Overdrive, etc., während die Modulationseffekte erst zwischen Vor- und Endstufe eingespeist werden.

Beachte dabei, dass deine Effektgeräte einen Line-Pegel verkraften müssen (0 bis +6 Dezibel) … oder dein Amp einen kleinen Schalter zur Pegelanpassung besitzt. Manche sind auch zu einer automatischen Pegelanpassung fähig.

(Teilweise) Entwarnung: Die meisten Fußtreter funktionieren selbst ohne die Anpassung des Pegels – ausprobieren ist aber auf eigene Gefahr.

Einschleifen, Effekt-Loop & Inserts

Einen Einschleifweg gibt es in zwei Varianten: seriell und parallel. Die Eigenheiten beider Methoden schauen wir uns kurz an.

Seriell? Parallel? Kommt drauf an …

Seriell bedeutet, dass Du das Signal nach dem Vorverstärker abgreifen, komplett durch einen Effekt schicken und danach wieder in die Endstufe des Verstärkers einspeisen kannst. So kann die Endstufe separat betrieben werden, etwa wenn man ein Stereo-Setup nutzen möchte. Der Nachteil (zumindest auf der Bühne) ist jedoch, dass wenn ein Kabel unterbrochen oder herausgezogen wird, erst einmal Ruhe herrscht.

Bei einem parallelen Einschleifweg wird das Effektsignal zum Originalsignal hinzugemischt. Hier sollten die Mix-Regler der Effektgeräte, sofern vorhanden, auf 100% stehen – die Mischung von Original- und Effektsignal passiert dann erst ganz zuletzt am Verstärker. Außerdem brauchst Du hier zwei Kabel:

  • von der Gitarre über die Overdrives etc. abzweigend zur Amp-Vorstufe
  • vom Ausgang der Vorstufe zu den Modulationseffekten über Delay/Reverb wieder zurück zum Eingang für die Endstufe

Durch die erhöhte Kabellänge bei der seriellen Methode leidet unter Umständen die Signalqualität, hauptsächlich werden dabei die Höhen etwas gedämpft. Aber auch hier gibt es Abhilfe, wie wir später noch sehen werden.

Pedalboard Selbstbau – Ergänzungen, Tipps & Tricks

In diesem Kapitel findest Du weitere Infos zum Bau eines Boards und zur Zusammenstellung der Effekte, geschöpft aus meinen persönlichen Erfahrungen. Meine Ansprüche an ein Pedalboard lauten wie folgt:

  • Roadtauglichkeit
  • Eignung sowohl für Studio als auch Live-Situationen
  • Ausfallsicherheit
  • Stabile Stromversorgung
  • Verlustarme Kabel

Aus diesem Potpourri an Effektgeräten und Tools schöpfe ich einige Geräte, um sie schließlich auf meinem Pedalboard zu verbauen:

Pedalboard selber bauen: DIY - Alle Effekte und Utensilien

Alle Effekte und Utensilien

Der Anfang

Das erste Pedal auf dem Board ist ein TC Electronic PolyTune 2. Damit kann ich einerseits das komplette Board stummschalten und andererseits kann mein Signal durch die Platzierung am Beginn der Signalkette nicht durch irgendein anderes Pedal verfälscht werden. Das ist zum Gitarre stimmen essentiell ist. Ich bin sehr empfindlich und höre auch Flöhe husten, doch habe ich hier keinerlei Höhenreduktion feststellen können, wie oft behauptet wird.

Nach 6 Metern Kabel kann ein kleiner Boost nicht schaden

Nun kommt mein TC Electronic Spark mini in der Funktion eines Buffers an die Reihe. Er ist stets aktiv, da ich den Sound mag und ein kleiner Boost nach dem 6-Meter-Kabel nicht schaden kann.

Da mein Board sowohl live als auch im Studio genutzt werden soll, verbaue ich anschließend eine DI-Box für die Aufnahme des reinen Gitarrensignals – die Grundlage für das Reamping.

Pedalboard selber bauen: DIY - Sommer Cable DVM-120-DISH

Sommer Cable DVM-120-DISH

Die Sommer Cable DVM-120-DISH (»The Brick«) wird hierfür gute Dienste leisten. Sie ist passiv aufgebaut, braucht also keinen Strom und verhält sich in meinen Ohren klangneutral.

Kabel – Das Pedalboard verkabeln

Du brauchst …

  • Kabel von der Gitarre zum Pedalboard
  • Kurze Kabel (Patchkabel) zur Verbindung der Effekte
  • Kabel vom Effektboard zum Verstärker

Die Patchkabel sollten so kurz wie möglich sein, um kein großes Kabelwirrwarr entstehen zu lassen. Ihre gewinkelten Stecker ermöglichen eine besonders platzsparende Anordnung der Pedale auf dem Board.

Qualität der Kabel & Empfehlungen

Je hochwertiger der Klangleiter, desto geringer die Höhenverluste. Als Elektrotechniker weiß ich, worauf es beim Vergleich diverser Kabelanbieter ankommt. Letztlich blieb mir die Wahl zwischen Kabeln von Vovox und Sommer Cable.

Pedalboard selber bauen: DIY - Sommer Cable SC-TRICONE 241P Hybrid

Sommer Cable SC-TRICONE 241P Hybrid

Der letztgenannte Hersteller bietet ein Multicore-Kabel vom Typ SC-TRICONE 241P Hybrid, um das Pedalboard mit Amp & Co. zu verbinden. Es beinhaltet vier normale Instrumentenkabel mit abgewinkelten Klinkensteckern auf der einen und geraden Steckern auf der anderen Seite. Außerdem umfasst es ein CAT5e-Netzwerkkabel mit RJ45-Steckern beiderseits, ein MIDI-Kabel mit fünfpoliger Verbindung und ein Kaltgerätekabel.

Ein Traum, auf der Bühne nur ein Kabel liegen zu haben

Alles ist sauber verarbeitet und verlötet. Auf beiden Seiten gibt es circa einen Meter lange Einzelkabelenden, um genug Spielraum zum Anschluss der Gerätschaften zu haben.

Es ist ein Traum, auf der Bühne quasi nur ein einziges, properes Kabel vom Amp zum Floorboard liegen zu haben. Keine Kabelbäume mehr und kein Gewirre.

Pedalboard selber bauen: DIY - Verkabelung

Die Kabel für den Pedalboard Selbstbau

Mit dem »Erste Hilfe Set« von Sommer Cable gibt es auch für die Werkzeugkiste noch ein Kabelset, das man ohne Lötkolben zusammenbauen kann. Ich hatte noch jede Menge Winkelstecker herumliegen gehabt, die ich nun mit neuen Kabeln versehen habe. Weiterhin hatte ich die Instrumentenkabel LXGV und LX67 vorliegen.

Die sonstigen Patchkabel sind vom Typ XSTR. Allesamt waren 60 cm lang. Die Spannungsversorgung übernimmt das weiter oben vorgestellte Palmer PWT05.

Wie wichtig gute Kabel sind

Wir haben mittlerweile einen Vergleich gestartet: Zur Verbindung der Bodentreter nutzten wir einerseits Noname-Kabel aus der Wühlkiste und andererseits hochklassige Patchkabel vom Typ Cordial CRI 0.15 RR:

Mit guten Patchkabeln ein Pedalboard selber bauen - Cordial CRI 0.15 RR

Außerdem kamen Kabel zum Einsatz, die sich im laufenden Betrieb völlig geräuschlos stecken und ziehen lassen. Sowohl zwischen Gitarre und erstem Pedal, als auch zwischen dem letzten Effekt und dem Amp. Was dabei herausgekommen ist, erfährst Du hier:

» Test: Cordial Kabel und das Pedalboard

Die Königsklasse Overdrive und Distortion

Ich habe mich gegen Pedale entschieden, die ich nur ein einziges Mal für einen einzigen Song brauche – im Studio ganz nett, aber live absolut unpraktisch.

Gelegentlich benutze ich für Rhythmusparts und Soli ein Wah Wah, also muss das Vox Wha unbedingt aufs Board. Dann kommen die Overdrives und Verzerrer. Ich habe mich für das Palmer MI OVERDRIVE, das Pro Co The Rat und – für Soli – die MESA/Boogie Throttle Box entschieden. Das handliche Distortion-Pedal von Palmer klingt auch sehr gut, aber ich brauche den 80er-Jahre-Sound aus der Ratte.

Pedalboard selber bauen: DIY - Effektreihenfolge der Verzerrer

Effektreihenfolge der Verzerrer

Warum kein Tube Screamer dabei ist? Für mich klingt der zu harsch und besitzt nicht genug Leben. Außerdem kann auch jeder EQ als Clean Booster eingesetzt werden (dazu wurde der Tube Screamer ja meist genutzt), nur mit dem Unterschied, dass gleich noch eine Klangregelung zur Verfügung steht.

Modulationen und Echo

Von Mooer kommen das Pure Octave und das Tremolo aufs Board, außerdem der Chorus und das analoge Delay aus der Pocket-Serie von Palmer. Der TC Electronic Ditto Looper darf auch nicht fehlen. Ich bin mir nur noch nicht sicher, ob ich die Stereoversion oder den kleinen niedlichen Monovertreter nutzen werde.

Den Hall überlässt man besser dem FOH

Und wieso kein Reverb? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ein Reverb grade bei Stereo schnell zu einem matschigen, undifferenzierten Sound führen kann.

Den Halleffekt sollte man also besser dem FOH-Mischer oder dem Toningenieur im Studio überlassen. Im Proberaum spricht allerdings nichts dagegen, einen Halleffekt zu nutzen.

Effekte befestigen

Eine ordentliche Befestigung für Netzteil, Effekte und Kabel muss her. Klettband (Velcro) hat sich als die für mich beste Lösung herausgestellt. Das gibt es in verschiedenen Formen und Farben. Üblicherweise wird der weiche Teil auf das Board geklebt und der Teil mit den Widerhaken kommt aufs Pedal.

Pedalboard selber bauen: DIY - Die Pedalbay kommt bereits mit aufgeklebtem Flausch

Die Pedalbay kommt bereits mit aufgeklebtem Flausch

Wenn Du das Klettband aufklebst, solltest Du dafür sorgen, dass der Untergrund fussel- und fettfrei ist – Isopropanol hilft da sehr gut. Aber Achtung, es kann Farben lösen oder Aufkleber beschädigen, also solltest Du es wirklich nur auf den Flächen verteilen, die angeklebt werden sollen.

Weitere Möglichkeiten

  • Fahrradkettenglieder oder Mount Ps
  • Montageband
  • Blumendraht

Mount Ps oder Fahrradkettenglieder eignen sich gut für ein Board aus Holz. Montageband kann man sich auf die gewünschte Länge zuschneiden und es bietet jede Menge Löcher. Von Blumendraht halte ich nichts, das ist einfach zu behelfsmäßig. Bei all diesen Methoden kann man nicht schnell mal eben etwas umbauen oder umstöpseln, stets ist ein Schraubendreher nötig.

Jetzt muss noch die Pedalboard Verkabelung gebändigt werden. Dafür gibt es im Baumarkt deines Vertrauens jede Menge Material: Kabelbinder, Kabelkanäle, Verdrahtungskanäle und solche Teile, die ich Ringbuchhefter nenne. Ich tendiere zu Letzteren, da sie recht flexibel sind. Der Rest kann mit Kabelbindern und Schellen fixiert werden. Das Multicore-Kabel wird mit einer Zugentlastung am Board befestigt.

Pedalboard selber bauen: DIY -  Mein (vorläufig) fertiges Pedalbaord

Mein (vorläufig) fertiges Pedalbaord

Unser Pedalboard-Layout ist fertig

Jetzt heißt es nur noch spielen. Vermutlich wird sich hier und da etwas ändern, das bleibt nicht aus, spätestens beim nächsten G.A.S.-Anfall sieht das Board wieder anders aus.

Viel Spaß beim Bauen deines Boards und beim Herumexperimentieren mit Sounds, Kabeln und Befestigungsmethoden. Für Anregungen und Kritik sind wir immer offen.

Sag uns deine Meinung!

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